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Noch nicht entdeckt https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt Sat, 04 Jul 2026 09:53:14 +0000 Joomla! - Open Source Content Management de-de Alles hallt in uns nach! (2.Tim 2,16; Ps 51,12) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4965-alles-hallt-in-uns-nach-2-tim-2-16-ps-51-12 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4965-alles-hallt-in-uns-nach-2-tim-2-16-ps-51-12

Eschborn, den 23.04.2019

 

Alles hallt in uns nach!    (2.Tim 2,16; Ps 51,12)

 

Hallo Du,

am 12.11.2016 schrieb ich in einem Beitrag mit dem Titel ‚Bewahre dein Herz‘ u.a.:

„Im Spannungsfeld zwischen Gut und Böse, braucht das Herz Frieden, Führung und

Bewahrung, Erlösung vom Chaos, Freiheit durch die Gebundenheit an Gott.

Es braucht eine Aufsicht, die über die eigene Sicht hinausgeht. Es braucht Licht in der

eigenen Befangenheit und Dunkelheit. Es braucht Übersicht und ordnende Klarheit.

Es braucht Gemütsruhe und Ausgeglichenheit in Stürmen. Es braucht Geborgenheit und

Ruhen in Gott, Versöhnt sein und Verbunden sein mit ihm.“

 

Heute, ein Stückchen weiter in geistlicher Erkenntnis, darf ich darüber schreiben, wie das,

was wir mit unseren Sinnen aufnehmen, in uns nachhallt, nachklingt und was es mit uns

macht. Ja, die Bibel hat recht, wenn sie sagt: Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus

quillt das Leben. (Spr 4,23; L)

 

Nahezu jeder kennt das Phänomen des ‚Ohrwurms‘. Man hört ein Lied, das sich im Kopf

verankert, das uns anspricht, das uns nachgeht, das man nicht mehr aus dem Kopf kriegt.

Es klingt nach. Es hallt nach. Es prägt sich dadurch immer fester ein.

Nun habe ich erkannt, dass alles, was wir mit unseren Sinnen aufnehmen, irgendwie in uns

nachhallt, nachklingt und nachwirkt. Ganz gleich, ob uns das bewusst ist oder wird.

Wir nehmen auf, was uns umgibt. Es wird im Gedächtnis zunächst zwischengespeichert,

anschließend vom Gehirn geprüft, ob und wie es in unser Lebensbild passt. Das, was

verständlich ist und passt, wird relativ schnell mit den Vorhandenen verknüpft. Wir haben

etwas dazugelernt. Doch all das, was noch unverständlich ist und deswegen noch nicht passt,

was uns noch unbekannt und fremd ist, wird nicht, wie viele glauben, eliminiert und

vergessen, sondern wandert ins Unterbewusstsein und wird dort verarbeitet, irgendwann.

Entweder irgendwie in unseren Träumen, in denen das Gehirn versucht, die neuen

Bruchstücke mit gespeicherten oder erfundenen so zu ergänzen, dass sie für uns einen Sinn

ergeben oder irgendwann später, wenn das Gehirn/Gedächtnis Informationen bekommt, der

zu dem zwischengespeicherten Bruchstück passen könnte.

 

Es kommt also wesentlich darauf an, was wir sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken, was

wir aufnehmen, was wir erleben, womit wir uns beschäftigen, was uns berührt, was auf

unser Seelengleichgewicht einwirkt. Denn daraus formen sich unsere Sichtweisen, unser

Weltbild, unsere Einstellungen, Werte, Ansichten und Haltungen, unser Denken, Fühlen,

Verhalten und Handeln.

Unsere Umgebung und die Menschen um uns herum und unser Wissen haben einen starken

Einfluss auf uns. Wir können wählen. Wir können bestimmen, wer und was uns umgibt. Wir

können entscheiden, womit wir uns beschäftigen, was uns beeinflusst, wie unser Leben

weitergehen wird.

 

Doch, wir neigen dazu, Unbekanntes und Neues zu ignorieren und abzulehnen. Wie neigen

dazu, so zu bleiben wir sind, denn Gewohnheit und Kontinuität geben uns Sicherheit. Doch

im Inseldasein verlieren wir den Anschluss an die sich ständig verändernde Realität, an die

Wahrheit, an das pulsierende Leben. Die vermeintliche Sicherheit wird zum Trugbild, zum

Hemmschuh, zur Isolation.

Wir kommen mit dem Leben nicht mehr klar, weil es unserem Wissensstand nicht mehr

entspricht, weil wir nicht offen waren für Neues und Unbekanntes, für nützliches

Ergänzendes, für Abwägungen zwischen geeignet, noch ungeeignet und gar nicht geeignet.

Erstarrt in Besserwisserei und Ängsten, in Gleichgültigkeit und Unaufmerksamkeit und

verblendet durch Einbildung, Stolz oder Hochmut, verpassen wir den Sinn unseres Lebens,

unsere eigene Weiterentwicklung und damit verbunden, Lebensfreude, Bedeutung und

Erfüllung.

 

Gut ist schon einmal, darüber nachzudenken, ob wir glücklich oder nicht; ob wir so

weiterleben wollen oder nicht; ob wir bereit sind, das abzuwehren, was uns schadet und das

aufzunehmen, was uns nutzt; zu ergründen, was uns guttut oder was uns schadet.

 

Und wenn wir dabei erkennen, dass wir (vielleicht durch Neugier oder auf der Suche nach

Ablenkung oder Belebung) ungefiltert viel zu viel aufnehmen, viel mehr, als wir verarbeiten

können, dann ist das schon der erste Schritt zu innerem Frieden, zu Zufriedenheit und

Ausgeglichenheit, zu einem liebevollen Umgang mit uns selbst.

 

Und wenn wir dann auch noch erkennen, dass uns Selbstdisziplin und Selbstbeherrschung

schwerfallen und dass wir auf dem Weg zu Lebensglück und neuem Bewusstsein Hilfe

brauchen, dann werden wir bereit, nach Hilfreichem zu suchen und Hilfe anzunehmen.

Wir öffnen uns für Hoffnung und Liebe, für eine bessere Zukunft, vielleicht sogar für die

Führung durch Gott und sein Wort, für die in der Bibel enthaltenen Weisheiten, Erkenntnisse

und Sichtweisen, die schon viele Leben bereicherten, die Persönlichkeit ausformen und

jeden einzelnen in bisher unerreichbare Möglichkeiten führen. Nicht umsonst heißt es:

Glaube versetzt Berge!

 

Die Gläubige sind nicht mehr nur auf sich gestellt. Im Glauben finden sie Führung und

Bewahrung, Erlösung vom eigenen inneren Chaos und Befreiung aus dem ungezügelten

und ungefilterten Wollen.

Jesus schenkt ihnen eine ganz andere Sichtweise. Er bringt Licht in ihre Befangenheit und

Dunkelheit. Er ordnet die Informationsflut, schafft ordnend Übersicht und gedanklich

Klarheit. Durch Vertrauen ermöglicht er Ausgeglichenheit in den Stürmen des Lebens.

Durch Zuversicht in Gott und das Gute, durch die ständige Verbundenheit mit ihm, ist er

sicher, ist er gehalten und geborgen. Er weiß, dass alles hallt in ihm nachhallt und

interessiert sich immer weniger für das, was ihm schadet, was ihn beschmutzt und belastet.

 

 

Deswegen:

Geh dem ehrfurchtslosen Geschwätz jener Leute aus dem Weg, die alles Heilige in den

Schmutz ziehen. Solche Menschen werden immer tiefer in der Gottlosigkeit versinken.

(2.Tim 2,16; NGÜ)

 

Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist.

(Ps 51,12; L)



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Noch nicht entdeckt Tue, 13 Aug 2019 10:03:49 +0000
Altersweitsicht ist Weisheit (Ps 90,12; Röm 11,33) Text https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4937-altersweitsicht-ist-weisheit-ps-90-12-roem-11-33-text https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4937-altersweitsicht-ist-weisheit-ps-90-12-roem-11-33-text


Gersfeld, den 1.09.2019

 

Altersweitsicht ist Weisheit   (Ps 90,12; Röm 11,33)

 

Lehre uns zu bedenken, wie wenig Lebenstage uns bleiben, damit wir ein Herz voll Weisheit

erlangen! (Ps 90,12; NGÜ)

Wie unerschöpflich ist Gottes Reichtum! Wie tief ist seine Weisheit, wie unermesslich sein

Wissen! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen, wie unerforschlich seine Wege!

(Röm 11,33; NGÜ)

 

Hallo Du,

Altersweitsichtigkeit ist für mich nicht nur eine Fehlsichtigkeit. Ich sehe darin auch eine

zunehmende Fähigkeit älterer Menschen.

 

Da ich selbst schon älter bin, weiß ich, wovon ich schreibe. Viele ältere Menschen haben

eine weitere Sicht. Ihr Sehen geschieht nicht mehr eingeengt durch frühere Ängste oder

Meinungen. Sie sind im Ruhestand freier, souveräner und gelassener geworden und haben

nun mehr Zeit, um sich an dem zu erfreuen, was sie umgibt.

 

Ältere Menschen haben eine große Lebenserfahrung. Sie blicken auf ein langes Leben

zurück. Sie sind weise geworden und haben erkannt, dass Not- und Leidenszeiten, dass

Herausforderungen und Bedrängnisse, intensive und stärkende Lernzeiten sind.

Diese Zeiten sorgen für persönliche Weitung und Ergänzung, für neue Einstellungen und

Werte, für Lebensklugheit. Sie bewirken Gelassenheit und Geduld.

 

Paulus schreibt dazu in Römer 5,3-5; NGÜ:

Wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt,

Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, Hoffnung aber lässt nicht zuschanden

werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist,

der uns gegeben ist.

 

Ältere Menschen haben gelernt, nicht nur die Oberfläche, das Offensichtliche zu sehen,

sondern auch das Dahinter. Bei Jüngeren erkennen sie nicht nur deren Hemmnisse,

sondern auch deren Ursachen. Sie haben Einsichten in das, was andere noch einsehen

müssen, was Jüngere noch nicht erkannt haben. Ihre Lebenserfahrung hilft ihnen dabei.

Sie macht sie tiefgründiger, umsichtiger und weiser. Durch Erfahrung haben sie gelernt,

was wirklich wichtig ist. Sie haben gelernt, dass Lebensziele wie Spaß haben, Wohlstand

oder Status nicht brüchig und nicht dauerhaft sind, sondern dass beispielsweise Liebe,

Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Verständnis, Treue, Rücksichtnahme,

Besonnenheit und Selbstbeherrschung erfüllender und sinngebender sind. Denn die sind

die Grundlage für alles andere. Ohne Liebe ist alles was wir haben, können und tun nichts

wert.

 

Ältere Menschen werden gebrechlicher und immer hilfsbedürftiger. Sie denken deswegen

auch über ihre Endlichkeit und den Tod nach. In ihrem Umfeld sterben immer mehr

Menschen und sie fragen sich, ob der Tod wirklich das absolute Ende ist.

Sie hinterfragen die Bedeutung und dem Sinn des eigenen Lebens und finden oft keine

befriedigenden Antworten. Ihr Blick richtet sich dann vielleicht auch gen Himmel und

suchen dort nach Antworten, nach Gott, nach der Erkenntnis, ob es weitergeht, ob es ein

übergreifendes, ewiges Leben für sie gibt.

Im Hinterfragen wird ihnen bewusst, wie kostbar die vergangene Lebenszeit war und wie

wertvoll die ihnen noch verbleibende Zeit ist. Sie fragen sich, was sie wirklich in ihrem Leben

erreicht haben welche Bedeutung ihr Leben hatte, was versäumt haben und was noch

erleben oder erreichen wollen. Sie fragen sich auch, welche Spuren sie anderen hinterlassen

werden. Das kann auch enttäuschend sein.

Vielleicht erkennen sie auch die Bedeutung von Familie, die ihrem Leben Sinn gab, der sie

Halt gegeben haben, in der sie Zukunft vorbereitet haben, in der sie immer noch Ruhe und

Geborgenheit finden.

Und viele fragen sich, von wem und wofür sie noch gebraucht werden und wem sie Gutes

tun können. Ihre Liebe möchte weitergegeben werden.

 

In der Lebenssituation von älteren Menschen bekommen die Worte Glaube, Liebe und

Hoffnung eine tiefe Bedeutung:

Sie haben erkannt, dass Glaube wie ein Fenster ist, durch das das noch Unsichtbare sichtbar

wird, dass Glaube auch eine Tür ist, durch die das Sichtbargewordene in die Realität kommt.

Glaube öffnet unseren Geist, den Verstand, für das, was wir für Unmöglich halten und weitet

ihn. Glaube verändert die Wahrnehmung und das Geschehen. Durch das Glaubensfenster

und die Glaubenstür kommt Gott, wirkt Gott in unserem Leben. Glaube bereichert. Glaube

schenkt höherer Einsicht und Erkenntnis. Unser Glaube und das damit verbundene Beten

und Hoffnungen, bewirkt Erhörung; ermöglicht, dass unsere Bitten ohne eigenes Zutun von

Gott wundersam erfüllt werden. Auch diese Erkenntnis beruht auf Lebenserfahrung.

 

Paulus formuliert das in Hebräer 11,1 so: Was ist denn der Glaube? Er ist ein Rechnen mit

der Erfüllung dessen, worauf man hofft, ein Überzeugtsein von der Wirklichkeit unsichtbarer

Dinge. Glaube ist demnach Weitsicht, Voraussicht und Zuversicht.

 

Leider gibt es viele Menschen ohne Glauben, ohne Gottvertrauen, die das alles nicht wissen

und die davon ausgehen, dass ihr Wissen und ihr Können, dass nur ihre Meinungen und

Überzeugungen allgemein richtig und auch für andere gültig sind. Sie setzen ihre ‚Weisheit‘

ein, um Anerkennung zu bekommen oder um einflussreich oder erfolgreich zu sein.

Die Erfahrung aber zeigt, dass sie früher oder später an sich selbst scheitern, denn diese

Einstellung führt immer ins menschliche Abseits.

Anders ist das bei Menschen mit einem Gottesbezug. Seit jeher haben sie erkannt, dass sie,

trotz etwaiger Erfolge, im diesseitigen Leben immer begrenzt und unvollkommen bleiben

und auch, dass Gott Menschen ganz individuell führt, auch, um sie vor eingebildeten,

besserwissenden Menschen zu bewahren.

 

Liebe: Was ist Liebe? Es geht dabei ums Lieben und ums Geliebt werden.

Liebe ist viel mehr als das Gefühl, zu jemandem hingezogen zu sein; viel mehr, als eine auf

körperlicher, geistiger oder seelischer Anziehung beruhende Bindung; viel mehr, als ein

Mögen oder Begehren. Liebe ist eine Grundeinstellung und Haltung. Sie zeigt sich im

Denken, Fühlen, Verhalten und Tun, im ganzen Sein. Sie ist oder sie ist nicht. Wenn sie ist,

dann ist sie umfassend und offen, selbstlos und hingebungsvoll.

Paulus beschreibt uns die Liebe in 1.Kor 13, die Liebe, die Jesus uns vorgelebt hat.

U.a. schreibt er:

Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich. Sie kennt keinen Neid, sie spielt sich nicht auf, sie ist

nicht eingebildet. Sie verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den eigenen Vorteil, sie verliert

nicht die Beherrschung, sie trägt keinem etwas nach.

Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit.

Alles erträgt sie, in jeder Lage glaubt sie, immer hofft sie, allem hält sie stand.

 

Demnach ist Liebe das Fundament des Lebens, Das Zentrale. Das Lebenswichtigste.

Liebe ist seelische Nahrung. Liebe ist u.a. Mitmenschlichkeit, Zuwendung und Anteilnahme,

Zusammengehörigkeit und Gemeinschaft, Achtung und Verantwortung.

Liebe bewirkt in uns Lebensmut und Hoffnung, Vertrauen und Gelassenheit, Sicherheit und

inneren Frieden, Stärke und Hilfsbereitschaft. Ja, Liebe ermöglicht sogar das Unmögliche.

Ohne Liebe können besonders Kinder und alte Menschen nicht auskommen.

Und manche Älteren bedauern, dass sie diese Weisheit nicht schon viel früher hatten, denn

ein Leben ohne gegebene und erhaltener Liebe ist ein trauriges Leben, ein mühevolles,

freudloses und erbärmliches Leben.

 

Diese wahre Liebe wünschen Großeltern ihren Kindern und Enkelkindern. Ihre Altersweit-
sicht möchte, dass ihr Leben gelingt; möchte, dass sie zu dieser Liebe finden; möchte, dass

sie zu Gott finden, der diese Liebe ist und gibt.

Ihre weitsichtigen Liebe sieht die Ihren anders. Sie erkennen auch das Schlechte, bauen aber

auf das Gute in ihnen. Liebend, wohlwollend und ihnen zugewandt vertrauen sie darauf,

dass das Gute sich in deren Zukunft mit Gottes Hilfe voll entfalten wird und dass Liebe sie

durch ihr ganzes Leben führen wird.

Und weil sie den besonderen Wert von Gott, Glaube und Liebe in ihrem eigenen Leben

erkannt haben hoffen sie, dass auch ihre Nachfahren Jesus suchen und finden, ihn

annehmen, auf ihn hören, von ihm lernen und sich an ihm ausrichten. Schließlich wünschen

sie ihnen nur das Beste.

 

Hoffnung: Je älter man wird, desto mehr erkennt man, dass das alles Schöne, Gute und

Wertvolle im Leben keine Zufälle, sondern immer Geschenke Gottes sind, Geschenke, die

aus eigenem Bemühen nie erreichbar wären.

Deshalb ist ihnen Hoffnung, zuversichtlicher Glauben sehr wichtig. Sie leben in positiver

Erwartung dessen, was noch auf sie zukommen wird und sie freuen sich bewusst an dem,

was sie noch können und haben. Sie merken, dass die Kraft nachlässt und dadurch einiges

schwieriger wird.

Gerade deswegen setzen sie aufs Hoffen für ihre Zukunft. Dieses Hoffen ist ein Art

Optimismus, ist Zuversicht in das, was noch kommt.

Sie glauben an die Liebe und Güte und Fürsorge Gottes. Sie bauen darauf, dass er für sie

sorgt und ihnen beisteht, dass er ihnen hilft, besonnen zu sein, ein glaubwürdiges Leben zu

führen, verantwortungsbewusst zu handeln und sich im Glauben, in der Liebe und in der

Geduld zu bewähren. Ihre Weitsicht richtet sich vorwiegend auf Gott. Ihm nahe zu sein, ist

ihr Glück.  Ihm nahe zu sein, gibt ihnen Frieden und lässt sie Schwieriges ertragen.

 



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Noch nicht entdeckt Sat, 28 Dec 2019 05:47:17 +0000
Altersweitsicht ist Weisheit (Röm 11,33) Gedicht https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4938-altersweitsicht-ist-weisheit-roem-11-33 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4938-altersweitsicht-ist-weisheit-roem-11-33


Gersfeld, den 1.09.2019

 

 

Altersweitsicht ist Weisheit   (Röm 11,33)

 

Altersweitsicht hebt den Blick,

lieber schaut sie nicht zurück,

lieber schaut sie weit nach vorn,

schaut in Liebe, nicht im Zorn.

 

Diese Weitsicht ist weise,

unaufdringlich und leise.

Immer hofft sie das Gute,

verzichtet auf die Rute.

 

Weites sehen, sieht auf Gott,

meidet allzeit jeden Spott,

ist ein schönes Privileg,

ist halt, Gottes Gnadenweg.

 

Weite Sicht, ist Weisheit pur,

sieht sie doch des Lebens Spur,

sieht sie doch des Lebens Sinn,

gibt sich dem, in Liebe hin.

 

Altersweitsicht hofft und liebt.

Altersweitsicht freut sich, gibt.

Altersweitsicht lässt zu, gedenkt,

glaubt, das Gott zum Guten lenkt.

 

Reife Weitsicht lässt Gott walten,

seine Gnade uns gestalten,

seine Güte uns beleben,

bittet, damit wird gegeben.

 

Dafür wollen wir Gott loben

denn, mit ihm sind wir verwoben.

 

 

Wie unerschöpflich ist Gottes Reichtum! Wie tief ist seine Weisheit,

wie unermesslich sein Wissen! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen,

wie unerforschlich seine Wege! (Röm 11,33; NGÜ)



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Noch nicht entdeckt Sat, 28 Dec 2019 05:34:18 +0000
Angst zermartert meine Seele (1.Joh 4,18; HfA) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4942-angst-zermartert-meine-seele-1-joh-4-18-hfa https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4942-angst-zermartert-meine-seele-1-joh-4-18-hfa

Eschborn, den 19.03.2019

 

Angst zermartert meine Seele    (1.Joh 4,18; HfA)

 

Angst zermartert meine Seele.

Angst bezwingt meinen Lebensmut.

Angst beherrscht mein Hoffen, Denken.

Angst, tut niemandem wirklich gut!

 

Angst, du lähmst mir meine Freude.

Angst, du sperrst mich in mir ein.

Angst vertreibt aus mir - die Liebe.

Angst verursacht - Leid und Pein.

 

Warum lässt du mich nicht lieben?

Warum darf ich nicht fröhlich sein?

Ist es meines Wollens streben,

das mein Herz verwandelt zu Stein?

 

Gott, ich brauche deine Hilfe.

Schenke deine Liebe mir!

Gott, bezwinge du mein Zittern.

Lasse mich vertrauen - dir.

 

 

Wirkliche Liebe ist frei von Angst.

Ja, wenn Gottes vollkommene Liebe uns erfüllt,

vertreibt sie sogar die Angst. (1.Joh 4,18; HfA)



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Noch nicht entdeckt Tue, 13 Aug 2019 11:21:03 +0000
Auf dich, Herr, sehen meine Augen (Ps 141,8) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4964-auf-dich-herr-sehen-meine-augen-ps-141-8 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4964-auf-dich-herr-sehen-meine-augen-ps-141-8

Eschborn, den 27.04.2019

 

Auf dich, Herr, sehen meine Augen   (Ps 141,8)

 

Nur auf dich, Herr, will ich schauen.

Nur auf dich, Herr, will ich bauen.

Lasse Du mein Leben gelingen

und mich - dir freudig Frucht darbringen.

 

Nur noch aufs Gute will ich schauen.

Es soll mein Wesen neu erbauen.

Es soll mein Denken, Fühlen leiten.

Dein Geist - mag meine Liebe weiten.

 

Den Blick zurück, aufs Böse, Alte,

vermeide mir, bei dir mich halte,

damit es mich nicht mehr versuche,

damit ich danke - nicht mehr fluche.

 

Der Blick auf dich, Herr, lässt mich hoffen.

Der Blick auf dich, Herr, hält mich offen.

Mit dir möcht ich durchs Leben gehen

und auch in Anfechtung - zu dir stehen.

 

 

Auf dich, HERR, sehen meine Augen; ich traue auf dich,

gib mich nicht in den Tod dahin. (Ps 141,8;L)



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Noch nicht entdeckt Tue, 13 Aug 2019 10:05:29 +0000
Auf Gottes Wegen https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4949-auf-gottes-wegen https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4949-auf-gottes-wegen

Eschborn, den 11.06-2019

 

 Auf Gottes Wegen

 

Gehen wir auf Gottes Wegen,

in Frieden und mit seinem Segen,

mit Freude und mit Lebenslust

mit frischem Wind in unsrer Brust.

 

Halten wir mit Jesus Schritt,

denn sein heilger Geist geht mit.

 

Lieben wir, die mit uns gehen,

grüßen wir, die uns zusehen,

achten wir auf all die Pracht,

die er uns heut hat zugedacht.

 

Genießen wir die Wanderzeit

in Freude und Gemeinsamkeit.



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Noch nicht entdeckt Tue, 13 Aug 2019 11:06:11 +0000
Aufbrechen (Lk 15,20;E) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4983-aufbrechen-lk-15-20-e https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4983-aufbrechen-lk-15-20-e

Eschborn, den 18.02.2019

 

Aufbrechen    (Lk 15,20;E)

 

Liebe ist‘s, die die Herzen aufbricht,

die ermöglicht dieses Gedicht,

die der Knospe Schönheit preisgibt,

die anderen - gerne vergibt.

 

Liebe, gibt uns Mut zu gehen,

aufzubrechen, in Gottes Land.

Liebe hilft auch, zu verstehen,

weshalb sich Jesus uns zuwandt.

 

Er, ruft: ‚Kommt!‘ und hört niemals auf.

Er, schenkt neuem Leben verlauf.

Er bewirkt, dass wir aufbrechen,

mit ihm gehen, mit ihm sprechen.

 

Wie im Frühling das Eis aufbricht,

wie die Knospe sich öffnet dem Licht,

So, soll unsre Seele aufbrechen

und Jesu Liebe uns freisprechen.

 

 

Dann brach er auf und ging zu seinem Vater.

Der Vater sah ihn schon von Weitem kommen

und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen,

fiel ihm um den Hals und küsste ihn. (Lk 15,20;E)





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Noch nicht entdeckt Tue, 13 Aug 2019 09:19:38 +0000
Aufbruch in ein neues Sein (Ps 66,3-5) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4963-aufbruch-in-ein-neues-sein-ps-66-3-5 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4963-aufbruch-in-ein-neues-sein-ps-66-3-5

Eschborn, den 28.04 2019

 

Aufbruch in ein neues Sein   (Ps 66,3-5)

 

In die Langeweile des banalen Alltags

und die eingenisteten Gewohnheiten

möge, wie Sturm und Regen, hereinbrechen

aufrüttelndes, bestürmendes, aufregendes,

anregendes und begeisterndes Leben,

das den schleichenden Tod verbannt,

das die Schwermut vertreibt, die innere Leere,

und dem mühevollen Sein ein Lächeln abringt,

ein trotziges Aufmerken, einen Hoffnungsfunken.

 

Ich bin! Trotzdem! Es ist noch nicht vorbei.

Ich bin vielleicht träge, bequem oder lustlos,

vielleicht verletzt, enttäuscht oder verbittert

aber, noch nicht ganz tot. Noch lebe ich!

Ich bäume mich auf. Woher kommt die Kraft dazu?

Woher die jähe Erkenntnis meiner Armseligkeit?

Tief in mir höre ich immer wieder die gleichen Worte:

‚Du bist mein geliebtes Kind, an dem ich Wohlgefallen habe!‘

 

Ist das Hohn? Ist das Spott? Ist das gemeine Ironie?

Nein, es ist Liebe, barmherzige Liebe, ermutigende Liebe,

freundliche, aufrüttelnde, wohlwollende und heilende Liebe.

Es ist die Liebe, die wiederbelebt, die hält, trägt und hofft.

Es ist die Liebe, die zu dem befähigt, was noch verborgen ist

und zu dem, was tiefe, dankbare Ergriffenheit vermag,

die neue Hoffnung und begeistertes Gottvertrauen weckt,

die Lähme wieder gehen und Blinde wieder sehen lässt,

die sogar Tote auferweckt. Herr, dein Wille geschehe!

 

 

Wie wunderbar sind deine Werke!

Deine Feinde müssen sich beugen vor deiner großen Macht.

Alles Land bete dich an und lobsinge dir, lobsinge deinem Namen.

Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist

in seinem Tun an den Menschenkindern. (Ps 66,3-5; L)




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Noch nicht entdeckt Tue, 13 Aug 2019 10:07:10 +0000
Aus dem Nichts (1.Mo 1,3) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4986-aus-dem-nichts-1-mo-1-3 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4986-aus-dem-nichts-1-mo-1-3  

Eschborn, den 26.02 2019

 

Aus dem Nichts   (1.Mo 1,3)

Gott sprach: Es werde Licht.

Und es wurde Licht. (1.Mo 1,3; E)

 

Eben noch, war nichts gewesen,

eben noch ein leeres Blatt.

Dann formt sich in den Gedanken,

langsam, klar, was Ausdruck hat.

Eilends greife ich zum Stift;

Denken werde gleich zu Schrift.

Lebe, zartes Wortgebilde,

wirke mild in deim Gefilde.

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Noch nicht entdeckt Tue, 13 Aug 2019 09:06:36 +0000
Bedrängnisse um Christi willen (Kol 1,24-25) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4023-2015-05-18-08-19-13 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4023-2015-05-18-08-19-13

Bedrängnisse um Christi willen (Kol 1,24-25)

 

Angesichts von all dem freue ich mich auch über die Nöte, die ich durchmachen muss, denn sie kommen euch zugute. Sie gehören zu den Bedrängnissen

um Christi willen, die nach Gottes Plan noch ausstehen, und was ich davon an meinem eigenen Körper erleide, nehme ich damit dem Leib von Christus ab,

der Gemeinde, zu deren Diener Gott mich gemacht hat. (Kol 1,24-25)

 

Hallo Du,

heute beschäftige ich mich ausführlich mit einem ungeliebten Thema, mit den Tiefen des Lebens, in die wir ohne eigenes Verschulden geraten.

Dazu gehören Bedrängnisse und unangenehmen Situationen, Bedrückung, Gedrängtheit, Not, Elend, Enge, Gram, Jammer, Kummer, Pein, Qual,

Schmerz und Unglück.

 

Ich tue das nicht, weil ich auf das Böse fixiert wäre, sondern weil ich immer das Gute hoffe und wünsche und weil das Schlechte auch Voraussetzung für

das Gute ist, für Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Rücksichtnahme und Selbstbeherrschung, sowie auch für Lachen und

Leichtigkeit. Ich tue es, weil ich an die Auferstehung aus einem alten, belastenden Leben in ein neues, geführtes und gesegnetes Leben glaube und sie

selbst erlebe. Wir haben eine Wahl. Wir können uns entscheiden.

 

Weshalb gibt es Bedrängnis? Vielleicht wissen wir die angenehmen Höhen nicht zu schätzen, wenn uns die unangenehmen Tiefen unbekannt blieben.

Vielleicht würden wir bei ständigem Höhenflug überheblich, selbstbezogen, gleichgültig oder auch hilflos in Notlagen. Wir brauchen enge und dunkle Täler

zur Besinnung und Sinnfindung sowie zur Bestandsaufnahme und Neuorientierung. Wir gehen Irrwege, Umwege und Abwege auch, damit wir die dunklen

Seiten des Lebens kennenlernen, darin lernen mit ihnen umzugehen und darin zu bestehen bzw. sie zu meiden, um das schon gereinigte zu erhalten.

 

Höhen und Tiefen sind nötig und gottgegeben. In ihnen zeigt sich das Gute, das uns trägt und ermutigt oder das Böse, das auch um uns und in uns ist,

das uns zu beherrschen sucht und zu bösem Tun drängt. Beide Bereiche gehören zu Gottes genialem Plan der Befreiung, Errettung, Erlösung, Stärkung

und Vervollkommnung des Menschen. Wer leidet, ist eher bereit, sich und sein Umfeld zu verändern. Denn nichts ändert sich, wenn wir es nicht selbst

ändern, wenn wir Veränderung nicht wollen und für möglich halten.

 

Geistlich gesehen, ist das Gute der Bereich Gottes, des Befreiers vom Bösen - und das Böse, der Bereich Satans, des Verführers zum Bösen. Gott möchte,

dass wir voller Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung sind, vertrauensvoll aus seiner Gnade

und Güte leben sowie dankbar und treu bei ihm bleiben.

 

Satan dagegen möchte, dass wir besessen sind von Hass, Neid, Gier, Selbstsucht und Ungeduld, dass wir verbittert, unzufrieden, unfreundlich, abweisend,

hartherzig oder großtuerisch werden, dass wir uns nehmen was wir wollen, damit wir ihm verfallen bleiben, Gott nicht kennenlernen bzw. uns von ihm

abwenden.

 

Gut und Böse sind beide in uns. Und bei manchen Entscheidungen werden wir immer wieder schmerzvoll zwischen ihnen hin- und hergezogen.

Um nicht zerrissen zu werden, entscheiden wir uns für eine der beiden Seiten und das hat Konsequenzen. Das ist der ewige Kampf zwischen Gott und

Satan, zwischen Himmel und Hölle, zwischen Liebe und Hass, zwischen großzügiger Hilfsbereitschaft und kleinkariertem Egoismus, zwischen Engeln und

Dämonen, zwischen Engagement und Gleichgültigkeit.

Die Bibel sagt zu dieser Auseinandersetzung: Wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen Mächte und Gewalten des Bösen, die über diese gottlose

Welt herrschen und im Unsichtbaren ihr unheilvolles Wesen treiben. (Eph 6,12)

 

Hiob - uns zum Beispiel

Im Buch Hiob werden uns diese Mächte und Gewalten anschaulich geschildert:

 

Eines Tages erschienen die Engel vor dem Herrn und mit ihnen kam auch der Satan.

»Woher kommst du?«, fragte der Herr den Satan. Der Satan antwortete dem Herrn: »Ich bin auf der ganzen Erde herumgezogen.«

Da fragte der Herr den Satan: »Hast du meinen Knecht Hiob gesehen? Er ist der beste Mensch, der auf der Erde lebt - er ist rechtschaffen, aufrichtig,

gottesfürchtig und verabscheut das Böse.«

Der Satan antwortete dem Herrn: »Ja, Hiob ist ein gottesfürchtiger Mann, aber er hat auch allen Grund dazu! Du hast ihn, seine Familie und seinen Besitz

stets vor Unglück bewahrt. Du lässt ihm alles gelingen, was er unternimmt, und sein Reichtum wächst immer weiter.

Aber wende dich nur einmal gegen ihn und nimm ihm alles weg, was er besitzt - dann wird er sich auf jeden Fall von dir lossagen!« (Hiob 1,6-11)

 

Daraufhin ließ Gott zu, dass Satan Hiob bedrängte, in unsägliches Unglück stürzte und auch seine Frau entsetzlich leiden ließ. Er bringt Hiob in Bedrängnis,

Anfechtung und Versuchung, in Angriffe und Verfolgungen, in Trübsal und Krankheit, Leid und Seelenschmerz.

 

Weshalb tut Satan das? Er tut es, um Hiobs Glauben und Gottvertrauen zu zerrütten, um Hiob gegen Gott aufzubringen und von Gott abzubringen, um

ihn in seinen eigenen Machtbereich zu ziehen und ihn zu seinem Knecht und Sklaven zu machen, damit auch durch ihn das Böse verbreitet wird. Satan und

seine dämonischen Helfer säen in Hiob Gift, Zweifel, Verzagen, Misstrauen, Hader, Isolation, Lüge und Anklage, um seine Seelenheil zu zerstören und ihn

ganz vom Bösen abhängig zu machen.

 

Anfangs klagt und jammert Hiob vor Gott und seinen Mitmenschen noch. Seine 'Freunde' wollen ihm einreden, sein Leiden sei durch eigene Schuld 

verursacht worden und er müsse diese Schuld herausfinden und unbedingt vor Gott bekennen. Seine Frau fordert ihn gar auf, Gott wegen des

anhaltenden Unglücks zu verfluchen.

 

Ein Anderer schildert ihm die Allmacht und Größe Gottes und weist ihn darauf hin, dass es ihm und den Menschen in keiner Weise gestattet ist, Gottes

weises Wirken zu beurteilen.

Letztlich spricht Gott selbst mit Hiob, macht ihn auf seine Güte und die Schönheit seiner Schöpfung aufmerksam und auch darauf, dass Gut und auch Böse

ausschließlich von ihm verfügt werde. Er alleine habe die Macht, das eine oder andere geschehen zu lassen.

 

Schließlich jammert Hiob nicht mehr. Er fügt sich in das Gottgegebene und prüft darin seine Beziehung zu Gott. Er stellt fest, dass es für ihn keine

Alternative zu Gott gibt. Ohne Gott wäre er verloren. Mit Gott hat er jedoch Hoffnung auf Besserung und sein fester Glaube an Gott gibt ihm Kraft und Halt.

Aus Liebe und Dankbarkeit für Gottes Gnade bleibt er auch in der Prüfung rechtschaffen, aufrichtig, gottesfürchtig und verabscheut das Böse. Und weil

Hiob trotz seines Leidens Gott treu bleibt, dessen Belehrungen demütig annimmt und Satan widersteht, wird er von Gott aus der Bedrängnis und dem Leid

erlöst und dafür vielfach entschädigt.

 

Hiob leidet um seiner Liebe und Treue zu Gott wegen. Er leidet auch unter seinen 'frommen' Ratgebern und der Ungewissheit seines Schicksals, doch er

bleibt Gott fest verbunden. Seine Hoffnung und sein Glaube tragen ihn in höchster Bedrängnis und schlimmstem Leiden.

 

Jesus, Mensch und Gott

Jesus, der gehorsame Sohn Gottes, wurde als Mensch geboren und ging wie wir durch die Höhen und Tiefen des irdischen Lebens. Auch er wurde in

Bedrängnisse gebracht. Satan versuchte ihn erfolglos in der Wüste und viele Menschen demütigten ihn, verleumdeten und verrieten ihn, ja sie kreuzigten

ihn sogar voller Häme und Hass.

 

Jesus, der Gutmensch, ausgestattet mit göttlicher Vollmacht und Weisheit, war immer ohne Sünde und stets eng mit Gott im Geist verbunden, ein wahres

Vorbild. Er, der Barmherzige, Gottes Sprachrohr, liebte die Menschen und half allen, die zu ihm kamen. Aber er benannte auch das Unrecht und die

Verfehlungen von scheinheiligen Pharisäern und Schriftgelehrten und machte sich dadurch bei ihnen unbeliebt.

 

Die religiöse Führungsschicht sah in ihm eine Gefahr für ihre Macht und ihren Einfluss und kämpfte deshalb mit allen Mitteln gegen ihn. Sie spionierte ihn aus,

verdrehte seine Worte, beschuldigte ihn, unterstellte ihm einen Pakt mit Satan, wiegelte andere gegen ihn auf, klagte ihn wegen angeblicher

Gesetzesübertretung und Gotteslästerung an und forderte schließlich seinen Tod. Sie ließ ihn verspotten, schlagen, bespucken, quälen und kreuzigen.

 

Selbstbezogene, auf den eigenen Vorteil bedachte Menschen lehnen ihn auch heute noch ab, misstrauen ihm, verkennen ihn, machen Stimmung gegen

ihn, verraten ihn, sehen ihn als weltfremden Spinner und selbsternannten Guru und kreuzigen ihn damit.

 

Wahrhaftig, Jesus musste seiner Liebe zu den Menschen wegen und in Erfüllung seines Auftrags der Errettung und Vergebung, seiner Treue wegen, viel

Bedrängnis und Leid aushalten, aber das war ihm ja schon ins Stammbuch geschrieben:

 

Der Herr ließ seinen Boten emporwachsen wie einen jungen Trieb aus trockenem Boden. Er war weder stattlich noch schön. Nein, wir fanden ihn

unansehnlich, er gefiel uns nicht! Er wurde verachtet, von allen gemieden. Von Krankheit und Schmerzen war er gezeichnet. Man konnte seinen Anblick

kaum ertragen. Wir wollten nichts von ihm wissen, ja, wir haben ihn sogar verachtet. Dabei war es unsere Krankheit, die er auf sich nahm; er erlitt die

Schmerzen, die wir hätten ertragen müssen.

Wir aber dachten, diese Leiden seien Gottes gerechte Strafe für ihn. Wir glaubten, dass Gott ihn schlug und leiden ließ, weil er es verdient hatte.

Doch er wurde blutig geschlagen, weil wir Gott die Treue gebrochen hatten; wegen unserer Sünden wurde er durchbohrt. Er wurde für uns bestraft -

und wir?

Wir haben nun Frieden mit Gott! Durch seine Wunden sind wir geheilt. Wir alle irrten umher wie Schafe, die sich verlaufen haben; jeder ging seinen eigenen

Weg. Der Herr aber lud alle unsere Schuld auf ihn. Er wurde misshandelt, aber er duldete es ohne ein Wort. Er war stumm wie ein Lamm, das man zur

Schlachtung führt. Und wie ein Schaf, das sich nicht wehrt, wenn es geschoren wird, hat er alles widerspruchslos ertragen. Man hörte von ihm keine Klage.

Er wurde verhaftet, zum Tode verurteilt und grausam hingerichtet. Niemand glaubte, dass er noch eine Zukunft haben würde. Man hat sein Leben auf

dieser Erde ausgelöscht. Wegen der Sünden meines Volkes wurde er zu Tode gequält!

Man begrub ihn bei Gottlosen, im Grab eines reichen Mannes, obwohl er sein Leben lang kein Unrecht getan hatte. Nie kam ein betrügerisches Wort über

seine Lippen.

Doch es war der Wille des Herrn: Er musste leiden und blutig geschlagen werden. Wenn er mit seinem Leben für die Schuld der anderen bezahlt hat, wird

er Nachkommen haben. Er wird weiterleben und den Plan des Herrn ausführen. Wenn er dieses schwere Leid durchgestanden hat, sieht er wieder das Licht

und wird für sein Leiden belohnt. Der Herr sagt: "Mein Bote kennt meinen Willen, er ist schuldlos und gerecht. Aber er lässt sich für die Sünden vieler

bestrafen, um sie von ihrer Schuld zu befreien. (Jes 53, 2- 11)

 

Als Maria und Josef ihren kleinen Sohn Jesus zur Weihe in den Tempel brachten, weissagte Simeon, ein gerechter, gottesfürchtiger und vom Heiligen Geist

erfüllter alter Mann, der sehnsüchtig auf die Ankunft des Christus wartete:

Dieses Kind ist von Gott dazu bestimmt, viele in Israel zu Fall zu bringen und viele aufzurichten. Es wird ein Zeichen Gottes sein, gegen das sich viele

auflehnen werden. So sollen ihre innersten Gedanken an den Tag kommen. (Lk 2, 34-35)

 

Und in Lk 12,49-53 sagt Jesus:

Ich bin gekommen, um auf der Erde ein Feuer anzuzünden; ich wünschte, es würde schon brennen! Aber vor mir steht eine Taufe, mit der ich noch

getauft werden muss, und wie schwer ist mir das Herz, bis sie vollzogen ist! Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich

euch, nicht Frieden, sondern Entzweiung.

Von jetzt an wird es so sein: Wenn fünf Menschen unter einem Dach leben, werden sich drei gegen zwei stellen und zwei gegen drei. Der Vater wird sich

gegen den Sohn stellen und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen die

Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.

 

Als Lehrer und Rabbi hielt Jesus den Menschen einen Spiegel vor und forderte sie damit zur Prüfung ihrer Einstellung zu Gott auf. Das tut er auch heute

noch.

Viele nahmen und nehmen diese Herausforderung an, kehren zu Gott um und sind ihm für die folgenden positiven Veränderungen dankbar, für die

Führung in seine Nachfolge und für das neue, bereicherte Leben als Christen.

Doch viele fühlten und fühlen sich von ihm vor den Kopf gestoßen, angegriffen, entlarvt und bloßgestellt. Sie distanzieren sich von ihm und bekämpfen

ihn; sie wollen mit ihm nichts zu tun haben.

 

Trotzdem ist er ihre einzige Hoffnung, denn: Die ´gottfeindlichen` Mächte und Gewalten hat er entwaffnet und ´ihre Ohnmacht` vor aller Welt zur Schau

gestellt; durch Christus hat er einen triumphalen Sieg über sie errungen. (Kol 2,15)

Leider aber wissen sie das noch nicht. Sie wissen nicht, dass das Gute stärker ist als das Böse, dass Liebe Bitternis, Hass und Gleichgültigkeit zu überwinden vermag.

 

Paulus, Mensch und Diener Jesu Christi

Saulus war auf dem Weg nach Damaskus, um in seinem grenzenlosem Hass auch dort alle, die an Jesus als ihren Erlöser glaubten, gefangen zu nehmen

und hinrichten zu lassen. Er hielt zu den Mächtigen und wollte die vernichten, die seine Überzeugungen gefährdeten. Doch dann kam alles anders:

Kurz vor Damaskus umgab Saulus plötzlich ein blendendes Licht vom Himmel. Er stürzte zu Boden und hörte eine Stimme: "Saul, Saul, warum verfolgst du

mich?" "Wer bist du, Herr?", fragte Saulus. "Ich bin Jesus, den du verfolgst!", antwortete die Stimme. "Steh auf und geh in die Stadt. Dort wird man dir

sagen, was du tun sollst." (Apg 9, 3-6)

 

In Damaskus erschien Jesus seinem dortigen Jünger Hananias und schickte ihn zu dem gefürchteten Christenverfolger Saulus: Der Herr sprach zu

Hananias: Geh nur hin; denn dieser ist mein auserwähltes Werkzeug, dass er meinen Namen trage vor Heiden und vor Könige und vor das Volk Israel.

Ich will ihm zeigen, wie viel er leiden muss um meines Namens willen. (Apg 9,15-16)

 

So wurde aus dem verblendeten Christusgegner Saulus der glühende Jesusverehrer Paulus, ein Kämpfer für den Herrn, ein durchgeistigter und

reflektierender Denker, ein Lehrer und Vorbild im Glauben für alle, die Jesus kennenlernen und ihm nachfolgen wollen. Er beschreibt seine Bedrängnisse

und Nöte um Christi willen in den folgenden Bibelversen selbst:

 

Ich habe Christus weit mehr gedient und viel mehr auf mich genommen als sie (die Irrlehrer).

Ich bin öfter im Gefängnis gewesen und häufiger ausgepeitscht worden. Unzählige Male hatte ich den Tod vor Augen. Fünfmal habe ich von den Juden die

neununddreißig Schläge erhalten. Dreimal wurde ich von den Römern ausgepeitscht, und einmal hat man mich gesteinigt. Dreimal habe ich Schiffbruch

erlitten; einmal trieb ich sogar einen Tag und eine ganze Nacht hilflos auf dem Meer.

Auf meinen vielen Reisen bin ich immer wieder in Gefahr geraten durch reißende Flüsse und durch Räuber. Gefahr drohte mir von meinem eigenen Volk

ebenso wie von den Nichtjuden. In den Städten wurde ich verfolgt, in der Wüste und auf dem Meer bangte ich um mein Leben. Und wie oft wollten mich

falsche Brüder verraten! Mein Leben bestand aus Mühe und Plage, aus durchwachten Nächten, aus Hunger und Durst. Ich habe oft gefastet und war

schutzlos der Kälte ausgesetzt.

Aber das ist noch längst nicht alles. Tag für Tag lässt mich die Sorge um alle Gemeinden nicht los. Wenn einer schwach ist, dann trage ich ihn mit; wird

jemand zum Bösen verführt, versuche ich ihm unter Einsatz aller meiner Kraft zu helfen. (2.Kor 11,24-29)

 

Mehr noch: Wir rühmen uns sogar der Leiden, die wir für Christus auf uns nehmen müssen. Denn wir wissen: Durch Leiden lernen wir Geduld, durch

Geduld kommt es zur Bewährung, durch Bewährung festigt sich die Hoffnung.

Unsere Hoffnung aber wird uns nicht enttäuschen. Denn dass Gott uns liebt, ist uns unumstößlich gewiss. Seine Liebe ist ja in unsere Herzen ausgegossen

durch den Heiligen Geist, den er uns geschenkt hat. Diese Liebe zeigt sich darin, dass Christus sein Leben für uns hingegeben hat. Zur rechten Zeit, als wir

noch in der Gewalt der Sünde waren, ist er für uns gottlose Menschen gestorben. (Röm 5,3-6)

 

Auch wenn ich viel durchstehen muss, gibt er mir immer wieder Mut. Darum kann ich auch anderen Mut machen, die Ähnliches durchstehen müssen.

Ich kann sie trösten und ermutigen, so wie Gott mich selbst getröstet und ermutigt hat.

Ich leide mit Christus und in seinem Dienst in reichem Maß. Aber ebenso reich sind der Trost und die Ermutigung, die mir durch ihn geschenkt werden.

(2.Kor 1,4-5)

 

Die Leiden, die ich jetzt ertragen muss, wiegen nicht schwer und gehen vorüber. Sie werden mir eine Herrlichkeit bringen, die alle Vorstellungen übersteigt

und kein Ende hat. (2.Kor 4,17)

 

Wie wir mit Christus leiden, sollen wir auch seine Herrlichkeit mit ihm teilen. (Röm 8,17)

Wenn wir mit ihm geduldig leiden, werden wir auch mit ihm herrschen. (2.Tim 2,12)

 

Und damit ich mich wegen der hohen Offenbarungen nicht überhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, nämlich des Satans Engel, der mich mit Fäusten

schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe. Seinetwegen habe ich dreimal zum Herrn gefleht, dass er von mir weiche. Aber er hat zu mir gesagt: "Meine

Gnade ist alles, was du brauchst! Denn gerade wenn du schwach bist, wirkt meine Kraft ganz besonders an dir." Darum will ich mich am allerliebsten

rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne. (2.Kor 12,7-9)

 

In allem empfehlen wir uns als Gottes Mitarbeiter: Wir bleiben standhaft in Bedrängnissen, in Not und Angst, auch wenn man uns schlägt und einsperrt,

wenn wir aufgehetzten Menschen ausgeliefert sind, bis zur Erschöpfung arbeiten, uns kaum Schlaf gönnen und auf Nahrung verzichten. Wir lassen uns

nichts zuschulden kommen und erkennen Gottes Willen; wir sind geduldig und freundlich, Gottes Heiliger Geist wirkt durch uns, und wir lieben jeden

Menschen aufrichtig. Wir verkünden Gottes Wahrheit und leben aus seiner Kraft. Zum Angriff wie zur Verteidigung gebrauchen wir die Waffen Gottes:

das richtige Verhalten vor Gott und den Menschen. (2.Kor 6,4-7)

 

Paulus erlitt um Christi willen Gefängnis, Leid, Schläge, Verachtung, Armut, Verfolgung, Verspottung, Geißelung, Todesgefahr und Trübsal. Nicht weil er

Strafe verdient hätte, sondern weil er Jesus liebte und trotz Verbot der Herrschenden unbeirrt das Evangelium der Liebe und Barmherzigkeit Jesu Christi

verkündete.

 

Christen, Menschen und Jünger Jesu

Christen sind ganz normale, fehlbare Menschen, die erkannt haben, dass ihr Leben ohne Gott erbärmlich ist. Sie haben sich für Jesus als ihren Herrn und

Fürsprecher entschieden, weil ihre Eltern oder Freunde es ihnen nahelegten oder weil sie in ihrem alten Leben nicht mehr klar kamen und nicht weiter vor

sich hin wursteln wollten. Sie haben ihre Hilfsbedürftigkeit und Ohnmacht erkannt und von Jesus Hilfe zur Veränderung in ein neues Leben angenommen.

Sie sind auf dem Weg der Veränderung zum Guten, auf einem Weg mit Gott.

 

Christen erscheinen ungläubigen Menschen oft seltsam andersartig und doch irgendwie anziehend. Sie fühlen sich ihm Herzen zu ihnen hingezogen, doch

deren Denken erscheint ihnen als naive Torheit. Trotzdem sehen manche von ihnen mit Achtung zu ihnen auf.

Und doch sind Christen immer noch Menschen und Sünder wie alle anderen auch. Sie sind nicht besser und nicht schlechter. Sie gehen nur einen anderen

Lebensweg und haben andere Ziele, Überzeugungen und Werte. Sie sind keine fehlerfreien Heiligen, sondern von Gott geheiligte und angenommene, zu

ihm gezogene, weil sie sich für den Lebensweg der Liebe mit ihm entschieden haben. Sie sind Liebe übende, Lernende und Lehrlinge Jesu.

Sie lernen das liebevolle Wesen Gottes an Jesus und in seinem biblischen Wort kennen, bemerken seine gütige Zuwendung, seine hilfreiche Unterstützung

und weise Führung und sie bauen immer stärker auf die Weisheit seiner Ansichten, Gebote und ausgewogenen Ordnung.

 

Gott ist der Schöpfer des Universums. Er weiß, was die Welt bewegt, wie seine Schöpfung tickt, was sie braucht und zusammenhält und auch, was ihr

schadet. Er ist der Bewahrer des Lebens, unser aller himmlischer Vater, der uns seinen Sohn Jesus geschickt hat als ein Abbild seiner selbst, damit wir durch

dessen Lehren und Handeln ein sichtbares und begreifbares Vorbild haben.

Und Gott geht noch weiter: Er verbindet uns immer stärker mit seinem Geist, damit wir dem Zeitgeist und dem Ungeist nicht mehr hilflos ausgeliefert sind,

damit wir die Fallen und Sticke Satans frühzeitig erkennen und die Strapazen, Herausforderungen und Bedrängnisse des Lebens meistern.

 

Christus also hat gelitten, und zwar körperlich. Darum rüstet auch ihr euch mit seiner Gesinnung aus, wenn ihr seinetwegen leiden müsst! Denn wer einmal

wegen Christus körperlich zu leiden hatte, in dem ist die Sünde abgestorben, und er wird sich für den Rest seines Lebens in dieser Welt nicht mehr von

menschlichen Leidenschaften fortreißen lassen, sondern nur noch tun, was Gott will. (1.Petr 4,1-2)

 

Wenn die Welt euch hasst, dann denkt daran, dass sie mich schon vor euch gehasst hat. Sie würde euch lieben, wenn ihr zu ihr gehören würdet,

denn die Welt liebt Ihresgleichen. Doch ihr gehört nicht zur Welt; ich habe euch aus der Welt heraus erwählt. Das ist der Grund, warum sie euch hasst.

(Joh 15,18-19)

 

Meine Lieben, wundert euch nicht über die harte Probe, die wie ein Feuersturm über euch gekommen ist. Sie kann euch nicht unerwartet treffen; denn ihr

leidet ja nur etwas von dem mit, was Christus gelitten hat. Freut euch vielmehr darüber, denn wenn er in seiner Herrlichkeit erscheint, werdet ihr erst recht

von Freude und Jubel erfüllt sein. (1. Petr 4,12-13)

 

Darum sollen alle, die nach dem Willen Gottes zu leiden haben, sich ganz ihrem Schöpfer anvertrauen und nicht davon ablassen, das Rechte zu tun.

(1.Petr 4,19)

 

Jesus nachzufolgen, Unverständige trotz Misstrauen und Ablehnung zu lieben, dabei vielleicht verkannt, missachtet und ausgenutzt zu werden oder

geliebte Mitmenschen leiden zu sehen, ist kein Zuckerschlecken. Das sind Bedrängnisse, Leiden und Herausforderungen um Christi willen.

 

Deshalb seid ihr voll Freude, auch wenn ihr jetzt – wenn Gott es so will – für kurze Zeit leiden müsst und auf die verschiedensten Proben gestellt werdet

. Das geschieht nur, damit euer Glaube sich bewähren kann, als festes Vertrauen auf das, was Gott euch geschenkt und noch versprochen hat. Wie das

vergängliche Gold im Feuer auf seine Echtheit geprüft wird, so wird euer Glaube, der viel kostbarer ist als Gold, im Feuer des Leidens geprüft. Wenn er sich

als echt erweist, wird Gott euch mit Ehre und Herrlichkeit belohnen an dem Tag, an dem Jesus Christus sich in seiner Herrlichkeit offenbart. (1.Petr 1, 6-7)

 

Es ist eine Gnade Gottes, wenn jemand ohne Schuld nur deshalb Kränkungen erfährt und leiden muss, weil er im Gewissen an Gott gebunden ist.

(1.Petr 2,19)

 

Ihr müsst jetzt für eine kurze Zeit leiden. Aber Gott hat euch in seiner großen Gnade dazu berufen, in Gemeinschaft mit Jesus Christus für immer in seiner

Herrlichkeit zu leben. Er wird euch Kraft geben, sodass euer Glaube stark und fest bleibt und ihr nicht zu Fall kommt. (1.Petr 5,10)

 

Ist es da nicht leichter, kein Christ zu sein?

Kann Gott seinen Dienern nicht Not, Kränkungen und Zurückweisungen ersparen?

Sind Ehre und Herrlichkeit eine hinreichend ausgleichende Belohnung?

 

Gott hat euch die Gnade erwiesen, dass ihr etwas für Christus tun dürft - nicht nur ihm vertrauen, sondern auch für ihn leiden. (Phil 1,29)

 

Aus Liebe zu leiden, für Jesus zu leiden, mit anderen Menschen Mitgefühl zu haben, sich für sie einzusetzen und Bedürftige zu unterstützen, das sind

Möglichkeiten, die eigene Liebe auszudrücken. Könnten wir das nicht, würden wir seelisch verkümmern. Wir hätten kein Ziel und keine Aufgabe, die über

uns hinausgeht und , unser Leben hätte keinen Sinn.

 

Trotz allem ist es leichter, Christ zu sein, als ungläubig. Ein Christ weiß, wo er hingehört und kommt mit sich ins Reine. Er hat Lebensmut und Hoffnung,

er glaubt an Besserung und ist lernbereit. Er vertraut auf die angemessene und rechtzeitige Unterstützung Gottes und nimmt sie gerne an. Er lässt sich

dankbar mit Liebe beschenken und ist jederzeit bereit, sie auf seine Art weiterzugeben. Er weiß, dass er im weltlichen Leben auf Gottes neue Welt

vorbereitet wird, auf sein Reich, in dem dann nur noch Liebe, Einheit und Frieden herrschen. Er erfährt Reinigung und Veredlung und Vervollkommnung

sowie Vereinfachung seines Lebens und Denkens. Er erhält Gemeinschaft, Zuwendung, Halt, Kraft, Führung, Schutz und Bewahrung sowie tiefe Einsicht in

die Zusammenhänge von Gottes Ordnung und Schöpfung. Er wird in der gefallenen Welt geführt und bewahrt und vom weltlichen Geist befreit.

Sein Leben wird erfüllt, sinnvoll und zielgerichtet auf Jesus hin und darauf, mit ihm die Zukunft und Ewigkeit in Glück und Freude und Leichtigkeit und

Herrlichkeit zu verbringen. Sein vergangenes Leiden und seine ertragenen Nöte werden vergessen und über alle Maße ausgeglichen sein.

 

Denn hier auf der Erde gibt es keinen Ort, der wirklich unsere Heimat wäre und wo wir für immer bleiben könnten. Unsere ganze Sehnsucht gilt jener

zukünftigen Stadt, ´zu der wir unterwegs sind`. (Hebr. 13,14)

 

Würde Gott seinen Kindern die Schwierigkeiten und Bedrängnisse ersparen, könnten sie sich nicht weiterentwickeln. Stillstand und Degeneration wären

wahrscheinlich die Folge. Das große Plus der Menschen, ihre größte Gabe, ist ihre Anpassungsfähigkeit und Wandelbarkeit. Deshalb ist es eine große Gnade

und Auszeichnung, von Gott verwandelt zu werden, sich für Jesus einsetzen zu dürfen, dabei aus Liebe für ihn leiden zu können und in allem nicht alleine zu

sein.

 

Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen Mächte und Gewalten des Bösen,

die über diese gottlose Welt herrschen und im Unsichtbaren ihr unheilvolles Wesen treiben.

(Eph 6,10-12)

 

Wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen das sie beherrschende und in ihnen versteckte Böse, gegen die Dämonen, die uns benutzen wollen.

Wir kämpfen liebevoll gegen Unwissenheit und Gottlosigkeit. Wir kämpfen mit Verständnis und Überzeugung, denn wir kennen die dunkle Seite und haben

sie überwunden. Wir kämpfen beharrlich mit Gottes Hilfe und Unterstützung. Unsere Waffen und unser Schutz sind Ehrlichkeit und Wahrheit, barmherzige Gerechtigkeit, Mut zur Besserung, Eintreten für das Evangelium des Friedens, Gottvertrauen, Gottes Wort und unser ständiges Gebet. Wir sind davon überzeugt:

Wenn Gott für uns ist, wer kann dann noch gegen uns sein?  (Röm 8,31)

 

Der natürliche Mensch ohne Gott

Menschen, die Gott noch nicht kennen, glauben an sich selbst und ihre eigene Kraft. Sie spielen sich gerne wie ein Gott auf und sie sind davon überzeugt,

dass ihre Erfolge alleine auf ihr eigenes Wissen und Können zurückzuführen ist. Sie werden geleitet von ihren Gefühlen, ihrem Wollen und ihrer Lust. Sie

entscheiden aus beschränktem Wissen und eingeschränkter Sicht nach dem Prinzip 'Versuch und Irrtum' und denken doch, sie seien klug und weise.

Vieles misslingt ihnen und das wenige was gelingt, bestätigt und bestärkt sie in ihrer Überheblichkeit.

 

Wer allein vom Zufall bestimmt wird, flattert wie ein Fähnlein, das vom Wind abhängig ist. Bei Windstille ist dann Resignation angesagt resignieren oder aber

sie blasen sich auf und machen selbst solange viel Wind um etwas, bis ihnen die Puste ausgeht oder bis sie endlich mit Gewalt erreicht haben, was sie wollen.

 

Der natürliche Mensch richtet sich nach den Maßstäben der Welt. Er ist auf Wohlstand und Besitz aus, auf Macht, Einfluss, Geltung, Durchsetzung, Vorteil,

Spaß oder Sicherheit. Oft ist er selbstbezogen, lieblos, freudlos, ungeduldig, herzlos, unfreundlich, ungerecht, unbeherrscht, intolerant und respektlos, ein

Kämpfer gegen sich selbst und andere. Er hört und sieht nicht, weil er verhärtet und verblendet ist. Er betäubt seinen Geist immer wieder mit Drogen, die

beispielsweise Aktionismus, Gleichgültigkeit, Spaß oder Faulheit heißen. Doch die können seine Gottlosigkeit, seine innere Leere und Langweile nicht

beseitigen.

 

Das Erstaunliche daran ist, dass diese Menschen zwar manchmal merken, dass sie irgendwie gefangen sind, dass sie dabei aber nicht wirklich unglücklich

sind.

Sie nehmen sich keine Zeit zur Besinnung, sie machen sich keine Gedanken über Veränderung, sie Strampeln in ihrem Hamsterrad bis zum Umfallen und

kommen dennoch nicht voran. Ihre eingesetzten Energien verpuffen. Sie fangen immer wieder von vorne an. Sie ertragen das scheinbar Gegebene, weil sie

anderes nicht kennen. Es ergeht ihnen wie Sisyphos in der griechischen Sage, der zur Strafe und Last seinen Felsblock ewig auf einen Berg hinauf wälzen

muss, weil der, fast am Gipfel angekommen, jedes Mal wieder ins Tal rollt. Sein Tun ist sinnlos und ohne Perspektive.

 

Wie ein vernichtendes Feuer wird sein Urteil alle treffen, die von Gott nichts wissen wollen und die rettende Botschaft von Jesus, unserem Herrn, ablehnen.

Sie werden dem ewigen Verderben ausgeliefert sein; für immer von unserem Herrn getrennt, ausgeschlossen aus seinem herrlichen Reich. (2.Thess 1,8-9)

 

Wer so in der Tretmühle seines Lebens gefangen ist, fühlt sich zu kurz gekommen und ungeliebt. Er ist enttäuscht, unzufrieden, wird leicht verbittert und

launisch, aggressiv und selbstsüchtig. Er 'rächt' sich an denen, denen es scheinbar besser geht und reitet sich damit immer tiefer in sein Unglück.

Er kommt aus seinem Teufelskreis aus Wollen, Ablehnung, Unzufriedenheit und Isolation nicht mehr heraus.

Solche Menschen bereiten anderen gerne deshalb Leiden, damit die es auch nicht mehr gut haben und/oder damit sie selbst jemand sind, den man

beachten muss. Letztlich aber bekämpfen und zerstören sie sich gegenseitig. Die Bibel schreibt dazu:

 Denn es entspricht der Gerechtigkeit Gottes, dass er die, die euch Leiden bereiten, selbst leiden lässt. (2.Thess 1,6)

 

Woher kommen denn die Kämpfe und Streitigkeiten zwischen euch? Doch nur aus den Leidenschaften, die ständig in eurem Innern toben! (Jak 4,1)

 

Wir wollen nicht vergessen, dass wir selbst früher unverständig und ungehorsam waren. Wir waren vom rechten Weg abgeirrt und wurden von allen

möglichen Wünschen und Leidenschaften beherrscht. Wir lebten in Bosheit und Neid, waren hassenswert und hassten uns gegenseitig. (Tit 3,3)

 

Muss das so bleiben? - Nein!

Der natürliche, weltbezogene und in sich gefangene Mensch kann aus seinem Gefängnis der Abhängigkeiten befreit werden. Er kann lernen, dass es höhere

Werte und Ziele gibt, dass er nicht für alles verantwortlich ist, dass Mächte und Gewalten gegen ihn, um ihn und um seine Mitmenschen kämpfen und dass

es einen Erretter aus dem Elend der Gottlosigkeit gibt, der ihn in ein neues, geistliches Leben führen möchte, in dem er gereinigt, geläutert und reichlich

entschädigt wird, dass Jesus Christus auf ihn wartet.

 

Es ist die Aufgabe von Christen, ihnen von Jesus zu erzählen, damit sie deine Liebe, Güte und Barmherzigkeit suchen und seine Zuwendung, Hilfe und Vergebung am eigenen Leib erfahren.

 

Menschen, die dann immer noch Gott ablehnen, kreuzigen Jesus, indem sie seine Nachfolger bespucken, quälen, verfolgen, bekämpfen, benachteiligen,

belügen und berauben. Und wenn sie mit Lug und Trug und Tücke und List und Bosheit die Guten zum Bösen verführt bzw. von Gott abgebracht haben,

empfinden sie Triumph, Häme und Genugtuung sowie eine kurzfristige Entlastung für ihr anklagendes und gepeinigtes Gewissen.

 

Der Sinn von Bedrängnis und Leid

Die Welt wird also von Satan und seinen Dämonen regiert und die meisten Menschen sind ihnen hörig. Sie werden von ihnen beherrscht, manipuliert und

missbraucht und gehen schließlich irgendwann daran zugrunde.

Sein Ziel ist, Gott und das Gute zu bekämpfen und alles zu zerstören, was er macht und was ihm gehört. Deshalb bedrängt er die besonders stark, die sich

für Gott entschieden haben und die Jesus bereits nachfolgen. Er will sie davon abbringen und zu sich zurückholen.

 

Gott hat den Menschen einen freien Willen gegeben. Dazu gehört, dass er sie auch ihre eigenwilligen Wege gehen lässt. Gott lässt Satans Intrigen und

Abwerbungsversuche zu, damit er selbst uns durch Bedrängnisse und Nöte tragen kann, damit wir das bemerken und damit sich unser Glaube an ihn darin

bewährt. Aus Dankbarkeit für sein gnädiges Erbarmen stellen wir uns ihm dann gerne, freiwillig, dauerhaft, also mit Leib und Seele zur Verfügung. Das

verherrlicht ihn und festigt uns. Wir siegen durch Niederlagen.

 

Diese göttliche, uns fremde Logik zeigt sich zum Beispiel bei allen Christenverfolgung. Erstaunlicherweise werden Menschen dadurch nicht von Gott

ferngehalten, sondern umso stärker zu ihm hingezogen.

Das kommt daher, dass sich Unbeteiligte mit den Verfolgten solidarisch erklären. Das Schlechte wird so zum Steigbügelhalter für Gott. Das Schlechte

ermöglicht die Wende zu Gott hin.

 

Das Geheimnis von Märtyrern ist, von Menschen die für ihre selbstlosen Überzeugungen getötet wurden, dass deren Kraft und Standhaftigkeit andere

beeindruckt und dass die an ihnen verübte Gewalt und Ungerechtigkeit sie tief berührt und gegen die Mächtigen aufbringt. Sie ahnen, dass die Mächtigen

mit Verfolgung, Unterdrückung und Gewalt etwas verstecken, unterdrücken und verhindern wollen, was auch ihnen schadet und dass Gewalt, Machtgier

und Verfolgung auch vor ihnen nicht Halt machen werden.

 

Wie kann man sich gegen den Terror des Bösen wehren? Mit Solidarität, gewaltfreier Auflehnung und anhaltend ziviler Gehorsamsverweigerung, mit

Wahrheit und Wahrhaftigkeit, durch Entzug der Unterwerfung, um die übergriffige und willkürliche Macht auszutrocknen und ein endlich einen

Systemwechsel zum Guten herbeizuführen.

 

Bedrängnisse sind also not-wendig, weil wir darin Nöten und Leiden und deren Ursachen leichter auf den Grund gehen, weil wir Besserung und Veränderung

wollen. Durch Bedrängnisse werden wir vorbereitet, Zweifelhaftes aufzugeben, Belastendes zu überdenken und Bindendes loszulassen und unsere Werte,

Ziele und Gottesbeziehung zu überprüfen. Dann suchen wir Antworten auf elementare Fragen wie:

Gibt es Gott überhaupt? Was weiß ich von ihm? Lasse ich mich von ihm leiten?

Was will und kann er für mich tun? Was ist ihm wichtig? Kann man ihm vertrauen?

Hilft er auch mir? Was glaube ich?

 

Glaube ich, dass er viel gescheiter und weiser ist als ich und dass er deshalb viel besser weiß, was das Beste für mich ist? Kann ich seinen Willen für mein

Leben annehmen oder soll er es vielleicht nach meinen Vorstellungen und nach meinem Willen formen? Erkenne ich meine eigene Beschränktheit,

Hilflosigkeit und Ohnmacht und auch, dass ich auf seine Liebe, Führung, Bewahrung und Gnade angewiesen bin, dass auf Glück kein Verlass ist, auf ihn aber

schon?

 

Gerade in den Tiefen unseres Lebens suchen, ergründen und lernen wir dazu. Jesus ist das Lichtlein in der Dunkelheit, das erkennen lässt. In den Höhen

glänzen wir dann mit dem Neugefundenen und Neugelernten, mit dem uns von Gott in geistiger Verbindung Gegebenen.

 

Wir leiden auch um Christi willen, wenn wir erkennen, wie sich andere noch auf ihrem Lebensweg quälen, wie sie noch an zweifelhaften Ziele festhalten,

weil sie noch leichtsinnig, kurzsichtig und unverantwortlich sind, weil noch Unfriede in ihnen ist, weil sie Gott und Jesus und ihre Liebe noch nicht kennen.

Wir leiden um Christi willen auch als seine von Nächstenliebe erfüllten Nachfolger und weil wir für die Unerlösten hoffen und beten, damit sie zu Gott finden,

in seine Familie aufgenommen werden und darin Schutz, Geborgenheit, Zuwendung, Ausgeglichenheit, inneren Frieden und ewiges Leben finden.

 

Doch wegen dieses Leidens aus Liebe haben wir auch Grund zu Freude und Jubel!

Ihr habt also allen Grund, euch zu freuen und zu jubeln, auch wenn ihr jetzt ´nach Gottes Plan` für eine kurze Zeit Prüfungen verschiedenster Art

durchmachen müsst und manches Schwere erleidet. Denn diese Prüfungen geben euch Gelegenheit, euch in eurem Glauben zu bewähren. Genauso, wie

das vergängliche Gold im Feuer des Schmelzofens gereinigt wird, muss auch euer Glaube, der ja unvergleichlich viel wertvoller ist, auf seine Echtheit geprüft

werden. Und wenn dann Jesus Christus ´in seiner Herrlichkeit` erscheint, wird ´eure Standhaftigkeit` euch Lob, Ruhm und Ehre einbringen. (1. Petr 1,6-7)

 

Wundert euch nicht über die heftigen Anfeindungen, die ihr jetzt erfahrt. Sie sollen euren Glauben prüfen und festigen und sind nichts Außergewöhnliches.

Freut euch vielmehr darüber, dass ihr mit Christus leidet; dann werdet ihr auch jubeln und euch mit ihm freuen, wenn er in all seiner Herrlichkeit erscheint.

Ihr dürft euch glücklich nennen, wenn man euch angreift und verhöhnt, nur weil ihr Christen seid. Daran zeigt sich nämlich, dass der Geist Gottes, der Geist

seiner Herrlichkeit, bei euch ist. (1. Petr 4, 12-14)

 

Fürchtet euch nicht!

Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Denn ich bin gewiss,

dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,

weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn. (Röm 8,35,38-39)

 

Freut euch und jubelt!

Freut euch, von Gott erwählt zu sein als seine Kinder, als seine Söhne und Töchter, als seine Beauftragten. Freut euch über alle Bedrängnisse, mit denen

Gott euch wachsen und reifen lässt. Freut euch über seinen Beistand und eure Bewährung und Bewahrung darin. Freut euch über seine Liebe und

Führung. Freut euch über jede positive Veränderung in eurem Denken, Fühlen, Verhalten, Reden und Tun, denn das ist eine Bestätigung seiner Liebe zu

euch und eurer Liebe zu ihm.

 

Dem, der siegreich aus dem Kampf hervorgeht, werde ich das Recht geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich den Sieg errungen habe

und jetzt mit meinem Vater auf seinem Thron sitze. (Offb 3,21)

 

 

 

 

 

 

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Noch nicht entdeckt Mon, 18 May 2015 06:13:35 +0000
Bescheidung (Spr 15,33) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4055-bescheidung-spr-1533 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4055-bescheidung-spr-1533 Bescheidung (Spr 15,33)

 

Den Herrn ernst nehmen, das ist Erziehung zur Weisheit: erst die Bescheidenheit, dann die Ehre. (Spr 15,33; GNB)

 

Hallo Du,

gestern begegnete mir das Wort 'Bescheidung' als christliche Lebensart. Ich möchte nun wissen, ob es

den Sinn von Bescheidenheit hat bzw. was genau es bedeutet.

Im Bedeutungslexikon finde ich als erste Hinweise die Wortsynonyme Selbstbescheidung, Beschränkung

und Einschränkung.

 

Das ist mir zu wenig. Ich schlage im Herkunftswörterbuch nach. Da finde ich unter 'bescheiden' zwei Hinweise:

1. Der Wortstamm 'scheiden' in Sinne von trennen kommt aus der mittelalterlichen Rechtssprache in der Bedeutung

von 'zuteilen' oder 'Bescheid geben'. Noch heute wird dieser Sinn benutzen, wenn eine Klage abschlägig beschieden

wird. Genauer gesagt, wenn ein richterlicher Entscheid über Recht belehrt und unterweist. Mit diesem Entscheid

muss man sich bescheiden, zufrieden sein, sich zufrieden geben, sich begnügen.

 

2. In einer Streitsache lassen wir uns vom Richter etwas bescheiden. Der Richter setzt dann fest, bestimmt und

teilt zu. Die so Beschiedenen mussten sich damit bescheiden, sich das Urteil genügen lassen, sich einsichtsvoll

und verständig zeigen.

 

Heute wird das Wort überwiegend im Sinne von genügsam, einfach und anspruchslos verwendet. Der Beschiedene

kämpft nicht vor Gericht um sein Recht. Er ist verständig, akzeptiert Gegebenheiten und fügt sich in sein Schicksal.

 

Weshalb will ich das so genau wissen?

Luther übersetzt 1. Tim 6,6 mit: Die Frömmigkeit aber ist ein großer Gewinn für den, der sich genügen lässt.

Er kannte die heutige Wortbedeutung nicht. Es wäre deshalb völlig falsch, heute Menschen mit einem Appell

zur Genügsamkeit in Einfachheit, Armut, Anspruchslosigkeit oder Unwissenheit gefangen zu halten.

 

Der Hinweis auf die ursprüngliche richterliche Rechtsprechung weist vielmehr auf das hin, was Gott für uns will:

Gnade in Fülle. Sein Wort annehmen, sich nach ihm richten, ihm gehorsam sein, seine Gerechtigkeit anerkennen,

sich nicht gegen sein Wollen auflehnen, nicht hochmütig ihm gegenüber sein. Bescheidenheit ist: Ohne Stolz sein,

ist: Ehrfurcht vor Gott haben, ist: sich selbst nicht zu überschätzen, ist: nicht anmaßend zu sein, ist: den anderen

mehr zu achten als sich selbst, ist: zuvorkommend zu sein und sich unterordnen zu können.

 

Bescheidung ist demnach, das Wollen Gottes anzunehmen und sich immer wieder neu in seinen Willen

einzufügen, seinen Weg mit ihm zu gehen und auf seine Weisheit zu bauen.

Daraus erwächst eine Bescheidenheit, die 'sich genügen lässt' an seiner Gnade. Nicht aus mangelndem

Selbstvertrauen, sondern aus geistlicher Überzeugung, aus Abstand zu irdischen Versuchungen und

materiellen Verlockungen. Was ist wirklich wichtig im Leben? Gottes Liebe, Gnade und Führung.

 

Überhebliche Menschen verabscheuen die  Bescheidenheit; genauso verabscheut der Reiche den Armen. (Sir 13,20)

 

Hält sich jemand unter euch für weise und verständig? Dann soll er zeigen, dass er das auch tatsächlich ist, indem

er ein vorbildliches Leben führt und Dinge tut, die von Weisheit und Bescheidenheit zeugen. (Jak 3,13)



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Noch nicht entdeckt Wed, 13 Apr 2016 05:11:26 +0000
Besitzergreifend https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/3894-besitzergreifend https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/3894-besitzergreifend

       

Besitzergreifend

Mein Besitz und mein Erbe ist der Herr selbst. Ja, du teilst mir zu, was ich brauche! (Ps 16,5)


Hallo Du,

es gibt Menschen, denen darf man kein Buch leihen, denn sie geben es freiwillig nicht zurück.

Sie sind nicht vergesslich, sondern besitzergreifend und herrschsüchtig.

 

Ihnen darf man nicht den kleinen Finger geben,

    denn sie nehmen sich gleich die ganze Hand oder den ganzen Menschen.

Diese Menschen wollen über etwas verfügen, auch über Menschen.

 

Sie greifen nach allem, was sie haben und besitzen wollen,

   worüber sie Macht haben und bestimmen wollen.

Sie setzen sich förmlich darauf und betrachten es als ihr Eigentum.

Sie rücken es nicht mehr heraus.

Und je mehr sie sich genommen, angeeignet haben,

   desto höher sitzen sie auf ihrem selbstgebauten Thron von Besitz, Dreistigkeit und Habgier.

Ihre Leere wollen sie durch Geltungsbewusstsein füllen.

Oft wird das fälschlicherweise für starkes Selbstbewusstsein gehalten.

 

Wenn man früher eine Festung, einen Mann oder eine Frau erobern und besitzen wollte,

   dann hat man dieses Objekt so lange belagert, darum b

herum gesessen,

   bis es aufgab und sich ins scheinbar unabwendbare Schicksal ergab,

   bis man es einnehmen, vereinnahmen und sich untertan machen konnte.

Wer nicht genug Sitzfleisch hatte, also Ausdauer, konnte nichts für sich gewinnen.

 

Menschen, die auf diesem Weg häufiger Erfolg hatten und mit ihrer Dreistigkeit

   durchgekommen sind, gehen diesen leichten Weg gerne immer wieder.

Sie sind von Gier nach Haben und Sein, nach Besitz und Macht und Einfluss besessen.

Die Gier sitzt in ihnen. Das Böse beherrscht sie.

 

Das, was sie als Besitz, Eigentum oder Habe bezeichnen, gehört ihnen oft gar nicht,

   es wird ihnen aber von anderen, vielleicht auch zu deren Vorteil, zugestanden.

Sie nennen es trotzdem ihr Eigentum, weil sie ja darüber verfügen und damit tun,

    was sie wollen.

Der rechtmäßige Besitzer hat damit sein Recht darüber verloren, oft auch über seine Selbstbestimmung.

Die Begriffe Diebstahl oder Ehre gibt es für sie nicht.

Was sie sich genommen haben, haben sie sich ja mühsam ersessen und somit auch verdient.

Lieber sagen sie aber, sie hätten im Interesse vieler gehandelt, obwohl sie

nur sich selbst gesehen haben.

 

Man sollte solchen Menschen auch zeitweilig nichts überlassen.

Und wenn es doch einmal vorkommt, vielleicht aus Gutmütigkeit, Hilfsbereitschaft oder Unwissen,

   sollte man sein Eigentum unmissverständlich zurückfordern.

 

Das heißt aber nicht, dass man es auch bekommt.

Oft werden Beweise verlangt oder es wird behauptet, das Betreffende sei eigener Besitz.

 

Lasse dich davon nicht abschrecken.

Verlange die Rückgabe und dann ziehe dich von solchen Machtmenschen zurück.

Sie schaden dir nur. Sie suchen nur ihren eigenen Vorteil.

Sie wollen alles und jeden beherrschen und besitzen und darüber verfügen,

   denn damit stillen sie ihr Geltungsbewusstsein, ihre innere Leere.

Sie sind im Begehren maßlos.

 

Leider wissen sie nicht, weshalb sie von immer mehr Menschen gemieden werden

   und sie wollen es oft auch gar nicht wissen.

Machthungrige Menschen sind auf gutmütige und unkritische und naive Menschen

   angewiesen, die sie nicht durchschauen und gewähren lassen, sonst hätten sie ja

   keine Macht über sie.

 

Sie würden auch nie zugeben, dass sie besitzergreifend und beherrschend sind

   und andere ausnutzen, denn damit würden sich jeder weitern Gewinnchance berauben.

Sie müssen unerkannt bleiben, denn sie missbrauchen Menschen und spielen mit ihnen.

Und wenn sie doch einmal ertappt und erkannt wurden,

   schlüpfen sie schnell und raffiniert in die Opferrolle und beschuldigen und verleumden

   den Anderen als Täter und Bösewicht.

 

Wer Besitzergreifende enttarnt, kann sich deren Rache, Verfolgung und Aggressivität

   sicher sein. Sie fühlen sich immer im Recht und als unfehlbar.

Damit sind Hochmut und Selbstgerechtigkeit für sie legal.

 

Doch Vorsicht!

Sind vielleicht auch wir manchmal besitzergreifend?

Wie leicht sagt sich: Mein Mann, meine Frau, meine Kinder, mein Haus, mein Auto?

Empfinden wir das alles als Besitz, über den wir nach Gutdünken frei verfügen können

   oder nur als anvertrautes Gut, für das wir Verantwortung tragen

   und das es zu fördern und zu erhalten gilt?

 

Das, worauf wir sitzen, ist nicht immer bequem.

Und es ist oft besser, manches nicht zu haben.

 

Außerdem:

Wenn wir auf etwas sitzen, verdecken wir es mit unserem breiten Hintern

   und unterdrücken und zerdrücken es.

Damit wird die Freiheit des Objekts stark eingeengt und seine Schönheit wird versteckt.

 

Wir haben keine Achtung davor. Hauptsache es dient uns als Thron.

Und wer auf einem Thron sitzt, hält sich als Gebieter, als Herrscher,

   vielleicht sogar als Gott.

 

Glücklich zu preisen sind die Sanftmütigen;

                        denn sie werden die Erde als Besitz erhalten. (Mt 5,5)

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Noch nicht entdeckt Tue, 15 Oct 2013 07:09:50 +0000
Beste Freundinnen und Freunde (Spr 17,17) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4015-beste-freundinnen-und-freunde-spr-1717 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4015-beste-freundinnen-und-freunde-spr-1717


Beste Freundinnen und Freunde   (Spr 17,17)

 

Ein Freund liebt allezeit, und ein Bruder wird für die Not geboren. (Spr 17,17)

 

Hallo Du,

dieses Thema geht mir seit einiger Zeit durch den Kopf, nun ist es reif und fließt heraus.

Ich schreibe dies aus Dank für ehrliche Freundschaften und zur Ehre aller treuen Freunde

und Freundinnen.

 

Vor etlichen Jahren traf ich bei der Wohnungssuche einen Vermieter, dessen Ehe ein Jahr

vorher gescheitert war. Wir fanden in gleicher Not schnell eine Vertrauensbasis. Er erzählte

mir von seinen schlechten Erfahrungen mit Freunden. Er erzählte von seinem Notizbuch,

in dem rund 100 Bekannte, Freundinnen und Freunde mit Anschriften, Telefonnummern

und Emailadressen notiert waren. Und er erzählte von seinem Bemühen, nach der Trennung

von seiner Frau sich stärker seinen Freunden zuzuwenden.

 

Bei seinen Bekannten fand er schnell heraus, dass die kein Interesse mehr an ihm hatten.

Das verwunderte ihn zwar, aber es kratzte ihn nicht. Er strich einen nach dem anderen aus

seinem Notizbuch. Schließlich blieben noch etwa 30 'Freundinnen und Freunde' übrig, die er

seit langem kannte und schätzte.

Doch auch die meisten von ihnen hatten kein Interesse mehr an ihm. Entweder waren sie von

seiner Exfrau geimpft, welch mieser Kerl er doch sei, oder sie hingen der irrigen Vorstellung nach,

dass sein Unglück auch sie anstecken könnte, wenn sie zu ihm hielten.

 

Übrig blieben letztlich nur drei treue Freunde, langjährige Weggefährten, vertraute Kameraden,

liebenswürdige, vorbehaltslose Mitmenschen, die ihn als Mensch mit allen seinen Schwächen und

Stärken akzeptierten, die ihn um seiner selbst willen mochten, die sein Wesen schätzten und ihm

vertrauten, die sich nicht von Umständen, Gerede oder Ängsten beeinflussen ließen.

Sein Fazit war: Nur die sind es wert, als Freunde bezeichnet zu werden. Nur die sind und bleiben

ihm wertvoll und ehrenwert, vorbildlich und erhaltenswert. Die anderen waren wohl nur Mitläufer

oder Profiteure.

 

Dazu fällt mir der Vers aus Psalm 41,10 ein:

Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot aß, tritt mich mit Füßen.

 

Er hatte ja so recht. Gerade in der Not braucht man stützende Gemeinschaft; Freunde die

vorbehaltlos zu einem stehen und auf die man sich verlassen kann. Liebe Menschen, die treu,

verständnisvoll und gütig sind, freundlich und nachsichtig, aufmerksam und mitfühlend;

Menschen, die da sind, die zuhören ohne zu werten, die sensibel hinterfragen, die beistehen,

die ermutigen und behutsam in Nöten weiterhelfen.

 

Diese Freunde sind sich ihrer eigenen Unvollkommenheit bewusst und haben selbst die

Freundschaft schätzen gelernt. Sie fühlen sich in Freundschaft verbunden, in guten wie in

schlechten Zeiten. Ihre Gegenwart, ihr Interesse, ihr Wohlwollen und ihre Herzlichkeit sind

Balsam auf die verwundete Seele. Und mit ihnen auch Erfolg, Freude und Lachen zu teilen

ist zutiefst angenehm. 

Diese Freundinnen und Freunde sind nicht auf den eigenen Vorteil aus und haben auch keine

versteckten Absichten. Sie genießen die Unterschiedlichkeit, die Beidseitigkeit, die Vertrautheit,

den ehrlichen Meinungs- und Gedankenaustausch und die menschliche Ergänzung. Sie lernen

voneinander und halten zusammen, egal wann und wie.

 

Und sie haben den besonderen Vorteil, dass sie die Stärken und Schwächen des anderen

kennen und dessen Schwierigkeiten ohne trübende Emotion klarer erkennen.

 

Freunde teilen ihr Leben und Erleben vertrauensvoll miteinander. Sie nehmen Anteil aneinander.

Und weil ihre Beziehung wertfrei und absichtslos ist, begegnen sie sich freundlich, freundschaftlich,

freudvoll. Sie genießen ihr Kennen und finden auch nach längerer Zeit der Trennung wieder schnell

wieder zusammen. Sie sind erquickende Lebensbegleiter.

 

Schlechte partnerschaftliche Beziehungen, Lebensgemeinschaft oder Ehen stellen oft den

gegenseitigen Nutzen in den Vordergrund und betrachten argwöhnisch ihre selbstbezogene Vorteile

im Hintergrund. In ihnen sehen sich die Partner nicht realistisch, sondern sie sind entweder von

Verliebtheit, körperlichen Reizen oder Sexualität oder von ihren eigenen Wünschen, Vorstellungen

und Erwartungen geblendet. Daher sollte jeder ernsthaften Verbindung eine wahre Freundschaft

vorausgehen.

 

Viele der hier genannten positiven Aspekte von Freundschaft finden sich in der Bibel im Begriff der

Nächstenliebe wieder. Das hat einen guten Grund:

Als Christen sind wir Mitglieder in Gottes Familie. Gott ist unser gemeinsamer Vater. Wir sind seine

Kinder. Unsere Nächsten und Mitmenschen sind unsere Brüder und Schwestern. Wir gehen

gemeinsam durch das Leben. Bei den Goten und Germanen war ein Freund ein Sippenangehöriger,

ein Verwandter und somit ein Liebenswerter.

 

Durch Jesus sind wir Blutsbrüder und Blutsschwestern, durch sein Blut miteinander verbunden.

Jesus nennt uns in Joh 15,14-15 Freunde:

Und ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch aufgetragen habe. Ich nenne euch nicht

mehr Knechte; denn einem Knecht sagt der Herr nicht, was er vorhat. Ihr aber seid meine Freunde;

denn ich habe euch alles anvertraut.

 

Einen besseren Freund als Jesus kann man nicht haben. Auf ihn kann man felsenfest bauen.

 

Der Leitvers dieses Dankschreibens ist:

Ein Freund liebt allezeit, und ein Bruder wird für die Not geboren. (Spr 17,17)

 

Ja, gute Freunde und Freundinnen, wie auch gute Geschwister, zeichnen sich dadurch aus, dass sie

allezeit lieben und für die Not des anderen geboren wurden. Sie gehen gemeinsam durchs Leben

und brauchen die gegenseitige Unterstützung, denn niemand ist vollkommen.

 

Wir sind Erben auch der Fehler unserer Eltern und ihrer Erziehung. Und, wir sind oft falsch

ausgerichtet durch unser Wollen, unsere Erfahrungen und Verletzungen. Wir sind begrenzt

durch unsere subjektive Wahrnehmung und zeitliche Kurzsichtigkeit.

 

So danke ich allen Freundinnen und Freunden, die mich um meiner selbst willen

mögen und deren Sein und Wesen auch ich lieben und schätzen und ehren darf.

 




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Noch nicht entdeckt Mon, 18 May 2015 05:55:46 +0000
Bist du im Gleichgewicht? (Sir 28,25) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4914-bist-du-im-gleichgewicht-sir-28-25 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4914-bist-du-im-gleichgewicht-sir-28-25


Eschborn, den 28.20 2019

 

Bist du im Gleichgewicht?    (Sir 28,25)

 

Was hat in dir Übergewicht?

Das frage ich dich ganz schlicht.

Ist es dein Wollen oder das Sollen,

das Lachen und Freuen oder Schmollen?

 

Wie nahe bist du bei Gott?

Lebt in dir noch böser Spott?

Was hat derzeit die Überhand?

Geht es aufwärts oder abwärts in Schand?

 

In dir regiere das Beste.

Liebe, hoffe, glaube feste.

Halte dein Gleichgewicht im Lot,

sonst leidest du an Seelennot.

 

 

 

Auch für deine Worte mach Waage und Gewicht

und deinem Mund mach Tür und Riegel! (Sir 28,25; EÜ)



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Noch nicht entdeckt Sat, 28 Dec 2019 06:53:22 +0000
Böse Unterstellungen https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/3974-2014-06-02-08-39-08 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/3974-2014-06-02-08-39-08                                                                                                          


Böse Unterstellungen

 

Hallo Du,

kann es sein, dass du anderen immer mal wieder etwas Böses unterstellst?

Ist deine spontane Reaktion: "Nein!!! Selbstverständlich nicht! ICH doch nicht!"

 

Halt, rege dich nicht auf. Das ist kein Angriff, sondern nur eine Frage an dein Gewissen.

Du beantwortest sie nur dir selbst und Gott kennt dich sowieso durch und durch.

Vor ihm kann man nichts verheimlichen, aber etwas Unangenehmes zuzugeben,

macht ihm Freude.

 

Also, Hand aufs Herz: Kann es sein, dass du hin und wieder Schlechtes von anderen denkst,

ihnen innerlich Vorhaltungen machst ihnen insgeheim Böses unterstellst und annimmst,

dein Denken sei richtig und für dich bewiesen?

Kann es sein, dass du ihnen stumm oder durch dein Verhalten vorwirfst, sie hätten etwas

absichtlich getan oder unterlassen, um dich oder andere zu ärgern, zu verletzen oder zu

diffamieren?

 

Hörst du dein kleines, selbstgerechtes 'ICH' schreien?

 

"Urteilt nicht über andere, damit Gott euch nicht verurteilt. Denn so wie ihr jetzt andere

verurteilt, werdet auch ihr verurteilt werden. Und mit dem Maßstab, den ihr an andere legt,

wird man euch selber messen. Warum siehst du jeden kleinen Splitter im Auge deines

Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?

Du sagst: 'Mein Bruder, komm her! Ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen!' Dabei hast

du selbst einen Balken im Auge! Du Heuchler! Entferne zuerst den Balken aus deinem Auge,

dann kannst du klar sehen, um auch den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen."

(Mt 7,1-5;HfA)

 

Die Bibel ist weise und sie will uns sagen, dass solch ein Denken und Verhalten nicht liebevoll

ist Gemeinschaft zerstört. Es steht dir und mir nicht zu, an anderen herumzunörgeln,

Rechenschaft von ihnen zu verlangen, sie damit abzuwerten, um sich selbst vielleicht damit

aufzuwerten. Wer Misstrauen spürt und sich angegriffen fühlt, blockt ab, wehrt sich oder

zieht sich zurück.

 

Abgesehen davon bringen Unterstellungen auch nichts. Meistens sind sie nur ein Spiegel des

eigenen schlechten Denkens. Und sollten sie in seltenen Fällen richtig sein, dann ist es immer

noch so, dass jeder und jede für sein Verhalten 'gute' Gründe hat. Ohne die zu kennen, liegt

man in seinen verletzenden Annahmen, Behauptungen, Verdächtigungen, Anschuldigungen,

Unterstellungen und unberechtigten, unausgesprochenen Erwartungen immer falsch. Wer

sich so verhält, der überhebt sich über andere; der möchte Maßstab und Mittelpunkt sein;

der möchte Macht über andere ausüben.

 

Der Bibeltext spricht von Brüdern. Leibliche Brüder und auch Glaubensbrüder sollten

miteinander vertraut sein. Sie vertrauen sich, weil sie sich gegenseitig gut kennen. Sie wollen

sich gegenseitig nicht schaden, weil sie sich achten und lieben.

Sie bitten in unklaren Situationen oder in Seelennot oder bei eigenen, blinden Flecken ihres

Sehens und Empfindens um Hilfe oder hilfreiche Hinweise. Indem sie laut Bitten, sind sie

bereit, auch kritische Aussagen aufzunehmen, darüber nachzudenken und sie schließlich

auch anzunehmen.

 

Wenn man die Eingangsfragen ehrlicherweise mit einem kleinen oder großen 'Ja'

beantworten muss, sollte man zuerst den dicken Ego-Balken im eigenen Auge suchen, der

eine klare Sicht verhindert.

 

Verhalten wir uns mit Annahmen, Behauptungen, Verdächtigungen, Anschuldigungen,

Unterstellungen und Erwartungen nicht bequem, selbstherrlich, selbstgerecht, hochmütig

und überheblich? Sind wir stark selbstbezogen und geltungssüchtig?

 

Weshalb gehen wir so mit anderen um?

Was zwingt uns zu solch lieblosem und zerstörerischem Denken?

 

Wollen wir es besser wissen, Recht haben, jemand sein, Kontrolle und Einfluss über andere

ausüben oder gar uns makellos darstellen? Lassen wir wohlmeinende Kritik an uns zu oder

beugen wir ihr durch solche Aggressionen vor? Denken wir dabei: 'Du bist so schlecht,

deshalb muss ich mir von dir nichts sagen lassen!'

 

Liebe und Erziehung lassen Raum und bauen auf Verständnis und Einsicht. Sie lieben,

ermöglichen und unterstützen. Sie kehren nichts unter den Teppich, sondern benennen

eigene Ängste und Zweifel und Schwächen und hinterfragen Auffälliges oder

Missverstandenes. Sie unterstellen nichts Schlechtes, sondern sie gehen grundsätzlich vom

Guten im anderen aus, auch wenn es noch nicht zu sehen ist. Sie zeigen ein Ziel auf und

ermöglichen einem annehmbaren Weg dorthin.

Sie ertragen Verletzungen von Stolzes und Würde und sie hoffen für das Seelenheil der

Anderen und auf ihre Erkenntnis. Sie helfen und unterstützen, wo sie erwünscht sind und sie

halten sich zurück, wo (noch) keine Bitte gestellt ist.


Das gilt grundsätzlich auch für Eltern, die für ihre Kinder verantwortlich sind. 'Ihre' Kinder

sind ihnen anvertraut, damit sie sie liebevoll und geduldig auf einen guten Weg bringen. Sie

sind ihnen Vorbild, das stärker wirkt jegliche Strenge. Liebe gehorcht und wenn Kinder ihre

Eltern lieben und ihnen vertrauen, wenn sie keine Gründe für Angst und Misstrauen haben,

dann gehorchen sie gerne.

 

Bedenkt bitte immer: So wie ihr jetzt andere verurteilt, werdet auch ihr verurteilt werden.

Jeder erntet früher oder später, was er gesät hat. Beim einen sind es Perlen der Liebe, beim

anderen sind es Geschosse von Wut, Hass und Ablehnung.

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Noch nicht entdeckt Mon, 02 Jun 2014 06:36:46 +0000
Dankend knie ich vor dir nieder (Jes 45,22a 23b) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4940-dankend-knie-ich-vor-dir-nieder-jes-45-22a-23b https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4940-dankend-knie-ich-vor-dir-nieder-jes-45-22a-23b

Eschborn, den 19.08.2019

 

 

Dankend knie ich vor dir nieder   (Jes 45,22a 23b)

 

Herr, ich preise deine Güte.

Herr ich achte deine Macht.

Das bringt meine Seel zur Blüte,

voller tiefer Glaubenspracht.

 

Deine Liebe mag mich färben,

freundlich, echt und farbenfroh.

Lass Erbarmen mich ererben,

Frieden, Freude ebenso.

 

Herr, dir sing ich Lobeslieder.

Herr dir schenk ich meine Treu.

Dankend knie ich vor dir nieder,

denn du machst mein Leben neu.

 

 

 

Wendet euch auf der ganzen Welt von überall her mir zu

und lasst euch retten. Jedes Knie wird sich vor mir beugen

und jeder Mund wird mich bekennen. (Jes 45,22a, 23b; NL)



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Noch nicht entdeckt Sat, 28 Dec 2019 05:26:04 +0000
Das fast reale Luftschloss https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/3871-das-fast-reale-luftschloss https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/3871-das-fast-reale-luftschloss


Das fast reale Luftschloss


Hallo du,

gehörst du auch zu den Menschen,

die sich in ihrer Fantasie ein Luftschloss aus Wünschen gebaut

   haben, aus dem, was man gerne hätte?

Wie oft flüchtest du dorthin oder wohnst du schon ständig dort?

Dann wäre dein Luftgebilde für dich schon real geworden ist, dass du gar nicht mehr merkst,

dass es aus Einbildung gebaut ist, aus Hirngespinsten und Illusionen,

dass du jeglichen Bezug zur Realität verloren hast,

dass du alles an deiner Illusion misst,

dass du dich mit dem Rückzug weit überhöhst und alles, was dir nicht passt,

   als falsch, dumm oder minderwertig betrachtest und bewertest.

Wenn du dann aus allen Wolken fällst und mit der Realität konfrontiert wirst,

   sind immer die anderen schuld,

   die, die die Welt nicht mit deinen Augen und aus deiner Perspektive sehen,

   die, die das deiner Meinung nach falsch sehen und einem Irrtum unterliegen.

Wer sich ins Wolkenkuckucksheim verzieht, ist nicht nur ein Phantast, sondern überhebt sich

   gar über andere und über das Leben und das Sein.

Die sehen alles durch die rosarote Brille ihrer Einbildung und sehen sie nur, was sie

   sehen wollen, die hören alles durch den Filter ihrer fixierten Vorstellungen. Sie hören nur das,

   was sie hören wollen und die verstehen alles so, wie es in ihr Schloss passt. Und was nicht

   passt, wird zurechtgebogen, verdreht und verändert bis es schließlich passt.

Die Wahrheit aber ist: Ein Luftschloss besteht aus Luft. Es hat kein stabiles Fundament.

Es besteht aus vielen Steinen der Selbstlüge und Schönfärberei, die kunstvoll zusammengefügt

   sind und deren Gehalt immer wieder verfeinert wird. Dabei wird der Schlossbewohner immer

   weltfremder.

Das Luftschloss wird bewohnt von Fantasiewesen, die so sind, wie man sie erschaffen hat und

  haben will. Es besteht nur im Kopf. Es ist ein Gedankengebäude, das man überallhin

  mitnehmen kann.

Zunächst verfließen die Grenzen zwischen Illusion und Realität, doch schließlich wird das

   Luftschloss allgegenwärtig und real. Es beherrscht den Träumer.

Wünsche und Träume sind nicht verkehrt. Daraus können sich neue Ziele ergeben.

Einen inneren Hort der Ruhe und der Besinnung zu haben ist hilfreich, weil man sich dorthin

  zurückziehen kann, um für den Alltag neue Kraft zu finden. Er ist wie eine erfrischende Oase

  in der Wüste.

Wer aber eine Fata Morgana für wahr hält,

  der hat jeglichen Realitätssinn verloren,

  der kann zwischen Fiktion und Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden,

  der hängt an etwas Unerreichbarem,

  der hat vom Fundament weit abgehoben und stürzt irgendwann in sein Verderben.

Wünsche, Träume und Idealvorstellungen hat wohl jeder Mensch. Die Frage ist aber, ob er

  realitätsfremd wird und sich davon zum Nachteil davon beherrschen lässt.

Wie könnten solche Luftschlösser aussehen?

Es gibt Menschen, oft Frauen, die sich in einer romantischen und verklärten Welt im Mittelpunkt

  sehen und an andere entsprechende und dienende Erwartungen haben.

Und auch Menschen, oft Männer, die sich als starke Helden oder Heldinnen im widrigen

  Lebenskampf sehen, die aus eigener Kraft und durch gute Werke sich, die Gerechtigkeit,

  die Moral und Sitte, die Welt und andere Menschen retten wollen oder ins Verderben stürzen.

Und religiöse Menschen, die sich wie Pharisäer frömmelnd in Gebote, Ansichten und

  Einstellungen hineinsteigern, die Gottes Absicht weit übersteigen. Aber gerade durch ihr Tun

  und ihre Askese halten sie sich für geistlich unfehlbar, erheben sie sich über andere und

  betrachten diese hochmütig als zu sündig, zu menschlich, zu fleischlich und auch

  für minderwertig.

Sie zeigen sich mit ihren Ansichten und ihrem Verhalten als bessere Menschen, als sie

  Wirklichkeit sind und glauben aufgrund ihrer Einbildung, ein Anrecht darauf zu haben, in

 den Himmel ihrer Wünsche zu kommen. Sie möchten Gott gerne gefallen und vielleicht auch

  anderen, missverstehen aber seine Absicht und seinen Auftrag, nämlich andere und sich selbst

  zu lieben und sich gegenseitig zu helfen und zu ergänzen.

Besonders deutlich wird der Realitätsverlust bei Jungendlichen im Luftschloss der Videospiele.

Sie investieren viel Zeit und Kraft und Aufmerksamkeit z.B. in Gewaltspiele, in denen sie als

  Mitwirkende entsprechend ihrer Geschicklichkeit und Raffinesse Einfluss auf den Erfolg haben.

Und je häufiger sie spielen, desto geschickter und erfolgreicher werden sie, aber auch desto

  mehr wird die gewaltsame Auseinandersetzung als normal in sie infiltriert. Weil sie sich intensiv

  damit beschäftigen, werden sie nicht nur ein Teil des Spiels, sondern das Spiel wird zu ihrer

  neuen Realität und sie sind in diesem sie faszinierenden Luftschloss gefangen. Einige von ihnen

  haben als Amokläufer selbstgerecht einen gewaltsamen Rachefeldzug gegen Lehrer und

  Mitschüler in Schulen blutig vollendet.

Das Schloss in dem wir leben sollten, ist die Realität.

Sie ist bodenständig, sichtbar, hörbar, riechbar, schmeckbar, fühlbar und anfassbar.

Zugegeben, dieses Schloss ist alles andere als perfekt, aber es ist das, in dem wir leben.

In diesem Schloss werden wir mit Widersprüchen und Gegensätzen konfrontiert, die uns fordern,

  auffordern und herausfordern und die uns Entscheidungen abverlangen, mit denen wir oft

  überfordert sind.

Aber Widersprüche und Gegensätze zeigen auch Alternativen auf, für oder gegen die wir uns

   entscheiden können oder müssen. Und mit diesen Entscheidungen gestalten wir die Welt,

   unsere Umgebung, unser Leben und uns selbst. In der realen Auseinandersetzung

   wachsen wir.

Mit jeder Entscheidung haben wir Gelegenheit, uns gegen oder für Gott zu entscheiden,

   für einen Weg mit ihm oder ohne ihn,

   für eigene, illusorische Wunschvorstellungen oder für Liebe und das Gute.

Und mit jeder Entscheidung für das Gute gestalten wir das Erdschloss des Lebens ein wenig

 heimeliger, liebevoller und himmlischer.

Mit der Flucht in ein schöngemaltes, beschönigtes und fiktives Luftschloss dagegen besteht diese

 Gestaltungsmöglichkeit nicht.

Unsere gottgegebene Liebe schafft den Himmel auf Erden

 sie wird stark im Vertrauen auf den gnädigen und vergebenden Gott,

 im Annehmen der Erlösung durch seinen Sohn Jesus Christus

 und der Führung des Heiligen Geistes durch Tiefen und Höhen.

Wir sind nun einmal 'nur Menschen', dafür aber geschaffen nach Gottes Bild, als Gottes Ebenbild,

   in das wir uns entwickeln können. Solange wir noch eingewickelt sind in Einbildung,

   Hirngespinste und Illusionen, in weltfremde Wünsche, Vorstellungen und Erwartungen, in

   überzogenes, eigenes Wollen und in fehlgeleitet Ziele, bleiben wir blind und taub und stumpf

   für die Gaben, die Gott uns schenken möchte und die unser Leben zu einem wirklichen Schloss

   machen, nämlich für Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue,

   Bescheidenheit und Selbstbeherrschung.

Nicht die Flucht in ein irreales Luftschloss, das wir für real halten, verändert die Welt zum 

  Besseren, sondern, dass wir das Gute in uns entdecken, es leben und weitergeben,

 dass wir die vielen Formen der Liebe in uns wachsen lassen, damit sie uns ausfüllen und

  schließlich in die Welt überfließen, zum Segen aller.

So erbauen wir gemeinsam ein himmlisches Schloss auf Erden, in dem wir selbst

 die Bewohner sind.

Ausschnitt aus einem Gedicht von Jürgen Werth:

Leben ohne Schatten ist Leben ohne Sonne;

wer nie im Dunkeln saß, beachtet kaum das Licht.

Leben ohne Tränen ist Leben ohne Lachen;

wer nie verzweifelt war, bemerkt das Glück oft nicht.

 

Leben ohne Täler ist Leben ohne Berge;

wer nie ganz unten war, schaut gleichgültig ins Tal.

Leben ohne Zweifel ist Leben ohne Glaube;

wer niemals sucht und fragt, dessen Antworten sind schal.

 

Leben ohne Kälte ist Leben ohne Wärme;

wer nie gezittert hat, schätzt keinen Unterstand.

Leben ohne Alleinsein ist Leben ohne Liebe;

wer keine Leere kennt, greift kalt nach jeder Hand.

 

Leben ohne Kämpfe ist Leben ohne Frieden;

wer nie im Sturm war, freut sich nicht an glatter See.

Leben ohne Trauer ist Leben ohne Hoffnung;

wer keinen Abschied kennt, kennt auch kein Wiederseh'n.


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Noch nicht entdeckt Thu, 06 Jun 2013 06:13:06 +0000
Das heilige Band (Kol 3,14) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4962-das-heilige-band-kol-3-14 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4962-das-heilige-band-kol-3-14

Eschborn, den 28.04.2019

 

Das heilige Band   (Kol 3,14)

 

Herr,

das heilige Band, das uns verbindet,

deine Treue, die uns überall findet,

unser Hoffen, das ewig auf dich baut,

das ist Liebe, die gegenseitig vertraut,

die wohlwollend und geduldig nach vorn schaut.

 

Dieses Band ist nur schwer zu beschreiben.

Leichter ist es, es begeistert zu zeigen,

freundlich, freudig und geduldig zu sein,

ehrlich, friedlich und rücksichtsvoll oberdrein.

 

Vereint im Geist und in deinem Geben,

befähigt, uns dir glaubend hinzugeben,

gehen wir mit dir diesen Lebensweg,

genießen wir, selig, dieses Privileg.

 

 

Vor allem aber bekleidet euch mit der Liebe;

sie ist das Band, das euch zu einer vollkommenen

Einheit zusammenschließt. (Kol 3,14; NGÜ)




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Noch nicht entdeckt Tue, 13 Aug 2019 10:08:59 +0000
Das Leben ist schön!? (Ps 139,5) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4911-das-leben-ist-schoen-ps-139-5 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4911-das-leben-ist-schoen-ps-139-5


Eschborn, den 17.11.2019

 

 

Das Leben ist schön!?  (Ps 139,5)

 

Hört, hört ihr Leute, lasst euch doch sagen:

Zu leben, ist nicht nur Lasten tragen!

Macht euch doch euer Leben schön,

denn, irgendwann wird es vergehn.

 

Seht doch nicht nur auf die Lebenspflichten!

Ja, auch die müssen wir mitverrichten.

Blickt auf das Schöne und Gute,

nutzt jede Lebensminute.

 

Feiert, feiert jedes Ereignis neu

und bleibt dabei eurer Lebenslust treu.

Genießt gemeinsam das Leben!

Nur dieses ist euch gegeben.

 

Freut euch immer! Dankt und lacht zusammen,

innre Zufriedenheit soll entflammen,

stete Leichtigkeit komme herein

und bereite euch Sonnenschein.

 

Positiv gesehen: Das Leben ist schön!

Diese Sicht - befreit von Lebensgestöhn.

Machen wir doch das Beste daraus,

dann fühlen wir uns immer zuhaus!

 

 

 

Von allen Seiten umgibst du mich

und hältst deine schützende Hand über mir. (Ps 139,5;HfA)




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Noch nicht entdeckt Sat, 28 Dec 2019 07:02:58 +0000
Das Risiko des Glaubens (Hebr 11,1) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4967-das-risiko-des-glaubens-hebr-11-1 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4967-das-risiko-des-glaubens-hebr-11-1

Eschborn, den 15.04.2019

 

Das Risiko des Glaubens   (Hebr 11,1)

 

Ist denn glauben Nichtwissen?

Wissen, ein Ruhekissen?

Sicher sein, begehrenswert?

Macht Kontrolle unbeschwert?

 

Was geschieht denn beim Hoffen?

Ist man dabei nicht offen?

Glaubt man nicht, dass das geschieht,

was man bisher noch nicht sieht?

 

Glaube ist mehr als Wissen!

Glaube schenkt Leckerbissen.

Glaube verändert die Welt,

die ohne Glaube zerfällt.

 

Nehmen wir Gott doch beim Wort.

Kein Risiko, kein Komfort.

Unser Glaube wird real,

wenn wir beten in Drangsal!

 

Was kann uns denn schon geschehen,

wenn wir glaubend auf Gott sehen?

Wir würden nie etwas erreichen,

wenn wir dem Risiko ausweichen.

 

 

Glaube ist die Gunst, eine ersehnte Hoffnung

in der Gegenwart Realität werden zu lassen!

 

Was ist denn der Glaube?

Er ist ein Rechnen mit der Erfüllung dessen,

worauf man hofft, ein Überzeugtsein von der

Wirklichkeit unsichtbarer Dinge. (Hebr 11,1; NGÜ)




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Noch nicht entdeckt Tue, 13 Aug 2019 10:00:18 +0000
dass der Mensch Gottes vollkommen sei! (2.Tim 3,16-17) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4049-dass-der-mensch-gottes-vollkommen-sei-2tim-316-17 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4049-dass-der-mensch-gottes-vollkommen-sei-2tim-316-17  

 

… dass der Mensch Gottes vollkommen sei!   (2.Tim 3,16-17)

 

Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur

Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei,

zu allem guten Werk geschickt. (2.Tim 3,16-17;L)

 

Was ist Gottes Ziel für den Menschen?

Das der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.

 

Wie wird dieses Ziel erreicht?

Durch die Bibel, die heilige Schrift, Gottes aufgeschriebenes Wort.

Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit

 

Was müssen wir tun?

Nur die Bibel lesen oder hören, die Texte auf uns beziehen, Gottes Wort einatmen, essen und verdauen. Uns mit Gottes Wort auseinandersetzen, damit es

sich mit uns fest verbinden und zunehmend füllen kann.

 

Was geschieht dabei?

Wir werden verändert, neu ausgerichtet, im Geist und Denken und Fühlen und Verhalten und Reden und Handeln erneuert, hineingehoben in die Wirkung

der Liebe Gottes und Jesus Christus immer ähnlicher gemacht.

 

Wozu geschieht das?

Zu allem guten Werk geschickt.

Damit wir mit Gott auf unserem Lebensweg Gutes tun und für ihn werben.

Er bereitet uns mit seinem biblischen Wort auf kommende Anforderungen vor und ermöglicht uns, das zu tun, was gut und richtig ist und was seinem

Willen entspricht. Er macht uns zu reifen, liebevollen Christen und zu seinen Botschaftern der Liebe und des Guten.

 

Wozu dient die heilige Schrift?

Sie unterrichtet in der Wahrheit, deckt Schuld auf, widerlegt Irrtümer, bringt auf den richtigen Weg und zeigt Gottes Willen auf.

Mit den Heiligen Schriften in der Hand ist der Mensch, der sich Gott zur Verfügung gestellt hat, ausgerüstet für alle Aufgaben seines Dienstes.

(2.Tim 3,17;GN)

Was ist dabei Gottes Wille?

Wir sollen zur Einheit im Glauben und in die Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, damit wir zum vollkommenen Menschen werden und ganz von

Christus erfüllt sind.

Jesus wird uns zum Maßstab, an dem wir uns orientieren. Er wird uns zum Weg und zur Wahrheit und er führt uns mit seiner Lehre in ein neues, besseres,

erfüllendes Leben.

Seine Liebe füllt uns. Sie strahlt und fließt aus uns heraus in die Herzen derer, die sie suchen und benötigen.

 

Auf diese Weise sollen wir alle im Glauben eins werden und den Sohn Gottes immer besser kennen lernen, sodass unser Glaube zur vollen Reife gelangt und

wir ganz von Christus erfüllt sind. Dann werden wir nicht länger wie Kinder sein und uns ständig von jeder fremden Meinung beeinflussen oder verunsichern

lassen, nur weil geschickte Betrüger uns eine Lüge als Wahrheit hinstellen.

Stattdessen lasst uns in Liebe an der Wahrheit festhalten und in jeder Hinsicht Christus ähnlicher werden, der das Haupt seines Leibes - der Gemeinde - ist.

Durch ihn wird der ganze Leib zu einer Einheit. Und jeder Teil erfüllt seine besondere Aufgabe und trägt zum Wachstum der anderen bei, sodass der ganze

Leib gesund ist und wächst und von Liebe erfüllt ist. (Eph 4,13-16;NL)

 

Was ist uns wichtig?

Ihn (Jesus) verkündigen wir; wir ermahnen jeden Menschen und belehren jeden mit aller Weisheit, um dadurch alle in der Gemeinschaft mit Christus

vollkommen zu machen. (Kol 1,28;EÜ)

 

Worauf hoffen wir?

Darauf, dass alle Menschen von Liebe erfüllt und geleitet werden.

Darauf, dass zwischen den Menschen eine liebevolle Gemeinschaft entsteht.

Darauf, dass Friede und Freude in ihren Herzen wohnen.

Darauf, dass jeder und jede nachsichtiger, geduldiger und freundlicher wird.

Darauf, dass Milde, Wohlwollen, Herzensgüte, Sanftmut, Rücksichtnahme und Vergebung uns bestimmen.

Darauf, dass wir felsenfest und treu in Jesus gegründet bleiben, ihm in allen Lebenslagen vertrauen

   und er uns in schweren Situationen die nötige Selbstbeherrschung schenkt.

 


 
 
 
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Noch nicht entdeckt Mon, 28 Sep 2015 05:37:43 +0000
Dein Glaube ist dein Himmelreich (Mt 15,28) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4039-dein-glaube-ist-dein-himmelreich-mt-1528 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4039-dein-glaube-ist-dein-himmelreich-mt-1528



Dein Glaube ist dein Himmelreich (Mt 15,28)

(oder deine Hölle)

 

Dein Glaube ist groß; dir geschehe, wie du willst! (Mt 15,28)

 

Hallo Du,

ich beginne diesen Beitrag mit einem Zitat von Henry Ford.


"Ob du nun glaubst, dass dir etwas gelingt, oder nicht - du hast immer recht."

 

Diese Aussage zeigt, dass Ford sich nicht nur als visionärer Fabrikgründer und Autohersteller hervortat, sondern auch als ein klar denkender Mensch

und als Menschenkenner, der den Dingen auf den Grund ging und seine Erkenntnisse auf den Punkt bringen konnte. Er verstand genau, was der Glaube

mit Menschen macht.

Er verstand genau, dass individueller Glaube eine innere Einstellung ist, die den Menschen polt und ausrichtet, der sein Verhalten bestimmt und der ihn ins Himmelreich

oder in die Hölle führen kann.

 

Was auch immer ein Mensch glaubt: Er hält es für wahr und für richtig und es wird ihm zur Leitlinie, sodass es sich für ihn früher oder später verwirklicht.

Der Glaube ist eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, eine unterbewusste Orientierung und Ausrichtung fürs Wahrnehmen, Denken, Fühlen, Reden, Verhalten,

Entscheiden und Tun.

 

Dazu gehört auch, dass jeder Mensch das Recht zur Selbstbestimmung hat und die Freiheit, sich so oder so zu entscheiden und damit seinen ganz eigenen Weg zu gehen.

Er kann glauben, was immer er will. Er muss ja auch die Konsequenzen dafür tragen. Und die können angenehm oder unangenehm sein. Wenn man das nur vorher schon

wüsste!

 

Man könnte es wissen, wenn man bereit wäre, aus den Erfahrungen älterer oder anderer zu lernen, anstatt alles selber herausfinden zu wollen. Dazu gehören aber auch

zuhörendes und fragendes Gespräch wie auch Vertrauen und Lernbereitschaft, die jedoch leicht durch, Hochmut, Eitelkeit und Überheblichkeit verhindert werden.

 

Die Bibel ist ein Buch mit lebendigen Lebensgeschichten, mit berührenden Lebenserfahrungen und beispielhaften Lebenshilfen. Sie weiß, wie Menschen ticken und sie zeigt

Wege auf, wie die negativen Eigenheiten verschwinden können.

 

Jesus sagt in Mt 15,28: Dein Glaube ist groß; dir geschehe, wie du willst!

Das kann man in verschiedener Weise verstehen.

Christen lesen das als Kompliment, als positive Verstärkung, als bestätigende Aussage , als Lob für Glaube, Gottvertrauen und eine Belohnung dafür.

Andere fühlen sich in ihrem individuellen (Aber-) Glauben an Geld, Macht, Schönheit oder sonst was bestätigt. Noch andere verstehen das als Aufforderung zu

stärkerem Wollen und als Weg zu dessen Erfüllung, sei es sogar mit Ellenbogen.

 

Die Kernfrage ist: Was bzw. woran glauben wir? Was ist uns wichtig und heilig?

Christen glauben, dass Gott sie liebt und dass Gottvertrauen und Zuversicht und Lebensweisheit aus dem Glauben an die Güte und Gnade Gottes kommen.

Sie glauben auch, dass sein biblisches Wort sie (ihren Geist, ihre Lebenseinstellungen und -werte) ins Positive, in ein neues Leben führt und dass Jesus Christus ihnen

dabei als Helfer, Erlöser und Vorbild dient. Er ist den steinigen Erdenweg mit seinen Höhen und Tiefen lange vor uns gegangen und seine menschlichen Niederlagen

wurden in himmlische Siege verwandelt, zu unseren Gunsten.

 

Wie wir oben gesehen haben, ist der Lohn für Glaube eine automatische Verwirklichung, ein Werden ohne bewusstes Zutun, ein Erhalten aus Gnade. Christen glauben, dass Gott für sie das tut, was sie selbst nicht oder noch nicht können.

 

Wenn wir die Bibel lesen und glauben, dass die Gebote und Hinweise gute Leitlinien sind, dann verändern sich unsere Sichtweisen, Werte und Einstellungen und damit

unser Denken und Fühlen und Wollen. Wir werden immer mehr vom Geist und Wollen Gottes geführt. Wir finden Halt und Hoffnung in den biblischen Zusagen,

Versprechungen und Weisheiten. Wir finden ein neues Zuhause in der geglaubten Verbindung und Gemeinschaft mit Gott.

 

Glauben heißt auch: Das zu wagen, was man noch nicht weiß und noch nicht sehen kann. Es beinhaltet, sich auf etwas vertrauensvoll einlassen, ohne zu wissen

wohin es führt.

Entwickeln kann man sich nur, wenn losgeht und etwas tut. Vorwärts kommt man nur, wenn man sich bewegt. Ein Schiff kann nur in der Bewegung gesteuert werden.

 

Herr, dein Wort leuchtet mir dort, wo ich gehe; es ist ein Licht auf meinem Weg. (Ps 119,105)



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Noch nicht entdeckt Mon, 28 Sep 2015 04:41:34 +0000
Dein Reich komme (Lk 11,2) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/3889-dein-reich-komme-lk-112 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/3889-dein-reich-komme-lk-112  

Dein Reich komme   (Lk 11,2)

 

Vater! Bring alle Menschen dazu, dich zu ehren!

Komm und richte deine Herrschaft auf! (Lk 11,2; GN 1995)

 

Hallo Du,

die Schlichtheit dieser Bitte zeigt das Sehnen der Menschen nach dauerhafter Verbindung

mit Gott, unserem himmlischen Vater, und beinhaltet den Wunsch nach umfassendem

inneren und äußeren Frieden, nach gegenseitigem Verständnis sowie nach gütigem

Miteinander in Liebe und rücksichtsvoller Gemeinschaft. Gott ist Liebe und wer sich nach

Liebe sehnt, sehnt sich auch nach Gott.

 

Und die Bitte zeigt auch, dass wir aus uns selbst heraus dazu nicht in der Lage sind.

 

Vater, du hast uns zu dir gerufen und gnädig aus persönlichem Leiden befreit.

Du hast an uns unverdient Gutes getan und uns in liebevollere Menschen verwandelt.

Du hast uns mit deinem Geist verbunden und unseren Charakter verändert.

Dein Geist bringt in uns herrliche Früchte des Guten hervor,

nämlich: Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue,

Bescheidenheit und Selbstbeherrschung. (Gal 5,22-23)

 

Von diesem Geist war Jesus durchdrungen.

In diesem Geist hat er geredet und gehandelt.

Mit seinen Worten der Liebe und Vergebung hat er uns neu angefangen.

Er war und ist und wird immer unser Vermittler und Versöhner und Heiler sein.

 

Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war dieses Wort. (Joh 1,1)

Jesus ist das Wort. Ihn haben wir als unseren Herrn angenommen.

 

Das Wort, das von Gott kommt, ist euch ganz nahe; es ist in eurem Mund und in eurem

Herzen. Das ist das Wort vom Glauben, das wir verkünden. Wenn ihr also mit dem Mund

bekennt: »Jesus ist der Herr«, und im Herzen glaubt, dass Gott ihn vom Tod auferweckt hat,

werdet ihr gerettet. (Röm 8-9)

 

Wir haben uns laut und offen zu Jesus bekannt,

   weil wir gerettet werden wollten,

   weil wir erkannt haben, dass wir unsere Triebe und Gier, unsere Verstrickung

   und unser gebunden sein an Böses, nicht aus eigener Kraft überwinden können.

Wir haben unsere eigene Abhängigkeit und Ohnmacht erkannt und wurden

von Jesus angezogen. Er hat uns zu sich gerufen um an uns zu wirken.

 

Zur Freiheit hat uns Christus befreit! (Gal 5,1)

In Christus sind wir frei, weil er für uns gestorben ist und dabei sein Blut vergossen hat.

Deshalb sind uns die Sünden vergeben. (Eph 1,7)

 

Er hat uns befreit aus Gebundenheit und Abhängigkeit, vom Joch unseres übersteigerten

   Ichs und unserer Enttäuschung, Gier und Selbstsucht. Deshalb dankbar folgen wir ihm

nach und gehören zu ihm.

 

Menschen, die zu Jesus Christus gehören, haben ja doch ihre selbstsüchtige Natur mit allen

Leidenschaften und Begierden [mit ihm] ans Kreuz genagelt. (Gal 5,24)

 

Wir werden gerne los, was uns belastet. Dafür kriechen wir auch vor Jesus zu Kreuze.

Hochmut und Stolz brechen zusammen und wir werden vor Gott demütig.

Dadurch hat Jesus Gelegenheit, unsere Sündhaftigkeit sterben zu lassen.

Und wer zu Jesus geht, wird nicht abgewiesen! Er entlastet und hilft weiter.

 

Ihm vertrauen wir, an ihn glauben wir, auf ihn bauen wir in jeder Lebenslage.

Er und sein Geist reinigen Menschen auf unerklärliche Weise von innen heraus.

 

Ich bin mit Christus gekreuzigt. So lebe ich nicht mehr [aus meinem eigenen Ich],

sondern Christus lebt in mir. (Gal 2,19b-20a)

 

Wir aber erwarten im Geist aus Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit. (Gal 5,5)

 

Wir glauben Jesus und hoffen auf ihn. Und er macht uns vor Gott dadurch gerecht,

   weil er für unsere Sünde, unsere Trennung von Gott,

   und unsere Sünden, unsere Verfehlungen gegenüber Gottes Geboten,

   am Kreuz mit seinem freiwilligen Tod gebüßt hat.

Dadurch erhielten wir ein neues Leben und wurden vor Gott Gerechte, Gereinigte,

   und aufgenommen in seine Familie, zu seinen Söhnen und Töchtern.

Das glauben wir und darauf vertrauen wir.

 

Durch gläubiges Vertrauen allein wird der Gerechte Leben. (Hab 2,4)

 

Sowohl die innere Reinigung wie auch die Verschmelzung mit Jesus im Geist

   geschehen nach und nach.

Wir glauben was er sagt und tut

   und durch sein Wort und Beispiel werden wir Jesus immer ähnlicher gemacht,

   das ganze, neue Leben lang.

 

Wir werden von ihm entstolzt und durchliebt.

Entwaffnet und gestärkt erkennen wir seine Weisheit und Güte

   und wir sehnen uns nach seiner liebevollen Führung und Gnade.

Liebe wird uns zum Maß und zur Leitlinie. Sie ermutigt.

 

In der Liebe gibt es keine Furcht, denn Gottes vollkommene Liebe vertreibt jede Angst.

Wer noch Angst hat, rechnet mit Strafe. Bei dem hat die Liebe ihr Ziel noch nicht erreicht.

(1.Joh 4,18)

 

 

 

 

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Noch nicht entdeckt Tue, 03 Sep 2013 03:29:07 +0000
Deinem Mann wirst du befehlen wollen (1. Mo 3,16; ) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4034-deinem-mann-wirst-du-befehlen-wollen-1-mo-316 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4034-deinem-mann-wirst-du-befehlen-wollen-1-mo-316

Deinem Mann wirst du befehlen wollen
(1. Mo 3,16; )

 

Hallo Du,

vor einiger Zeit suchte ich in der Computerbibel im Internet nach Details im Zusammenhang mit der Vertreibung aus dem Paradies. Dabei fand ich in der Neuen Evangelischen Übersetzung folgende mutige Textpräzisierung:

 

Zur Frau sprach er [Jahwe],"Ich mache dir viele Beschwerden und lasse deine Schwangerschaften zahlreich sein.

Mit Schmerzen wirst du Kinder gebären. Deinem Mann wirst du befehlen wollen, doch er wird über dich herrschen."

(1. Mo 3,16; NEÜ)

 

In der Anmerkung dazu stand: Der hebräische Begriff (für befehlen) meint die Anstrengung, jemand zu beherrschen; sich jemandes bemächtigen.

 

Und in mir machte es "Upps!" Sollte ich wirklich darüber nachdenken? Sollte ich wirklich dazu etwas schreiben? Das ist ein riesiges Fettnäpfchen. Besser nicht!

 

Doch heute, drei Wochen später, kommt mit aktuellen Erlebnissen das Thema zurück und Gott lässt mich erkennen, dass es lieblos wäre, meine Erkenntnis nicht an die Frau und den Mann zu bringen. Und so füge ich mich und beiße in den sauren Apfel, auch wenn dies mich zum Macho abstempeln könnte. Meine Hoffnung jedoch ist, dass biblische Weisheit zu Klarheit und uns bewusster zu Liebe und gegenseitigem Verständnis führen.

 

Liebe (emanzipierte) Frauen,

wie berührt euch Evas Neugier und Verhalten bei der Verführung durch die Schlange?

Welche verbotenen Früchte wollt ihr versuchen und wen zieht ihr da mit hinein?

Geht ihr daüber hinweg, weil es nicht zeitgemäß ist oder seid ihr für einen Impuls bereit?

 

Da entscheidet Gott: Es ist nicht gut, dass der Mensch (Adam) allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um

ihn sei. (1. Mo 2,18)

 

Und damit ist nicht nur Adam nicht mehr alleine, sondern auch Eva hat Gemeinschaft.

Doch sie sind nicht alleine im Paradies. Darin lebt auch der liebende und erziehende himmlische Vater, der die Schwächen seiner Kinder kennt und sie ihnen bewusst machen möchte, damit sie dagegen gefeit werden. Also weist er sie ausdrückliche auf ein Verbot hin, nämlich nicht die Früchte eines bestimmten Baumes zu essen, weil die nicht gut für den Menschen sind. Weshalb steht dieser Baum dann im Paradies? Vielleicht sind es die Früchte, die Gott als Nahrung braucht. Es könnten ja auch Früchte für noch andere Bewohner sein. Wir essen ja auch kein Hundefutter.

Aber die Neugier der Frau obsiegt:

 

Da heißt es in 1. Mo 3,6:

Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend,

weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er

aß.

 

Verbotene Früchte verlocken, weil sie verboten sind. Sie erscheinen uns als etwas besonders, begehrenswerten, weil wir sie kennenlernen wollen, weil wir uns ein eigenes Bild machen wollen, weil sie uns vielleicht klüger und unser Leben vielleicht lebenswerter machen.

 

Und nachdem sie gegessen hatte, gab sie Adam auch davon. Wollte sie auch ihn klüger machen oder wollte sie in ihrer Sünde nicht alleine sein? Ist geteilte Schuld eine halbe Schuld?

 

Nein, ich mache euch deswegen keinen Vorwurf. Adam hätte die angebotene Frucht nicht nehmen müssen. Er hätte Nein sagen können. Er hätte euer Angebot zurückweisen können.

 

Aber mal ehrlich: Wie geht ihr mit Zurückweisung um? Wie fühlt ihr euch, wenn euer Mann oder eure Kinder oder Freundinnen und Freunde eure Zuwendung oder Kochkunst oder andere 'wohlmeinende' Angebote ablehnen? Empfindet ihr das vielleicht als Beleidigung, Zurückweisung oder gar Ausgrenzung? Würdet ihr das einfach so hinnehmen oder würdet ihr vielleicht versuchen, sie irgendwie zu überreden, ihnen das doch noch schmackhaft zu machen? Vielleicht mit Ausdauer und Nachdruck oder mit Raffinesse? Ihr kennt euch gut genug, um eure Verhaltensform aufzudecken.

 

Und dann macht Gott Adam einen Vorwurf:

"Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen hast, obwohl ich dir das ausdrücklich verboten habe…."

Das heißt doch, dass der Mann nicht in allem auf seine Frau hören soll, dass er seinen eigenen Weg gehen muss, dass jeder für sein Denken, Reden, Verhalten und Tun selbst verantwortlich ist und dafür auch die Konsequenzen zu tragen hat.

 

Nun, liebe Frauen, ich bin ein alter Adam geworden und weiß, wie unbequeme und hartnäckig ihr sein könnt, wenn ihr etwas unbedingt von euren Männern wollt. Eure Erziehungsversuche am Mann sind Legende. Wie erfolgreich seid ihr dabei?

Manche von euch halten ihren Mann für stur oder für unsozial oder für einfältig, weil er anders ist oder weil er nicht auf jeden eurer Wünsche eingeht und sie ermöglicht. Manche Frauen kommentieren das dann auch noch mit: "Habe ich nicht für dich …!" oder mit: "Liebst du mich überhaupt?"

 

Ob ihrs glaubt oder nicht: Er verhält sich so, weil er euch liebt, weil er weiß, dass auch ihr Grenzen braucht und auch weil er sich treu bleiben muss. Wie könnte er euch treu sein, wenn er sich selbst nicht treu ist? Welchen Wert hätte er noch für euch, wenn er keine eigene Meinung hätte, wenn er zu eurem Lakaien oder Schoßhündchen würde?

Weshalb sollte er Verantwortung übernehmen, wenn er ständig entmündigt wird? Wenn er unterlaufen, manipuliert oder beherrscht wird? Wie kann er euch noch ernst nehmen, wenn eure Meinung wichtig wäre, wenn sie gut für die Familie oder auch für ihn wäre?

Jeder lieblose Beherrschungsversuch streut Sand ins Getriebe des Vertrauens und der Harmonie, verringert die Kreditwürdigkeit, die Achtung und den Respekt.

Manche Frauen macht das wütend und sie verschärfen ihre Anstrengungen, um ihr Ziel doch noch zu erreichen. Welches Ziel? Ist es das wert?

 

Immer wieder sehe ich im täglichen Leben, wie Frauen sich über ihre Männer erheben, ihnen sagen, was sie zu tun und zu lassen haben, wie sie sich zu verhalten haben. Sie behandeln sie wie Kinder und geben selbst dabei ein schlechtes Beispiel. Manche Frauen sehen das als ihre Form von Liebe, aber die Bibel nennt das Hochmut, man kann es auch Überheblichkeit nennen oder mangelndes Vertrauen oder geringes Zutrauen oder auch lähmende Kontrolle. In jedem Fall ist es geringschätzend, entwertend und schädlich. Was erreicht ihr damit? Unruhe, Unfrieden, Verunsicherung und Ablehnung im Gegenüber.

 

Hier einige Beispiele?

1. Da begegnet mir eine fremde, alte und lebenserfahrene Frau, die von sich sagt, sie nehme es ernst, dem Manne untertan zu sein. Weil ich das nicht kenne werde neugierig und möchte wissen, wie das geht. Sie sagt mir, dass sie schon wolle, dass über Dinge gemeinsam beraten wird, aber bei Uneinigkeit sollte der Mann das letzte Wort (und die Verantwortung dafür) haben. Und dann gesteht sie mir, dass es in ihrer Ehe trotzdem viele Spannungen gab.

Nach dem Gespräch hört sie davon, dass ich Gedichte schreibe und sie bittet mich, ihr einige zuzuschicken, was ich dann auch tat.

Nach einiger Zeit erhalte ich dann einen sehr unfreundlichen Brief, indem sie mich als Dilettanten bezeichnet und mir vorwirft, meine Gedichte hätten nicht das rechte Versmaß und sie wolle nichts mehr mit mir zu tun haben.

Sie könnte ja Recht haben. Also lasse ich sie in Ruhe. Nun, ein Jahr später, erhalte ich wieder Post mit herzlichen Grüßen von ihr. Dem Brief beigelegt sind einige Gedichte von Adolf Heller, damit sie mir weiterhelfen, ihre Vorstellungen von einem Gedicht zu erfüllen.

Und in einem dieser Gedichte finde ich die wunderschönen Zeilen:

 

Wer liebt, der ist bereits im Himmel,

Sein Sinnen ist allein beim Herrn,

Und Last und Lärm im Weltgewimmel

Sind seiner Seele fremd und fern.

 

Recht hat er, der Dichter! Gott geht mit jedem Menschen seinen eigenen Weg.

 

2. Ich koche gerne, schon sehr lange und manche sagen auch gut. Auch koche ich gerne gemeinsam mit anderen. So kochte ich einst mit einer Frau. Schon bei den Vorbereitungen erstaunte sie mich damit, dass sie mir immer wieder sagte, was ich wie und wann zu tun hätte. Sie versuchte mir zu befehlen und mich zu beherrschen. Sie wollte sich meiner bemächtigen, mich klein machen und Macht über mich ausüben. Sie gab unvernünftige und auch nachweislich falsche Anweisungen, um mich zu verunsichern oder um sich aufzuspielen. Ihr könnt euch vorstellen, dass dieses Essen in jeder Hinsicht misslungen ist.

 

3. Eine Bekannte möchte ihre Kinder und ihren Mann vor Bösem bewahren. Das macht sie mit Kontrolle, Verbot, subjektiver Bewertung und auch mit Vorwürfen und Unterstellungen. Sie lässt der Selbsterfahrung anderer kaum Raum. Sie verunsichert, entmündigt und schwächt die anderen und treibt sie ungewollt in Ungehorsam und Widerstand, auch ihren Mann.

 

Hier wird es wahr: Deinem Mann wirst du befehlen wollen, doch er wird über dich herrschen.

Er lässt sich das nicht gefallen und geht eigene Wege. Er herrscht über die Frau, weil er unnahbar wird und auch durch seine Andersartigkeit, Sachlichkeit und Nüchternheit und sein männliches Bewusstsein.

 

Nun erhebt sich die Frage, weshalb Gott die Frau so gemacht hat wie sie ist. Er, der Allwissende, hätte doch wissen müssen, was sie zu tun bereit ist.

Gott macht keine Fehler. Und nachdem er Mann und Frau machte wie auch Pflanzen und Tiere, sah Gott an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.

 

Das führt mich zu der Vermutung, dass sich mit der Vertreibung aus dem Paradies positive Eigenschaft sich ins Negative verkehrten. Welche könnten das sein? Vielleicht waren ist Wissbegier und Lernwille, Treue und Anhänglichkeit oder Verträumtheit und Hoffnung, die sich in hilflose Enttäuschung, Verbitterung, Angriff und Vorwurf verkehrten. Schließlich wurde die Prinzessin entthront, ihrer Wunschträume beraubt und in die harte Lebenswirklichkeit gestellt. Sie muss plötzlich erwachsen sein. Das ist hart!

 

Liebe Frauen, jetzt ist es hilfreich, einmal von sich selbst weg und auf den Mann zu sehen. Auch er ist vertrieben worden. Auch er darf nicht mehr Kind sein. Was hat Gott ihm prophezeit? Was hat er ihm auferlegt?

 

Gott sagt in 1.Mo 3,17- 19 zu Adam: "Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen hast, obwohl ich

dir das ausdrücklich verboten habe, vernimm das Folgende: 'Wegen dir sei der Acker verflucht! Um dich von ihm zu

ernähren, musst du dich lebenslang mühen.

Dornen und Disteln werden dort wachsen, doch du bist angewiesen auf die Frucht.

Mit Schweiß wirst du dein Brot verdienen, bis du zurückkehrst zur Erde, von der du genommen bist."

 

Wurde er wegen seiner Frau vertrieben, die ihn zu etwas verführte?

Nein, er wurde vertrieben, weil er auf sie hörte, obwohl er Gottes Verbot kannte.

 

Beide wurden wegen ihres Ungehorsams gegenüber Gott vertrieben. Beide hatten sich über Gottes Gebot hinweggesetzt und wollten mehr, als für sie gut war. Das Paradies war ihnen nicht genug. Sie wollten unabhängig und auch noch Gott gleich sein. Sie wollten sich nichts sagen lassen und waren nicht demütig.

 

Auch das Schicksal des Mannes ist hart und es gefällt ihm bestimmt auch nicht. Aber weil er anders ist als die Frau, geht er mit der Situation auch anders um. Männlich halt.

 

Liebe Männer,

wir neigen dazu, die Probleme nach unserer Vorstellung anzugehen und sie mit unseren Mitteln zu lösen. Das ist nicht falsch, solange wir alleine sind, es ist aber dumm, wenn wir eine Gehilfin, eine Gefährtin mit einer anderen Sichtweise und zusätzlichem Wissen an unserer Seite haben, zumal sie vom Ergebnis mitbetroffen ist. Vielleicht ist unser Problem ja gar kein Problem. Vielleicht lässt es sich nicht mit der Brechstange lösen, sondern mit Einfühlungsvermögen. Vielleicht hat es eine Dimension, die Frauen leichter erkennen oder durchschauen, weil sie anders sind?

 

Unser Gott ist ein liebender Gott. Er erzieht aus Liebe, um uns auf den rechten Weg zu bringen. Dazu gehört Konsequenz und manchmal auch Strafe, besonders dann, wenn unser Verhalten und Tun lebensgefährlich werden.

Im Grunde haben Mann und Frau die gleichen Schwierigkeiten, nämlich Ungehorsam gegenüber Gott, selbst entscheiden wollen, mangelnde Ergebenheit, fehlenden Respekt, Auflehnen gegen die Einsicht in Notwendigkeiten und gegen das Hinnehmen von Gegebenheiten.

Die Bibel nennt das fehlende Demut, fehlende Hingabe und fehlendes Vertrauen. Und was wir Gott gegenüber nicht haben, das haben wir auch Menschen gegenüber nicht.

Weil sie unterschiedlich sind, wirkt es sich auch unterschiedlich aus. Im fraulichen oder männlichen Denken oder Handeln, in der Sprache oder im Verhalten, in der Sache oder im Umgang damit.

 

Fakt ist: Wir sind im Leben aufeinander angewiesen und sollten das Beste daraus machen. Das geschieht durch gegenseitiges Aufeinander zugehen, durch gegenseitige Wertschätzung und Achtung sowie durch gegenseitiges Dienen. Dabei helfen uns Liebe, Rücksichtnahme und Verständnis.

Welche Liebe ist gemeint? Die Elementare, wie sie in 1.Kor 13,4-7 genannt wird.

 

Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich und gütig. Sie kennt keinen Neid und keine Eifersucht, sie spielt sich nicht auf,

sie ist nicht eingebildet.

Sie verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den eigenen Vorteil, sie verliert nicht die Beherrschung und wird nicht

bitter, sie trägt keinem etwas nach, schmiedet keine Rachepläne und rechnet das Böse nicht an.

Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit.

Alles erträgt und vergibt sie und sie gibt nie jemand auf. In jeder Lage glaubt sie, immer hofft sie, allem hält sie

stand.




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Noch nicht entdeckt Mon, 18 May 2015 07:37:53 +0000
Der Buchwurm https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4001-der-buchwurm https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4001-der-buchwurm

Der Buchwurm


Zwei alte Schulfreunde treffen sich nach vierzig Jahren zufällig auf der Buchmesse. Nach erfreuter Begrüßung und

anschließendem nostalgischen Smalltalk sagte der schon immer Gescheitere zum andern: "Ich wusste ja gar nicht,

dass du dich für Bücher interessierst. Was interessiert dich denn?"


"Ach, ich interessiere mich für Menschen, Biografien und Lebenswege, für Philosophie, Theologie und Religion, für

Geschichte und Geschichten, für Gott und die Welt. Ich bin zu einem richtigen Buchwurm geworden."


"Du meinst Bücherwurm!" - Auch ich lese viel, hauptsächlich Romane mit einem Happy End. Ich fresse mich durch

die Bücher, von der ersten bis zur letzten Seite und wenn ich durch die 3 cm durch bin, brauche ich schon wieder ein

Neues."


" Nein, ich meine Buchwurm. Ich lese immer wieder im gleichen Buch."


"Ist das nicht langweilig?"


"Nein. Ich entdecke immer wieder Neues. Ich fische in dem Buch. Ich ziehe mein Netz durch die Buchstaben, Worte,

Sätze, Abschnitte, Kapitel und Seiten. Ich lese das, was in und zwischen den Zeilen steht. Ich ergründe den Sinn und

die Hintergründe, den Geist im Geschriebenen und ich schaue, ob das etwas mit mir zu tun hat."


"Mir wäre das zu anstrengend. Ich hätte dabei keine Freude und keinen Genuss. Ich brauche Abwechslung, also

Handlung, Gefühle, Träume und Leidenschaft."


"Aber genau das habe ich doch um so stärker, je intensiver ich lese und mitgehe, mich mit den Geschichten und

Geschehnissen auseinandersetze."


"Welches Buch liest du denn?"


"Die Bibel."


" Na ja, ich weiß nicht?!"


"Doch, die ist ungeheuer spannend. Meine Bibel hat über 2371 Seiten. Die meisten Seiten haben 60 Zeile und 59

Zwischenzeilen. In den Zeilen sind bis 15 Worte und in denen bis zu 75 Buchstaben, dazu kommen noch Kommata,

Gedankenstriche, Punkte, Doppelpunkte, Fragezeichen, Ausrufungszeichen, etc.. Und die haben auch alle einen Sinn.

Das sind Millionen von Anregungen. Da gibt es viel zu entdecken. Ich fresse mich durch jedes Wort, durch jede Zeile

und Seite. Das sind etliche Kilometer Lebensweg, die mich nähren. Das sind viele Minuten, Stunden und Tage und

Jahre des Genießens, des Erforschens, des Besinnens und Ergründens, des Eintauchens und Miterlebens, des

Hörens, Sehens, Lernens und Verstehens, des Erkennens und sich Veränderns, des ermutigt, aufgebaut und

getröstet Werdens."


"Und wozu das?"


Weil es mich berührt, weil es mich anspricht und mir gut tut. Ich finde darin Liebe, Lebenserfahrung, Verständnis

und Weisheit, Ruhe und Heimat, Geborgenheit und Beistand, Begleitung und Befreiung, Wachstum und Sicherheit

und noch manches mehr."


"Das brauche ich nicht! Das hat man doch einfach und wenn nicht, dann braucht man es auch nicht."


"Wenn du meinst. Aber warum liest du dann so viele Bücher mit erfundenen Scheinwelten?"



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Noch nicht entdeckt Sat, 08 Nov 2014 09:50:03 +0000
Der Faktor Mensch (Spr 20,6) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/3993-der-faktor-mensch-spr-206 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/3993-der-faktor-mensch-spr-206  


Der Faktor Mensch   (Spr 20,6)

 

Viele Menschen betonen, wie freundlich und zuverlässig sie sind; aber wo findet man einen, auf den man

sich wirklich verlassen kann? (Spr 20,6)

 

Hallo Du,

hast du schon einmal erlebt, dass auf Menschen, denen du vertraust und die dir nahe stehen kein Verlass ist, dass

sie dich in deiner Not im Regen stehen lassen, dass ihnen die Verbundenheit mit dir nicht so wichtig ist wie ihre

eigenen Angelegenheiten, dass sie nicht zu dir stehen, weil sie dir nicht vertrauen oder dich nicht verstehen oder sie

deine Seelennot nicht interessiert oder man ihnen eine Belastung ist?

 

Ich habe das jetzt von 'eigenen Zeugen' in einem Prozess hautnah erlebt. Und es hat mich fasziniert und enttäuscht.

Aber wie ich jetzt erkenne, habe ich mich getäuscht. Ich dachte, eine ehrliche Unterstützung sei möglich. Jetzt aber

erkenne ich, dass Menschen die aus ihrer Ängstlichkeit, Befangenheit oder Selbstbezogenheit gar nicht möglich ist.

Die erlebte und irritierende Oberflächlichkeit ist völlig normal und menschlich. Jeder ist sich selbst der Nächste und

jede Wahrnehmung ist subjektiv getrübt und unterbewusst verändert. Mensch sind nicht objektiv. Jeder denkt und

sieht, was er für richtig hält. So gesehen ist jeder Mensch mit seinem eigenen Wollen und seinen eigenen Zielen

unbewusst ein kreativer Störfaktor für sich und andere. Wir sollten nicht auf andere hoffen oder bauen und auch

nicht auf uns selbst, denn auch die eigne Wahrnehmung ist getrübt.

 

Dies möchte ich am obigen Bild erläutern:

Objektiv gesehen besteht es nur aus schwarzen und weißen Streifen, die in einer gewissen Form auf ein

zweidimensionales Papier gedruckt oder gemalt sind. Doch was sehen wir?

Wir sehen etwas, was gar nicht da ist, ein räumliches Gebilde, eine Säule zwischen Hintergrund und Vordergrund.

Und nicht nur das. Sehen wir vom Bild auf die weiße Fläche daneben, dann sehen wir sogar Linien, wo gar keine

sind. Wie kann das sein?

Unser Gehirn täuscht uns. Was wir mit den Augen sehen, wird erst im Gehirn zu einem 'verständlichen' Bild geformt.

Es wird etwas aus der eigenen Erfahrung dazugefügt, damit es verständlich und sinnvoll wird. Genauso ist es mit

dem, was wir hören oder erleben. Unsere Informationen sind immer bruchstückhaft und unzureichend und deshalb

ergänzt unser Gehirn das Fehlende mit eigenen, sachfremden Elementen, damit uns der Zusammenhang

verständlich und erklärbar wird. Und da jeder andere eigene Elemente dazu fügt, machen Zeugen zum gleichen

Sachverhalt teilweise völlig unterschiedliche Aussagen.

 

Deshalb: Wer vor Gericht angeklagt wird ist immer der Dumme. Anstand und Fairness scheint es selbst vor Gericht

nicht mehr zu geben. Ehrlichkeit wird lächerlich gemacht und die Wahrheit interessiert keinen. Statt dessen werden

ehrliche Aussagen selbst vom Richter als Behauptungen abgetan und schriftliche Belege nicht als Beweis anerkannt,

sondern als gefälscht zum eigenen Vorteil abgelehnt. Manche Rechtsanwälte haben keine Berufsehre. Durch

Verdächtigungen, Anschuldigungen, Unterstellungen und versteckte Andeutungen bringen sie den Beschuldigten in

Misskredit und stempeln ihn als Lügner ab. Beweise dafür werden von ihnen nicht verlangt. Eine starre

Verhandlungsform unterbindet zeitnahe Richtigstellungen.

 

Es scheint so, als hätte der Angeklagte in unserem Rechtssystem keine Chance. Man ist der Gier des Klägers und der

Willkür subjektiv gestalteter Wahrnehmung und Wahrheit der Beteiligten ausgeliefert. Der Gewiefte, Dreiste,

Verantwortungslose gewinnt. Und jedes Mal werden dabei Anstand und Ehrlichkeit erneut ans Kreuz genagelt.

Obwohl ich ehrlich war, stehe ich nun als Lügner da. Das empfinde ich als sehr schlimm.

Wie mag sich damals Jesus gefühlt haben, als er zu Unrecht misshandelt und aus Kalkül zum Tode verurteilt wurde?

 

Die Bibel ist ein guter Menschenkenner. Der Psalmbeter betet in Psalm 60,13:

HERR, rette du uns vor den Feinden! Denn wer sich auf Menschen verlässt, der ist verlassen!

 

Aber sie sagt auch:

Freu dich, wenn du einen Glückstag hast. Und wenn du einen Unglückstag hast, dann denke daran: Gott schickt dir

beide, und du weißt nicht, was als Nächstes kommt. (Pred 7,14)

Und:

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss

berufen sind. (Röm 8,28)

 

Das lässt hoffen!




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Noch nicht entdeckt Sat, 08 Nov 2014 09:14:55 +0000
Der gute Hirte (Ps 23,1) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4987-der-gute-hirte-ps-23-1 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4987-der-gute-hirte-ps-23-1  

 

 


Der gute Hirte
    (Ps 23,1)



 

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

(Ps 23,1)

 



 

Hallo Du,

 

mir scheint, dass man heute Hirten nicht mehr braucht;

gute schon gar nicht, denn die wären zu teuer.

 

Es gibt kaum noch freie Flächen und freilaufende Herden,

 

   dafür umso mehr Zäune, Hürden, enge Pferche und übervolle Ställe.

 

Es gibt auch kaum noch gefährlichen Raubtiere wie Wölfe oder Bären,

 

   vor denen die Herden zu beschützen wären,

 

   sondern fast nur noch den Menschen, das schlimmste Raubtier.

 

 

 

Heute ist fast alles rationalisiert. Tiere gehen nicht mehr zum Futter,

 

   sondern das Futter wird zu den Tieren gebracht.

 

Das ist einfacher, ökonomischer. Massentierhaltung ist gewinnorientiert.

 

Da muss Personal eingespart werden.

 

Und eine persönliche Beziehung zu den Tieren

 

   mit verbindender Verantwortung,

 

   mit Hege und Pflege, mit Schutz und liebevoller Fürsorge und Dankbarkeit,

 

ist Nostalgie, unnütze Gefühlsduselei, der Sache nicht angemessen.

 

Schließlich ist das ja nur Schlachtvieh, das die eigenen Kosten kaum deckt.

 

 

 

Wie gehen wir heute mit der Schöpfung und den Geschöpfen um?

 

Wie gehen wir mit unseren Mitmenschen und mit uns selbst um?

 

Haben wir uns zur Sache machen lassen oder gemacht,

 

   zu stumpfsinnigen, kurzsichtigen und gleichgültigen Konsumenten und Produzenten,

 

   zu verantwortungslosen und unausgeglichenen Bestien,

 

   die isoliert in zu engen Wohneinheiten leben, Legebatterien gleich,

 

   und an unsäglichen Produktionsstätten arbeiten, an denen es fast nur noch

 

   um Leistung und Geld geht, zum Reichtum der Besitzenden?

 

 

 

Der Herr, der Gott, der allem Fleisch den Lebensodem gibt, wolle einen Mann über die

 

Gemeinde einsetzen, der vor ihnen aus- und einzieht und sie aus- und einführt, damit die

 

Gemeinde des Herrn nicht sei wie Schafe, die keinen Hirten haben! (4.Mo27,16-17)

 

 

 

Wir haben vergessen, dass wir selbst auch Herdentiere sind; Gruppenwesen,

 

   die Führung und Beziehung, Schutz und Hege und Pflege brauchen und geben,

 

   also Liebe und Zuwendung, Ermahnung und Bestätigung, Verständnis und Geduld.

 

Wir sind weder Stimmvieh noch Schlachtvieh noch seelenlose Roboter,

 

   sondern sensible und empfindsame, gefühlvolle und kreative Wesen

 

   mit kritischem Bewusstsein sowie Hoffnungen und Ängsten.

 

 

 

Was lassen wir nur mit uns und den anderen machen? Die Schöpfung wird gequält.

 

Wir sollten Betroffenheit, Unmut und Solidarität zeigen, täglich, öffentlich, endlich.

 

Wir sollten uns friedlich wehren, denn längst sind Politiker, unsere politischen Hirten,

 

   zu Handlangern von Wirtschaftsinteressen und Bankriesen geworden.

 

 

Und er nahm seinen Stab in die Hand und erwählte sich fünf glatte Steine aus dem Bach

 

und legte sie in die Hirtentasche, die er hatte, und zwar in die Schleudersteintasche, und

 

er nahm seine Schleuder zur Hand und näherte sich dem Philister. (1.Sam 17.40)

 

 

 

Wie anders war das früher. Fernab vom Hof war ein Hirte immer bei seinen Schafen.

 

Tagsüber wanderte er mit ihnen über die Weideflächen und abends trieb er sie

 

   in ein Schutzgehege.

 

Das war oft ein mit einer dichten Hecke oder mit einem hohen Steinwall umgebener Platz

 

   oder eine Höhle, mit einem engen Zugang für jeweils nur ein Tier.

 

Beim Einlass untersuchte der Hirte jedes einzelne Schaf, das er auch mit Namen kannte,

 

   auf Verletzung und Krankheit, die er dann behandelte.

 

Er sprach mit den Tieren, denn sie waren ein Teil seiner Familie.

 

Das beruhigte und orientierte die Schafe und auch ihn. Er war nicht alleine.

 

Seine Tiere waren ihm wie kleine Geschwister oder gar wie eigene Kinder.

 

Und nachts schlief er zum Schutz seiner Herde am Eingang, an der gefährlichsten Stelle.

 

Er war der Türhüter. Er war sozusagen die Tür, das Bollwerk gegen Feinde von außen.

 

Und bei Gefahr hat er gegen alle Raubtiere gekämpft und sein Leben für sie eingesetzt.

 

 

 

Diese besondere Hege und Pflege waren wichtig, denn die wohlbehütete Herde

 

   war ihre, von Gott gegebene, Lebensgrundlage.

 

Ohne die Tiere hätten sie keine Nahrung und Kleidung, also kein Leben.

 

Jedes einzelne Tier war deshalb wichtig im Kreislauf von Geboren werden, Leben und

 

   Sterben. Die Hoffnung lag besonders auf den hilflosen Lämmern, die Zukunft bedeuteten.

 

 

 

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in die Schafhürde hineingeht,

 

sondern anderswo hineinsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür

 

hineingeht, ist der Hirte der Schafe. Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf

 

seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und führt sie heraus.

 

Und wenn er seine Schafe herausgelassen hat, geht er vor ihnen her; und die Schafe folgen

 

ihm nach, denn sie kennen seine Stimme.  (Joh 10, 1-4)

 

 

 

 

 

Ich bin Vater und Hirte.

 

Meine kleine Herde ist meine Familie. Jeder darin ist mir wichtig.

 

Jeder hat einen Namen und mit jedem habe ich eine enge, liebevolle Beziehung.

 

Ihr Wohl liegt mir am Herzen. Deshalb hege und pflege und weide ich sie.

 

Und wenn sie mich brauchen, bin ich für sie da.

 

Ich arbeite für sie und beschütze sie. Ich führe sie und gebe ihnen Orientierung.

 

Meine Kinder kennen meine Stimme und mich. Sie vertrauen und glauben mir.

 

Sie lassen sich führen und nehmen meine Orientierung und Zuwendung gerne an.

 

Sie gehorchen, zu ihrem eigenen Schutz, wie auch zum Schutz der Familie.

 

Ich bin ihnen Vertrauter und Vorbild, ein hoffentlich guter Hirte.

 

 

 

Und ich will euch Hirten nach meinem Herzen geben, die sollen euch weiden

mit Erkenntnis und Einsicht. (Jer 3,15)

 

 

 

Schwer wird es, wenn Menschenschafe sich gegen den Hirten wenden,

 

   wenn sie seinen Schutz und seine Führung ablehnen,

 

   wenn ihnen Hege und Pflege zu eng wird,

 

   wenn sie ihren freien Willen erproben wollen,

 

   wenn sie eigenen, gefährliche Wege gehen wollen.

 

 

 

Dann kann der Hirte nicht mehr für sie da sein, denn sie entziehen sich ihm.

 

Dann sind sie auf sich selbst gestellt und sammeln oft schmerzvolle Lebenserfahrung.

 

Wenn ihnen ihr guter Hirte nicht verständliches und einprägsames  Vorbild ist,

 

   dann brauchen sie mühevolle Erfahrungen, um selbst zu guten Hirten zu werden.

 

 

 

Ich bin auch Lehrer und Hirte.

 

Meine Schüler sind meine weiteren Kinder, meine Schafe, meine große Herde.

 

Sie sind mir anvertraut und sie vertrauen mir und meiner Führung.

 

Wir lernen uns gegenseitig kennen und schätzen.

 

Ich diene ihnen; diene ihnen zum Wachsen.

 

Ich gebe ihnen liebevolle Orientierung fürs Leben,

 

   entdecke und entwickle mit ihnen ihre Begabungen und Fähigkeiten,

 

   fördere Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und Freundschaften,

 

   weide sie in Gelegenheiten und Möglichkeiten,

 

   stille ihren Hunger nach Können, Wissen und Erfahrung, lasse sie reifen,

 

   gebe ihnen Verständnis und Bestätigung,

 

   führe sie durch eigene Tiefen und Höhen,

 

   setze ihnen Grenzen und bewahre sie vor Faulheit und Gleichgültigkeit

 

   und ermögliche ihnen Freude am Erleben und Leben.

 

 

 

Hütet die Herde Gottes bei euch, indem ihr nicht gezwungen, sondern freiwillig Aufsicht übt,

 

nicht nach schändlichem Gewinn strebend, sondern mit Hingabe, nicht als solche, die über

 

das ihnen Zugewiesene herrschen, sondern indem ihr Vorbilder der Herde seid!

 

Dann werdet ihr auch, wenn der oberste Hirte offenbar wird, den unverwelklichen Ehrenkranz

 

empfangen. (1. Petr, 5, 2-4)

 

 

 

Ich bin auch fehlbares Schaf und hilfloses Lamm und brauche einen guten Hirten,

 

denn die Hirten sind töricht geworden und haben den Herrn nicht gesucht;

 

darum hatten sie kein Gelingen, und ihre ganze Herde ist zerstreut. (Jer 10,21)

 

Ihre Hirten haben sie auf Abwege geleitet, auf den Bergen sie irregeführt;

 

sie gingen von Berg zu Hügel, haben ihren Ruheplatz vergessen. (Jer 50,6 b)

 

 

 

Ein Hirte oder eine Hirtin sind auch nur Menschen.

 

Auch sie unterliegen Schwankungen, Hoffnungen und Ängsten.

 

Ihre Kraft und Geduld und ihr Können und Wissen sind begrenzt.

 

Niemand ist ohne Sünde. Niemand ist fehlerfrei.

 

Deshalb brauchen wir, besonders in schweren Situationen und Zeiten,

 

   einen zuverlässigen, geduldigen, liebevollen und selbstlosen Hirten,

 

   der die Kraft und Macht hat, uns zu erretten und dauerhaft vor Bösem zu bewahren.

 

 

 

Wie ein Hirte seine Herde zusammensucht an dem Tag, da er mitten unter seinen

 

zerstreuten Schafen ist, so will ich (Gott) mich meiner Schafe annehmen und sie

 

aus allen Orten erretten, wohin sie zerstreut wurden an dem Tag des Gewölks

 

und des Wolkendunkels. (Hes 34, 12)

 

 

 

Das ist gut. Gott will mein Hirte sein und mich ins Licht und auf saftige Weiden führen.

 

Doch leider ist er für unsichere Schafe unsichtbar. Da brauchen wir schon einen Gott,

 

   den wir sehen können, der uns ein menschliches Vorbild an Liebe und Zuwendung ist,

 

   einen, der Mensch und Gott gleichzeitig ist.

 

 

 

Der Gott des Friedens aber, der unseren Herrn Jesus aus den Toten heraufgeführt hat,

 

den großen Hirten der Schafe durch das Blut eines ewigen Bundes, er rüste euch völlig

 

aus zu jedem guten Werk, damit ihr seinen Willen tut, indem er in euch das wirkt, was

 

vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit!

Amen. (Hebr 13, 20-21)

 

 

 

Und als Jesus (aus dem Boot) ausstieg, sah er eine große Volksmenge; und er hatte

 

Erbarmen mit ihnen, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er fing an,

 

sie vieles zu lehren. (Mk 6, 34)

 

 

 

Jesus sagt: Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden

 

und wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen,

 

zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es

 

im Überfluss haben. Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.

 

 

 

Der Mietling aber, der kein Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen

 

und verlässt die Schafe und flieht; und der Wolf raubt und zerstreut die Schafe.

 

Der Mietling aber flieht, weil er ein Mietling ist und sich nicht um die Schafe kümmert.

 

 

 

Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und bin den Meinen bekannt, gleichwie der

 

Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben für die Schafe.

 

Und ich habe noch andere Schafe, die nicht aus dieser Schafhürde sind; auch diese muss ich

 

führen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte sein.

 

(Joh 10, 9-16)

 

 

 

Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen; jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu

dem Hirten und Hüter eurer Seelen. (1.Petr 2,25  25)

 

 

 

Jesus, du warst selbst ein Mensch, der durch Höhen und Tiefen gegangen ist.

 

Und auch warst und bist du Sohn Gottes,

 

   als Mensch und Gott vom Tode auferstanden,

 

   täglicher Beschützer meiner Seele und Bewahrer meines Herzen.

 

Zu dir habe ich vertrauen.

 

Ich höre auf deine Stimme und deine Worte und suche deinen Willen in deiner Liebe.

 

Schenke du Erkennen durch den Heiligen Geist. Sei du auch mein guter Hirte.

 

 

 

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

 

Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.

 

Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

 

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du

 

bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

 

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl

 

und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,

 

und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar. (Psalm 23)

 

 

 

 

 

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Noch nicht entdeckt Tue, 02 Apr 2013 06:48:52 +0000
Der Herr gibt’s im Schlaf (Ps 127,2) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4904-der-herr-gibt-s-im-schlaf-ps-127-2 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4904-der-herr-gibt-s-im-schlaf-ps-127-2



Eschborn, den 21.12.2019

 

Der Herr gibt’s im Schlaf   (Ps 127,2)

 

Müdigkeit durchdringt die Glieder

und ermattet, sinke ich nieder.

Noch kann ich Gott für alles danken,

mich ihm hingeben - zum Auftanken.

 

Befreit vom Wollen, Denken und Tun,

darf ich nun in seiner Liebe ruhn

und träumen von dem reichen Segen,

der worden - und der ist zugegen.

 

Dann wieder, erwacht ein neuer Tag;

im neuen Licht - ein neuer Auftrag,

um mich heute daran zu laben,

an seinem Geist und seinen Gaben.

 

 

 

Ihr steht frühmorgens auf und gönnt euch erst spät am Abend Ruhe,

um das sauer verdiente Brot zu essen. Doch ohne Gottes Segen ist

alles umsonst! Denen, die er liebt, gibt Gott alles Nötige im Schlaf!

(Ps 127,2; HfA)



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Noch nicht entdeckt Sat, 28 Dec 2019 07:35:39 +0000
Der ist wie ein Baum (Ps 1,3) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4903-der-ist-wie-ein-baum-ps-1-3 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/4903-der-ist-wie-ein-baum-ps-1-3



Eschborn, den 21.12.2019

 

Der ist wie ein Baum   (Ps 1,3)

 

Ich sah einen Baum im Winter,

groß, kräftig und schön,

mit einem starken Stamm

und mit knorrigen Ästen.

 

Seine Krone ragte hoch empor,

als würde er Ausschau halten,

nach dem, der ihn erschuf,

nach dem, der ihn erhielt.

 

Ergriffen setzte ich mich nieder

und staunte über seine Schönheit,

über Gottes gütige Erhabenheit.

 

Denn in dem Baum sah ich auch mich.

Zwar alt und kahl, jedoch auch wahr,

gerade so, wie von Gott erschaffen.

 

 

 

Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine

Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht.

Und was er macht, das gerät wohl. (Ps 1,3)




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Noch nicht entdeckt Sat, 28 Dec 2019 07:37:40 +0000
Die Gemeinschaft der Heiligen (1.Kor 1,9) https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/3999-die-gemeinschaft-der-heiligen-1kor-19 https://old123.himmelsbriefe.de/index.php/noch-nicht-entdeckt/3999-die-gemeinschaft-der-heiligen-1kor-19  

Die Gemeinschaft der Heiligen  (1.Kor 1,9)

 

Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus,

unseres Herrn. (1.Kor 1,9)

 

Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst,

und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient. Seid so unter euch gesinnt,

wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht. (Phil 2,3-5)

 

Hallo Du,

besteht eine Gemeinde, ein Gemeinwesen, eine Kirchengemeinschaft, aus gemeinen, widerwärtigen,

niederträchtigen und niedrigen Menschen oder aus Menschen mit Gemeinsinn, Wirgefühl, Solidarität, Verbundenheit

und Zusammengehörigkeitsgefühl in der sie miteinander sozial vereinigt sind?

 

Der Wortstamm 'mei' bedeutet so viel wie >tauschen, wechseln< bzw. >mehreren abwechselnd zukommend< und

steckt in den heutigen Worten gemeinsam, gemeinschaftlich, und allgemein.

Doch Menschen denken, was vielen gemeinsam ist, kann nicht wertvoll sein. Und so erhielt das Wort 'gemein' im

Sprachgebrauch auch den abgewerteten Nebensinn von unheilig, alltäglich, gewöhnlich, roh und niederträchtig,

abscheulich, bösartig, erbärmlich, fies, garstig, perfide, schäbig, schädlich, schmählich, schmutzig, schnöde, übel,

verächtlich und verwerflich. Ein gemeiner (einfacher) Mensch ist unverschämt, rücksichtslos, frech, grob,

unanständig und unfair. Er ist gemeingefährlich, hat eine gemeine Gesinnung, ist voller Bosheit, Niedertracht,

Schikane und Schlechtigkeit und voller bodenloser Gemeinheit.

 

Wie hochmütig und überheblich Menschen doch sein können. Sie machen in ihrem Sprechen aus Gutem etwas

Schlechtes. Sie übertragen das Schlechte in ihnen selbst auf andere, niedrigere Menschen und erhöhen sich damit

selbst. Sie fühlen sich dadurch besser und erkennen nicht, dass auch in ihnen neben den willkommenen Guten das

verabscheute Böse ist.

 

Wie viel schöner ist es, mit jemandem in einer Sache gemein zu sein, darin mit ihnen verbunden zu sein? Wie

verbindend ist es, mit jemandem etwas gemein zu haben, mit ihm gemeinsame Eigenschaften zu haben? Wie

angenehm ist es, wenn sich ein Chef mit seinem Personal gemein macht, sich auf sie einlässt, sie ernst nimmt und

auf Augenhöhe mit ihnen spricht.

 

Gemeinsam sind wir stärker. Wir ergänzen und schützen uns gegenseitig. Wir machen gemeinsame Sache, verfolgen

gemeinsame Ziele und sind so erfolgreicher. Nicht die Stärkeren, Schlitzohrigen und Rücksichtslosen setzt sich

letztlich durch, sondern die, die auf Liebe, Zuwendung und gelingende zwischenmenschliche Beziehungen bauen und

herzlich und innig miteinander verbunden sind. Das gelingt nur durch Jesus, durch den wir das Böse mit Gutem

überwinden (Röm 12,21).

 

Die Gemeinschaft der Heiligen lebt in gegenseitiger Verbundenheit und ist verbunden durch gemeinsame Gedanken,

Werte oder Ideale. Sie ist nicht nur eine Interessengemeinschaft, sondern viel mehr Team und eine

Lebensgemeinschaft, in der auf alle Rücksicht genommen wird und in der jeder mit seinen Eigenheiten und

Fähigkeiten voll anerkannt ist.

 

Es gibt keine fehlerfreien Menschen! Und doch: Zu der Gemeinschaft der Heiligen gehören alle Gott zugehörigen und

nahestehenden. Das sind die von ihm berufene Heiligen. Das sind durch Jesus Christus geheiligte Menschen, seine

Nachfolger. Berufene Heilige achten auf das Gemeinwohl, auf das Wohlergehen jedes einzelnen innerhalb ihrer

Gemeinschaft.

 

Im Apostolischen Glaubensbekenntnis bekennen wir offen:

 

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben.



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Noch nicht entdeckt Sat, 08 Nov 2014 09:42:58 +0000