Achtsam sein,
das Leise finden,
nicht erblinden,
sondern tief empfinden,
was jetzt gerade ist,
was du fühlst,
wer du eben bist
im Dasein.
Hab stets Acht,
sei immer bedacht,
ziehe in Betracht,
dass Aufmerken lohnt,
dass Gott in dir wohnt,
dass er dich belohnt
mit dem, was er zeigt,
wie er sich dir zuneigt,
in dem, was dich übersteigt.
Willst du ihn erkennen,
ihn beim Namen nennen,
für ihn brennen,
Einblicke in ihn erhaschen,
so lass dich überraschen,
dir die Sünde wegwaschen.
Im Kleinen wirst du Großes finden.
Die Liebe wird sich an dich binden.
Angst und Sorgen werden schwinden.
Und dankbar kehrt der Friede ein,
in dein selig, ängstlich Kämmerlein,
in dein ‚von Gott ergriffen sein‘.
Aufmerksam will ich darauf achten,
einen guten Weg zu gehen. (Ps 101,2)
Bei allem, was man tut, völlig aufmerksam zu sein,
das öffnet Türen und lädt Gott ein.
„ACHTSAMKEIT ist ein aufmerksames Beobachten,
ein Gewahrsein, das völlig frei von Wünschen oder Motiven ist,
ein Beobachten ohne jegliche Interpretation oder Verzerrung.“
Achtsam sein (Mi 6,8; EÜ)
Achte auf dich!
Achte auf Ruhe um dich und in dir.
Nehme dir Zeit.
Achte auf dein Atmen.
Bist du ausgeglichen, ist es langsam und tief.
Bist du aufgeregt, ist es schnell und flach.
Atme bewusst.
Atme tief ein und aus.
Was spürst du? Was riechst du?
Was macht deine Brust? Was macht dein Bauch?
Lasse dir Zeit!
Atme tief ein und aus.
Entspanne dich.
Achte nur noch auf dein Atmen!
Ruhig und tief.
Alles ist gut.
Überlasse dich dem Atmen.
Es finde seinen Rhythmus.
Überlasse dich Gott.
Friede kehrt ein.
Völlig entspannt ruhst du in seinen Händen.
Lasse nun ihn, deine Unruhe wenden.
Spürst du dein Herz schlagen?
Spürst du den Puls dich tragen?
Spürst du dein Schweben?
Erspüre im Körper das Sich regen.
Lasse es zu.
Spannung vergeht.
Freude entsteht.
Wärme dich erfüllt.
Liebe dich umhüllt.
Achte auf dich!
Achte dich!!
Nur wer sich liebt,
der auch liebevoll gibt.
Ja, der auch vergibt.
Du gestaltest das Morgen,
bist hoffentlich im Heute geborgen.
In der Ruhe liegt die Kraft,
die an dir, in dir, Wunder schafft.
Die dich bewegen
und deine Liebe anregen,
damit die Kräfte allerwegen,
andere lieben, hegen und pflegen -
und ihnen sogar verwegen,
segnend die Hände auflegen,
um Gottes Güte weiterzugeben.
Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist
und was der HERR von dir erwartet.
Nichts anderes als dies:
Recht tun, Güte lieben und achtsam
mitgehen mit deinem Gott. (Mi 6,8; EÜ)

Adventszeit
Advent, Advent,
Ein Lichtlein brennt –
Es leuchtet dir den Weg.
Es führt dich hin zu Jesus Christ;
Dein Leben vor ihn leg.
Advent, Advent
Zwei Lichter brennen –
Sie leuchten dir ins Herz.
Sie zeigen dir wo Jesus wohnt,
Der dich befreit von Schmerz.
Advent, Advent
Drei Lichter brennen –
Sie zeigen Einigkeit.
Sie sind Gemeinschaft, - Angebot
Zur einig Christenheit.
Advent, Advent
Vier Lichter brennen –
Sie rufen: „Habe acht!
Das Kommen Jesus ist nicht weit;
Sei offen und halte Wacht.“
]]>
Alte Geschichten
Alte Geschichten am laufenden Band,
Ereignisse, die das Leben erfand,
Hoffnungen, Ängste und vieles mehr,
bedrücken, bedrängen, belasten schwer.
Das Herz läuft über, es spricht der Mund,
bewegte Worte tun immer wieder kund
was einst geschehen, was das Herz bewegt,
wo ein Schatten sich auf die Seele gelegt.
Gott schenke Frieden und Vergessen,
lasse uns deine Worte essen,
lasse uns danken für das, was du gibst,
dich loben dafür, dass du uns liebst.
Lasse uns dich sehen in jedem Sonnenstrahl,
lasse uns dich schmecken beim Abendmahl,
lasse uns dich finden, wenn wir dich brauchen,
lasse uns für immer in deine Gnade eintauchen.
]]>
Altern
Wenn die Zeit sich verwandelt,
wenn man anders denkt und handelt,
wenn der Körper ächzt und stöhnt,
wenn man lieber Enkel verwöhnt,
dann wird es Zeit zu gehen,
zu seinen Schwächen zu stehen,
Platz zu machen für eine jüngere Kraft,
die sich bewährt und Ordnung schafft.
Wenn die Zeit gereift,
Erfahrung kaum noch greift,
und Gelenke versteift;
wenn Achtung vergeht,
man im Wege steht
und der Wind schärfer weht,
dann ist es höchste Zeit
für Einsicht und Besonnenheit.
Drum gehe ich manchem Voran,
folge anderen hintan,
streb’ ich nach Ruhe und Frieden,
wie es uns allen ist beschieden.
Altern ist keine Schande,
man hat Zeit für neue Bande,
man hat Muße zum ‚Sich verschenken’
und lässt sich nur noch von der Liebe lenken.
]]>
Altersanmut
Äußere Schönheit vergeht,
aber im Laufe der Zeit entsteht,
was würdevoll erscheint.
Jüngere Menschen sehen,
können es aber nicht verstehen,
was Lebenserfahrung meint.
Hochachtung vor dem Alter:
Vorangeschrittene Gestalter,
Überschauendes Verstehen,
Geduldig-behutsames Gehen.
Ehrfürchtiges Staunen,
Anerkennendes Raunen,
Aufmerksames Betrachten,
Liebevolles Beachten.
Dieser Mensch geht mir voran,
auf der schweren Lebensbahn.
Er hat für mich bisher verwaltet,
was meinen Alltag heut’ gestaltet.
Ehre den Alten gebührt,
weil Lebensweisheit sie kürt.
Sie wissen zu sein, -
trotz Lebenspein.
Die Anmut liegt im gelebten Wesen;
in dem, was für andere noch nicht gewesen.
]]>
Arbeit
Arbeit adelt, - ungemein,
Läßt man sie für andre sein.
Müßiggang ist eine Zier,
Darum lasse ich ihn Dir.
Geistig rege, bodyfit,
Halte fleißig ich den Schnitt,
Komme früh und gehe spät,
Staune wie die Zeit vergeht.
Überstunden dürfen sein,
Halten meinen Eingang rein.
Wühle durch die Akten mich,
Stapel wachsen auf dem Tisch,
Lese, schreibe, konzipiere,
Denke, rechne, redigiere,
Lauf’ herum und sitze still,
Höre was ein andrer will,
Biege grad’, was krumm begann,
Halte auch die Luft mal an,
Hoffe auf ein gutes Ende,
Träum’ vom nächsten Wochenende.
Schuften, schlafen, essen,
Kann man das vergessen?
Streß bestimmt den Arbeitstag,
Lohn als Dank, ich nicht nur mag.
Arbeit adelt, - ungemein,
Laß’ sie mir zum Wohle sein,
Schütze mich vor Müßiggang,
denn davon wird mir so bang.
]]>
Auf dem Weg durch die Zeit
Dein Weg führt durch die Zeit;
Über Höhen, durch Tiefen.
Woran erinnerst Du Dich?
Was erwartet Dich?
Du triffst viele Menschen,
Gute und andere.
Wen kennst Du?
Wirst Du deren Last erkennen?
Dein Leben ist voller Arbeit.
Schwere, die Du bestehen willst und
Leichte, die Dich darauf vorbereitet.
Wie schwer wird Schwer?
Du bist nicht alleine auf Deinem Weg.
Wir gehen hintereinander, -
Nebeneinander,-
Wir gehen miteinander!
Wir haben das gleiche Ziel.
]]>
Aus der Kur
Von weit im Norden schreib ich Dir,
Wo Menschen kräftig helfen mir.
Sie kuren mich durch dick und dünn,
Bis daß kuriert ich wieder bin.
Die Kraft, die kehrt jetzt schnell zurück,
Weiß Gott, ich hatte auch viel Glück,
Denn Du hast mir gezeigt wie’s geht,
Daß Kraft und Glaube in uns weht.
Drum wünsch’ ich Dir auf Deinem Wege,
Daß Glaubenskraft in Dir sein möge,
Daß Du als Vorbild wirkst auf viele,
Daß wir erreichen gemeinsame Ziele.
Bewußtsein
Die Mutter tut’s,
Der Vater sagt’s,
Der Onkel und die Tante;
Schau hier, schau da,
Mach dies, mach das,
Umsorgen mich Verwandte!
Sie hegen mich,
Sie pflegen mich,
Und alles ohne fragen;
Selbst den Verstand,
Den brauch ich nicht,
Darf nicht einmal was sagen.
Doch irgendwann erwache ich,
und denke an mein Leben,
Werd’ unbequem und wehre mich,
Ich hab’ ein eignes Streben.
Sag Du mir nicht,
Mach dies, mach das,-
Nicht ohne mich zu fragen.
Ich weiß es nun,
Ich kann es jetzt,
Ich will es Dir laut sagen:
Ich will !
]]>
Blinddarm
Dein Wurmfortsatz Dich ärgern wollt’,
Du hast ihm den Respekt gezollt.
Er wollte nicht mehr Fortsatz sein;
Als Wurm, das war ihm viel zu klein.
Er hatte seinen großen Tag,
Als schmerzend er im Bauch Dir lag.
Der Doktor meint, es wäre Zeit:
„Apendix, jetzt gehst du zu weit.
Ich nehme das Skalpell zur Hand,
und schneide schnell und elegant,
den Zipfel ab, den Wurm, den Wicht,
darauf bin ich schon ganz erpicht.“
So kam’s! Der Kleine ist nun frei,
und seine Rolle ist vorbei!
Und die Moral von der Geschicht’:
Geschichte nun Apendix ist.
Bodenlos verzweifeln ?
Ich bin in einen Trichter gefallen,
steile, nachrutschende Wände,
Ich klettere, ziehe, versuche.
Nichts.
Immer und immer wieder.
Nichts.
Ich rutsche zurück.
Tiefer.
Ich bin erschöpft.
Tiefer.
Ich zweifle, verzweifle.
Immer tiefer
Hallooooo !!!!!!!!!!!
Niemand.
Hilfe !!!!!!!!.............
Niemand.
Mein Rufen stirbt.
Ohnmacht.
Doch dann:
Ruhe.
Besinnung.
Gebet.
Halt.
Kraft.
Hoffnung.
]]>
Da ist jemand
Da ist jemand, der mit dir atmet.
Da ist jemand, der mit dir fühlt.
Da ist jemand bei dir, der deine Seele umspült.
Da ist jemand, der dich mag.
Da ist jemand, der alles mit dir teilt;
der immer in deiner Nähe verweilt.
Da ist jemand, der mit dir lacht.
Da ist jemand, die mit dir weint;
da ist jemand bei dir, der ist mit dir vereint.
Da ist jemand, der in dir wohnt.
Da ist jemand, der mit dir geht;
da ist jemand in dir, der immer zu dir steht.
Da ist jemand, Jesus -, dessen Liebe zu dir
niemals vergeht.
Und etwas in mir mich mit dir verbindet,
diese Liebe, ist auch in mir gegründet.
]]>
Das Auto
Hubraum, Stärke, Sonderlack,
dicke Reifen, Durchreichsack,
Halogen- und Nebelleuchten,
können manches Hemd befeuchten.
Navi, HiFi, Bordcomputer,
EPS und WLAN-Router,
interessieren gar zu sehr,
machen die Kaufentscheidung schwer.
Stärker, schneller, edler, teurer,
größer, dicker, höher, neu’rer;
protzen, prunken, prahlen, prassen,
den Allrad ins Gelände lassen.
Letztlich, dient es nur dem Zwecke:
Fahren - um die nächste Ecke.
Warten, bis zum nächsten Start.
Da zustehen, schmuck und smart.
]]>
Das Baby
Noch klein, noch zart, noch rein,
so soll ein Baby sein.
Geboren, um zu werden,
zu wachsen hier auf Erden,
zu reifen und zu tragen,
zu bestehen an schweren Tagen,
zu lieben und zu mehren;
Lebensglück zu begehren.
Noch schläft es die meiste Zeit.
Noch sieht es nicht sehr weit.
Noch nuckelt es an der Brust.
Noch strampelt es mit Lust.
Es lauscht auf alle Laute.
Es riecht gern das Vertraute.
Es formen sich die Sinne,
damit das Sein beginne.
Es wächst dem ‚Mein’ entgegen.
Es lernt, sich aufzuregen,
zu wollen, schreien, trotzen,
kindlich herumzumotzen.
Es lernt zu laufen, sprechen,
andere auszustechen.
Und eh’ man sich versieht,
die Pubertät geschieht.
Ein junger Mensch, erst hilflos klein,
tritt hoffnungsfroh ins Leben ein.
Es möge ihm leicht gelingen,
große Taten zu vollbringen.
Das Christkind
Ich glaube, ich habe das Christkind gesehen!
Ich dachte an dich und das war sehr schön,
das Herz ging mir auf und es mir wurde klar:
Du wirst geliebt und du bist ganz wunderbar!
Das Wunderbare liegt in deinem Wesen!
Aufmerksame können in deinen Augen lesen,
dass Liebe und Güte dich bestimmen,
dich aber Missachtung und Gleichgültigkeit ergrimmen;
dass Freude und Dankbarkeit dich begleiten
und Offenheit und Besonnenheit dich weiten;
dass Echtheit und Treue dir wichtig sind,
dass du vertrauensvoll bist wir ein Kind;
dass freundliche Herzlichkeit in dir wohnt,
und, dass Gott im Himmel dich mit all dem belohnt.
Das Christuskind ist bei dir zuhaus’,
es leuchtet aus deinem Wesen heraus,
es zeigt sich auch in deinem Tun und Denken,
in deinem reichlichen ‚Aufmerksamkeit verschenken’.
In deiner so überaus angenehmen Art -
es sich selbst offenbart.
]]>
Das Dekolleté
Liebste,
wenn ich in dein Dekolleté sehe,
wenn ich auf deine schönen Rundungen eingehe,
wenn ich so mit dir beschäftigt bin,
bekommt mein Wollen einen ganz anderen Sinn.
Der Verstand schaltet aus
und die Lust kommt heraus.
Ich werde bewegt,
weil sich etwas regt.
Was soll ich nur tun,
ich bin nur ein Mann,
um Zurückhaltung beten
oder tun, was er gerade kann?
Liebste,
was ist denn dein Begehren,
möchtest auch du mit mir ‚verkehren’?
]]>
Das Eichhörnchen
Kastanienbraun und wieselflink
huscht es in den Bäumen,
lieblich ist es anzuschauen -
lässt von Freiheit Träumen.
Große braune Augen,
schauen scheu umher,
möchten alles sehen,
doch die Angst macht’s schwer.
Buschig, kräftig wippt der Schwanz,
hält es im Gleichgewicht;
Anmut und Geschmeidigkeit
in unserm Aug’ besticht.
Seidig glänzend – fasst’s die Nuss
mit den kleinen Pfoten;
knabbert emsig - mit Genuss:
Gott hab’ Dank -
für diesen kleinen Boten.
]]>
Als Halbsatz kommt es geflogen.
hoffend, dass ich ihm gewogen.
Es möchte sich zeigen in Reimen,
sich mit Papier schnell vereinen.
Und greif’ ich zur Feder,
so fließt es heraus,
es findet seine Form.
Es zieht nicht vom Leder,
es drückt sich nur aus,
dankend geh’ ich konform.
]]>Das Kind
Es wächst heran,
begibt sich auf die Lebensbahn.
Hüpft und tanzt, stolpert und fällt,
erlebt die Welt.
Immer wieder beginnen
lässt uns gewinnen.
Immer wieder aufstehen
lässt uns gehen.
Tränen fließen, lassen fließen,
lassen Neues in uns sprießen,
lassen Altes schnell vergessen,
lassen uns an Neuem messen.
Freude über unser Leben
ist von Gott uns mitgegeben.
Sich freuen über Kleinigkeiten -
das sind die Besonderheiten.
Glaube nie, der Ernst sei wichtig
Oder, Freudlosigkeit sei richtig.
Allein die Liebe hilft uns weiter.
Allein die Liebe macht uns heiter.
Allein die Liebe lässt uns lachen,
nur die Liebe kann Freude machen.
Irgendwann sind wir endlich groß.
Irgendwann fühlen wir uns famos.
Irgendwann wollen wir es wissen,
nichts mehr im Leben vermissen.
Dann ist es gut, sich zu besinnen,
nicht in Traurigkeit zu zerrinnen.
Dann ist es gut, daran zu denken,
andere - mit Liebe zu beschenken.
]]>
Das Nussbäumchen
In meinem Garten wächst ein Baum,
noch braucht er nicht viel Raum,
nur wenige Blätter zeigen sein Leben.
Kann ich ihm eine Zukunft geben?
Ein Eichhörnchen vergrub die Nuss -
und vergaß sie zum Schluss.
Doch mein Garten ist viel zu klein,
er kann kein Heim für das Bäumlein sein.
So lass’ ich es leben - in diesem Gedicht
und bedanke mich für der Hoffnung Licht.
Vergebe mir, du kleiner Baum, -
in meinem Herzen hast du sehr viel Raum.
]]>
Das Sommergewitter
Blitze zucken, Donner grollen,
Regen prasselt, erschüttet sich;
dunkle Wolken den Himmel verhüllen,
Sturzbäche rauschen, ergießen sich.
Was aussieht wie ein Weltuntergang,
das ist ein wahrer Segen.
Das stärkste Gewitter hält nicht lang,
es kann nur was bewegen.
Entladen ist die Hochspannung,
das dumpfe Grollen weicht zurück;
Ein Gewitter bringt keine Verbannung,
nur Wasser, der Lebewesen Glück.
]]>
Das süße Geheimnis
Hallo liebe, warme Frau,
wenn ich in deine Augen schau,
dann seh’ ich - blau.
Wenn ich dich drücke, sanft und zart,
dann lächelst du so süß und smart.
Wenn ich ganz leicht dein Ohr berühre,
ich deine inn’re Regung spüre.
Wenn ich dir mild die Hand auflege
und sie ganz vorsichtig bewege,
dann kribbelt’s, kitzelt’s angenehm,
dann machst du es dir schnell bequem.
Wenn ich dich streichle, leicht, erregend,
dir Zärtlichkeit zu Füßen legend,
dann pocht das Herz, Gefühle wallen,
laut schmetternd die Fanfaren schallen.
Es wogt und stürmt das wilde Meer,
es tobt und brummt der Kuschelbär.
Und wenn die Ruhe kommt zurück,
umfängt uns selig stilles Glück.
Wenn ich dann oft ganz müde bin,
ist leider auch die Stimmung hin.
Dann kuscheln wir, vereint, geborgen
und haben wirklich keine Sorgen.
Im Hier und Jetzt ganz eng vereint,
der Himmel es bestens mit uns meint.
]]>„Der Heilige Geist bringt in unserem Leben nur Gutes hervor: Liebe, und Freude, Frieden und Geduld, Freundlichkeit, Güte und Treue, Besonnenheit und Selbstbeherrschung. Ist das bei euch so? Dann braucht ihr kein Gesetz zu befürchten.“ (Gal 5,22–23)
Liebe Leserin und lieber Leser,
liebe Freundinnen und Freunde,
„Hallo Du“ entsteht nun schon im achten Jahr!
In diesem Jahr sind wohl noch mehr Gedichte entstanden als in den letzten Jahren. Sie zeugen von einem stabilen inneren Frieden, von Ausgeglichenheit und großer Dankbarkeit.
In meinem seelsorgerischen Dienst erkenne ich immer stärker die Weisheiten der Bibel für unser Leben. Daher schreibe ich häufiger zu Bibeltexten.
Und immer noch sehe ich in jedem einzelnen Text ein Wunder und ein Geschenk, das uns allen gegeben wird. Meine Aufgabe ist es dabei, die Inspiration anzunehmen und den Text, der aus mir fließt, schriftlich festzuhalten. Ich hoffe, zu Ihrer Freude und Erbauung.
Ich danke Gott für diese Eingebungen und vertraue darauf, dass sie auch Ihnen Heil und Segen bringen.
Wie ich von meinen Lesern höre, sind gerade die Texte, zu denen sie eine besondere Affinität haben, sehr intensiv. Sie gehen unter die Haut und brechen Verborgenes auf. Sie halten einen unbequemen Spiegel vor und regen zum Nachdenken und zur Umkehr an. Sie enthalten wegweisende Lösungsvorschläge, die zur Veränderung ermutigen und dabei unterstützen.
Ob wir uns verändern und in unserer Persönlichkeit wachsen, hängt ganz alleine von uns ab. Wir selbst sind dabei oft unser größter Hemmschuh. Unsere Einstellung wird häufig bestimmt durch Vorurteile, Überheblichkeit oder Hochmut gegenüber dem Thema, dem Text oder dem Schreiber. Diese, wie auch Neid, Stolz oder Bequemlichkeit verhindern, dass wir Hinweise annehmen und uns weiterentwickeln. Alles jedoch, kann und sollte zu unserem Wachstum dienen.
Weil ich tagtäglich sehe, wie und dass Gottes Wort die Menschen zum Guten verändert, kann ich Sie nur bitten, sich Zeit zu nehmen. Lassen Sie sich vom jeweiligen Thema in die Tiefe führen und gehen Sie Ihren Gedankenassoziationen nach. Erspüren sie die Hintergründe und Wortbedeutungen. Empfinden Sie das Geschriebene und ergänzen Sie es mit Ihren Lebenserfahrungen.
Ich wünsche Ihnen eine nachdenkliche Lektüre.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Harald Sigle
]]>
Eschborn, den 18.05.2020
Deine Güte ist groß! (Ps 69,14)
Gestern:
Danke Abba,
wundervoll hast du’s gerichtet,
unvorstellbar, werden lassen,
alle Umstände neu gedichtet,
nun kann ich wieder Hoffnung fassen!
Im Glauben wächst die Zuversicht:
Du schenkst uns Freude und dein Licht!
Heute:
Ich tat gerad nen Freudenschrei!
Vorbei ist alle Bangerei.
Die Nachricht kam: Wir können fahren,
du Vater, wirst uns auch bewahren!
Danke und ein großes AMEN.
Hintergrund.
In Februar 2020, vor Corona in Deutschland, hatte ich für meinen Studienfreund und für mich,
vom 23.Mai bis zum 6.Juni einen Fahrradurlaub im Herzen Schleswig-Holsteins
gebucht. Dann kamen Kontaktverbot, Reiseeinschränkungen und Aufnahmesperren und
damit Zweifel, Bangen, Hoffen und Beten.
Und gerade eben höre ich im Radio die befreiende Nachricht: „Die Reisebeschränkungen
für SWH sind ab heute aufgehoben“. Urlaubsgäste dürfen wieder ins Land kommen.
Und so kann ich mein gestern angefangenes Gedicht heute glücklich vollenden.
Groß ist Gott und voller Güte!
Ich aber bete zu dir, HERR! Jetzt ist die Zeit gekommen, in der du mir gnädig sein wirst!
Erhöre mich, Gott, denn deine Güte ist groß und auf deine Hilfe ist immer Verlass.
(Ps 69,14; HfA)
]]>
Der Altkönig
Alter König,
du erhabener Taunusreiter,
du, Hausberg und steter Begleiter.
Von weit her, können wir dich sehen,
an deinen Hängen spazieren gehen.
Dein Wald grüßt mit freundlichen Farben,
sein Schatten lässt uns nicht darben.
Auch Rehe, Wildschweine, Vögelein,
dürfen bei dir zuhause sein.
In deiner Nähe - sind wir Gott nah,
zu deinen Füßen manch’ Wunder geschah,
das größte Wunder aber ist und bleibt,
deine majestätische Erhabenheit.
]]>
Der Amtsschimmel
Es wiehert der Schimmel
und fragt sich kleinlaut:
Habe ich vielleicht doch
ein bisschen Mist gebaut?
Doch der Bürger ist dankbar
und wehrt sich nicht.
Auf weitere Begegnung
ist er nicht erpicht.
"Schließlich bin ich ja selber schuld.
Ich hatte doch so viel Ungeduld.
Die Behörde mahlt eben gründlich, genau
und ich werde dadurch geduldig und schlau".
]]>
Der besondere Kauf!
Soll ich, oder soll ich nicht?
Kauf’ ich, oder kauf ich nicht?
Glaub’ ich, was die Werbung verspricht?
Brauch’ ich’s wirklich? – Eigentlich nicht!
Schön wär’s trotzdem, es zu haben,
dem nicht länger nachzujagen,
sich quälend nicht herumzuplagen,
sich endlich daran zu erlaben.
Dennoch muss ich zweifelnd fragen:
‚Kann auf Dauer ich’s ertragen,
dass das gute Stück - meist ungenutzt -
so ganz allmählich im Staub verwuzt?’
Nein, das kann und will ich nicht,
drum kauf’ ich endlich, heiß erpicht!
Es ist doch schließlich meine Pflicht
zu planen, - in weiser Voraussicht!
Sollte es dann doch verstauben,
werde ich mir gern erlauben,
es zu nutzen und zu ehren,
meinen Stress leicht zu vermehren.
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Der einsame Tote
Ein Mensch, er lebte, ist gestorben,
War denn sein Leben so verdorben?
An seinem Grabe keiner steht.
Niemand in Trauer von ihm geht.
Wer war dieser ungeliebte Gast?
War denn sein Leben nur Streit und Hast?
War er verbittert, vereinsamt, verloren?
Wozu nur - wurde er einst geboren?
Himmlischer Vater, so soll das nicht sein!
Ohne Freunde erlitt er wohl Pein.
Ohne Liebe war sein Leben sehr schwer.
Und ohne Lebensfreude quälte er sich sehr.
Ich baue auf dein großes Erbarmen.
Nimm hin, diesen toten Beziehungsarmen.
Vergebe ihm, was er getan.
In Frieden ruhe er fortan.
Ein Leben darf nicht nutzlos sein.
Gedenket seiner, ladet Gäste ein.
Öffnet eure Herzen für einsame Seelen,
denn, in jedem Menschen findet man Juwelen.
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Verborgen schläft er in der Ecke
Und wartet auf ihr Wollen.
Weckt sie ihn auf, hört er den Ruf
Und möchte mit ihr tollen.
Er schnuppert, kuschelt, schmust so gern,
Ist rollig, stark und brummt.
Vor Freude ist er außer sich;
Die Leidenschaft jetzt summt.
Gemeinsam singen sie das Lied
Des Lebens jetzt zu zweit.
Geöffnet sind all ihre Tore,
zum großen Finale bereit. -
Sie haben’s gewollt – sie haben’s getan,
Sie waren wild vereint.
Der Bär war los, es war was los,
der Himmel hat’s gut gemeint.
Jetzt schläft er wieder ganz zufrieden;
Ihm war das Glück der Welt beschieden.
Er träumt vom einem nächsten mal;
Stürmisch zu tanzen – triumphal!
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