Als er sah, dass er geheilt worden war, … (Lk 17,11-19)
Hallo Du,
immer wieder erleben wir Gutes, das uns einfach geschieht,
aber wir nehmen es oft genug als Zufall oder als selbstverständlich an.
Vielleicht freuen wir uns darüber,
vielleicht fragen wir uns, wie wir das gemacht haben
oder weshalb uns das geschehen ist,
doch meist erkennen wir die Gründe dafür nicht
und leben unser Leben wie bisher weiter.
Wenn uns etwas Gutes widerfährt,
wenn wir von etwas geheilt werden,
dann ist das kein Zufall und auch nicht selbstverständlich!
Es gibt eine Ursache und einen Grund dafür.
Da gibt es jemanden, dem unser Wohl am Herzen liegt
und der uns so sehr liebt, dass er sich,
trotz unserer Unkenntnis und Selbstbezogenheit
(ab und zu) in unserem Leben zeigt, damit wir ihn kennenlernen.
Als einer der zehn Aussätzigen unterwegs plötzlich sah,
dass er geheilt worden war, kehrte er zu Jesus um,
dankte ihm und pries Gott mit lauter Stimme. (Lk 17, 15)
Was war geschehen?
Aussätzige waren unrein und damit vom Kontakt mit Gesunden ausgeschlossen.
Sie hätten die anderen anstecken können.
Deshalb mussten sie jeden Kontakt meiden und sich schon von weitem
als unrein und krank kenntlich machen.
Hier hatten sich mehrere Aussätzige zusammengetan,
um dennoch Gemeinschaft zu haben,
doch viel lieber wollten sie wieder gesund sein
und zu ihren Familien zurückkehren.
Deshalb riefen sie Jesus zu: Jesus, Herr, erbarme dich unser!
Und Jesus hatte Erbarmen.
Er sagte ihnen: Geht hin und lasst euch von den Priestern untersuchen.
Was hätten wir da getan?
Wahrscheinlich hätten wir unsere Haut angesehen und festgestellt,
dass sich nichts verändert hat.
Wir hätten Jesus dann als Spinner abgetan
und wären kopfschüttelnd krank weitergegangen.
Sie aber taten einfach, was er sagte.
Sie gingen los, ohne dass bereits irgendetwas passiert war
und deshalb passierte es. Unterwegs wurden sie gesund.
Eigentlich könnte der Bericht hier enden,
doch einer von ihnen kam sich sehr schäbig vor, ohne Dank weiterzugehen.
Ihm war es wichtiger, zu Jesus zurückzugehen
und ihm für das geschehene Gute zu danken
und Gott mit lauter Stimme für die Heilung zu preisen.
Er war der Einzige, der sich bei Jesus und bei Gott bedankte,
obwohl doch alle zehn geheilt worden waren.
Er war der Einzige, der das Besondere sah und er konnte nicht anders,
als zuerst laut und deutlich, für alle hörbar, Gott die Ehre dafür zu geben
und sich dankbar vor Jesus niederzuwerfen.
Und für diesen Dankbaren hatte Jesus noch eine Überraschung parat.
Er wurde mit einer wichtigen Aussage zusätzlich belohnt.
Jesus sagte ihm, weshalb er geheilt wurde.
Die anderen erfuhren es nicht und sie konnten deshalb auch nicht wissen,
dass sich für sie Gutes durch Gott wiederholen kann.
Jesus sagte ihm:
Geh hin, dein Glaube hat dich gerettet!
Es war dein Vertrauen in das, was ich dir sagte.
Du hast dich darauf verlassen, dass geschieht, was ich sage.
Du gingst, obwohl du noch nicht geheilt warst.
Du hattest Vertrauen zu mir.
Du tatst, was ich dir sagte,
obwohl du nicht wissen konntest, was geschehen wird.
Jesus sagte ihm indirekt:
Wenn du mir und meinen Worten blind vertraust,
dann wird immer geschehen, was ich sage und verspreche.
Wir müssen uns nicht bei Gott bedanken,
aber wenn wir es tun, dann wissen wir, dass er uns Gutes getan hat.
Gott freut sich, dass wir ihn im geschehenen Guten gefunden haben,
es ihm zuschreiben und ihn dafür ehren.
Er freut sich über unseren dank, weil wir damit mit ihm in Gemeinschaft kommen.
Nur im Kontakt mit ihm kann er uns mehr von sich und seiner Güte zeigen.
Viele erleben Gutes und sind Gott dafür doch nicht dankbar.
Sie wissen wohl nicht, wer sie letztlich beschenkt.
Sie freuen sich über das, was ihnen geschehen ist und nennen es ‚Zufall’,
doch so wird er sie wahrscheinlich nie wieder treffen.
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… als würden die Fluten mich mitreißen und fortspülen (nach Psalm 42)
Hallo Du,
oh Gott, ich sitze mal wieder tief in der Patsche.
Meine Gegner verspotten mich - und auch dich.
Nichts ist ihnen heilig, als ihre eigenen Ziele, ihr eigenes Denken und Wollen.
Lieblos und rücksichtslos gehen sie vor.
Mir ist, als würden die Fluten mich mitreißen und fortspülen.
Mir ist, als würde ich bald in den wilden Wassern versinken.
Einst ging ich Menschen voran und führte sie zu dir.
Da konnte ich noch jubeln und danken.
Nun aber bin ich mutlos und traurig. Bist du noch bei mir?
Ich rufe dich an: „Warum hast du mich verlassen
und warum muss alles so dunkel um mich sein
und ich unter der Gewalt meiner Feinde leiden?
Ihr Spott ist trifft mich wie eine tödliche Wunde.
Höhnisch fragen sie: Wo ist denn nun dein Gott?“
Oh Gott, wie sie dich beleidigen und mich demütigen.
Lasse ich mich von meinem ängstlichen Denken bestimmen?
Ja, ich stecke in Schwierigkeiten, aber ich bin gewiss,
dass ich nicht fortgespült werde oder untergehe, denn ich hoffe auf dich!
Du bist der, der mich in der Vergangenheit bewahrt hat und der es auch jetzt tun wird.
Du bist der, der mir immer wieder Hoffnung schenkt, Kraft zum Durchhalten gibt
und Lösungswege zeigt.
Du bist der, der um mich herum und in mir Veränderung bewirkt.
Ich muss nicht auf meine Gefühle hören und ich muss ihnen nicht glauben,
denn ich habe dein Wort und deine Zusagen.
Ich muss mich nicht sorgen, denn ich darf meine Sorgen in deine Hände legen.
Ich brauche mich nicht zu ängstigen,
denn ich habe dich, meinen Vater, der liebend zu mir steht.
Dir traue ich mich immer wieder an.
Dir traue ich zu, dass du meine Probleme beseitigst
und mich zu neuer Dankbarkeit führst.
Weil ich dich habe, muss ich mich nicht ängstigen.
Du bestellst mein Haus und richtest meine traurige Seele wieder auf.
Du demütigst meine Feinde, damit sie ihr eigenes Unrecht erkennen
und so lange darunter leiden, bis sie es aufgeben.
Ich vertraue auf deine Gnade und Führung,
denn du bist mein Vater, mein Retter und mein Gott!
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Hallo Du,
kannst Du dir vorstellen,
wie das Leben ohne Sprache wäre,
wie das Lernen ohne Worte,
wie das Denken ohne Wortbedeutung wäre?
Es wäre ein Nachmachen und Ausprobieren,
ein sich immer wieder neu durchwursteln
durch Probleme und Schwierigkeiten,
ein für jeden Menschen wieder „bei Null beginnen“.
Es wäre mühsam, anstrengend und frustrierend.
Wie gut, dass es Worte gibt,
dass man fragen kann,
dass es sprachliche Erklärungen, Hinweise und Hilfestellungen gibt,
dass man hören kann, welche Erfahrungen andere gemacht haben,
dass es Bücher oder Internet gibt, wo man etwas nachlesen kann.
Radio, Telefon, Bücher, Briefe und Mails wären nicht möglich.
Wissensvermittlung und Schule wären nicht möglich.
Gedanken- und Meinungsaustausch wären nicht möglich.
Liebe Worte, Liebesworte könnten nicht gesagt werden.
Das ist unvorstellbar!
Worte und Sätze sind
die wichtigsten Brücken zwischen den Menschen.
Sie verbinden Individuen zu Gemeinschaften.
Sie sind Grundlage menschlicher Beziehung.
Sie sind vielfältige Ausdrucksform für unseren Geist,
für unseren Verstand, für unsere Gefühle und unser Wollen.
Sie lassen uns erkennen, was in anderen Menschen vorgeht
und sie helfen uns, uns verständlich zu machen.
Auch wenn die Wortsprache nur ein Bruchteil unserer Kommunikation ist,
so hat sie als Träger von Informationen doch eine sehr wichtige Funktion.
Wir denken in Worten und deren Sinninhalt.
Wir lernen ganz besonders über das Sehen und Hören.
Wir lernen, weil wir darauf vertrauen,
dass das, was wir sehen und hören wahr ist.
Wir lernen nichts, wenn wir den Informationen
oder deren Überbringern nicht vertrauen.
Deshalb sind wir so ‚konstruiert’,
dass wir glauben, was wir sehen oder hören.
Wir nehmen es auf und verbinden es mit dem,
was wir bereits gespeichert haben.
Was wir aufnehmen, wird für uns zur Tatsache.
Unser Unterbewusstsein prüft dabei nur grob, ob es „wahr“ ist,
denn der Wahrheitsgehalt ist meist nicht prüfbar.
Unsere wichtigste menschliche Eigenschaft
ist unsere Anpassungsfähigkeit an Gegebenheiten.
Dazu müssen wir offen sein,
besonders für neue Informationen.
Und weil das so ist wie es ist,
weil wir so gemacht sind,
deshalb glauben wir, was wir hören!
Wir vertrauen auf die Richtigkeit,
und unterstellen keine böse oder manipulative Absicht,
keine Teil-, Falsch- oder Fehlinformation.
Wir glauben sogar der Werbung, obwohl wir wissen müssten,
dass dort schamlos übertrieben und verschwiegen wird.
Damit lässt sich feststellen:
Glauben kommt vom Hören!
Das, was ich höre glaube ich.
Das, was ich höre, beschäftigt mich.
Das, was ich höre, beeinflusst mein Denken und richtet mich aus.
Das, was ich höre, beeinflusst und veranlasst mein Verhalten und Tun.
Also ist es wichtig,
wie wir mit uns selbst umgehen;
welche Selbsthygiene wir betreiben,
was wir sagen und denken.
Also ist es dringend erforderlich, die Informationen,
die wir zulassen und aufnehmen vorher zu filtern.
Belastende oder vergiftende Aussagen
werden nicht mehr zugelassen.
Halbwahrheiten sind halbe Lügen;
sie werden nicht mehr akzeptiert.
Negative Reaktionen werden durch Fremdaktionen ausgelöst
und kommen nicht aus unserer Mitte.
Ich reagiere also nicht mehr nach außen,
sondern ich beachte meinen inneren Impuls,
gehe seiner Ursache nach, decke sie auf und lege sie ab.
Hier gilt es für uns alle, Selbstdisziplin zu üben in dem,
was wir denken und sagen,
was wir lesen,
was wir uns anhören,
was wir uns im Fernsehen ansehen,
weil wir es sonst glauben und uns danach richten,
auch wenn wir wissen, dass es nicht wirklich so ist.
Unser einziges Maß der Informationsbewertung ist,
ob uns die Information frei macht oder einengt und bindet,
ob sie uns belastet oder weiterhilft,
ob sie uns wachsen lässt oder verängstigt und hemmt,
ob sie uns erfreut oder schadet.
Dazu brauchen wir unsere Antennen,
unser unbewusstes Gespür,
unsere Körperreaktionen,
unseren Verstand,
unser Gefühl,
unsere Erfahrung
und unser Gewissen.
Dazu brauchen wir den Metablick,
den Blick von außen auf uns selbst
und nicht den getrübten und verengten Blick
aus den Schwierigkeiten heraus.
Wir umgeben uns gerne mit Menschen,
die zu uns aufschauen, die uns bewundern,
die uns Aufmerksamkeit und Anerkennung geben
die uns schmeicheln,
und übersehen dabei, dass diese Menschen das oft nur tun,
um genau das von uns zu bekommen.
Diese Menschen hemmen unsere Entwicklung.
Viel besser ist es, sich mit Menschen zu treffen,
von denen wir etwas lernen können und wollen,
die in ihrer Entwicklung weiter sind als wir selbst,
denen wir vertrauen und glauben,
denen wir gerne zuhören,
von denen wir uns gerne anregen lassen.
Suche Dir also die Menschen gut aus
mit denen du dich triffst,
denen du zuhörst, denen du glaubst.
Suche dir die Bücher gut aus, die du ließt.
Suche dir die Fernsehsendungen und Filme gut aus,
die du dir ansiehst und anhörst.
Suche dir die Arbeitsumgebung gut aus,
der du dich aussetzt, in die du dich einbringst.
Es geht darum,
sich nicht selbst zu beschmutzen,
sich nicht beschmutzen zu lassen,
un-schuldig zu bleiben,
im Herzen rein zu sein, zu bleiben oder zu werden.
Es geht darum,
die innere, anständige Stimme wahrzunehmen und auf sie zu hören.
Es geht darum,
das Edle, Ehrliche, Liebevolle und Gute in sich zu entdecken.
Es geht darum, Jesus in sich zu entdecken.
Es geht darum, Gott in sich zu entdecken.
Joh 1,1-4 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott,
und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott.
Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht,
was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
]]>Aus Gnade gerettet durch Glauben (Eph 2,8)
"Aus Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben." (Eph 2,8)
Unverdient hat Gott sich unserer erbarmt und Jesus, seinen einzigen Sohn, für unsere Schuld hingegeben; geopfert, damit wir rein gewaschen werden von unseren Sünden und erlöst werden aus der Abhängigkeit unserer selbstsüchtigen Natur, die uns von Gott trennt. Seine Gnade, sein Entgegenkommen, bewirkt in uns den Glauben, das Gottvertrauen in seine großzügige Güte und das Gewiss sein seiner Liebe, der uns rettet und befreit.
Es ist schwer zu glauben, dass der große, allmächtige Gott jeden einzelnen Menschen liebt und eine persönliche Beziehung mit ihm haben möchte. Noch schwerer zu glauben ist, dass er in Jesus Christus Mensch geworden ist, um quasi sich selbst zu opfern, stellvertretend für unsere Schuld der Abkehr und Trennung von ihm, damit wir wieder zurück zu ihm finden können, damit er wieder unser Vater sein kann.
Und kaum zu glauben ist, dass er es getan hat und uns mit dem Blut Jesu freigekauft hat aus der Sünde, damit wir gerecht gemacht werden, um seine Kinder, Söhne und Töchter zu werden, damit sein Wesen an uns erkennbar wird und durch uns seine Gemeinde vergrößert wird.
Nun, in Christus Jesus, seid ihr (Gott) nahe gebracht worden durch das Blut des Christus. (Eph 2,13)
Christen werden wir nur, wenn wir das Gnadengeschenk Jesu im Glauben und Vertrauen annehmen. Niemand kann von sich aus durch Bemühung, besondere Fähigkeiten, kluge Entscheidungen oder verdienstvollen Einsatz für andere in den Genuss dieser Gnade kommen. Allein Gott, in seiner großen Güte und Weisheit, ruft uns beim Namen und zieht uns zu sich. Wenn wir diesen Ruf hören und uns von Jesus zu ihm führen lassen, dann erhalten wir Anteil an seiner Fülle und seinem Reichtum.
Wer durch Gott die spürbare Vergebung der Sünden und die erleichternde Erlösung vom Bösen, also das Geschenk der Befreiung erfahren hat, erkennt in der unbegreiflichen Freude und Leichtigkeit Gottes Wirken und ist dafür unendlich dankbar.
Aus dieser Dankbarkeit wächst Vertrauen und Vertrautheit, Zuneigung und Liebe und aus überfließender Dankbarkeit geben wir gern an andere weiter, was uns selbst unverdient und völlig überraschend an Gutem Zuteil geworden ist. Wes das Herzvoll ist, des geht der Mund über. (Mt 12,34). Freundlich, liebevoll und ohne Überheblichkeit helfen wir anderen und fördern sie. Darin wird sein Wesen an uns erkennbar. Damit werben wir für ihn und helfen anderen, Jesus zu finden und sich für Gottes Gnade zu öffnen.
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Wer mir nachfolgen will, muss mich mehr lieben als Vater und Mutter, Frau und Kinder,
Brüder und Schwestern - ja, mehr als sein Leben. Sonst kann er nicht mein Jünger sein. (Lk 14,26)
Hallo Du,
viele Menschen bezeichnen sich als Christen,
wissen aber gar nicht, was das ist oder was das bedeutet.
Deshalb können sie es auch nicht sein;
deshalb können sie sich auch nicht dementsprechend verhalten.
Christ ist man nicht,
weil man getauft, gefirmt oder konfirmiert wurde,
oder weil man dadurch Mitglied einer christlichen Kirche wird,
oder weil man einer christlichen Religionsgemeinschaft angehört,
oder weil man in einer christlichen Gesellschaft aufgewachsen ist,
oder weil man in seiner Gemeinde in den christlichen Gottesdienst geht,
oder weil man sich aktiv am Gemeindeleben beteiligt.
Nein, das tun andere Menschen in anderen Religionen auch.
Unser Christ sein hat etwas mit Jesus Christus zu tun, unserem Erlöser.
Unser Christ sein hat etwas mit Gott zu tun, seinem und unserem Vater.
Unser Christ sein hat etwas mit uns selbst zu tun,
unserem Umgang mit Gott, mit uns selbst und mit anderen.
Christ zu sein, hat etwas mit Beziehung zu tun.
Christ zu sein bedeutet, liebevolle Beziehungen zu haben.
Im Christentum geht es immer um menschliche Beziehungen.
Das Christentum ist die Religion der Beziehungsgemeinschaften.
In allem beziehen wir uns auf Jesus Christus,
der uns über Gott informiert hat,
der uns Gott nahegebracht hat,
der uns wieder mit Gott verbunden hat,
der uns gezeigt hat, wie wir miteinander in Beziehung leben sollten,
der uns vorgelebt hat, wie wir sein sollten,
wie wir unsere Beziehung zu Gott gestalten sollten,
wie wir dem Umgang mit unseren Mitmenschen gestalten sollten,
wie wir mit uns selbst umgehen sollten.
Christ zu sein bedeutet, die Gemeinschaft über alles andere zu stellen.
Nicht Dinge sollen uns bestimmen, sondern
ein gutes Zusammensein,
ein liebevoller Umgang miteinander,
eine liebevolle Einstellung zueinander,
ein füreinander sorgen und da sein,
ein umeinander kümmern und bemühen.
Nicht nach Dingen sollen wir streben, sondern nach Eigenschaften,
die unser Zusammenleben positiv beeinflussen,
nach Charaktereigenschaften wie:
Liebe und Freude, Frieden und Geduld, Freundlichkeit, Güte und Treue,
Vertrauen und Gelassenheit, Besonnenheit und Selbstbeherrschung.
Und jedes Mal,
wenn wir eine Sache, einen Gegenstand, einen Umstand oder uns selbst
über oder zwischen eine Beziehung stellen,
dann stellen wir uns damit gegen Gott und gegen das Göttliche in uns;
dann entfernen wir uns von unserer Bestimmung,
dann schaden wir uns selbst und handeln gegen unsere Veranlagung,
dann schaden wir dem anderen und seinem Seelenleben.
Wir sind nicht zum ‚Alleinsein’ geschaffen.
Wir brauchen die Gemeinschaft, denn sie schützt uns, hilft uns. trägt uns.
Wir brauchen den anderen, denn
er ergänzt uns, entwickelt uns und bereichert uns;
er gleicht uns aus, fordert uns und braucht uns;
er gibt unserem Sein und Wirken einen Sinn;
er ist unser Spiegelbild, in dem wir uns selbst erkennen können.
Die Liebe ist das Bindemittel jeder Beziehung;
sie ist das Wasser, das die Pflanze der Beziehung begießt, belebt und wachsen lässt;
die Liebe ist die Kraft, die jede Beziehung zusammenfügt und zusammenhält,
die Liebe ist der Antrieb, der uns über uns selbst hinauswachsen lässt.
Ohne Liebe gibt es keine wirkliche Beziehung,
ohne Liebe regieren Selbstsucht und Angst in uns und über uns,
ohne Liebe bleibt jeder Mensch einsam und leer.
Und das führt uns wieder zu Jesus, Christus, unserem Namensgeber,
der uns in Matthäus 22: 37 ff auf das Wichtigste in unseren Leben hinweist:
„Liebe Gott, den Herrn, von ganzem Herzen,
aus ganzer Seele und mit deinem ganzen Verstand!
Das ist das erste und wichtigste Gebot.
Ebenso wichtig ist aber das zweite:
Liebe deinen Mitmenschen, so wie du dich selber liebst!
Alle anderen Gebote und alle Forderungen
sind in diesen beiden Geboten enthalten.“
An unserem Zusammenleben, unserem Umgang miteinander
und unseren Beziehungen untereinander zeigt sich,
ob wir Christen sind oder nicht,
ob wir etwas von Jesus Christus gelernt haben oder nicht,
ob er uns von unserem Egoismus befreien konnte oder nicht.
Christus - das Licht unseres Lebens (Eph 5,1-20)
Hallo Du,
weil deine Eltern dich lieben, vertraust du ihnen.
Du machst sie dir zum Vorbild und möchtest werden wie sie.
Weil du aber auch Gottes geliebtes Kind bist,
sollst du in allem besonders seinem Vorbild folgen.
Aus der Liebe deiner Eltern
kannst du den liebevollen Umgang miteinander lernen.
In der Liebe Jesu für die Menschen und für dich persönlich
hat er sich für dich aufgeopfert.
Er hat sein Leben gegeben, damit du ohne Sünde leben kannst.
Er möchte dich aus belastenden Abhängigkeiten befreien
und aus verwirrenden Verstrickungen herauslösen.
Er möchte dich zu deiner wahren Bestimmung führen.
Das geht aber nur, wenn du es möchtest und zulässt.
Die Frage für dich ist also, ob du das von ihm annehmen kannst.
Was ist dir lieber?
Möchtest du lieber die weltlichen Genüsse des Lebens ausschweifend genießen,
in den Verdrehtheiten deinen Vorteil finden
und in den Verlockungen deinen ungebremsten Spaß haben?
Möchtest du von der Sucht nach Neuem und Außergewöhnlichem und/oder
von Gewissenlosigkeit, Ehrgeiz, Sex- und Habgier geleitet werden?
Besser du denkst gar nicht an das Schlechte und redest auch nicht darüber,
denn deine Gedanken und Worte würden dich dort hineinziehen.
Gebe diesen Lüsten nicht nach,
denn wenn du ihnen auch nur den kleinen Finger gibst,
greifen sie gleich nach deiner ganzen Hand, nach deinem Arm und nach dir selbst.
Wenn du diese Gedanken zulässt, machen sie sich in dir breit,
gaukeln dir abenteuerliches und aufregendes vor,
lassen dich (dein egoistisches ICH) glänzen und zum Mittelpunkt werden
und nach mehr davon gieren.
Der Druck in dir wird so groß, dass du ihm nicht mehr widerstehen kannst.
Wenn ein Staudamm einen Riss hat,
wird der Druck des Stausees ihn zum Bersten bringen.
Wenn du den Verlockungen auch nur einmal erlegen bist,
bekommt dein Staudamm einen Riss,
der dir zukünftig dein Leben schwer macht.
Aber nicht nur verruchtes Tun,
sondern auch schon verruchtes, gemeines und zweideutiges Reden
verdirbt dich und führt zu sündhaftem Handeln.
Viel besser ist es, nur freundliche, liebevolle und gutmütige Gedanken zu hegen,
die aus Freude, Vertrauen und Dank entspringen.
Wie hoch hast du deine Erwartungen und Ziele gesetzt?
Kannst du dich an kleinen Lebensgeschenken,
wie z.B. an einem Kinderlächeln, an einer Blume, an einer schönen Melodie,
an einer frischen Prise Wind oder an einer witzigen Begebenheit noch erfreuen,
oder sind sie für dich selbstverständlich oder unwichtig?
Bedenkst du, dass das auch Gottesgeschenke für dich sind,
an denen du dich erfreuen darfst und sollst?
Auch darin kannst du ihn und seine Liebe zu dir erkennen
und du hast Gelegenheit, ihm dafür zu danken und ihn dafür zu loben.
Lob und Dank bestätigen das Gute und helfen dir,
darin zu verweilen und dich selbst darin zu finden.
Wenn du dich für das Gute entschieden hast,
solltest du nicht gleichzeitig dem Schlechten dienen.
Du unterläufst damit nicht nur deine eigene Entscheidung
und stempelst dich selbst zum Schwächling,
sondern du missachtest auch Gott, indem du
seine Liebe zu dir und seine Geschenke für dich in den Wind schlägst.
Deine Lust und deine Gier werden für dich lebensbestimmend
und damit bleibt für Gott und für das Gute kein Platz mehr in dir.
Unterschätze also die Raffinesse und die zerstörende Macht der Sünde nicht.
Lasse dir von niemandem einreden, dass alles harmlos und dass einmal keinmal ist.
Lasse dich nicht durch das schlechte Beispiel anderer verführen.
Es wird für dich nicht besser, wenn sie es tun.
Sie wollen dir nur deine natürliche Scheu vor dem Schlechten nehmen,
dich dadurch für die Sünde gefügig machen und mit deinem sündigen Denken,
Reden und Tun ihre eigene Schlechtigkeit beschönigen und als normal darstellen.
Solche Leute sollte man besser meiden!
Gottes Maßstab ist gerecht.
Er blickt jedem Menschen ins Herz und erkennt die wahren Motive darin.
Daran werden wir gemessen.
Wer mit ihm nichts zu tun haben will, den lässt er in sein Unglück laufen.
Das göttliche Prinzip des selbstbestimmenden freien Willens verlangt es so.
Wer sich von Gott entfernt, muss die Konsequenzen seines Handelns selbst tragen.
Er verliert nicht nur sein seelisches Gleichgewicht und seinen inneren Frieden,
sondern auch den himmlischen Schutz und die Lebensorientierung.
Dennoch hofft Gott, dass diese Menschen aus Erfahrung klug werden
und sich ihm dann geläutert und freiwillig zuwenden.
Die meisten Menschen lebten einmal in Sünde,
sie waren verloren und in ihnen war es verworren und finster.
Doch viele haben in der Dunkelheit des Herzens ein Licht der Hoffnung gesehen;
Ihnen ist Jesus Christus als Licht und Erlöser begegnet,
der sie mit seinem Lebensopfer von der Sünde der Trennung von Gott befreit
und mit seinem auferstandenen Vorbild aus der Dunkelheit in das Licht geführt hat.
In ihnen wohnt er heute und strahlt aus ihnen heraus.
Sie leben heute im Licht aufrichtiger Liebe,
sie wurden von Gott wieder aufgenommen in seine Familie,
sie sind wieder seine Kinder, Söhne und Töchter, die er beschützt, führt und befähigt,
und sie erkennen nun die Wahrheit in Jesus Christus,
durch ihn die große Gnade des liebenden Gottes
und was für sie selbst und für andere gut und schlecht ist.
Sie sind Jesus ähnlich geworden,
sodass sie heute erleuchtet sind und für andere leuchten.
Diese Begünstigungen erhält jede und jeder,
die und der zu Gott über Jesus zurückkehrt
und die und der in allem Tun prüft, ob es auch Gottes Wille ist, ob es liebevoll ist.
Helft, finstere Machenschaften ans Licht zu bringen,
damit im Verborgenen kein abscheuliches, heimtückisches Unheil geschieht.
Seid euch bewusst, dass die üblen Dinge durch das Licht Gottes
unbarmherzig und schonungslos sichtbar werden
und dass ihr euch damit bei diesen verirrten Menschen zunächst nicht beliebt macht.
Seid aber gewiss, dass das Licht Gottes stärker ist als alle Finsternis und Sünde,
dass es auch sie im Inneren hell und heil macht und dass es auch sie zu Gott führt.
Sträubt euch nicht dagegen, den Verlorenen von Jesus zu erzählen
und von dem, was ihr mit ihm erlebt habt und wie er euer Leben verändert hat.
Dazu braucht ihr viel Liebe, Geduld und Kraft,
die euch Gott durch seinen Heiligen Geist zur Verfügung stellt.
Lasst euch deshalb vom Geist der Liebe erfüllen und durchdringen
und lasst diese Liebe aus euch heraus auf andere überfließen.
In dieser gebenden, selbstlosen Liebe liegt Freude.
Darum singt und jubelt aus vollem Herzen.
Zeigt euer geläutertes Herz und Wesen.
Dankt und lobt den Herrn Jesus Christus, der euch dazu befreit
und der euch ein neues, erfülltes und sinnvolles Leben geschenkt hat.
Alles was ist, dient zum Guten.
Aus allem dürfen und sollen wir lernen.
Lernen bewirkt inneres und äußeres Wachstum.
In allem gilt:
„Im Namen unseres Herrn Jesus Christus
dankt Gott, dem Vater, zu jeder Zeit, überall und für alles!“
Darauf alleine will ich vertrauen! (Phil 3,9)
Hallo Du,
als Kind habe ich nicht darüber nachgedacht,
ob meine Eltern es gut mit mir meinen.
Ich konnte nicht anders, als es vorauszusetzen.
Irgendwann war ich dann groß und dachte, dass ich es tatsächlich auch sei.
Ich lernte meine eigenen Fähigkeiten kennen und sammelte Erfahrungen darin.
Mein Tun gelang immer besser und mein Selbstvertrauen stieg.
Ich hatte Erfolg damit und der Erfolg beflügelte mich.
Also investierte ich noch mehr Kraft in mein Tun und hatte noch mehr Erfolg,
zumindest nach außen hin, doch in meinem Inneren verarmte ich.
Ich stellte mich ins Zentrum und es gefiel mir.
Ich strebte nach Erfolg und machte mich von ihm abhängig.
Ich vertraute nur noch mir und erkannte, - dass ich fehlbar bin.
Eine unendliche Leere und tiefe Traurigkeit überkamen mich.
Ich erkannte schmerzlich, dass ich in eine Sackgasse geraten war
und dass alles wonach ich strebte, unbefriedigend und nichtig war.
Meine Identitäts- und Sinnkrise führte mich
aus der Selbstgerechtigkeit, dem Glauben an die eigene Richtigkeit und Stärke,
in die Enttäuschung,
der Entmachtung von falschen Vorstellungen, Erwartungen und Selbsttäuschungen.
Im Ertrinken ergriff ich die einzige Hand die ich sah,
die von Jesus Christus, der mir sagte:
„Komme zu mir, der du dich abmühst und unter deiner Last leidest!
Ich werde dir Frieden geben. Nehme meine Herrschaft an und lebe darin!
Lerne von mir! Ich komme nicht mit Gewalt und Überheblichkeit.
Bei mir findest du, was deinem Leben Sinn und Ruhe gibt.
Ich meine es auch mit dir gut und bürde dir keine unerträgliche Last auf.“ (Mt 11,28-30)
Meine Not hatte mich reifen lassen und ich sah keine Alternative.
Hoffend und vertrauend verließ ich mich auf dieses Versprechen,
nahm die Hilfe an und ging die Wege, die er mich führte.
Zuerst erschienen mir seine Wege und Lehren unsinnig, ja sogar widersinnig.
Doch ich akzeptierte meine Ohnmacht und Unvollständigkeit und lernte aus seiner Weisheit.
Ich fand, was meinem Leben Sinn und Ruhe gibt,
ihn, Jesus Christus meinen Erlöser vom selbstgemachten Übel
und Gott, meinen liebenden, geduldigen Vater und Schöpfer.
Und ich fand heraus, was Stress und Unruhe erzeugt,
nämlich eigenes, selbstbezogenes Streben, das in Gottesferne entsteht.
„Und alles, was mir früher als großer Vorzug erschien, habe ich durch Christus
als Nachteil und Schaden erkannt. Denn das ist mir klargeworden: Gegenüber dem unvergleichlichen Gewinn, dass Jesus Christus mein Herr ist, hat alles andere seinen Wert verloren. Zu ihm will ich gehören. Durch meine Leistung kann ich vor Gott nicht bestehen, selbst wenn ich das Gesetz genau befolge. Was Gott für mich getan hat, das zählt. Darauf alleine will ich vertrauen!“ (Phil 3,7-9)
So, wie ich einst hilfesuchend vertrauensvoll die Hand von Jesus nahm,
so nehme ich ihn heute vertrauensvoll beim Wort,
denn ich habe an mir selbst erlebt, dass er Wort hält und tut, was er verspricht.
Vergesst eure Selbstgerechtigkeit und strebt auch ihr nach der Gerechtigkeit,
die ihr durch den Glauben an Jesus Christus erhaltet, die Gerechtigkeit Gottes,
die euch durch Gottvertrauen zuteil wird.
So wie wir früher als kleine Kinder ganz selbstverständlich unseren Eltern vertraut haben,
so dürfen wir heute Jesus und unserem himmlischen Vater und Schöpfer vertrauen.
In Christus erkennen wir ihn.
„Deshalb will ich nicht mehr auf Grund meines eigenen Tuns vor Gott bestehen,
sondern nur noch, indem ich mich an das halte, was er durch Christus für mich getan hat.“
Dankbarkeit und Treue sind zur Grundlage meines Lebens und meiner Freude geworden
und drücken sich in meiner Liebe zu ihm aus. Und seine bleibende Liebe zu mir ermöglicht mir,
auf dich zu sehen, für dich zu bitten und zu hoffen, damit auch du bestätigen kannst, was Jesus sagt: „Bei mir findest du, was deinem Leben Sinn und Ruhe gibt.“
Ich bin mir ganz sicher, dass auch du einmal sagen wirst:
„Was Gott für mich getan hat, das zählt. Darauf alleine will ich vertrauen!“
P.S. Heute ist unser zweiter Hochzeitstag im neuen Leben.
Unsere Heirat ist nur möglich geworden durch die Hand, die Jesus mir reichte
und durch Gottes geduldige Veränderung von Einstellungen und Werten und der
gegebenen Erkenntnis, dass wir alle ohne ihn keine dauerhafte Liebe haben können,
keine zu ihm, keine zu unseren Nächsten und auch keine für uns selbst.
Danke Jesus.
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Wer mir folgen will, muss sich und seine Wünsche aufgeben,
muss Tag für Tag sein Kreuz auf sich nehmen und auf meinem Weg
hinter mir hergehen. (Lk 9,23)
Hallo Du,
kennst Du diese Redensart?
„Ich nehme mein Kreuz auf mich!“
Ich ertrage mannhaft oder frauhaft mein Leid.
Es ist schon ein Kreuz mit dem Kreutz.
Es ist schon eine große Last mit dem Rücken.
mit der Lebensbelastung, dem Schicksal und dem täglichen Leiden.
Was ist Dein Kreuz, das Du trägst?
Was belastet Dich, was Du nicht loswerden kannst?
Was ist Dein Hemmschuh, Dein Ärger, Deine Furcht, Dein Leiden?
Weißt Du, dass Du dieses Kreuz gar nicht tragen musst?
Weißt Du, dass Jesus bereits alle Deine Lasten von Dir genommen hat?
Weißt Du, dass er das Kreuz für Dich bereits getragen hat?
Wenn Du es noch nicht richtig weißt
und Du Dein Kreuz noch selber trägst,
dann kann ich Dir vielleicht weiterhelfen:
Wir alle tragen ein Kreuz, eine Belastung, eine Last,
die wir uns selbst aufgebürdet haben!
Wir tragen diese Last mehr oder weniger freiwillig,
weil wir uns dadurch selbst in den Mittelpunkt stellen
und glauben, alle Probleme selbst lösen zu müssen und zu können.
Dabei erkennen wir, dass diese Zumutung eine schwere Belastung ist,
die mit der Zeit immer größer und unerträglicher wird.
Dabei verkennen wir,
dass wir im Grunde weder die Kraft noch die Macht haben,
die auslösenden Faktoren nachhaltig zu verändern
und die Probleme grundlegend zu lösen.
Wahrscheinlich denken wir in die falsche Richtung.
Wir fühlen uns persönlich verantwortlich.
Wir fühlen uns persönlich herausgefordert.
Wir setzen immer mehr Kraft ein.
Wir verbeißen uns so richtig in das Problem.
Wir werden dabei immer ungeduldiger und unzufriedener.
Wir zweifeln an uns und unserem Können und Wissen.
Wir sind nahe am Verzweifeln.
Was wäre, wenn wir einfach loslassen,
wenn wir das Problem sich selbst überlassen,
wenn wir andere Lösungen akzeptieren?
Was wäre, wenn wir die Verantwortung dahin abgeben,
wohin sie gehört, nämlich an den Verursacher?
Was wäre, wenn wir endlich Verantwortung für unser Handeln übernehmen
und freimütig dazu stehen und die Konsequenzen tragen?
Was wäre, wenn wir unsere Mitbeteiligung einfach eingestehen,
uns weiterentwickeln, weiterwachsen,
unseren Stolz, Hochmut und unsere eitle Überheblichkeit überwinden,
uns bittend an unseren göttlichen Vater wenden
und das Problem vertrauensvoll an ihn abgeben?
Trägt nicht er letztlich die Verantwortung für uns?
Jesus hat das Kreuz getragen,
weil er einen Sinn darin sah,
weil es sein Lebensauftrag war,
weil es zu unserem Besten war.
Durch seine großmütige Tat,
hat er unsere Schulden und Lasten im Voraus auf sich genommen,
har er sich von seinem irdischen Leben getrennt,
hat er sich und sein Leben für andere aufgeopfert,
damit wir von unseren Lasten befreit und erlöst werden konnten.
Glaube es nicht – und behalte Deine Lasten.
Glaube es – und lasse Dich von ihm entlasten und befreien.
Kehre um und beginne neu.
Was Du nicht abgeben willst, wird immer bei Dir bleiben.
Was Du an Jesus abgibst, wird er Dir nehmen
und Dir dafür Liebe, Freude und Frieden schenken.
Du musst es nur wollen.
Du musst es nur zulassen.
Du musst ihn nur darum bitten.
Jesus hat es versprochen
und was er verspricht, dass hält er auch!
„Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht
und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Frieden geben.
Nehmt meine Herrschaft an und lebt darin!
Lernt von mir! Ich komme nicht mit Gewalt und Überheblichkeit.
Bei mir findet ihr, was euerm Leben Sinn und Ruhe gibt.
Ich meine es gut mit euch
und bürde euch keine unerträgliche Last auf.“ (Mt 11,28-30)
Wer mir folgen will, darf nicht mehr an sich selber denken;
er muss dieses Kreuz der Selbstvergessenheit
willig auf sich nehmen und mir nachfolgen.
Wer sein altes, selbstbezogenes Leben um jeden Preis erhalten will,
der wird es verlieren.
Wer aber sein Leben für mich einsetzt,
der wird ein neues für immer gewinnen. (Lk 9,23-24)
Kümmert euch um die Schwierigkeiten und Probleme des anderen,
und tragt die Last gemeinsam.
Auf diese Weise verwirklicht ihr, was Christus von euch erwartet. (Gal 6,2)
Darum, nehme dieses Kreuz der Verantwortung für andere auf dich.
Lasse deine alten Denk- und Verhaltensweisen sterben,
um ein neues Leben und einen anständigen Charakter zu erhalten.
Lasse Dich zu einem neuen Leben erwecken,
in dem Deine alten Werte nicht mehr wichtig sind
und in dem Du neue Werte und Ziele geschenkt bekommst,
die Dir eine neue, erfüllende Fülle garantieren.
Folge Jesus mutig und vertrauensvoll nach
und nimm Dein neues Kreuz auf Dich!
Er wird Dich unterstützen und Dir beistehen.
Er wird Dir Weisheit und Erkenntnis geben.
Er wird Dich verändern.
Das reale Unsichtbare
Hallo Du,
„Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine göttliche Macht und Größe sehen und erfahren können. Deshalb kann sich niemand damit entschuldigen, dass er von Gott nichts gewusst hat“. (Röm 1,20)
Menschen wollen nur glauben, was sie sehen, hören, riechen, schmecken oder befühlen können. Sie sind geprägt durch ihre körperlichen Sinne. Sie sind eingeengt in ihrer Aufnahmefähigkeit. Sie brauchen fassbare Beweise. Dennoch lernen sie, dass es auch etwas gibt, was man mit den 5 Sinnen nicht erkennen kann, z.B. elektrische und magnetische Kraftfelder, elektromagnetische Wellen und radioaktive Strahlung. Wir können diese Phänomene nicht sehen, aber ihre Auswirkungen erkennen. Daher sind sie für uns nur indirekt real. Interessant ist auch, dass Menschen das ablehnen oder als suspekt bezeichnen, was sie nicht wahrnehmen und glauben können. Ja das Gehirn filtert so etwas als unwahr-scheinlich selbständig aus.
Paulus weiß das und er weist daher darauf hin, dass Gott dennoch real ist und dass sich niemand aus seiner Verantwortung vor Gott herausreden kann, weil man in der Schöpfung durchaus den Schöpfer erkennen kann.
Um uns das Unsichtbare und Unverständliche verständlich zu machen, konstruieren wir im Gehirn Vorstellungen, Bilder und Ideologien, die wir schematisch anwenden.
Wir haben keine Ahnung, worum es geht, aber wir tun so, als wüssten wir es. Ja wir gehen sogar noch weiter. Mit unseren willkürlichen, begrenzten, menschlichen Vorstellungen, Bildern und Ideologien versuchen wir, uns und andere zusteuern. Wir bauen z.B. einen Verhaltenskodex auf, der uns moralisch vorschreibt, was wir zu tun und zu lassen haben und , der uns damit in eine menschengemachte Form zwängt.
Doch auch das kennt Paulus und er weist in Kol 2,8-10 deutlich darauf hin.
„Lasst euch von keiner Ideologie oder irgendwelchem leeren Gerede einfangen. All das haben sich Menschen ausgedacht; aber hinter ihren Gedanken stehen dunkle, dämonische Mächte und nicht Christus. Nur in Christus ist Gott wirklich zu finden, denn in ihm lebt er ganz und gar. Deshalb lebt Gott auch in euch, wenn ihr mit Christus verbunden seid. Er ist der Herr über alle Mächte und Gewalten“.
Hinter menschlichen Gedanken stehen dunkle, dämonische Mächte! Das heißt doch, dass wir Mächten und Gewalten ausgesetzt sind, die um unsere Gedanken und um uns kämpfen, die uns für sich vereinnahmen wollen, die uns benutzen und beherrschen wollen, die ihre Vorteile haben, wenn wir ihnen gehören.
„Wenn auch in der Vorstellung der Menschen sogenannte Götter im Himmel und auf der Erde existieren - und es gibt ja tatsächlich viele Mächte und Gewalten -, so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, der alles erschaffen hat und vor dem wir einmal stehen werden“. (1.Kor 8,5-6)
Hier geht es nicht mehr um unsere Privatansichten vom Leben, sondern darum, dass wir im Spiel übernatürlicher Mächte wie Figuren hin- und hergezerrt und aufgerieben werden.
Geschieht dieser Kampf vielleicht um unsere Lebensenergie, um uns als Multiplikatoren oder um unsere Würde? Wir können es nur ahnen. Wichtig ist, dass Gott uns Waffen gibt, mit denen wir diesen Kampf bestehen können.
„Für euch alle gilt: Werdet stark durch den Glauben an Christus und im Vertrauen auf seine Macht! Greift zu den Waffen Gottes, damit ihr alle heimtückischen Anschläge des Teufels abwehren könnt. Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen Mächte und Gewalten des Bösen, die über diese gottlose Welt herrschen und im Unsichtbaren ihr unheilvolles Wesen treiben. Darum nehmt die Waffen Gottes! Nur gut gerüstet könnt ihr den Mächten des Bösen widerstehen, wenn es zum Kampf kommt. Rüstet euch gut für diesen Kampf! Die Wahrheit Gottes ist euer Gürtel und seine Gerechtigkeit eure Rüstung. Marschiert mutig voran und verkündet überall, dass Gott Frieden mit uns geschlossen hat. Verteidigt euch mit dem Schild des Glaubens, an dem die Brandpfeile des Teufels wirkungslos abprallen. Die Gewissheit, dass euch Jesus Christus gerettet hat, ist euer Helm, der euch schützt. Und nehmt das Wort Gottes. Es ist das Schwert, das euch der Heilige Geist gibt. Hört nie auf, zu bitten und zu beten! Gottes Heiliger Geist wird euch dabei leiten. Bleibt wach und bereit“. (Eph 6,10-18)
Wir sollen wach und bereit sein gegenüber dem, was wir denken und was die Mächte mit uns machen wollen!
„Obwohl die Menschen Gott schon immer kannten, wollten sie ihn nicht anerkennen und ihm nicht danken. Stattdessen beschäftigten sie sich mit belanglosen Dingen und konnten schließlich in ihrer Unvernunft Gottes Willen nicht mehr erkennen. Sie meinten, besonders klug zu sein, und waren in Wirklichkeit die größten Narren. Statt den ewigen Gott zu ehren, begeisterten sie sich für vergängliche Idole; abgöttisch verehrten sie sterbliche Menschen, ja sogar alle möglichen Tiere. Deshalb hat Gott sie auch all ihren Trieben und Leidenschaften überlassen, so dass sie sogar ihre eigenen Körper schändeten. Indem sie die Schöpfung anbeteten und nicht den Schöpfer, haben sie Gottes Wahrheit verdreht und ihrer eigenen Lüge geglaubt. Aber dem Schöpfer allein gehören doch Lob und Ehre bis in alle Ewigkeit – das ist gewiss! Weil die Menschen Gottes Wahrheit mit Füßen traten, ließ Gott sie in abscheuliche Laster fallen: Ihre Frauen praktizierten gleichgeschlechtliche Liebe ebenso schamlos wie die Männer. Damit haben sie die natürliche Ordnung mit einer unnatürlichen vertauscht. Wie es nicht anders sein konnte, haben sie die gerechte Strafe für ihren Götzendienst am eigenen Leib erfahren. Gott war ihnen gleichgültig, und deshalb überließ Gott sie schließlich der ganzen Verwerflichkeit ihres Denkens“. (Röm 1,21-28)
Hier wird von einer natürlichen Ordnung gesprochen, die Gott eingerichtet hat. In unserer verdrehten Selbstherrlichkeit und Überheblichkeit setzen wir diese göttliche Ordnung für uns außer Kraft, ohne zu ahnen, dass diese Ordnung unsere in uns gelegte Lebensgrundlage ist. Wir handeln also gegen uns selbst und müssen dementsprechend darunter leiden. Auch darin können wir die Realität Gottes erkennen, der uns im Leid zur Umkehr ruft. Und für diese Umkehr, die Bereitschaft ihn anzunehmen, ihn zu achten und ihm zu danken, gibt er uns Jesus Christus. Ja, er schenkt uns sogar die Voraussetzung, mit ihm ins Gespräch zu kommen. Er schenkt uns durch Jesus die Vergebung unseres lästerlichen Verhaltens und unserer Abkehr von ihm. Er schenkt uns dafür seine Liebe, Kraft und Begleitung. Wir müssen es nur freiwillig und von ganzem Herzen annehmen wollen. Wir müssen für ihn bereit sein und ihn für real halten. Er möchte, dass wir uns eindeutig für ihn und gegen das Böse entscheiden. Er möchte, dass wir unserer Bestimmung folgen und die göttliche Ordnung einhalten, denn das ist gut und gesund für uns.
„Denn da bin ich ganz sicher: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch irgendwelche Gewalten, weder Himmel noch Hölle oder sonst irgend etwas können uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn, bewiesen hat“. (Röm 8,38)
Jesus hat für uns die bösen Mächte und Gewalten besiegt und überwunden. Er hat sie für alle Menschen entmachtet, die seinem Vorbild folgen und die sich in die himmlische Ordnung wieder einfügen. Wir machen uns gerne selbst zu unabhängigen Entscheidern. Wir wollen uns von niemandem reinreden lassen. Wir glauben alles selbst tun und damit auch verantworten zu müssen. Wir halten uns selbst für Gott - und überfordern uns damit maßlos.
„Ihn, den Gott unseres Herrn Jesus Christus, den Vater, dem alle Herrlichkeit gehört, bitte ich darum, euch Weisheit zu geben, dass ihr ihn immer besser erkennt und er euch zeigt, was sein Wille ist. Er öffne euch die Augen, damit ihr seht, wozu ihr berufen seid, worauf ihr hoffen könnt und welch unvorstellbar reiches Erbe auf alle wartet, die an Christus glauben. Ihr sollt erfahren, wie unermesslich groß die Kraft ist, mit der Gott in uns, den Glaubenden, wirkt. Ist es doch dieselbe Kraft, mit der er Christus von den Toten auferweckte und ihm den Ehrenplatz zu seiner Rechten gab! Damit hat Gott ihn zum Herrscher eingesetzt über alle Mächte und Gewalten, über alle Kräfte und Herrschaften dieser und der zukünftigen Welt. Alles ist ihm unterstellt. Er, der über alles herrscht, ist auch das Haupt seiner Gemeinde. Und diese Gemeinde ist sein Leib, der von Christus, dem Schöpfer und Vollender aller Dinge, erfüllt ist“. (Eph 1:17-23)
Die an Christus glauben, sollen erfahren, wie groß die unermessliche Kraft ist, mit der Gott in uns wirkt. Sie sollen diese Kraft am eigenen Leibe erfahren. Sie sollen erkennen was Gott für sie tut und wie er es tut, denn, sie sollen ihm danken. Im Dank liegen nämlich die Demut, der Mut, sich unter Gott zu stellen, das Gottvertrauen, das Vertrauen in seine liebende, verlässliche Führung und die Freude über das nunmehr gelingende Leben.
Gott ist zwar unsichtbar, doch er zeigt sich, wenn wir bereit sind, ihn, den Unsichtbaren, für wirklich und gegenwärtig zu halten. Er beschenkt uns überreichlich, wenn wir nach seinem Schöpferwillen und aus seiner Kraft leben. Durch Jesus beauftragt er uns als Glaubende, uns für ihn einzusetzen und ihn den Menschen bekannt zu machen, die ihn und seine Liebe noch nicht kennen.
„Dann sagte er (Jesus) zu ihnen: «Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet allen Menschen die Heilsbotschaft. Denn wer glaubt und sich taufen lässt, der wird gerettet werden. Wer aber nicht glaubt, der wird verurteilt werden. Die Glaubenden aber werde ich durch folgende Zeichen bestätigen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben und in neuen Sprachen reden. Gefährliche Schlangen und tödliches Gift werden ihnen nicht schaden. Den Kranken werden sie die Hände auflegen und sie heilen“. (Mk 16,15-18)
Egal, was mein Kopf mir sagt oder was er glaubt zu wissen. Im Herzen bin ich mir ganz sicher:
Jesus lebt in mir, wirkt an mir und durch mich und hat mich von fremden Mächten befreit.
Das Reich Gottes ist inwendig in euch (Lk 17,21)
Hallo Du,
ein Königreich ist ein Reich, in dem sich die Herrschaft des Königs
bis an dessen Grenzen erstreckt. In seinem Land hat er das Sagen.
Das Reich Gottes ist kein vergleichbares weltliches Land,
sondern ein Bereich, in dem er vorherrschend und bestimmend ist.
Jesus sagt:
Das Reich Gottes kann man nicht sehen, wie man ein irdisches Reich sieht.
Niemand wird euch sagen können: 'Hier ist es!' oder 'Dort ist es!'
Das Reich Gottes ist inwendig in euch. (Lk 17,20-21)
Wir sind sein Bereich!
In uns sollte Gott vorherrschend und bestimmend sein.
In uns sollte Jesus leben.
Im Geist Gottes bilden wir, gemeinsam mit anderen, das Reich Gottes.
Im Reich Gottes gehören wir (zu) ihm.
Wer das Reich Gottes im Äußeren sucht,
in Selbstbestimmung, Reichtum, Einfluss, Ruhm, Ehre oder Anerkennung,
und sich als König im eigenen Reich fühlt, der kann das Reich Gottes nicht finden.
Wer jedoch in sich geht,
sein selbstbezogenes Denken und Handeln in Frage stellt,
sein Verhalten überprüft und bereit ist, dazuzulernen und sich zu verändern,
der ist auf dem Weg zu Gott, der lässt Gott in sich leben.
Nur durch eine sehr enge Tür könnt ihr in das Reich Gottes kommen.
Der Weg zur Hölle dagegen ist breit und hat ein weites Tor.
Viele entscheiden sich für diesen scheinbar bequemen, (ichbezogenen) Weg.
Aber die Tür, die zum Leben führt ist eng und der Weg dorthin ist schmal.
Deshalb gehen ihn nur wenige. (Mt 7,13-14)
Es ist leicht, mit der Masse mitzugehen.
Wenn ich selbst nicht weiß, was ich will und wo es lang geht,
dann richte ich mich eben nach den anderen.
Da werden schon einige kluge Menschen dabei sein,
die sich nicht in die Irre führen lassen,
die aufpassen und sich im Zweifel laut wehren.
Die Mehrheit wird wohl Recht haben.
Das ist bequem, weil ich selbst nicht aufpassen
und mich nicht für irgendetwas entscheiden muss.
Im schlimmsten Fall sind eben die anderen schuld.
Außerdem habe ich in ihnen eine Entschuldigung.
Was sie tun, darf ich auch tun. Das kann nicht unrecht sein.
Wer aber durch die enge Tür der Selbstprüfung geht
und auf dem Weg in sein Inneres so manche Hindernisse beseitigt,
zum Beispiel Gier und Habsucht, Stolz und Hochmut, Neid und Zwietracht,
Misstrauen, Angst, Minderwertigkeit und Engstirnigkeit,
der geht den schmalen, steinigen Weg der Erkenntnis über sich selbst,
der Erkenntnis über seine eigene Unvollkommenheit und Ohnmacht
und der erkennt, dass er ohne Gott nicht klarkommt.
Nicht, wer mich dauernd 'Herr' nennt, wird in Gottes Reich kommen,
sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. (Mt 7,21)
Alle, die Gottes Willen tun, werden im Reich ihres Vaters
leuchten wie die Sonne. Hört auf das, was ich euch sage! (Mt 13,43)
Wer Jesus dauernd ‚Herr’ nennt
und dennoch weltliche Ziele verfolgt, der hat lediglich Kenntnis von ihm,
aber er hat nicht verstanden, worum es tatsächlich geht,
nämlich unsere völlige Loslösung von Schuld, Abhängigkeit und Ichbezug
und unsere völlige Umwandlung in einen Sohn oder eine Tochter Gottes,
aus denen, wie aus Jesus, sein göttliches, liebevolles Wesen strahlt
und die diese Wesensverwandlung auch in anderen ermöglichen,
die ihnen zeigen, was das Reich Gottes ist und bewirkt.
Kenntnis hilft nicht weiter.
Erkenntnis ist schön und gut. Sie ist ein Licht in der selbstbezogenen Blindheit.
Doch wer Licht gesehen hat, ist noch nicht erhellt.
Ins Licht kommt nur,
wer losgeht und sich ins Licht begibt und sich durchleuchten lässt,
und hell übersichtlich wird es nur um mich und in mir,
wenn alle dunklen Ecken und Nischen ausgeleuchtet und entrümpelt werden
und unter dem Gerümpel das Gute und Strahlende sichtbar wird.
Nicht äußere Unterwürfigkeit bereinigt das Innere,
sondern das Befolgen des Willens und der Hinweise Gottes für mein Leben.
Nur wer seinen Nächsten liebt, der lebt wirklich im Licht.
An ihm lässt sich nichts Anstößiges finden. 1.Joh 2:10
Gottes Reich ist mit einem Bauern zu vergleichen,
der gutes Saatgut auf sein Feld sät, (Mt 13,24)
der die Worte Gottes hört und befolgt,
der liebevolle Gedanken hegt und sein Herz tatkräftig sprechen lässt.
Gottes Herrschaft besteht nämlich nicht in Worten;
sie zeigt sich vielmehr in einem Leben, in dem die Wirkung des Evangeliums
für jeden erkennbar ist. (1.Kor 4,20)
Ich will es euch an einem Beispiel verdeutlichen: Seht euch den Feigenbaum an
oder die anderen Bäume. Wenn sie anfangen zu blühen, weiß jeder,
dass es bald Sommer wird. So könnt ihr wissen, dass Gottes Reich nahe ist,
wenn sich all das (in euch) ereignet. (Lk 21,29-31)
Richtet (also) eure Gedanken (ganz) auf Gottes kommendes Reich
und nicht auf das, was diese Welt zu bieten hat. (Kol 3,2)
Aus ihrem Inneren strahlt Gott,
strahlen Ruhe und Frieden, Besonnenheit und Geduld,
Ausgeglichenheit, Freundlichkeit, Liebe, Güte und Vertrauen.
Aus ihnen strahlt, was Gott in ihnen und durch sie bewirkt.
Wer also anderen Gottes Gebote (Willen) weitersagt und sich auch
selbst danach richtet, der wird im Reich Gottes viel bedeuten. (Mt 5,19)
Wer das Reich Gottes verkündigt, macht es wie ein Hausherr,
der Altes und Neues aus seiner Erfahrung berichtet. (Mt 13,52)
Wer anderen von seinen Erfahrungen aus dem alten und neuen Leben,
von seiner Verwandlung, seiner Zufriedenheit
und von seiner neuen Lebensfreude und dem neuen Lebenssinn erzählt,
der macht anderen Mut, auch diesen Weg zu gehen und Gott kennenzulernen.
Wehe aber den engstirnigen und selbstgerechten ‚Frommen’,
die sich für besser und kundiger halten als andere,
die nicht bereit sind, ihr Denken und Handeln zu prüfen
und durch deren Irrlehren und widersprüchliches Vorbild verhindert wird,
dass andere den Weg zu Jesus und zur Wahrheit über sich selbst finden.
Sie kommen zwar ohnehin nicht in Gottes Reich;
aber - was (viel) schlimmer ist - allen, die hineinwollen,
versperren sie den Zugang. (Lk 11,52)
Ähnlich geht es denen, die anfangen an sich zu arbeiten
und sich dann durch irgendetwas ablenken oder abhalten lassen
oder die immer wieder sehnsuchtsvoll in ihre Vergangenheit zurückblicken.
Sie können Gottes Auftrag nicht ausführen
und das Reich Gottes in sich nicht errichten lassen. (Lk 9,62)
Wenn ihr euch nicht ändert und so werdet wie die Kinder,
kommt ihr nie in das Reich Gottes.
Wer aber so klein und demütig sein kann wie ein Kind,
der ist der Größte in Gottes Reich. (Mt 18,3-4)
Nehmt euch deshalb an ihrem Vertrauen, an ihrer Offenheit, an ihrem Lernwillen
und ihrer Unreflektiertheit sowie an ihrem Gehorsam ein Beispiel.
Sie zweifeln nicht, sondern sie Hoffen.
Sie sind spontan, nehmen dankbar an und freuen sich.
Egal was auch passiert:
Sorgt ihr euch vor allem um das Reich Gottes,
dann wird euch Gott alles andere geben. (Lk 12,31)
Darauf könnt ihr euch verlassen!
Wenn ihr im Inneren gereinigt und von Abhängigkeiten befreit seid,
wenn Gott in euch liebevoll gewirkt und euch verändert hat,
wenn ihr eurer Bestimmung gemäß erneuert worden seid,
dann müsst ihr um nichts mehr kämpfen,
denn ihr wollt nur noch das,
was tatsächlich gut für euch und eure Mitmenschen ist
und das gibt euch Gott gerne.
Ihr werdet alles bekommen,
wenn ihr Gott im festen Glauben darum bittet. (Mt 21,22)
Jeder, der bereit ist, (sich), sein Haus, seine Frau, seine Geschwister,
seine Eltern oder Kinder dem Reich Gottes unterzuordnen,
der wird dafür reich belohnt werden: hier schon, in dieser Welt,
und erst recht in der zukünftigen Welt mit dem ewigen Leben. (Lk 18,29)
Denn es geht allein um das Reich Gottes, nicht um (euer) Essen und Trinken.
Es geht darum, dass Gott jeden annimmt, der zu ihm kommt, und ihn
durch seinen Heiligen Geist mit Frieden und Freude erfüllt. (Röm 14,17)
Durch den Glauben an Christus sind wir dem Tod entrissen und haben
einen Platz in Gottes Reich. (Eph 2,6)
Durch den Glauben an Jesus Christus lebt er in uns. (Joh 17,23.26)
Denkt also daran, dass ihr Gottes Bauwerk und sein Tempel seid, dass
Gottes Geist in euch wohnt! (1.Kor 3,16)
Jetzt habe ich ein neues Leben! Es wird nicht mehr von meinem alten
Ich bestimmt, sondern von dem auferstandenen Christus, der in mir
lebt. Mein Leben auf dieser Erde erhält seinen Sinn durch den
Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der mich geliebt und
sich in seiner Liebe für mich geopfert hat. (Gal 2,20)
Darum:
Kommt her! Euch hat mein Vater gesegnet. Nehmt das Reich Gottes in Besitz,
das er seit Erschaffung der Welt für euch als Erbe bereithält! (Mt 25,34)
Das bedeutet: Gottes Angebot, uns in sein Reich des Friedens
aufzunehmen, besteht auch heute noch.
… Gott hat jetzt einen neuen Tag festgesetzt, an dem er sein
Versprechen erfüllen will. Dieser Tag heißt (für uns, ab) Heute. (Hebr 4,6.7)
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Wir sind Gott gegenüber voller Zuversicht, dass er uns hört, wenn wir ihn um etwas bitten, das seinem Willen entspricht. Und wenn wir wissen, dass er uns hört bei allem, was wir bitten, dann wissen wir auch, dass wir schon haben, worum wir ihn bitten. (1.Joh 5,14-15)
Hallo Du,
da gibt es jemanden,
der hat beste Beziehungen zu den höchsten Instanzen.
Beziehungen, von denen man nur träumen kann.
Beziehungen, die man sich selbst wünscht,
um manche Wünsche und Träume erfüllt zu bekommen,
um zu erhalten, worauf man hofft.
Alles, wofür dieser Jemand sich einsetzt, geschieht!
Alles, was er anfasst, verändert sich und heilt!
Alles was er sagt, bringt Segen für viele!
Und dieser Jemand hat fest versprochen,
dass er seine Beziehung auch für Dich spielen lässt,
dass er sie persönlich für Dich einsetzt,
um Dir das Lebensnotwendige zu verschaffen,
um Deiner Seele Freiheit, Frieden und Freude zu bringen,
um eine ständige Verbindung zwischen Dir und ihm herzustellen.
Würdest Du diesen Jemand nicht kennen lernen wollen?
Wohlgemerkt,
er setzt sich nicht für alle Deine Bitten ein,
denn er weiß, was es bewirken würde, wenn Du das alles erhieltest.
Es wäre für Dich eine unerträgliche Last.
Es würde Dich und Deine Kraft, wie jeder Besitz, binden und fesseln.
Es würde Dich eingebildet und überheblich machen.
Aber, er setzt sich für alle Bitten ein,
die lebensnotwendig sind,
die nicht egoistisch und selbstsüchtig sind,
die dem eigenen, positiven Wachstum dienen,
die man selbstlos und liebevoll auch für andere haben kann.
Der, der alle Bitten erfüllen kann, ist der Allmächtige.
Nur Gott weiß, was für uns gut ist.
Nur Gott weiß, was uns dient und was uns schadet.
Nur Gott weiß, was wir wirklich brauchen.
Er, der Allmächtige, hat uns gesagt, was gut für uns ist.
Er hat es in der Bibel aufschreiben lassen.
Er hat es verheißen und versprochen.
Und alles, was er verspricht, das hält er auch.
Dafür steht er mit seinem untadeligen Namen.
Und der, der sich beim himmlischen Vater
für unsere Bitten einsetzt, ist sein Sohn.
Es ist Jesus, der menschgewordene Gott,
der unsere Umstände, Versuchungen und Schwierigkeiten
am eigenen Leib erfahren hat,
um uns zu verstehen,
um uns von den weltlichen Zwängen und der Ferne zu Gott zu befreien,
um uns von dem Einfluss und der Macht des Negativen zu erlösen.
Er befreit uns von der Diktatur des eigenen Willens und Wollens.
Er erlöst uns vom Zwang,
alles selber regeln und erreichen zu wollen,
alles im Griff haben und unter Kontrolle halten zu wollen,
mehr haben und sein zu wollen, als wir wirklich sind.
Er ist uns in allem leuchtendes Vorbild,
denn aus seiner Reinheit, Klarheit und Weisheit,
aus seinem Beispiel,
können wir lernen und uns weiterentwickeln,
können auch wir vorbildlich werden.
Und je mehr der alte Schmutz weggewaschen wird
und die inneren Verkrustungen aufbrechen und abfallen,
desto mehr verlieren wir uns selbst aus den Augen.
Wir sterben den Tod des eigenen Willens und Strebens
und lassen Gott tun; ihn in unserem Leben wirken.
Wir richten uns nach seinem Willen
und erkennen unsere eigene, traurige Wahrheit und Begrenztheit.
Wir nehmen an, was er uns gibt,
nehmen uns an und erkennen die wirklichen Schätze in uns selbst,
nehmen seine Wege für uns an und gehen sie vertrauensvoll.
Sein Wille ist
jede göttliche Versprechung,
jede biblische Verheißung,
jedes Wort durch seine Propheten und Apostel,
jedes ehrliche, inspirierte Handeln
eines seiner treuen Kinder,
eines seiner Söhne und Töchter,
seiner Stellvertreter auf der Erde.
Und das kannst auch Du sein!
Auch in Deinem Gebet liegt die Macht der Verwirklichung.
In Deinem Bitten,
das in Übereinstimmung mit dem aufgeschriebenen Willen Gottes geschieht,
ist die Fürsprache Jesu und die Vollmacht des Allmächtigen enthalten.
Dein Bitten verwandelt sich unmittelbar in Wirklichkeit,
nicht immer gleich zu sehen, nicht immer offenbar,
aber latent vorhanden und vor dem Durchbruch stehend.
Wann immer Du Dein Gebet mit Gottes Wort verbindest,
wann immer Du Schriftstellen findest,
die sich auf Deine Situation beziehen,
benutze sie und lasse sie auf Dich wirken.
Sie werden mit Dir sprechen und Dir das Wichtige sagen.
Sie werden Dich inspirieren und Dir einen Weg zeigen.
Sie werden Dir vom allgegenwärtigen Heiligen Geist,
dem Stellvertreter Jesu und Gottes auf Erden,
erschlossen und offenbart,
Dir aus Seinem Herzen in Dein Herz gegeben.
In dieser Offenbarung erkennst Du Seinen Willen und Seine Absicht.
Schreibe Dir diese Erkenntnisse auf, denn sie sind sehr flüchtig.
Nach wenigen Augenblicken vergehen sie und sind verloren.
Notiere die Schriftstelle(n) und Deine Eindrücke und Ideen dazu.
Notiere alles für Dich selbst und besonders für andere,
damit Du ihnen von Deiner Begegnung
und von Deinem Erlebnis mit Gott erzählen kannst.
Nehme Dir Zeit und lasse Dir Zeit,
denn nur in der geschützten Ruhe und Stille
wird das Wort in Dir mächtig,
dringt es in Dich ein und verbindet sich mit Dir,
wird es ein Teil von Dir und verändert Dich.
Und dann bete!
Dann spreche mit Gott,
denn dann kennst Du seinen Willen und sein Versprechen.
Dann betest Du das Gebet des Gläubigen,
des Gott vertrauenden und nur auf ihn bauenden.
Und dann geschieht das Wunder:
Deine Bitte wird und ist durch ihn erfüllt.
Du weißt es plötzlich und bist Dir ganz sicher.
Gottes Gegenwart und Wirklichkeit sind Dir bewusst.
In diesem Bewusstsein bist Du gewiss.
In dieser Gewissheit handelst Du so vertrauensvoll,
als wäre es bereits geschehen, denn für Dich ist es geschehen.
Es ist vollbracht!
Tiefe Ergriffenheit, Weite und Liebe erfüllen Dich.
Du kannst und willst nur noch danken für diese Gnade.
Alles weitere liegt bei Gott. Er macht das Unsichtbare sichtbar.
Er hat einen eigenen Zeitplan und er gibt, wenn wir reif dafür sind.
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Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig (Hebr 4,12)
Hallo Du,
Worte können beleidigen, verärgern, verletzen, verleumden und Rufmorden,
sie können aber auch beistehen, trösten, ermutigen, kräftigen und heilen.
Weil sie etwas bewirken,
weil sie in uns wirken und uns verändern, sind sie lebendig.
Sie haben Kraft und Einfluss auf uns.
Sie gelangen durch die Ohren in unsere Schaltzentrale, in unseren Kopf,
verbinden sich dort mit unserem Verstand und unseren Gefühlen
und beeinflussen unser Denken, Wesen und Verhalten.
Sie treffen uns mitten ins Herz und machen Betroffen.
Worte beeinflussen uns umso stärker,
je mehr Vertrauen wir zu dem Menschen haben, der sie sagt,
oder der sie uns persönlich sagt.
Wir reagieren umso stärker auf sie,
je mehr sie unserem Seelenzustand entsprechen,
je mehr sie uns treffen, unser Ich betreffen,
je besser sie auf uns zutreffen,
je stärker sie in uns auf etwas treffen, was empfindsam ist,
was sich verstecken möchte, was unerkannt sein möchte.
Gegen verbale „Angriffe“ schützen wir uns,
indem wir die Sager entwerten und ihnen unser Vertrauen entziehen,
sie nicht mehr ernst nehmen, uns von ihnen zurückziehen.
Wir fühlen uns verletzt.
Wir wurden in unserer „Unantastbarkeit“ und „Selbstbestimmung“ angegriffen.
Einige unserer Persönlichkeits- und Charakterzüge werden in Frage gestellt.
Unser Selbstbild, unsere Ehre und Eitelkeit, unsere Werte und Einstellungen,
auch unser Stolz und unsere Selbstbehauptung werden hinterfragt.
Und Kritik mögen wir nicht, auch nicht, wenn sie uns helfen könnte.
Der Ton macht die Musik;
und den richtigen Ton findet nur der,
der sensibel auf den Anderen und seine Sorgen, Nöte eingeht,
der sich nicht aufdrängt, der nicht bewertet, der nicht verurteilt,
der warten kann und Zeit lässt, der versteht und beisteht.
Man lässt nur zu, wem man vertraut und von dem man hofft und glaubt,
dass er helfen kann und wird.
Meist ist das jemand, von dem man noch nicht verletzt wurde,
der keine eigenen Interessen hat
und der das Wissen um unsere Schwäche nicht missbraucht.
Es ist gut, einen Menschen zu haben, dem man vertraut,
der in der Not da ist, zuhört und filtert hilft,
der mit klarer Sicht berät, ermutigt und durchträgt,
aber, alle Menschen sind fehlbar.
Da gibt es aber jemanden, der uns sehr gut kennt, nämlich unser Schöpfer.
Er hat uns erschaffen, damit wir leben.
Er hat kein Interesse daran, dass wir verletzt werden oder uns selbst verletzen.
Er möchte nicht, dass wir gequält werden oder uns quälen.
Er möchte, dass wir sorglos leben, lebensfroh und ihm dankbar sind.
Er würde uns nie verletzen, beleidigen oder schädigen.
Alles was er für uns tut, ist gut, weitsichtig und weise.
Ihm können wir ohne Vorbehalte vertrauen.
Ihm können wir unser Herz ausschütten.
Ihm können wir unsere Geheimnisse anvertrauen.
Vor ihm brauchen wir uns nicht zu verstellen oder zu verschließen
und ihm können wir nichts verheimlichen,
denn er kennt uns durch und durch und er weiß, was uns bedrückt und bedrängt
und er weiß auch, wie wir da wieder heraus kommen.
Sein Wort ist die Medizin, die wir brauchen.
Er ist der Arzt, den wir ungeliebte Wahrheiten sagen lassen,
damit uns geholfen wird,
damit wir (uns) überwinden,
damit wir wieder ins Gleichgewicht kommen.
Seine Worte lassen wir zu.
Sie dürfen uns treffen und sie verletzen trotzdem nicht,
weil sie nicht erzwingend sind, weil sie aus Liebe sind, weil sie Liebe sind,
weil er für mich ist, weil er das Beste für mich möchte.
"Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert
und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter
der Gedanken und Sinne des Herzens. Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es
ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen."
(Hebr 4,12-13)
Gottes Wort wird in uns wirksam.
Es wird in uns lebendig und befähigt uns zur Veränderung.
Es trennt die Dinge in uns, die nicht zusammen gehören
und es trennt von uns, was uns belastet und schädigt.
Es zeigt uns unser wahres Gesicht, wer und was wir wirklich sind und was nicht.
Es macht das Gute und Böse in uns sichtbar, trennt es voneinander
und ermöglicht, uns neu zu orientieren, unser Leben neu zu gestalten.
Es gibt uns Erkenntnis über uns selbst und neue Orientierung,
eine Wegweisung in ein anderes, schöneres und besseres Leben.
Es zeigt uns, wer Gott für uns ist und sein möchte.
Es zeigt uns, was Jesus für uns getan hat und worunter wir leiden.
Es zeigt uns den Weg der Genesung,
den Weg zu unserem wahren Wesen, den Weg zu Gott.
Es ist gut, wenn die Wahrheit an den Tag kommt,
wenn das Gift von Selbstlüge, Stolz, Hochmut, Eitelkeit, Selbstgerechtigkeit
oder Minderwertigkeit aufgedeckt wird
und wenn der Eiter der Verletzung, der Wut, der Aggression und des ablehnenden
Hasses abfließen kann.
Es ist gut, wenn wir unsere Fehleinstellungen erkennen und korrigieren können.
Es ist gut, von alten Lasten, Hindernissen und Geschwüren befreit zu werden.
Es ist gut, die Gedanken und die Gesinnung zu prüfen,
Klarheit über sich selbst zu bekommen und innerlich gereinigt zu werden,
damit das Gute in uns wachsen und wirksam werden kann.
Es ist gut, endlich mit Gott und aus Gott zu leben,
weil das unsere Bestimmung ist,
weil das unserem Leben Sinn gibt,
weil uns das freundlich, glücklich, ausgeglichen und zufrieden macht.
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Dein Glaube hat ...! (Mt 9,22 u.a.)
Hallo Du,
gibt es bei Dir irgendeinen Bereich,
in dem Du Dir absolut sicher bist,
dass es so kommen wird, wie Du es Dir vorstellst?
Wie verhältst Du Dich dabei?
Wenn Du Dir einen neuen Schrank kaufen möchtest
und Du 1.000 Euro in der Tasche hast, dann weißt Du,
dass Du ihn bezahlen und bekommen kannst.
Du bist Dir vollkommen sicher.
Du hast die Bedingung für einen Kauf erfüllt.
Du hast, was Du dafür brauchst,
nämlich mit dem Geld auch die Gewissheit, dass er Dir gegeben wird.
Du geht vertrauensvoll in das Geschäft; im festen Glauben daran,
dass Du für Dein Geld den Schrank bekommst;
nicht immer sofort, oft mit Lieferfrist,
aber Du hast ein festes Anrecht, das eingelöst werden wird.
Oder, wenn Du im Bahnhof in einen Zug steigst,
für den am Bahnsteig das Ziel Berlin angezeigt wird,
dann glaubst Du es, steigst ein und zweifelst nicht daran.
Du vertraust darauf, dass das so richtig ist
und der Zug nicht nach München fährt.
In diesen Situationen haben wir gelernt, den Angaben zu vertrauen;
den Versprechungen zu glauben und uns darauf zu verlassen.
In anderen Situationen gehen wir dieses Risiko nicht bzw. nicht so gerne ein.
Wir unterscheiden zwischen vertrauenswürdig und riskant,
also nicht vertrauenswürdig.
Wir richten uns nach unseren bisherigen Erfahrungen:
· Das hat bisher immer geklappt.
· Das hat bisher nicht zuverlässig geklappt.
· Da habe ich noch nicht genügend Erfahrung gesammelt.
Wir sind Unsicher und im Zweifel, wenn wir kein Vertrauen haben.
Wir lassen uns nicht gerne auf Situationen ein, deren Ausgang ungewiss ist.
Im Normalfall misstrauen wir anderen und bauen lieber auf unsere eigene Stärke.
Wir wollen gerne die Kontrolle über die Abläufe behalten,
um vor unliebsamen Überraschungen sicher zu sein.
Wir trauen nur uns selbst, weil wir dann alles in den eigenen Händen haben.
Und wenn es dann doch nichts wird,
dann haben wir für uns die Ausrede,
dass wir es ja eigentlich gar nicht wirklich wollten.
Wenn wir uns aber bei etwas wirklich sicher sind,
dann handeln wir danach, damit auch das eintritt,
was wir erhoffen und anstreben.
Wir denken und sagen zu uns:
‚Wenn ich jetzt damit beginne und etwas dafür tue,
dann werde ich das Ziel auch erreichen’.
Wir gehen Schritte auf das meist noch nicht sichtbare Ziel zu
und im Gehen wird es deutlicher und realer.
Es formt sich wie aus dem Nichts.
Wir sehen, was wir vorher nicht sehen konnten.
Wir erkennen, was wir vorher noch nicht gekannt haben.
In der Bibel gibt es dazu einige Berichte:
In Mt 9,21-22 dachte die blutflüssige Frau:
«Wenn ich Jesus nur berühre, werde ich bestimmt gesund.»
Sie hoffte so stark und glaubte so fest daran,
dass sie es tatsächlich auch tat.
Und Jesus drehte sich zu ihr um, sah sie an und sagte:
«Sei unbesorgt! Dein Glaube hat dich geheilt.»
Im selben Augenblick war die Frau gesund.
In Mk 10,51-52 traf Jesus einen Blinden, der nach ihm rief.
«Warum hast du nach mir gerufen?» fragte ihn Jesus.
«Herr, ich möchte sehen können!»
Darauf antwortete Jesus: «Geh! Dein Glaube hat dich geheilt.»
Sofort konnte der Blinde sehen, und er ging mit Jesus.
Er rief aus Hoffnung und in Gewissheit.
Er glaubte den Erzählungen von anderen.
Er hatte keine Zweifel oder Bedenken.
Er hatte nichts zu verlieren, sondern konnte nur gewinnen.
Er wurde aktiv und überwand seine Ängste.
Er wurde geheilt.
Sein Vertrauen wurde bestätigt.
Er ging aus Dankbarkeit mit Jesus.
Er folgte ihm nach,
weil er ihm vertraute;
weil er ihm noch größeres zutraute,
weil er dadurch mutiger wurde.
Das, was wir von Gott erhalten ist nicht fiktiv oder imaginär.
Es wird und bleibt real. Wir erkennen und sehen es.
In Lk 7,47-50 sagte Jesus über eine Dirne,
die zu ihm ging, bei ihm niederkniete und so sehr weinte,
dass seine Füße von ihren Tränen nass wurden.
«Ihre große Schuld ist ihr vergeben;
sonst hätte sie mir nicht so viel Liebe zeigen können.
Wem wenig vergeben wird, der liebt auch wenig.»
Zu der Frau sagte Jesus: «Deine Sünden sind dir vergeben.»
Da tuschelten die anderen Gäste untereinander:
«Was ist das nur für ein Mensch! Kann der denn Sünden vergeben?»
Doch Jesus sagte zu der Frau:
«Dein Glaube hat dich gerettet! Gehe in Frieden.»
In Lk 17,12-19 begegnete Jesus zehn Leprakranke, die ihm zuriefen:
«Jesus, Meister! Hab doch Erbarmen mit uns!»
Er sah sie an und forderte sie auf:
«Geht zu den Priestern und zeigt ihnen, dass ihr geheilt seid!»
Auf dem Wege dorthin wurden sie gesund.
Wohlgemerkt: Sie bewiesen ihr Vertrauen, indem sie losgingen.
Sie gingen los, obwohl sie noch nicht geheilt waren.
Und weil sie trotzdem gingen, wurden sie geheilt.
Zu dem einen, der zum Danken zurückkam sagte Jesus:
«Stehe auf! Dein Glaube hat dich gerettet.»
Haben sich diese Menschen selbst gerettet,
weil sie im Denken glaubten, dass sie gerettet würden? Nein!
Ein gesundes Selbstbewusstsein ist zwar nicht schlecht,
aber sie wurden geheilt und gerettet, weil sie Jesus und Gott vertrauten;
weil sie sich selbst die Bitte an Gott zutrauten;
weil sie Gott Großes zutrauten.
Weil sie vertrauten, konnte ihr Vertrauen belohnt werden.
Weil sie Gott Vergebung und Heilung zutrauten, wurde es ihnen zuteil.
Weil sie nicht zögerten und zweifelten, konnte es wahr werden.
Wer Jesus und Gott fest vertraut und auf ihn baut,
wer im Vertrauen den ersten Schritt geht,
wer Gottes Versprechungen und Verheißungen nicht als leere Worte,
sondern als zuverlässige Wahrheit, als vertragliche Verpflichtung erkennt,
der kann gewiss sein, dass Gott entsprechend handelt,
dem wird das göttliche Versprechen zuteil.
Gott ist nicht unser persönlicher Wunscherfüller.
Vieles müssen wir selbst tun und leisten;
für vieles müssen wir in Vorleistung treten.
Aber das, was er versprochen hat, das hält er auch.
Nicht immer sofort – wir könnten es oft nicht verkraften,
sondern meist langsam zunehmend, damit wir mitwachsen können.
Im Johannesevangelium sagt Jesus:
«Wer an mich glaubt,
der glaubt in Wahrheit an den, der mich gesandt hat.» (12:44)
«Wer an mich glaubt, der hat jetzt schon das ewige Leben!» (6:47)
«Wer an mich glaubt, wird erfahren, was die Heilige Schrift sagt:
Wie ein Strom wird lebenschaffendes Wasser von ihm ausgehen.» (7:38)
«Wer mein Wort hört und an den glaubt, der mich gesandt hat,
der wird ewig leben.» (5:24)
«Wer an mich glaubt, wird die gleichen Taten vollbringen wie ich,
ja sogar noch größere; denn ich gehe zum Vater.» (14:12)
Tue Dir also selbst den Gefallen und glaube Gottes Zusagen.
Lese sie nach, vertraue ihm und baue darauf!
Nur so kannst Du sie erhalten.
Dein Glaube gibt den Anstoß.
Dein Glaube an Jesus bewegt, verändert und löst.
Gott bewegt, verändert und löst.
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Dem Leben entrückt
„Wer sich an sein Leben klammert, wird es verlieren.
Wer sein Leben aber für Gott einsetzt, wird es für immer gewinnen.“ (Lk 17,33)
Hallo Du,
wir Menschen haben von Natur aus ein egozentrisches Weltbild,
d.h. wir schauen aus unserem Körper heraus, beobachten unsere Umgebung
und die Geschehnisse, beziehen sie auf uns und messen sie an uns und uns an ihnen.
Wir machen uns automatisch zum Maßstab der Dinge, weil wir keinen anderen haben
und gehen davon aus, dass wir O.K. sind und dass somit unsere Bewertungen
für uns und andere richtig sind.
Wir gehen also immer von uns aus und was wir denken, sagen und tun
ist für uns absolut richtig, es muss einfach richtig sein,
schließlich haben es uns unsere Eltern so vorgelebt und alle anderen machen es auch so!
Objektiv gesehen ist das verrückt,
aber subjektiv gesehen ist das - ohne weiteres Wissen-
zunächst der einzige Weg, um überhaupt einen Maßstab zu haben.
Und weil wir unbewusst mit zunehmendem Verstand
immer „verständiger“ und „selbstbezogener“ werden, verfestigt sich dieser Selbstmaßstab
und wir geraten in eine selbstherrliche oder selbstkritische Denkecke,
aus der wir kaum noch herauskommen.
Wir sind gefangen im eigenen Maßstab, im eigenen Ich,
in den eigenen Einstellungen, Vorstellungen und Erwartungen, im eigenen Teilwissen.
Wie gut wäre es, wenn ich über meinen eigenen Zaun schauen könnte,
um meinen Maßstab zu relativieren, um ihn auf ein gesundes Maß zu bringen.
Wenn wir beispielsweise perfektionistisch veranlagt sind,
dann disziplinieren wir uns dafür unbewusst selbst, messen unsere Mitmenschen daran
und quälen sie mit unseren Erwartungen, denn sie sind es eben nicht.
Weil wir unser eigener Maßstab sind und weil andere Dinge nicht so machen,
wie wir es für richtig halten, müssen wir eben sehr viel selbst tun,
um es uns recht zu machen. Oft übertreiben wir den Selbst-Bezug.
Wir investieren sehr viel Kraft in die „richtige“ Lösung oder Ausführung
und verfestigen damit unsere Einstellung um so mehr.
Wir lösen nicht unser Problem, sondern wir werden zum Problem für andere.
Nur wer sein Problem loslässt, sich von ihm entrückt und entfernt,
findet die innere Ruhe wieder und kommt ins liebevolle Fließen.
Stehst auch du wie eine Eiche mitten in deinem Leben und misst die Umwelt an dir,
oder blickst du manchmal über deinen eigenen, begrenzten Horizont hinaus?
Alles ist alleine eine Frage des Horizonts bzw. des Blickwinkels, also der Perspektive:
Bin ich Betroffener, dann betrachte alles im engen Bezug auf mich,
also auf mein kleines, empfindsames und selbstbezogenes ICH,
oder betrachte ich mich großzügig von außen wie einen interessanten Fremden,
den ich kennen- und verstehen lernen möchte?
Um mir einen Überblick zu verschaffen,
muss ich mich auf einen höheren Standort begeben,
mir also das Problem von einer höheren Warte aus ansehen,
d.h. mir dadurch vermehrte Informationen und Kenntnisse der Zusammenhänge zulegen.
Oder anders ausgedrückt, ich muss mich über die Dinge des Alltags erheben, sie mit Abstand betrachten, sie aus Perspektive eines Vogels in möglichst großer Flughöhe sehen.
Ich muss über den Problemen und Geschehnissen fliegen,
um mich aus den Zusammenhängen heraus zu orientieren,
um durch den so gewonnenen Überblick zu anderen Bewertungen zu kommen.
Das geschieht durch das Sehen mit dem inneren Auge, mit dem Herzen.
Dabei löse ich mich vom körperlichen, sinnesbezogenen Sehen, gebe die Binnensicht auf
und betrachte mich von außen.
„Was tue ich da? Warum mache ich das? Wozu ist das überhaupt gut?“
Ich betrachte mich, also mein Wesen, meine Situation, meine Probleme und mein Verhalten
im so genannten Metablick von oben und außen, aus der Adlerperspektive,
quasi mit den Augen einer anderen Person
oder vielleicht auch mit den Augen Gottes und mit seinem Maßstab.
Hinter den Augen und der Sichtweise der anderen liegt ein anderes Wissen,
liegen andere Ansichten, Erfahrungen, Wertvorstellungen und Einstellungen.
Auch die anderen leben und handeln nach ihrem Maßstab.
Sie tun es zwar anders als ich, aber vielleicht doch nicht verkehrt,
denn sie kommen ja damit klar.
Sie sehen Dinge eben anders
und tun sie vielleicht sogar mit weniger Aufwand.
Das bedeutet:
Nur wenn ich mich aus meinen Lebenszwängen herauslöse und mich selbst betrachte,
kann ich vertiefte Einblicke und Erkenntnisse über mich erlangen;
nur wenn ich mir für diese Betrachtung Zeit und Ruhe nehme,
wird die Besinnung zur wegweisenden und sinngebenden Erkenntnis.
Durch die veränderte Perspektive und die darin erhaltenen zusätzlichen Informationen
verschieben sich meine eigenen Ansichten, Erwartungen und Lebenswerte
und damit auch ihre Bedeutung für mich und mein Leben.
Ich bekomme einen anderen Maßstab. Mein ICH relativiert sich.
Und je höher meine Flughöhe wird, desto größer wird mein Überblick.
Ich nehme weniger verwirrende und ablenkende Details wahr und erkenne dafür viel besser
die sich wiederholenden Zusammenhänge und Grundmuster im Ablauf des Geschehens
und in den Grundstrukturen von Menschen - und damit auch von mir.
Über die Außensicht und die Betrachtung anderer lerne ich mich und mein Wesen kennen,
also meine Begabungen, Wünsche, Hoffnungen, Sehnsüchte, Schwächen und Ängste,
meine Vielfalt und meine Mängel, meine Einfalt und meinen unbewussten Stolz und Hochmut.
Alles darf sein, denn es ist ja die Grundlage für mein persönliches Wachstum,
für meine ganz persönliche Weiterentwicklung, für meine Lebensaufgabe.
Wow, ich kann gedanklich fliegen!
Ich kann mich innerlich bewegen und dabei äußerlich ruhig sein.
Ich kann durch Perspektivenwechsel innerlich wachsen und es wird sogar äußerlich sichtbar.
Ich kann meinen Verstand, vielleicht auch meinen Geist, von meinem Körper trennen!
Ich kann mich gedanklich bewusst aus meinem Sein herausheben.
Ich kann meine Fesseln und Bindungen gedanklich verlassen
und so frei und ungestraft neue Wege ausprobieren und prüfen.
Ich kann mich über das belastende Leben heben und mich in einer neuen Rolle sehen.
Wow, ich kann im Geiste spazieren gehen!!
Ich bin also nicht nur ein Körperwesen, gebunden an meinen Körper,
sondern auch ein Geistwesen, frei und ungebunden in der geistigen Bewegung.
In der abgehobenen, selbstvergessenen Betrachtung
verlasse ich meinen Körper und gehe im Geist auf.
Von einem guten und spannenden Buch oder Film kenne ich das,
aber dass ich selbst darauf Einfluss habe ist genial.
Ich werde nicht nur der äußeren Wirklichkeit entrückt,
sondern ich kann mich ihr auch durch Konzentration und Hingabe entrücken.
Ich kann meine Denk- und Gefühlsebene verlassen
und darüber gedanken-los eins werden mit der Stimmigkeit des Seins.
Ich kann mich mit dem Universum, ja mit Gott, verbinden
und mich darin losgelöst verändern lassen.
Ich kann sehen, ohne zu sehen, hören ohne zu hören und ohne Verstand verstehen.
Ich weiß ohne zu wissen und erkenne ohne Kenntnis. Das ist wahre Erkenntnis.
Das gelingt aber nur dem. der sich vollkommen loslösen kann;
dem, der es lernt immer mehr loszulassen und sich (sein Ich) zu vergessen.
Nur wer vom Welt- und Eigenwesen gelöst ist, kann entrückt werden,
also herausgenommen werden aus den Zwängen des Lebens
und den verqueren Gedanken und Gefühlen des Menschseins.
Im Korintherbrief (2. Kor 12:2) lesen wir:
„Ich kenne einen Christen, der vor vierzehn Jahren in den dritten Himmel entrückt wurde. Gott allein weiß, ob dieser Mensch leibhaftig oder mit seinem Geist dort war.“
Diese Entrückung ist so erholsam, intensiv und beeindruckend,
dass sie bleibende Spuren hinterlässt.
Wir erleben sie als wohltuende, andere Realität und als erhellende Klar- und Weitsicht.
Sie ist Abstand vom Verstand
und damit Gedankenlosigkeit, Geborgenheit und innerer Frieden.
In ihr sind Freude, Frieden und Geduld, Freundlichkeit, Güte und Treue, Besonnenheit
und Selbstbeherrschung und noch manches andere zu Liebe und Verständnis verdichtet.
Und wer aus dieser weltlichen Entrückung zurückkehrt
in seinen Körper und in sein irdisches Leben,
der sieht alles von einer überirdischen Warte aus, mit veränderten Bewertungen.
Er weiß, dass nichts wirklich wichtig ist, außer einem festen Fundament,
nämlich der dauerhaften Verbindung mit Gott
und die ist gegründet auf Jesus Christus, auf seinem Vorbild und Maßstab;
auf dem, was er uns von Gott gesagt und gezeigt hat.
Nur in der Gewissheit dieses Wissens können wir mit ihm im Geist verschmelzen.
Das gerade ist der feste Glaube an und das blinde Vertrauen in Gott,
zu dem wir in der Bibel immer wieder aufgefordert werden.
Ich brauche wirklich nichts anderes als Gott, denn er sorgt für alles, was ich brauche.
Verbunden mit ihm habe ich alles, was wichtig ist. Aus dieser Beziehung
wächst die Gemeinschaft mit anderen, die für das Restliche sorgt.
Wer ihn hat, der hat das Leben; ein neues vertrauensvolles und bewahrtes Leben
mit großer Übersicht und warmherzigem, liebevollem Weitblick.
Wer ihn hat, kann seine Kräfte bündeln und auf das Wesentliche konzentrieren,
nämlich auf das dreifache Liebesgebot Jesu:
“Liebe Gott, den Herrn, von ganzem Herzen, aus ganzer Seele und mit deinem ganzen Verstand und liebe deinen Mitmenschen, so wie du dich selber liebst!“ (Mt 22:37)
Wer also seine Liebe für Gott, für seine eigene Gesundheit und für andere
hingebungsvoll im Denken, Reden, Beten und Handeln einsetzt,
der wird in eine andere Wirklichkeit entrückt und von Gott erhört;
der ist im Geist direkt mit Gott verbunden,
der kümmert sich zuerst um das Reich Gottes und der Rest wird ihm dazu gegeben.
Gott braucht unsere Liebe, die Liebe, die er in uns alle gelegt hat,
um durch sie an uns, und durch uns an anderen zu handeln.
Er braucht uns, unsere Offenheit, unser Vertrauen, unsere Bereitschaft
und unseren Gehorsam, damit er „aus uns heraus“ und wir „für ihn“ wirken können.
Sein Heiliger Geist braucht uns, unseren Körper, unseren Verstand, unsere Gefühle
und unseren Geist, um sich und seine Liebe auszudrücken und verständlich zu machen.
Und unser Geist, Verstand und Körper braucht Gott und seine Perspektive
zur geistlichen Orientierung, damit wir einen übergeordneten Maßstab bekommen
und die Signale unserer Sinne, und daraus abgeleitet unserer Gedanken und Gefühle,
relativiert einschätzen.
Im Schauen auf Gott verändere ich meine Perspektive.
Ich werde aus meinem gefühlsgeleiteten Denken herausgehoben
und betrachte meine Probleme und Bitten mit seinen Augen und aus seinem Wollen.
Indem ich im Gebet ein Problem beschreibe, betrachte und objektiviere ich es bereits
und meine Bitte oder Fürbitte fällt anders aus.
Im ich-verbundenen, alten Leben haben wir die Geschehnisse aus unserer Verstrickung
mit ihnen gesehen, im neuen, teilentrückten, vergeistlichten Leben sehen wir
distanzierter und differenzierter und damit mehr aus der Sicht Gottes.
„Ihr habt doch euer früheres Leben mit allem, was dazugehörte, wie alte Kleider abgelegt. Zieht jetzt neue Kleider (und neue Sichtweisen) an, denn ihr seid (durch eure Lebenshingabe an Jesus) neue Menschen geworden! Lasst euch (nun) von Gott erneuern. So entsprecht ihr immer mehr dem Bild, nach dem Gott euch geschaffen hat. (Kol 3:9 – 10)
„Wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere Mensch
von Tag zu Tag erneuert.“ (2.Kor 4, 16)
Der innere Mensch wird also durch inneres Wachstum und innere Veränderung (Reifung)
von Tag zu Tag, immer wieder und immer weiter, erneuert.
Wir werden erneuert, indem wir über uns und unseren Horizont hinauswachsen.
Wir werden erneuert,
indem wir andere Blickrichtungen einnehmen,
andere Maßstäbe akzeptieren und anlegen
und neue Erkenntnisse zulassen und daraus lernen.
Lernen hält uns jung und beweglich. Lernen ist unser Jungbrunnen.
Wir rücken näher zu Gott,
indem wir uns jeden Tag und in jeder Fragestellung neu an ihm orientieren,
uns von ihm und seiner Erkenntnis leiten lassen und auf seine Zusagen bauen.
Ziel unserer Bewusstseinserneuerung ist das tägliche Anziehen „des Ebenbilds dessen,
der uns geschaffen hat“.
So werden wir im Lebensprozess dem irdischen Leben immer weiter entrückt
und zu dem gemacht, was Gott mit dem Menschen ursprünglich vorhatte.
„Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn.“ (1.Mose 1,27)
Wir sollen ihm ähnlich werden; werden wie Jesus; zu seinen Söhnen oder Töchtern werden.
Wer sich also in irgendeiner Weise an sein altes Dasein klammert, wird dauerhaft krank
und er wird das Leben insgesamt verlieren.
Wer aber sein Leben an Gott ausrichtet und es dadurch erneuern lässt;
wer also dieses neue Leben und diese neue Sicht für Gott einsetzt,
der wird das Leben in der Fülle des Seins für immer gewinnen.
Himmlischer Vater,
schenke mir immer wieder neue Blickrichtungen, Einblicke und Ansichten
und auch die Erkenntnis deines Wollens und deiner Weisheit.
Entrücke mich immer mehr aus meinem alten, kleinkarierten Leben,
in die geistliche Verbindung mit dir, damit ich Jesus - und damit auch dir -
immer ähnlicher werden kann.
Offenbare mir das Geheimnis der Verwandlung durch dein Wort und deinen Geist
und erweise mir die Gnade, dieses Wissen an andere weitergeben zu können.
Amen
Den Namen Gottes bekanntmachen.
Jesus betet für uns (Joh 17, 1 – 26)
Ich habe ihnen deinen Namen bekanntgemacht, und ich werde ihn bekanntmachen,
damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist, damit ich in ihnen bin.
(Joh 17,26)
Jesus betet für seine Jünger
Joh 17,1 - 26 Nach diesen Worten sah Jesus zum Himmel auf und betete: «Vater, die Stunde ist da! Lass jetzt die Herrlichkeit deines Sohnes erkennbar werden, damit dein Sohn dich verherrlicht.
Du hast ihm Macht über die Menschen gegeben, so dass durch ihn alle zum ewigen Leben gelangen, die du ihm anvertraut hast.
Und das allein ist ewiges Leben: Dich, den einen wahren Gott, zu erkennen und an Jesus Christus zu glauben, den du gesandt hast.
Ich habe hier auf der Erde den Menschen gezeigt, wie herrlich du bist. Ich habe den Auftrag erfüllt, den du mir gegeben hast.
Und nun, Vater, zeige an mir die Herrlichkeit, die ich bereits mit dir teilte, bevor die Welt erschaffen wurde.
Ich habe den Menschen gezeigt, wer du bist, und zwar allen, die du aus der Welt herausgerufen und mir anvertraut hast. Dir gehörten sie schon immer, und deswegen hast du sie mir gegeben. Sie haben deinem Wort geglaubt und leben danach.
Jetzt wissen sie, dass alles, was ich habe, von dir gekommen ist.
Denn was du mir gesagt hast, habe ich ihnen weitergegeben. Sie haben dein Wort angenommen und erkannt, dass ich von dir herkomme; sie glauben daran, dass du mich gesandt hast.
Für sie bitte ich dich jetzt: für die Menschen, die du mir anvertraut hast und die zu dir gehören; nicht für die ganze Welt.
Denn alles, was ich habe, das gehört dir, und was du hast, das gehört auch mir. Sie werden der Welt zeigen, wer ich bin. (Wörtlich: In ihnen bin ich verherrlicht.)
Ich verlasse jetzt die Welt und komme zu dir. Sie aber bleiben zurück. Heiliger Vater, erhalte sie in der Gemeinschaft mit dir damit sie untereinander eins werden, so wie wir eins sind. (Wörtlich: in deinem Namen, den du mir gegeben hast.)
Solange ich bei ihnen war, habe ich sie in der Gemeinschaft mit dir erhalten, alle, die du mir anvertraut hast. Ich habe sie bewahrt, und keiner von ihnen ist verlorengegangen, außer dem einen, wie es schon in der Heiligen Schrift vorausgesagt ist.
(Wörtlich: dem Sohn des Verderbens (Judas).)
Jetzt komme ich zu dir zurück. Aber dies alles wollte ich noch sagen, solange ich bei ihnen bin, damit meine Freude auch sie ganz erfüllt.
Ich habe sie deine Worte gelehrt, und die Welt hasst sie deswegen, weil sie ebenso wie ich nicht mehr zu ihr gehören.
Dennoch bitte ich dich nicht, sie aus der Welt zu nehmen. Aber schütze sie vor der Macht des Bösen.
Sie gehören ebenso wenig zur Welt wie ich.
Lass sie dir immer ähnlicher werden und der Wahrheit gehorchen. Dein Wort ist die Wahrheit. (Wörtlich: Heilige sie in der Wahrheit.)
Wie du mich in die Welt gesandt hast, so sende ich sie in die Welt.
Für sie gebe ich mein Leben hin, damit ihr Leben dir gehört.
(Wörtlich: Ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie Geheiligte seien in Wahrheit.)
Ich bitte aber nicht nur für sie, sondern für alle, die durch das Zeugnis meiner Jünger von mir hören werden und an mich glauben.
Sie alle sollen eins sein, genauso wie du, Vater, mit mir eins bist. So wie du in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns fest miteinander verbunden sein. Dann werden sie die Welt überzeugen, dass du mich gesandt hast.
Deshalb habe ich ihnen auch die Herrlichkeit gegeben, die du mir anvertraut hast, damit sie die gleiche enge Gemeinschaft haben wie wir.
Sie bleiben in mir und ich in dir: So sind wir vollständig eins. Und die Welt wird erkennen, dass du es bist, der mich gesandt hat, und dass du meine Jünger liebst, wie du mich liebst.
Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, bei mir bleiben. Sie sollen an meiner Herrlichkeit teilhaben. Du hast mir die Herrlichkeit gegeben; denn du hast mich geliebt, längst bevor die Welt geschaffen wurde.
Gerechter Vater! Wenn die Welt dich auch nicht kennt, ich kenne dich, und diese hier haben erkannt, dass du mich gesandt hast.
Ich habe ihnen gezeigt, wer du bist. Das werde ich auch weiter tun, damit deine Liebe zu mir auch sie erfüllt, ja damit ich selbst in ihnen lebe.» Wörtlich: Und ich habe ihnen deinen Namen bekanntgemacht, und ich werde ihn bekanntmachen, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in ihnen.
Denke um - Kehre um !!!
Der Herr erfüllt seine Zusagen nicht zögernd, wie manche meinen.
Im Gegenteil: Er hat Geduld mit euch, weil er nicht will, dass einige zugrunde gehen.
Er möchte, dass alle Gelegenheit finden, von ihrem falschen Weg umzukehren. (2. Petr 3,9)
Hallo Du,
fühlst Du Dich niedergeschlagen, kraftlos,
antriebslos, vergesslich, krank, matt oder müde?
Regst Du Dich schon bei Kleinigkeiten auf?
Sind oft andere an Deiner Misere schuld?
Oder fühlst Du etwa so stark,
dass Du alles ganz alleine vollbringen willst
und dass Dein Verstand alles im Griff hat?
So oder so, beide Gefühle führen in eine Sackgasse
und Du musst Dein Ego, Deinen Stolz und Hochmut überwinden,
um da wieder heraus zu kommen.
Gehe in Dich und beuge Dich vor Gott.
Erkenne Dein Unrecht vor Gott und den Menschen,
bereue Deine Überheblichkeit und Selbstsucht,
kehre um in Deinem krankmachenden Verhalten,
verändere Deine bisherigen Werte und Ziele,
mache Deine Verfehlungen wieder gut, soweit Du es kannst,
wende Dich wieder Gott zu, Deinem Schöpfer,
übertrage Jesus die Verantwortung für Dein Leben
und ändere Dein Denken, Reden und Handeln.
Nicht Du stehst im Mittelpunkt, sondern er.
Tue Buße bedeutet: bereue und denke um!!!
Nehme Dir nicht, was Du haben möchtest,
sondern lasse Dir geben, was Dir zusteht.
Schäme Dich in Staub und Asche für alles,
was Du gedacht, gesagt und getan hast
und nehme es zurück. (Hiob 42,6)
Zeige, dass es Dir Leid tut
und dass Du Dein Verhalten geändert hast.
Ändere Dein Leben
und lasse Gott seine Herrschaft in Dir aufrichten.
Lasse ihn seine Wunder in Dir und an Dir tun.
Unterstelle Deine Selbstsicherheit Gott.
Nehme seine Liebe, Gnade und Geduld an.
Lasse Dir Deine Verfehlungen vergeben,
damit Du neu beginnen kannst.
Kehre um, ändere Dein Leben
und gebe ein Beispiel für Deine Hinwendung zu Gott.
Zeige durch Deine Taten,
dass Du es mit der Umkehr ernst meinst.
Kehre jetzt um und gib Deine Verdrehtheit und Falschheit auf!
Vertraue auf Jesus.
Kehre jetzt um und lasse Dich taufen auf Jesus Christus;
die Taufe ist das Siegel auf Deine Bereitschaft,
ein neues Leben anzufangen;
lasse seinen Namen über Dir ausrufen
und bekenne Dich offen zu ihm!
Dann wird Gott Dir Deine Schuld vergeben
und Dir seinen Heiligen Geist und alle
damit verbundenen Segnungen schenken. (Apg 2,38)
Gott ist bereit, mit Nachsicht über das hinwegzusehen,
was Du bisher aus reiner Unwissenheit falsch gemacht hast.
Jetzt aber fordert er Dich auf,
umzudenken und einen neuen Anfang zu machen. (Apg 17,30)
Der Herr erfüllt seine Zusagen nicht zögernd.
Im Gegenteil: Er hat Geduld mit Dir,
weil er nicht will, dass Du zugrunde gehst.
Er möchte, dass auch Du Gelegenheit findest,
von Deinem falschen Weg umzukehren. (2. Petr 3,9)
Und wenn Du glaubst,
der Preis für Deinen inneren Frieden sei zu hoch,
dann bedenke, aus welcher Höhe Du herabgestürzt bist
und welche Schmerzen und welches Leid Du tragen musstest!
Wenn Du Dich nicht änderst, wenn Du Dein Denken nicht änderst,
wird Dein Leid noch größer und der Weg zurück immer schwerer.
Dein Gewissen wird Dich plagen
und Du wirst kaum noch schlafen können.
Gier, Sucht, Lust und andere Dämonen werden Dich quälen
und Dein Besitz wird Dich besitzen und beherrschen.
Solange Du Gott nicht die Ehre gibst
und Dich im unterstellst, wirst Du leiden.
Wenn Du aber zur Einsicht kommst
und zu Gott umkehrst, wird Dein neues Leben beginnen.
Himmlischer Vater,
durch deine Milde lehrst du uns,
dass der Fromme Menschenliebe üben soll,
und zugleich gibst du deinen Kindern die Gewissheit,
dass sie in Reue zu dir kommen dürfen,
wenn sie Schuld auf sich geladen haben. (Salomos 12,19)
Herr, nimm uns an! Das Opfer, das wir dir bringen,
ist ein Herz voll Reue und ein demütiger Geist. (Gebet Asarjas)
Wie glücklich ist der Mensch, der nie etwas Unbedachtes sagt
und nicht von Reue über seine Verfehlungen geplagt wird! (Sir 14,1)
Hallo Du,
wer bestimmt dein Leben?
Bist Du es selbst?
Sind es andere Menschen?
Ist es die Arbeit, das Geld, der Fernseher oder sonst etwas?
Wie wichtig bist du dir selbst?
Fangen Deine Sätze oft an mit:
ICH bin...,
ICH habe...,
ICH will...,
ICH möchte ...,
ICH ... !
Wenn „Ja“,
dann bist nicht du der Herr in deinem Leben, sondern dein ICH,
dann stellst du dein ICH und dein Wollen, deinen Willen,
in den Mittelpunkt und lässt dich davon bestimmen.
Alles dreht sich im dich.
Alles beziehst du auf dich.
Alles soll dir gefallen und dienen.
„Man gönnt sich ja sonst nichts!“
„Man lebt schließlich nur einmal!“
„Jeder denkt an sich. Warum nicht auch ICH!“
Ist dir schon einmal aufgefallen,
das du in einer starken Abhängigkeit von deinem EGO lebst,
ihm unterworfen und ausgeliefert,
von ihm gedrängt, getrieben und bestimmt.
Du bist nicht frei, souverän und locker,
sondern eingeengt, ausgerichtet und gehemmt.
Dein „Erfolg“ geht zu Lasten anderer.
Dein „Erfolg“ ist letztlich eine Niederlage.
Nicht dein Wesen lebt, dein Herz,
sondern dein Verstand, der dir im Weg steht.
Er verstellt dir die freie Sicht und Entfaltung.
Er nährt deinen unstillbaren Hunger nach
mehr Erlebnis, Lust, Nervenkitzel und Abwechslung.
Er möchte mehr immer mehr bekommen, haben und sein.
Er will geehrt, gewürdigt, anerkannt,
geliebt und berücksichtigt sein und werden.
Er bestimmt dein Denken und deine Gedanken,
dein Sprechen, dein Verhalten und dein Tun.
Er schreit nach Anerkennung wie ein kleines Kind.
Er will glänzen und sich beweisen!
Dein Herz, deine Herzlichkeit, deine Herzenswärme
müssen sich nicht beweisen, denn sie sind.
Sie sind aber nur dann,
wenn du, dein Verstand, sie sein lässt;
wenn du dich bewusst dafür entscheidest,
dass sie wichtige Teile deines Wesens sind;
dass sie Ausdrucksformen deiner Liebe sind,
die in dir ist und die aus dir fließen möchte.
Der Verstand ist stolz, eitel, hochmütig und blind.
Er duldet niemanden neben sich.
Er vergleicht, beurteilt und würdigt herab.
Das Herz aber braucht den anderen.
Es lebt mit ihm und für ihn.
Es braucht Beziehung, um angeregt zu werden.
Es braucht Gemeinschaft, um geborgen zu sein.
Es braucht Berührung, um berührt zu werden.
Es braucht ein Gegenüber, um sich zu geben.
Es braucht eine klare Orientierung,
um sich nicht zu verlieren,
um an ihr auszurichten.
Wenn du also bereit bist,
deinen Verstand und sein EGO zurückzunehmen
und dein Herz stärker leben zu lassen,
vielleicht sogar nur aus dem Herzen heraus zu leben,
dann brauchst du
eine neue Orientierung, eine neue Ausrichtung;
eine Umkehr in deinem Denken, Sprechen und Handeln.
Dann darfst nicht mehr du im Mittelpunkt stehen
und alles andere um dich kreisen lassen,
sondern du reihst dich ein
und umkreist ein anderes Zentrum, Gott!
Du erkennst, dass es etwas Höheres,
etwas Wichtigeres als dich selbst gibt.
Du stellst seine und deine Liebe in den Mittelpunkt.
Du denkst, fühlst und handelst aus dieser Liebe.
Du betrachtest dich von außen, mit seinen Augen.
Du siehst die anderen mit seinen Augen.
Du wirst zu einem Teil des Ganzen.
Du wirst zum wichtigen, entscheidenden Rädchen,
ohne das das Ganze nicht funktioniert.
Gebe also deine selbstbezogene Verstandeslogik auf
und breche die Vorherrschaft deines selbstsüchtigen Willens.
Stelle Gott in den Mittelpunkt
und lasse sein Wort in deinem Mund und in deinem Herzen leben.
Bekenne vor anderen deutlich mit deinem Mund,
dass nicht mehr dein ICH dich beherrscht,
sondern dass jetzt Jesus Christus dein neuer Herr ist!
Vertraue von ganzem Herzen darauf,
dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat,
um dich aus deinen fesselnden Abhängigkeiten zu befreien,
um dir inneren Frieden zu geben,
um dein wahres und freundliches,
dein liebevolles und liebenswürdiges Wesen zu retten.
Wer Gottvertrauen hat, der weiß:
„Gottes Wort ist mir ganz nahe;
es ist und lebt in meinem Mund und in meinem Herzen.“
Wer also von Herzen an Jesus Christus glaubt
und diesen Glauben auch bekennt und dazu steht,
der erlebt, was es heißt, von Christus erlöst zu sein;
der bemerkt, dass Jesus in ihm lebt, ihn stärkt und durch ihn wirkt;
der lebt sehr gerne aus Gottes Kraft und Gnade;
der hat den Himmel auf Erden und seine Bestimmung gefunden.
Wer diesen neuen Weg mutig geht,
lässt sein altes ICH sterben.
Wer den Jesus-Weg geht,
sucht die Wahrheit über Gott
und erfindet sie durch Jesus,
der uns zeigt und sagt,
wer dieser liebende, gnädige Gott wirklich ist
und was er für seine Kinder,
die Menschen die zu ihm kommen, tut.
Er befähigt sie zur Liebe,
zum entwickeln und geben der Gaben,
der Fähigkeiten und Begabungen,
die er in sie gelegt hat,
damit sie zum Wohle aller dienen.
Dazu verleiht er ihnen Gesundheit
und eine begeisternde Kraft,
eine unversiegbare Lebenskraft,
die durch Schwierigkeiten trägt,
sie überwindet
und Quelle des Lebens,
die Stärke Gottes, in uns verdeutlicht.
Allein durch diese Stärke, durch diese Kraft und Führung,
werden wir fruchtbar, verstreuen wir den Liebessamen,
bringen wir anderen Menschen und dadurch uns selbst Segen.
Allein durch die Gnade
auf diesen Weg geführt zu werden,
ihn gehen zu können
und Gott in uns und uns selbst dabei kennen zu lernen
finden wir eine Beziehung zu und eine Verbindung mit Gott.
Allein dadurch finden wir heraus,
dass wir nicht nur Gottes Kinder sind,
sondern dass wir seine Söhne und Töchter sind,
dass wir von ihm Verantwortung (Antworten) erhalten haben
und stellvertretend für ihn auf dieser Erde wirken.
Er wirkt durch uns und wir für ihn.
Ich lebe dieses neue Leben
und ich bezeuge: Es ist real, es ist wahr, es ist grandios.
Ich gehe diesen neuen Weg mit Gott und ich bekenne,
dass ich völlig verändert wurde,
dass ich gesund und gut wurde,
weil ich Jesus gefunden und von ihm gelernt habe.
Ich sage dies sehr gerne,
weil ich auch dir dieses lebendige Leben wünsche.
Bibeltexte dazu:
Röm 10,8-10 Wer glaubt, der weiß: «Gottes Wort ist mir ganz nahe; es ist in meinem Mund
und in meinem Herzen.» Das ist nämlich das Wort vom Glauben an Christus, das wir verkündigen.
Denn wenn du mit deinem Munde bekennst: «Jesus Christus ist der Herr!», und wenn du von
ganzem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, dann wirst du gerettet werden.
Wer also von Herzen an Christus glaubt und seinen Glauben auch bekennt, der erlebt, was es heißt,
von Christus erlöst zu sein.
Joh 14,6 Jesus antwortete: «Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich
bin das Leben! Ohne mich kann niemand zum Vater kommen.
2.Kor 5,17 Gehört jemand zu Christus, dann ist er ein neuer Mensch. Was vorher
war, ist vergangen, etwas Neues hat begonnen.
Gal 2,20 Jetzt habe ich ein neues Leben! Es wird nicht mehr von meinem alten
Ich bestimmt, sondern von dem auferstandenen Christus, der in mir lebt.
Mein Leben auf dieser Erde erhält seinen Sinn durch Jesus Christus.
]]>Der Mutsprung (Ps 57,8)
Gott, jetzt habe ich neuen Mut gefasst, voller Vertrauen blicke ich in die Zukunft.
Darum will ich singen und dir danken, Herr. (Ps 57,8)
Hallo Du,
heute ist ein besonderer Tag! Eine Last ist von mir abgefallen. Es ist fast vollbracht.
Ich habe nach langer Zeit mal wieder gut durchgeschlafen.
Zur Feier des Tages schreibe ich euch, was geschehen ist.
Ich beginne mit einer alten, eindrücklichen Vertrauenserfahrung.
Während des Studiums zum Lehrer für Physik und Sport mussten viele kleine und
größere, äußere und innere Hindernisse übersprungen werden. Eine der großen
Herausforderungen war der Mutsprung. Zur Sportausbildung gehörte auch eine
praktische Ausbildung im Wasserspringen. Eine Disziplin, mit der ich nach einem
misslungenen Köpper (Kopfsprung) vom Einer im Freibad, eigentlich nichts
mehr zu tun haben wollte.
Als Erstsprung verlangte unser Ausbilder den Abfaller vorwärts vom 5m-Turm. Und seine knappe
Handlungsanweisung dazu war: „Stellt euch ganz vorne hin, streckt die Arme über den Kopf, macht
euch ganz steif und lasst euch fallen!“ Und als Motivation fügte er dazu: „Ohne den Sprung, könnt
ihr kein Examen machen.“
‚Mutig‘ stellte ich mich ganz hinten an und da war ich unter anderen Angsthasen nicht alleine.
Ganz hinten, da hat man Zeit, zuzusehen wie die anderen die Aufgabe lösen und von ihnen zu
lernen aber auch, um zu sehen, ob das wirklich gutgeht aber auch, um eigene Zweifel zu nähren
und einen Rückzieher zu machen. Das aber hieße, das Sportstudium aufgeben zu müssen.
Es schien, ganz leicht zu sein. Die ersten Springer kamen prustend, cool und stolz wie Oskar aus
dem Wasser. Einer, den ich nach dem Trick dabei fragte, sagte in seiner Euphorie freundlich:
„Einfach fallen lassen!“ Das aber konnte meine Angst nicht besänftigen.
Irgendwann war ich an der Reihe. Ich kletterte den Turm hoch und wunderte mich, wie hoooch das
da oben ist. Dann ging ich vorsichtig nach vorne zur Kante. In mir tobte es. Eine Stimme schrie:
„Nein! Geh zurück! Das ist zu gefährlich. Du kannst dir das Genick brechen.“ Und eine leise
flüsterte: „Du musst! Egal, was passiert! Blamier dich nicht.“ Und eine Dritte sagte: „ Die anderen
haben es auch geschafft. Es ist nichts passiert. Mach‘s einfach!“
Ich musste mich schnell entscheiden. Ich entschied mich fürs nicht umdrehen, nicht zurück gehen,
nicht wieder runter klettern, für‘s ‚Nicht aufgeben‘.
Ich machte einfach, was der Ausbilder sagte: „Stellt euch ganz vorne hin, streckt die Arme über den
Kopf, macht euch ganz steif und lasst euch fallen!“
Als ich beim ‚Macht euch ganz steif‘ war, musste ich lächeln. Ich war schon aus Angst ganz steif.
Und dann fiel ich. Es kam mir lange vor. Irgendwann fühlte ich das Wasser um mich herum und
wunderte mich, dass ich noch lebe. Auch ich hatte einen Schutzengel. Beim Schwimmen zur Leiter
stellte ich fest, dass alles heil geblieben war. Prustend, cool, dankbar und stolz wie Oskar stieg ich
aus dem Wasser.
Dieser Mutsprung hat meine Angst besiegt und mir Mut gegeben für viele gewagte Kunstsprünge
vorwärts oder rückwärts vom Ein- und Dreimeterbrett und auch für viele andere Gottvertrauens-
sprünge im Leben, nach denen ich Freude und Weitung erlebt habe.
Und die harte Motivation des Ausbilders: „Ohne den Sprung, könnt ihr kein Examen machen“, hat
für mich eine neue Bedeutung bekommen: ‚Ohne den immer wieder neuen Glaubenssprung in die
Hand Gottes kann dessen Güte und Gnade nicht an mir wirken.“
Weshalb ist heute ein besonderer Tag? Weshalb ist eine Last von mir abgefallen? Welcher
Glaubenssprung ist fast vollbracht?
Gestern haben der Verlag und ich die letzten Arbeitsschritte an meinem ersten Buch
‚Der DU in mir‘ erledigt. In ihm habe ich viel über mich preisgegeben. Ich habe mich fallen lassen.
Was noch ansteht, ist eine Textprüfung am Null-Exemplar. Es ist bestellt. Gott sei Dank.
Nun baue ich auf Gott und sein Gelingen, ihm zur Ehre. Und ich baue auf euch, denn die Gute
Nachricht verbreitet sich nur durch Weitersagen.
Einer hilft nun dem anderen, gegenseitig sprechen sie sich Mut zu. (Jes 41,6)
Der Nachruf (Jes, 30,20-21)
Auch wenn dir der Herr bisher nur wenig Brot und nicht genug Wasser gab, so wird er, dein Lehrer, sich nicht mehr verbergen.
Deine Augen werden deinen Lehrer sehen, deine Ohren werden es hören, wenn er dir nachruft: Hier ist der Weg, auf ihm müsst ihr gehen,
auch wenn ihr selbst rechts oder links gehen wolltet. (Jes, 30,20-21;EÜ)
Hallo Du,
ein Nachruf muss nicht nur ein gesprochener oder geschriebener Text sein, in dem die Verdienste eines Gestorbenen gewürdigt werden. Man ruft auch jemandem
etwas zornig oder liebevoll nach, der sich entfernt.
Bei einer Beerdigung ist der Gestorbene normalerweise tot und hört nichts mehr.
Die Reden erreichen nur noch die Lebenden, die Trauergemeinde, die Hinterbliebenen.
So verwandelt sich der Nachruf zum Zuruf an sie: "Hört, was wir aus dem Rückblick auf das Leben des Gestorbenen lernen können! Wo war er uns Vorbild? Wo nicht?"
Der Nachruf ist eine nachträgliche Würdigung, eine späte Anerkennung und Wertschätzung, ein Trostpflaster für die, die den Toten liebten oder achteten. Er ist Rückblick
und Erinnerung für die Lebenden, Seelsorge in der Trennung und Trost in der Trauer. Er vergibt das Schlechte und lenkt den Blick auf das Gute, Beachtenswerte. Er ist
ein öffentlicher Dank und zeigt, dass kein Leben sinnlos ist.
Und der HERR sprach zu Abram: ..Ich will dich segnen .. und du sollst ein Segen sein. (1.Mo 12,1-2)
Das sagt Gott auch zu allen Menschen. Er segnet alle, damit sie Segenbringer sein können.
Wir haben den göttlichen Auftrag, ein Segen für andere zu sein. Er hilft uns dabei, wenn wir sein hilfreiches Wort annehmen.
Gott ruft uns zu:
Deine Augen werden (dann) deinen Lehrer sehen, deine Ohren werden es hören, wenn er dir nachruft: Hier ist der Weg, auf ihm müsst ihr gehen, auch wenn ihr
selbst rechts oder links gehen wolltet.
Und er lässt uns nicht im Unklaren, was das für ein Weg ist; wer dieser Weg ist.
In der Bibel sagt Jesus:
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen;
und von jetzt an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen. (Joh 14,6-7)
Und so verwandelt sich der Nachruf über einen Zuruf zum Aufruf. Zum Aufruf der Lebenden in die Nachfolge Jesu; zum Aufruf, in Jesus Gott zu erkennen, auf ihn
zu hören und in seinem Geist der Liebe zu leben. Dieser Geist bewirkt in uns Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.
Er macht uns liebevoll uns liebenswert. Er macht unser Leben fruchtbar, sinnvoll und lobenswert. Gott sei Dank.
Der Platz neben mir
Mt 20, 20 - 23 Streit um die besten Plätze:
Da kam die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen Jakobus und Johannes zu Jesus.
Sie warf sich vor ihm nieder und wollte ihn um etwas bitten.
«Was willst du denn?» fragte er. Sie antwortete: «Gib meinen beiden Söhnen
in deinem Königreich die Ehrenplätze direkt neben dir!»
Jesus antwortete ihnen: «Ihr wisst ja gar nicht, was ihr da verlangt.
Könnt ihr denn das schwere Leiden ertragen, das auf mich wartet?»
«Jawohl», antworteten sie, «das können wir!»
Darauf erwiderte ihnen Jesus: «Ganz gewiss werdet ihr leiden müssen,
aber ich kann nicht bestimmen, wer einmal neben mir sitzen wird.
Wer diese Plätze einnehmen wird, bestimmt allein mein Vater.»
Mk 10, 43 – 44 Wer in Gottes Augen groß sein will, der soll allen anderen dienen,
und wer der Erste sein will, soll sich allen anderen unterordnen.
Hallo Du,
es gibt Menschen,
die wollen unbedingt meinen Platz einnehmen, egal wo ich stehe und bin.
Darin sehe ich ein Gefühl von Neid.
Andere stellen sich unter mich
und beschweren sich ständig, dass sie von mir getreten werden.
Darin sehe ich ein Gefühl von Minderwertigkeit
Wieder andere wollen sich über mich stellen und sie wundern sich,
dass ich ihnen beim hochsteigen nicht helfe,
nicht regungslos unter ihnen bleibe
oder sie nicht dauerhaft über mir bleiben,
weil sie nicht fliegen können und weil dieser Platz von Gott bereits besetzt ist.
Darin sehe ich Überheblichkeit, Hochmut und Machtanspruch.
Weshalb ist es so schwer, den Platz neben mir einzunehmen?
Erstens ist da viel Platz und zweitens wären wir auf gleicher Augenhöhe.
Aber wahrscheinlich ist es gerade das.
Wo es viele Plätze gibt, sind nur wenige Ehrenplätze.
Und wenn ich mich drehe oder bewege,
werden immer wieder die Plätze direkt neben mir frei,
es sei denn, die anderen bewegen sich ständig mit mir,
um „ihren“ Platz nicht zu verlieren.
Hier ist Bescheidenheit erforderlich und das Vertrauen,
dass ein Ehrenplatz im Herzen reserviert ist.
Und, auf gleicher Augenhöhe erkennt man so leicht die Ungleichheit.
Diese Erkenntnis schmerzt und manche versuchen sie auszugleichen,
indem sie den anderen (auch vor anderen) schlecht machen und schlecht reden,
ihn zu sich herunterzuziehen versuchen und an ihm herumnörgeln.
Die Kernfrage scheint dabei zu sein:
Wo ist mein Platz?
Mein Platz ist immer da, wo ich gerade bin,
körperlich, seelisch oder auch geistig.
Er ist nicht da, wo ich sein möchte;
da fülle ich den Platz (noch) nicht aus und stehe deshalb anderen nur im Weg.
Wenn ich einen fundierten Standpunkt habe, nehme ich einen Platz ein.
Wenn ich eine besondere Fähigkeit habe, habe ich auch eine Aufgabe,
die andere nicht so gut wahrnehmen können, weil sie diese Begabung nicht haben.
Dafür haben sie andere Fähigkeiten, die ich nicht habe,
und Aufgaben, die ich nicht so gut erledigen kann.
Leider aber sind ihnen diese Fähigkeiten oft nicht bekannt oder nicht wertvoll genug.
Wenn ich gereift bin,
wenn ich weiß, wer ich bin, woher ich komme und wozu ich lebe,
dann weiß ich auch, wo ich hingehöre und wo mein Platz ist;
dann weiß ich, dass jeder Mensch seinen festen Platz im Leben hat,
einen Platz, den ihm niemand streitig machen kann,
weil er dafür nicht die Eignung und Befähigung, nicht die Lebenserfahrung,
und auch nicht das Wissen und Können hat.
Niemand kann auf dem Platz eines anderen glücklich sein.
Er wäre ständig über- oder unterfordert;
er wäre unzufrieden mit sich und den anderen, unausgeglichen und unleidlich,
weil er seinen Lebenssinn und Lebenszweck nicht findet und erfüllt
und weil er in seinem Tun und Wirken keine Bestätigung und Erfüllung findet.
Wer bin ich?
Ich bin der, der ich bin;
der, den Gott (so wie ich bin) für seine Zwecke erschaffen hat;
der, der liebevolle Veranlagungen hat, die entwickelt
und zur Ehre Gottes eingesetzt werden sollen;
der, der im Leben lernen darf und soll,
damit er seinen Platz im Reich Gottes findet und einnehmen kann,
damit er den Willen Gottes für seinen Lebensweg erkennt.
Woher komme ich?
Ich komme aus der Unendlichkeit, aus dem irdischen Nichts,
und wurde von Gott erschaffen und mit einem Lebensfunken ausgestattet.
Ich komme aus ihm - und war, bin und werde immer ein Teil von ihm sein.
Er ist mein wirklicher Vater und ich trage sein Wesen in mir.
Nach seinem Bilde bin ich erschaffen.
Wo er ist, ist mein Zuhause, mein Platz, mein Lebenssinn.
Er gibt mir ein Vorbild und einen Maßstab, Jesus.
Er ist die Quelle meiner Kraft
und nur in der ständigen Verbindung mit ihm, bleibt sie es auch.
Mit ihm verbunden zu sein, ist eine Ehre, die Verantwortung beinhaltet.
Sie verpflichtet zur Liebe, zu Verständnis, zu Barmherzigkeit und Güte.
Sie verpflichtet auf ihn.
Wozu lebe ich?
Ich lebe, damit ich im weltlichen Leben, in der Herausforderung des Alltags,
ihn, das Gute erkenne, und darin mich,
damit ich meine negativen Seiten kennen lerne und überwinde,
damit ich meinen freien, unbändigen Willen bändige und freiwillig seinem unterstelle,
damit ich seiner Liebe und Weisheit vertraue und auf seinen Wegen gehe,
damit ich ihn in diesem Leben anderen nahe bringe und ihm damit diene, und
damit ich, im Geist erfahren und gestärkt, zu ihm in die Ewigkeit zurückkehre.
Ich lebe aus seiner Gnade, damit ich als sein Sohn einen Ehrenplatz neben ihm,
neben Jesus, der zu seiner Rechten sitzt, einnehmen darf
und ihn in seiner Regentschaft durch meine Gebete,
durch mein Verhalten und mein Tun unterstütze.
„Wäre es da nicht an der Zeit, du würdest dich endlich um den wahren Reichtum bemühen,
um das reine Gold, das im Feuer geläutert wurde?
Nur dieses Gold macht dich reich, und nur von mir kannst du es bekommen.
Lass dir auch die weißen Kleider von mir geben, damit du nicht länger nackt und bloß dastehst. Kaufe dir Augensalbe, die deine blinden Augen heilt.
Es ist ein Zeichen meiner Liebe, wenn ich deine Schuld aufdecke und dich mit Strenge erziehe. Nimm dir das zu Herzen und kehre um!
Merkst du es denn nicht? Noch stehe ich vor deiner Tür und klopfe an.
Wer jetzt auf meine Stimme hört und mir die Tür öffnet, bei dem werde ich einkehren.
Gemeinsam werden wir das Festmahl essen.
Wer durchhält und das Böse besiegt, wird mit mir auf meinem Thron sitzen,
so wie auch ich mich als Sieger auf den Thron meines Vaters gesetzt habe.“ (Offb 3:18 – 21)
Des Lebens müde?
Hallo Du,
wer sich immer wieder einen Hang hinaufmüht und dann doch wieder abrutscht,
der fragt sich, ob er weiterhin diesen kräftezehrenden Weg gehen soll.
Wer immer wieder für ein Vorhaben Kraft aufwendet,
ohne eine Veränderung zu erreichen,
der investiert irgendwann seine Energie nicht mehr.
Wer immer wieder neue Anläufe macht, um ein Ziel zu erreichen,
es aber nicht erreicht, der zermürbt allmählich.
Wer eine Arbeit machen muss, die ihn auf Dauer nicht erfüllt und bestätigt,
der wird dabei krank.
Wer in einer Beziehung keinen Sinn mehr sieht,
der verzweifelt und zieht sich zurück.
Wer seine Liebe nicht mehr fließen lassen und verschenken kann,
hat das Gefühl nicht mehr gebraucht zu werden und wird des Lebens müde.
Er sehnt sich nach Loslösung, Erlösung, Befreiung und Unabhängigkeit,
nach dauerhafter Ruhe und innerem Frieden.
Er flieht vor der Last und der Belastung.
Er resigniert und entzieht sich in eine heile Gedankenwelt,
in der er noch etwas gilt und in der er noch etwas angenehmes erlebt.
Wird er dann auch noch in diesem Refugium bedrängt und gestört,
dann sehnt er sich nach einer endgültigen Trennung
und einem Weggang (über Krankheit) in den Tod.
Er fragt sich: “Wozu lebe ich noch, wenn das Leben nicht mehr lebenswert ist?“
Dieser Mensch sagt zu sich:
Wo nur, kann ich Ruhe finden?
Wo nur, darf ich sein?
Wo find’ ich mein Ruhekissen?
Wo nur - bin ich mein?
Steh’ ich hier im Dauerregen;
Blitze zucken, Donner grollt.
Kann mich kaum noch frei bewegen!
Hab’ ich das denn je gewollt.
Mir fehlt die Kraft, es noch zu wenden;
Bin müde und verzagt.
Es bleibt mir nur - es zu beenden;
Hab’ mich genug geplagt!
Drum geh’ ich jetzt, wohin mir bleibt,
wo ich die Ruhe find’;
wo sich niemand mehr an mir reibt,
wo ich sein darf - ein himmlisch’ Kind.
Aber natürlich möchte kein Mensch wirklich aus dem Leben fliehen.
Er möchte eigentlich nicht aufgeben, sondern lieber eine sinnvolle Aufgabe haben,
in die er seine Gaben und Fähigkeiten einbringen kann.
Er möchte lebhaft und lebendig am Leben teilnehmen.
Er möchte sinnvolles tun und gebraucht werden.
Er möchte geliebt und geachtet werden.
Er möchte in seinem Wesen gewürdigt werden.
Er möchte sich verschenken und angenommen werden.
Er möchte seine Form der Liebe zeigen und darin aufgehen.
In diesem Widerspruch gibt es zwei Aspekte:
Es geht um Selbstbewusstsein und Standfestigkeit und auch
um Beziehung und Beziehungsfähigkeit.
Es geht ganz besonders um das Selbstbild und das Fremdbild.
Wie sehe ich mich? – Wie sehen andere mich?
Was halte ich von mir? – Was halten andere von mir?
Zum Selbstbild: Wie sehe ich mich?
Bin ich bereit, meine Ziele zu prüfen und gegebenenfalls zu ändern?
Bin ich bereit dazuzulernen und mich zu verändern?
Bin ich bereit mich durchzusetzen, wenn meine Grenzen erreicht sind?
Welche Ziele, Einstellungen, Erwartungen und Werte habe ich?
Lebe ich oder werde ich gelebt?
Wo habe ich mich abhängig gemacht?
Lasse ich zu, dass andere über mich bestimmen?
Sage ich klar und deutlich, was mir gefällt und was nicht?
Was lasse ich mir gefallen und warum?
Investiere ich Kraft in die Distanz,
die mich interessant macht und die mir Nähe ermöglicht?
Distanz dient doch zuerst der Selbstfindung!
Bin ich für andere Transparent
und teile ich mit ihnen, was mich bewegt?
Teile ich mich und mein Leben mit ihnen?
Gebe ich ihnen Einblick in mich?
Nur wer vertraut, kann Vertrauen erhalten.
Nur wer versteht, kann verständnisvoll sein.
Zum Fremdbild: Wie sehen andere mich?
Menschen neigen dazu, andere zu bewerten und zu klassifizieren.
Menschen neigen dazu, sich über angeblich Schwächere zu stellen
und ihnen weiterhelfen zu wollen, meist ohne deren Einverständnis.
Sie machen sich ein (vorschnelles) Bild von ihnen und stempeln sie damit ab
Sie schieben sie in Schubladen, auf denen beispielsweise steht:
langweilig, faul, verträumt, unfreundlich, schlampig, anstrengend oder….
Sie werden bewertet, eingestuft, abgelegt und weggeräumt,
um sie bei Bedarf (zur Selbstbestätigung) wieder hervorzuholen.
Ihnen gegenüber besteht eine negative Voreinstellung,
die sich im Umgang mit ihnen direkt oder indirekt ausdrückt
und die bewirkt, dass der andere sich (zu Recht) zurückzieht.
Dadurch scheint sich die subjektive Voreinstellung zu bestätigen.
Dadurch glaubt der mit den Vorbehalten, Recht zu haben und im Recht zu sein.
In welche Schubladen haben wir andere gesteckt?
Lassen wir sie da auch wieder raus? - Haben sie die Chance zur Rehabilitation?
Sind wir bereit, sie besser kennen zu lernen?
Sind wir bereit, unsere Meinung über sie zu ändern?
Sind wir bereit uns einzugestehen, dass wir uns geirrt haben?
Können wir großzügig sein und andere so annehmen und lassen, wie sie sind?
Haben wir trotzdem Achtung ihnen gegenüber?
Es geht hierbei auch um Hackordnung, Einfluss und Lorbeeren.
Muss ich mich über andere erheben, um jemand zu sein?
Brauche ich eine ständige Bestätigung?
Liebe ich mich selbst genug, um mir zu genügen?
Ruhe ich in mir selbst und bin darin unabhängig von anderen.
Erkenne ich, dass ich im anderen mein eigenes Spiegelbild sehe?
Erkenne ich darin meine eigenen Ängste, Hoffnungen und Schwächen?
Erkenne ich in den Vorwürfen gegen andere
die versteckten Vorwürfe gegen mich selbst?
Erkenne ich, dass ich mich zuerst an der eigenen Nase ziehen sollte,
bevor ich sie anderen lang ziehe?
Die Bibel gibt uns in Lukas 6, 41-42 gutes Beispiel dafür:
„Was aber siehst du den Splitter im Auge deines Bruders,
den Balken in deinem eigenen Auge aber nimmst du nicht wahr?
Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, erlaube,
ich will den Splitter herausziehen, der in deinem Auge ist,
während du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst?
Heuchler, entferne zuerst den Balken aus deinem Auge.
Dann wirst du klar sehen und kannst
den Splitter aus dem Auge deines Bruders ziehen“.
Ich sage es sehr deutlich:
Ständig meckerst du an anderen herum und greifst sie damit an.
Ständig kritisierst du sie; besonders die, die dir sehr nahe stehen.
Du willst sie erziehen, umerziehen und dir gefügig machen.
Du drängst dich ihnen auf und willst sie dir unterwerfen.
Ständig willst du dich beweisen, dein Ich zeigen und sie dominieren.
Du willst aus ihnen das machen, was du nicht bist.
Du willst sie zu etwas formen, wozu dir selbst der Mut fehlt.
Vielleicht willst du in deiner Unsicherheit erst an anderen sehen,
ob die Erwartungen, die andere einmal an dich hatten, gut sind
und sich positiv auswirken, bevor du bereit bist,
in dich zu gehen, an dir selbst zu arbeiten und dich zu verändern.
Dieser Mensch sagt:
Ich möchte doch nur das Beste!
Ich lebe doch dafür!
Ich brauche eine Stellung!
Ich bin für dich die Tür!
Ich gebe, strebe, hebe;
ich opfere mich auf!
Ich Hoffnung in dich lege;
ich stütze deinen Lauf!
Doch du weißt’s nicht zu schätzen;
du hörst nicht, willst’s nicht tun.
Du lässt mich mühsam schwätzen,
und bist dagegen immun!
Ich will doch nur das Beste!
Ich lebe doch für dich!
Ich sorg’ für deine (saubere) Weste!
So hör’ doch endlich auf mich!
Warum nur will’s nicht klappen?
Warum nur ständig Streit?
Warum mein blindes Tappen,
mein heimlich’ Futterneid?
Was will ich nur erreichen?
Was ist mein wirklich’ Ziel?
Ist’s eigenes ausweichen?
Ist’s machtgerangelnd’ Spiel?
Wer mit anderen ständig unzufrieden ist, hat in sich selbst keinen Frieden.
Wer andere kritisiert, kritisiert sich immer auch selbst.
Du bist mit dir nicht zufrieden! - Du nimmst dich nicht an! – Du liebst dich selbst nicht!
Du findest dich unausstehlich und bist es dadurch.
Du hältst dich für unvollkommen, dumm oder unwürdig und bist es dadurch.
Du empfindest dich ungeliebt und ungeachtet und wirst es dadurch immer mehr.
Deine Gedanken beeinflussen deine Gefühle und Empfindungen.
Dein Selbstbild verfestigt sich in dir und überträgt sich nach außen.
Dein eigener Mangel rächt sich an deinen Mitmenschen (die dafür nichts können).
Dein Selbstmitleid verstärkt deine Attacken und macht dich unerträglich.
Du entscheidest, durch welche Brille du dich, die Welt und deinen Nächsten siehst.
Du entscheidest darüber, wie andere dich sehen.
Du bist verantwortlich für dein eigenes Verhalten.
Du bist verantwortlich für deine eigene Misere.
Also lasse deine Unzufriedenheit nicht an anderen aus,
sondern gehe in dich und gebe diesen überzogenen Selbstbezug auf.
Du bist nicht das Opfer, sondern hast dich zum Opfer gemacht.
Diene gerne, in Demut und ohne Murren oder, diene gar nicht,
sondern stelle dich verantwortungsbewusst in die erste Reihe
und halte deinen Kopf für dein Reden und Handeln hin.
Schwimme nicht mit, laufe nicht hinterher, sondern handle selbst.
Mache dich öffentlich angreifbar und finde darin dein Gleichgewicht.
Verantworte! – Antworte selbst auf deine Lebensfragen.
Finde eigene Wege und Worte für deinen Lebensauftrag.
Es geht dabei nie um dich! – Es geht immer um die Gemeinschaft.
Du bist! - Das ist deine gottgegebene Anerkennung!
Was du tust, tust du allein für Gott.
Vor ihm verantwortest du dein Handeln.
Vor ihm hast du die Pflicht, liebevoll zu sein und zu bleiben.
Vor ihm bist du gleichwertig, gleichrangig, gleichgestellt.
Er ist der Maßstab auch für dich.
Bei ihm zählt nicht, was du tust, sondern nur weshalb und wie du es tust.
Bei ihm zählt nur, wie du mit anderen umgehst.
Bei ihm zählt, ob du ihn suchst und brauchst oder nicht.
Ich habe hier das Aufeinandertreffen zweier grundverschiedener
Menschentypen gesehen, deren Streit vorprogrammiert ist.
Sie sprechen nicht die gleiche Sprache und sie handeln aneinander vorbei.
Sie erdulden sich (gerade noch) und leiden untereinander.
Weil sie den Liebesmaßstab verloren haben,
rangeln sie um ‚Recht haben’, um Anerkennung und um Eigenständigkeit.
Sie reiben sich aneinander auf, zermürben sich und werden des Lebens müde.
Ihnen sage ich mit der Bibel:
„Liebe Gott, den Herrn, von ganzem Herzen, aus ganzer Seele
und mit deinem ganzen Verstand und liebe deinen Mitmenschen,
so wie du dich selber liebst!“ (Mt 22,37-38)
„Maßstab eures Redens und Handelns soll das Gesetz Gottes sein,
das euch zur Liebe verpflichtet und euch Freiheit schenkt.
Danach werdet ihr einmal gerichtet.“ (Jak 2,12)
„Richtet nicht über andere, dann wird Gott auch nicht über euch richten!
Verurteilt keinen Menschen, dann wird Gott euch auch nicht verurteilen!
Wenn ihr bereit seid, anderen zu vergeben, dann wird Gott auch euch vergeben.
Gebt, was ihr habt, dann wird Gott euch so reich beschenken, dass ihr gar nicht
alles aufnehmen könnt. Mit dem Maßstab, den ihr an andere legt, wird Gott
auch euch messen.“ (Lk 6,37-38)
Die Ernte ist groß, aber es gibt zu wenig Arbeiter (Lk 10,2)
Hallo Du,
wenn ich durch die Felder wandere sehe ich, dass Erntezeit ist.
Riesig große Mähdrescher fressen sich durch weite Getreidefelder.
Es staubt und rauscht. Weit und breit ist kein Mensch zu sehen.
Beeindruckend und doch auch irritierend ist die Szenerie.
Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, da war die Getreideernte harte Arbeit.
Viele Menschen waren dabei im Einsatz. Oft sangen sie dabei.
Zwei oder drei Männer schwangen die Sense, Frauen und Kinder
trugen die geschnittenen Halme zusammen und stellten sie zum Trocknen auf.
Eine Vogelscheuche sollte die Vögel daran hindern, sich die Körner von den Ähren zu picken.
Um ein größeres Feld abzuernten, brauchte man fast eine ganze Woche.
Danach kam das Dreschen im Bauernhof.
Die Körner wurden aus den Ähren geschlagen und dann wurde die Spreu vom Weizen getrennt.
Heute macht der Mähdrescher beides in zwei Stunden.
Jesus kannte noch keine Mähdrescher.
Für ihn war Ernte körperliche Arbeit.
Arbeit von Menschen für Menschen.
Jeder Halm musste geschnitten werden, um an das Wertvolle zu kommen,
um die Körner, die Früchte, die Nahrung einsammeln zu können.
Jedes Körnchen musste zusammengetragen und geborgen werden,
damit es nicht verloren ging.
In der Ernte zeigte sich Gottes Segen.
Er ließ das Korn wachsen und reifen.
Er gab den Menschen Kraft zum Ernten und Danken.
Ihm sang man die fröhlichen Dankeslieder.
Ihm zu Ehren feierte man das Erntedankfest.
Jeder wusste, was ernten bedeutete, nämlich das Kostbare bergen.
War Jesus ein Landwirt?
Nein, natürlich nicht. Er war an den Menschen interessiert.
Bei ihm ging es immer um das Verhältnis zwischen den Menschen und Gott.
Sie waren voneinander getrennt und er wollte sie wieder zusammenbringen.
Er wollte, dass die Menschen wieder mit Gott Gemeinschaft haben.
Er wollte, dass Gott, unser Schöpfer,
wieder Gemeinschaft mit uns, mit seinen Geschöpfen hat,
die er ja nach seinem Bilde schuf, die seine Kinder sind.
Zwischen Gott und den Menschen wollte und sollte er vermitteln.
Er sollte sie vor Gott wieder ‚hoffähig’ machen, annehmbar, schuldfrei,
von ihm, durch seinen Tod für uns, vor Gott gerechtfertigt.
Die Menschen hatten vergessen, dass sie von Gott abstammten,
dass sein Wesen in ihnen lag und dass sie in ihrer Verirrung
ohne ihn kein Lebensglück haben konnten.
In der Tretmühle des Lebens hatten sie gelernt,
dass sie sich auf sich selbst und ihre eigene Kraft verlassen mussten
und dass sie nur zu etwas kamen, wenn sie sich nahmen, was sie haben wollten.
Dazu setzten sie ihre Kraft und ihre Raffinesse ein.
Zu bekommen und zu haben wurde ihr Lebensinhalt.
Das aber machte sie einseitig, krank und von ihrer Gier abhängig.
Darin suchten sie Bestätigung und Anerkennung,
auch die, dass sie sich selbst auf die Schulter klopfen und loben konnten.
Sie stellten sich und ihre Wünsche, ihren Kopf und ihre Habsucht,
Ihren Geltungsdrang und ihre Unsicherheit, ihre Willen und ihre Zweifel
in den Mittelpunkt, in das Zentrum ihres Denkens und Handelns.
Alles bezogen sie auf sich, alles hatte ihnen zu dienen.
Diese Selbstsucht machte sie krank und sie tut es auch heute noch.
Sie lebten und leben an ihrem Lebensziel vorbei.
Sie tragen Früchte in sich, die nicht zur Wirkung kommen, die andere nicht nähren.
Sie verwenden ihre Früchte für sich selbst und verhindern dadurch,
dass aus den Körnern neues Getreide wächst, neues Saatgut entsteht.
Wer nicht sät, der kann auch nicht ernten. Er fühlt sich arm.
Und wer nichts hat, kann auch nichts geben,
der kann auch sich nicht an andere geben,
der kann sich nicht zum Nächsten von anderen machen, der bleibt lieber isoliert.
Er bildet sich ein, er sei etwas Besonderes,
weil er (trotz seiner inneren Armut) doch reich ist, obwohl er beziehungsarm ist.
Er bildet sich ein, dass Selbstliebe ihn weiterbringt,
er erkennt nicht, dass er dadurch sein eigenes Wesen verleugnet
und sich als Gruppenwesen der Gruppe und seiner Menschlichkeit entzieht.
Oh ja, da sind viele von Gott abgefallen. Viele leiden und irren durchs Leben.
Viele bedürfen einer neuen Orientierung.
Die Menschen wissen nicht mehr, was ihre Bestimmung ist.
Sie wissen nicht mehr, was Liebe ist und bedeutet.
Sie wissen nicht mehr, dass Menschen nur dann glücklich sind und bleiben,
wenn sie lieben, wenn sie Liebe reichlich verschenken,
wenn sie zuvor Gottes Liebe, Jesus, annehmen.
Sie kommen alleine nicht weiter.
Sie brauchen einen Vermittler, der sie zu Gott zurückführt.
Jesus sagt: Die Ernte ist groß.
Viele brauchen ihn, um Gott wiederzufinden.
Viele brauchen ihn, um sich selbst wiederzufinden.
Wie wird aus Getreide Brot?
Zuerst muss das Korn sich selbst aufgeben und in der Erde vergehen.
Aus ihm wird ein Spross, der zu einem Getreidehalm wächst
und der Halm trägt als Krönung die Ähre mit den neuen, wertvollen Körnern,
eine dreißig- bis sechzigfache Vermehrung.
Um den Schatz der Körner zu bergen, braucht man Arbeiter.
Die Arbeiter ernten; sie bringen die Ernte ein.
Der Bauer legt einen kleinen Teil der Ernte als Saat zurück,
der größere Teil der Ernte wird gedroschen, zu Mehl gemahlen und zu Brot verbacken;
es wird zur Nahrung, die Kraft zum Leben, zum Säen und Ernten gibt.
Der Kreislauf des Lebens beginnt mit der Ente immer wieder neu.
Die Ernte ist umso größer, je besser der Boden bestellt und vom Regen begossen wird.
Das Leben gelingt umso mehr,
je stärker wir von Gott verändert werden und in seiner Liebe wachsen können.
je mehr Gemeinschaft wir mit ihm haben.
Egoismus und Streit kosten Kraft, sie schwächen und zerstören,
sie blockieren, verhindern, beenden, sie hemmen den Fluss der Liebe.
"Die Ernte ist groß, aber es gibt zu wenig Arbeiter, die sie einbringen."
Wenn wir nicht zu Arbeitern Gottes werden, gehen viele Körner verloren.
Ja wir selbst gehen verloren, weil wir unserer Bestimmung nicht folgen.
Wird sind Gruppenwesen und brauchen daher Gemeinschaft.
Sie gibt uns Schutz, Halt und eine Aufgabe; dafür haben wir Fähigkeiten und Gaben.
Wir leben, um Gemeinschaft zu bilden, um eine Familie zu haben und das Leben weiterzutragen.
Wir leben, um Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen zu haben,
um mit ihnen gemeinsam etwas zu vollbringen.
Wir leben, um uns gegenseitig zu ergänzen und zu erfreuen,
damit wir im Kontakt mit den anderen
die Herausforderungen und Versuchungen des Lebens besser meistern.
Wir leben, um unser Ich zu überwinden und ein Wir zu werden und zu bleiben.
Wir brauchen uns gegenseitig.
Wir brauchen Nähe und Gemeinschaft,
um die selbstlose Liebe in uns zu entwickeln und sie an andere weitergeben zu können.
Wir brauchen Nähe und Gemeinschaft,
um uns sicher und geborgen zu wissen, um stark zu werden und zu wachsen.
Wir brauchen Nähe und Gemeinschaft mit Gott,
um herauszufinden wer wir sind,
um unsere Bestimmung zu finden und für ihn fruchtbar zu werden.
Wir brauchen Nähe und Gemeinschaft mit Jesus,
um von ihm zu lernen,
um durch ihn zu Gott zu finden,
um seine Liebe durch uns wirken zu lassen.
Wir brauchen Nähe und Gemeinschaft mit dem Wort Gottes
und dem Geist, der in ihm steckt,
denn seine Worte sind unsere Nahrung, die uns ermöglichen,
Gottes Arbeiter zu werden und die Ernte für ihn einzubringen.
Wir brauchen seine Kraft und seinen Segen,
um immer wieder die Liebe auszusäen, um den Liebeskreislauf in Gang zu halten.
Bevor sie sich auf den Weg machten, sagte Jesus ihnen:
"Die Ernte ist groß, aber es gibt zu wenig Arbeiter, die sie einbringen.
Deshalb bittet Gott, den Herrn der Ernte, dass er mehr Arbeiter aussendet,
die seine Ernte einbringen." (Lk 10,2)
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Die Gnade durch das Kreuz Christi (Galaterbrief)
Hallo Du,
Im Galaterbrief wird Paulus richtig sauer, weil einige Judaiserer den Kreuzestod Christi
dadurch entwerten wollen, indem sie der neuen Glaubensrichtung die Notwendigkeit
vom Tun guter Werke auferlegen wollen, wie es das jüdische Gesetz verlangt. Das ist
nach dem Kreuzestod Jesu eine Irrlehre. Dann wäre sein Tod vergeblich gewesen.
Um dem zu begegnen kehrt Paulus seine gesamte Autorität als von Jesus unmittelbar
eingesetzter Apostel heraus. Er möchte keine Vermischung mit überholtem und
widersinnigen Gedankengut.
Er besteht auf der Reinheit der Lehre Christi!
Mit seinem Sterben am Kreuz wurde der Vorhang zum Allerheiligsten im Tempel zerrissen.
Jeder kann seitdem ohne priesterlichen Vermittler sich direkt an Gott wenden.
Es bedarf keiner Opfer mehr, weil Jesus sich selbst als Ersatz für jedes weitere Opfer für
unsere Sünden geopfert hat. Damit ist die Zeit der alten Gesetze ist vorüber. Sie haben
nicht dazu geführt, die Menschen dauerhaft im Bund mit Gott zu halten. Mit Jesus ist ein
neues Zeitalter der Gnade angebrochen.
Das Zeitalter der Gnade ist voller Liebe, Barmherzigkeit und Vergebung.
Der, der aufgrund des Glaubens gerecht ist, wird leben. (Habakuk 2,4).
Luther übersetzt das mit: Der Gerechte wird aus Glauben leben!
Was sind die Segnungen des neuen Bundes mit Gott durch den Tod seines Sohnes?
Welche Kräfte werden uns durch dieses gottgewollte Ereignis zuteil?
Welche Gnade schüttet Gott über uns aus?
1. Die Gnade, dass er uns durch den Kreuzestod Christi von Sünden, unserer immer
wieder neuen Trennung von Gott, befreit.
Er (Jesus) hat sich selbst für unsere Sünden hingegeben, um uns aus der gegenwärtigen
bösen Welt herauszureißen. So wollte es Gott, unser Vater. (Gal 1,4)
2. Die Gnade, dass wir vom Fluch des Gesetzes entbunden werden.
Trotzdem wissen wir, dass kein Mensch vor Gott bestehen kann, wenn er versucht das
Gesetz zu halten. Bestehen kann er nur durch den Glauben an Jesus Christus. Gal 2,16)
Es ist klar, dass mit Hilfe des Gesetzes niemand vor Gott gerecht werden kann, denn "der
Gerechte wird aus Glauben leben". Das Gesetz jedoch gründet sich nicht auf den Glauben.
Hier gilt: "Wer seine Vorschriften befolgt, wird durch sie leben." Von diesem Fluch des
Gesetzes hat Christus uns freigekauft, indem er an unserer Stelle den Fluch auf sich
genommen hat, denn es steht geschrieben: "Wer am Holz hängt, ist verflucht." (Gal 3, 11-13)
3. Die Gnade, dass wir vom Eigenleben, vom eigenen Wollen, von der Fixierung auf uns
selbst, befreit werden. Durch Jesus bleibt unser Ego, unser ICH, nicht wichtig.
Das ICH wird mit ihm gekreuzigt und wir werden frei zur Nächstenliebe.
Ich bin mit Christus gekreuzigt und lebe praktisch nicht mehr. Christus lebt in mir.
Und das Leben, das ich jetzt noch in meinem sterblichen Körper führe, das lebe ich im
Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich geopfert hat.
Diese Gnade Gottes werde ich doch nicht zurückweisen. (Gal 2,19b-21)
Menschen, die zu Jesus, dem Messias, gehören, haben die eigene Natur mitsamt den
Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. (Gal 5,24)
4. Die Gnade von der Befreiung von den Bindungen der Welt.
Ich jedoch will auf nichts anderes stolz sein als auf das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus.
In diesem Kreuz ist die Welt für mich gekreuzigt und ich für sie. (Gal 6,14)
5. Die Gnade der Wiedergeburt.
Genauso ging es auch uns. Als Unmündige waren wir unter die Grundprinzipien der Welt
versklavt. Als dann aber die Zeit herangekommen war, sandte Gott seinen Sohn. Er wurde
von einer Frau geboren und unter das Gesetz gestellt. Er sollte die loskaufen, die unter der
Herrschaft des Gesetzes standen, damit wir das Sohnesrecht bekämen. Weil ihr nun Söhne
seid, gab Gott euch den Geist seines Sohnes ins Herz, der "Abba! Vater!" in uns ruft. Du bist
also nicht länger ein Sklave, sondern Sohn! Und wenn du Sohn bist, dann hat Gott dich auch
zum Erben gemacht. (Gal 4,3-7)
6. Die Gnade erfüllt zu werden durch den Geist Gottes, den Heiligen Geist.
So sollte der Segen, den Abraham erhielt, durch Jesus Christus zu allen Völkern kommen,
damit wir durch den Glauben den zugesagten Geist empfingen. (Gal 3, 11-13)
7. Die Gnade, dass der Geist Gottes in uns Früchte bringt.
Doch die Frucht, die der Geist wachsen lässt, ist: Liebe, Freude, Frieden, Geduld,
Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Dagegen hat das Gesetz
nichts einzuwenden. Menschen, die zu Jesus, dem Messias, gehören, haben die eigene
Natur mitsamt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. Wenn wir nun durch den
Geist Gottes das neue Leben haben, so wollen wir es auch in diesem Geist führen.
Wir wollen nicht ehrgeizig unsere Eitelkeit befriedigen und uns gegenseitig herausfordern
oder beneiden. (Gal 5,22-25)
Gottes Gnade wird uns allein durch Glaube zuteil, durch Treue zu Gott, durch Gottvertrauen.
Wir können sonst nichts dazu tun. Der, der aufgrund des Glaubens gerecht ist, wird leben.
(Habakuk 2,4).
Eine andere Übersetzung drückt das so aus: Wer falsch und unredlich ist, geht zugrunde;
aber wer mir die Treue hält und das Rechte tut, rettet sein Leben.
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Die Rüstung Gottes (Eph 6,13-17)
Hallo Du,
hast du dich schon über andere geärgert und gegen sie gekämpft?
Im Epheserbrief 6,11-12 sagt uns Paulus dazu:
"Zieht an die (geistliche) Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel."
Er zeigt uns damit, dass wir uns den falschen Gegnern zuwenden.
Wenn das Böse, das Egoistische, Hochmütige, Lieb- und Herzlose
Menschen ergriffen hat, können die zunächst nicht anders, als so zu sein.
Wahrscheinlich fällt es ihnen noch nicht einmal auf, dass sie so sind.
Wir aber, kämpfen im täglichen Leben trotzdem gegen Menschen,
die uns einengen, schikanieren oder nicht genügend beachten
oder gegen die, die nicht tun, was wir wollen und wie wir es wollen.
In diesen Kleinkriegen reiben wir uns auf
und wir verschmutzen uns immer wieder gegen das Gute in uns.
Das Gute in uns möchte mit dem anderen auskommen;
es möchte ihn achten und sein einzigartiges Wesen bewundern,
es möchte von ihm lernen und ihm zeigen, wozu wir selbst befähigt sind.
Wir wollen in gegenseitiger Liebe Rücksicht aufeinander nehmen.
Wir wollen mit ihm liebevoll umgehen, weil wir hoffen,
dass er dann auch rücksichts- und liebevoll mit uns umgeht.
Wir wollen die Menschen neben uns lieben wie uns selbst,
denn sie haben die gleichen Schwierigkeiten und Rechte wir,
doch leider schaffen wir das meist nicht.
Wir sind anders gepolt und denken, unser gegenüber sei Böse.
Unser Verstand hat gelernt sich zu wehren,
den vermeintlichen Gegner anzugreifen, sich einzubringen und durchzusetzen,
sich nicht unterbuttern zu lassen.
Wir fühlen uns bedroht, missachtet, falsch verstanden oder verletzt
und oft ist das tatsächlich auch so.
Denn wie kann jemand jemanden achten und lieben,
wenn er gar nicht weiß, was das ist und wie das geht,
wenn er selbst nie geachtet und geliebt wurde?
Wer nur Fäuste und Ellbogen kennt, hat keine andere Wahl.
Wer Vertrauen nicht kennen gelernt hat, kann nicht vertrauen.
Er oder sie fühlen sich immer bedroht, eingeengt, zurückgesetzt.
Das ist ein fest verankertes Verhaltensmuster,
in früher Kindheit verfestigt, um unter Räubern zu überleben.
Dieses Verhalten ist denjenigen meist nicht bewusst,
denn sie sind ja schon immer so
und es hat ihnen in vielen Situationen auch geholfen.
Sie haben sich behauptet und gewehrt.
Sie haben den anderen die Stirn gezeigt.
Sie haben sich vielleicht sogar damit durchgesetzt
und ihr Verhalten damit weiter verfestigt.
Aber, sie haben sich so auch immer weiter isoliert,
weil ihre Gedanken überwiegend um sich selbst kreisen,
weil ihr ICH gewinnen wollte,
weil sie keine Schwäche zugelassen und gezeigt haben,
in der andere ihnen liebevoll begegnen konnten.
Sie haben sich somit selbst verwehrt,
Aufmerksamkeit, Zuwendung und Liebe kennen zu lernen,
Vertrauen zu üben, zuzuhören und anzunehmen, von anderen zu lernen.
„Deshalb rate ich euch: Lasst diese Menschen in Ruhe!
Wenn es ihre eigenen Ideen und Taten sind,
für die sie sich einsetzen, werden sie scheitern.
Steht aber Gott dahinter, könnt ihr ohnehin nichts dagegen unternehmen.
Oder wollt ihr gegen Gott kämpfen?“ (Apg 5,38-39)
Nein, wir kämpfen nicht gegen Menschen,
sondern gegen Mächte und Gewalten,
die in uns und in den anderen toben,
die uns alle irrational bestimmen,
die Angst, Misstrauen, Stolz, Hochmut, Minderwertigkeit erzeugen
oder die auf falsche Überzeugungen und Erwartungen bauen.
Wir kämpfen gegen Versuchungen, die uns zu etwas verführen wollen,
was nicht gut für uns oder für andere ist.
Wir kämpfen gegen Selbstzentriertheit wie Selbstmitleid, Depression,
Aggression oder Gleichgültigkeit.
Wir kämpfen gegen Lieblosigkeit, Kurzsichtigkeit, Überheblichkeit und Dummheit.
„Natürlich bin auch ich nur ein Mensch,
aber mit selbstsüchtigen Mitteln kämpfe ich nicht.
Die Waffen, mit denen ich kämpfe, sind die Waffen Gottes.
Sie sind mächtig genug, jede Festung zu zerstören,
jedes menschliche Gedankengebäude niederzureißen,
einfach alles zu vernichten, was sich stolz gegen Gott und seine Wahrheit erhebt.
Alles menschliche Denken nehmen wir gefangen und unterstellen es Christus“. (2.Kor 10:3-5)
Das ist die Lösung, die einzige Lösung für unser kämpferisches Ego:
Wir unterstellen unser selbstbezogenes Denken Christus.
Er ist die Lösung für unsere Probleme.
Nicht mehr wir selbst sind künftig Herr in unserem Haus, sondern Jesus Christus,
mit dem, was er uns gesagt und vorgelebt hat,
mit dem, was er aus Liebe für uns getan und erlitten hat.
Seine Liebe zu den Menschen und seine Achtung vor ihrer Würde
geben uns Beispiel.
Er hat als Mensch gefühlt und gelitten wie wir und dennoch hat er erkannt,
dass es nur einen Weg aus der menschlichen Misere gibt,
nämlich Gottes Liebe anzunehmen und sie anderen weiterzugeben.
Die höchste Form, Menschen zu lieben ist, ihnen zu dienen
und je weniger wir an uns selbst denken, desto glücklicher werden wir sein.
Wer liebt, kämpft nicht mehr gegen Menschen,
sondern er kämpft mit Gott gegen das Böse und für das Gute in sich selbst.
Er baut darauf, dass Gottes Liebe auf andere übergeht und dass sie verändert.
Er ist davon überzeugt,
dass alleine Gott durch Gnade und Barmherzigkeit verändert
und uns dabei braucht.
Wer liebt, der verabscheut Gewalt und Zwang,
der macht nicht, sondern er bietet an, ermöglicht und vertraut.
Er erkennt seine eigene Ohnmacht und bittet Gott um Beistand
und er übergibt sich und seine Probleme vertrauensvoll ihm.
Er ist stark durch seinen Glauben an Jesus Christus
und durch sein Vertrauen auf dessen Liebe!
Er weiß, dass er nur gut gerüstet den Mächten des Bösen widerstehen kann
Und deshalb greift er gerne zu den unüberwindlichen Waffen Gottes.
"Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und an den Beinen gestiefelt, bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens. Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes." (Eph 6,13-17)
Fortsetzung in Teil 2
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...
Im Kampf gegen das Böse benötigen wir:
Die Wahrheit Gottes,
Gottes Gerechtigkeit und seine Treue, die uns dabei
als undurchdringliche Rüstung und zuverlässiger Gürtel umgibt und schützt.
Die feste Überzeugung, dass Gott tatsächlich ist und uns liebt,
dass er wahrhaftig, treu und gerecht ist und in Liebe an und durch uns wirkt,
sind für uns Panzer und Gürtel, die Schutz, Halt und Orientierung geben.
Eine gute Botschaft,
nämlich die vom neuen Frieden mit Gott durch Jesus Christus,
auf die die Menschen schon lange warten und die ihnen neue Hoffnung gibt.
Die Weitergabe dieser Botschaft soll uns am Herzen liegen und unsere Schritte lenken.
Einen festen Glauben an
und ein unerschütterliches Vertrauen in Gott.
Das ist der Schutzschild, an dem alle Pfeile des Teufels wirkungslos abprallen,
mit denen er uns schwächen und für sich einnehmen will.
Gewissheit,
dass Jesus Christus uns errettet hat.
Das ist unser schützender Helm,
denn durch Christus wurden wir zu Kindern Gottes
und Gott als liebender Vater beschützt uns natürlich immer,
wenn wir uns für eine gute Sache einsetzen.
In dieser Gewissheit gibt es keine Angst mehr,
denn, wenn Gott für uns ist, wer könnte dann noch gegen uns sein?
Das Wort Gottes,
das in uns lebt und lebendig wird,
das uns begleitet, führt und ausrichtet.
Es ist das Schwert, das berührt und Erkenntnis vermittelt.
Es ist eine wirkende und wirksame Macht.
Es ist schärfer als das schärfste beidseitig geschliffene Schwert.
So wie ein Schwert tief einschneidet,
die Gelenke durchtrennt und das Mark der Knochen freilegt,
so dringt das Wort Gottes ins Innerste von Seele und Geist.
Dort deckt es die geheimen Wünsche und Gedanken jedes Menschen auf
und beurteilt seine Reinheit.
Gebet
Hört nie auf zu beten
und Gott für seine Gnade und Gunst zu danken!
Gottes Heiliger Geist wird euch dabei leiten.
Bleibt wach und bereit,
denn auch die beste Rüstung kann brüchig werden.
In der Gemeinschaft mit Gott wird sie gepflegt und erhalten,
ja sogar noch gefestigt. (Eph 6:10-18)
„Setze alles daran, dass dir nichts wichtiger wird als Gott,
dass du an ihn glaubst und deine Mitmenschen von ganzem Herzen liebst.
Begegne ihnen mit Geduld und Freundlichkeit.
Kämpfe den guten Kampf des Glaubens und erringe so das ewige Leben.
Dazu hat dich Gott berufen, und das hast du vor vielen Zeugen bekannt.“
(1.Tim 6,11-12)
„Liebe Brüder! Durch Christus wurde euch die Freiheit geschenkt. Das bedeutet aber nicht, dass ihr jetzt tun und lassen könnt, was ihr wollt. Nehmt vielmehr in gegenseitiger Liebe Rücksicht aufeinander. Denn das ganze Gesetz hat nur erfüllt, wer dieses eine Gebot befolgt: «Liebe die Menschen neben dir wie dich selbst!» Wenn ihr aber wie wütende Hunde übereinander herfallt, dann passt nur auf, dass ihr euch dabei nicht gegenseitig auffresst!
Darum rate ich euch: Lasst euer Leben vom Heiligen Geist bestimmen. Wenn er euch führt, werdet ihr allen selbstsüchtigen Wünschen und Verlockungen widerstehen können.
Denn, selbstsüchtig wie wir sind, wollen wir immer das Gegenteil von dem, was Gottes Geist will. Doch der Geist Gottes duldet unseren Egoismus nicht. Beide kämpfen gegeneinander, so dass ihr nicht ungehindert tun könnt, was ihr wollt. Wenn ihr aber aus der Kraft des Heiligen Geistes lebt, seid ihr den Forderungen des Gesetzes nicht länger unterworfen.“ (Gal 5:13-18)
„Lasst uns also unerschütterlich an unserem Bekenntnis zu Gott festhalten, denn wir haben einen Hohenpriester, der vor Gott für uns eintritt. Das ist Jesus, Gottes Sohn, der in das Reich seines Vaters gegangen ist. Doch er gehört nicht zu denen, die unsere Schwächen nicht verstehen
und zu keinem Mitleiden fähig sind. Jesus Christus musste mit denselben Versuchungen kämpfen wie wir, auch wenn er nie gesündigt hat. Aber weil er für uns eintritt, dürfen wir mit Zuversicht und ohne Angst zu Gott kommen. Er wird uns seine Barmherzigkeit und Gnade zuwenden, wenn wir seine Hilfe brauchen. Jeder Mensch, der zum Hohenpriester ernannt wird, ist zum Dienst für Gott eingesetzt: Stellvertretend muss er Gott Gaben und Opfer bringen, um die Schuld der Menschen zu sühnen. Und weil er selbst ein Mensch mit allen seinen Schwächen ist, kann er mit den unwissenden und irrenden Menschen fühlen und sie verstehen.“ (Hebr 4,14 – 5,2)
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Die Stille spricht
Hallo Du,
ich rufe Dich,
ich sehne mich nach Dir.
Es schmerzt mich,
wenn ich höre, wie laut es in Dir ist,
wenn ich erkenne, dass Du mich in Dir,
dass Du Dich selbst nicht mehr wahr-nimmst.
Warum weichst Du mir aus?
Warum läufst Du vor mir weg?
Hast Du Angst vor mir?
Bist Du schon so krank,
dass Du nicht mehr weißt, was Dir gut tut,
dass Du die Stille nicht mehr erträgst?
Kranke Tiere ziehen sich zurück,
entziehen sich dem Lebenskampf,
suchen die Stille, um still zu werden,
um Ruhe zu finden für ihre Genesung.
Höre doch auf herumzulaufen,
Dich abzulenken, Dich abzuhetzen,
Deine Unruhe nach außen zu verlagern.
Du bist außer Dir, Du bist nicht ganz bei Dir,
wenn Deine Gedanken ständig woanders sind.
Halte inne, tue nichts, lasse mich wirken,
damit Du dir selbst begegnen kannst.
Nehme Deine Unruhe in Dir wahr und halte sie aus.
Nur so kommst Du zur Stille, zu mir.
Ich bin Deine Zuflucht,
Ich bin der ruhende Pol in Dir.
Ich bin Deine heilende Quelle,
der Ort, an dem Du Dir selbst begegnest.
In mir, lernst Du Deine Schattenseiten kennen
und durchdringst sie,
In mir erträgst Du Dich,
In mir wirst Du gereinigt und geläutert,
In mir, entwirren sich Deine Erlebnisse
und sortieren sich Deine Gedanken,
In mir liegt neue Kraft,
In mir findest Du Heilung,
In mir bist Du Gott nahe,
In mir spricht Gott mit Dir.
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Die Verwandlung
„Dann wird der Geist des Herrn auf dich kommen
und die Begeisterung wird auch dich erfassen.
Von da an wirst du wie umgewandelt sein.“ (1.Samuel 10,6)
Hallo Du,
kannst du dich selbst verwandeln?
Du kannst es versuchen!
Du kannst dich verkleiden, eine Maske aufsetzen, jemanden anderen spielen,
aber im Inneren bleibst du trotzdem derselbe oder dieselbe.
Möchtest du verwandelt werden?
Es gibt die Möglichkeit, sich verwandeln zu lassen,
völlig anders zu werden, völlig verändert zu werden,
umgeformt, umgekrempelt, transformiert zu werden.
Es geschieht durch innere Wandlung,
durch einen Wechsel des Bezugssystems,
durch nachhaltiges Abwenden von alten Denkweisen, Einstellungen und Werten,
durch ständige Abkehr von unangemessenen Verhaltenweisen und Denkmustern,
durch Umkehr zu elementaren und überzeugenden Sichtweisen,
durch Wahrnehmen tatsächlicher, subjektiv unveränderter Realitäten,
durch Ausrichten an einem beispielhaften Vorbild,
durch Bewusstmachen der Bedeutung von Grundwerten,
wie Liebe, Vertrauen, Treue, Freude, Freundlichkeit, Güte, …,
durch ständiges Anwenden und Erfahrung sammeln damit,
durch Akzeptanz und Verinnerlichung solcher Grundwerte und Leitlinien.
Wir werden nach und nach innerlich verwandelt,
durch deren „für wahr halten“, „annehmen“ und „danach handeln“,
nicht durch distanziertes Beobachten und Betrachten.
Je stärker ich vertraue,
mich darauf einlasse,
mich damit beschäftige,
mich damit auseinandersetze,
mich dem hingebe,
mich darin erprobe,
mich darin suche,
mich darin finde,
mich davon überzeugen lasse,
desto schneller geschieht die Veränderung,
desto stärker ist die Umformung,
desto vollständiger ist die Verwandlung.
Dieser innere Wandel ist eine grundlegende Wende.
Sie vollzieht sich zunächst allmählich, dann zunehmend schneller.
Sie beinhaltet eine Verwandlung in vielen Bereichen,
alles erhält eine andere Bedeutung, einen anderen Sinn,
alles verändert seinen Wert, seine Wichtigkeit,
ich erhalte eine neue Gesinnung,
mein Denken, Handeln und Verhalten ändern sich,
meine Sprache und Ausdrucksweise verändern sich,
mein Selbstbild und mein Lebenswandel werden umgebildet,
mein Menschenbild wird erneuert,
mein Blickwinkel und mein Horizont werden erweitert.
Tatsächlich werden meine Eigenschaften und Fähigkeiten,
ja sogar meine Persönlichkeit und mein Charakter verändert.
Ich werde zu jemand anderem,
zu jemandem, der ich eigentlich bin.
Ich werde ursprünglich,
finde heraus, was wichtig ist,
baue auf dem auf, was in mir veranlagt ist, was ich habe,
vertraue darauf
und lebe daraus.
Damit hinterfrage ich jegliche menschliche Beeinflussung
und öffne mich für das Göttliche in mir.
Ich behalte das Gute und vom Schlechten trenne ich mich.
Ich lerne das Gute und verlerne das Schlechte.
Ich lasse mich umbauen und unterstütze diesen Prozess.
In diesem Zusammenhang erhält folgende Aussage im Römerbrief
eine neue Bedeutung.
„Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an.
Lasst euch vielmehr von Gott umwandeln,
damit euer ganzes Denken erneuert wird.
Dann könnt ihr euch ein sicheres Urteil bilden,
welches Verhalten dem Willen Gottes entspricht,
und wisst in jedem einzelnen Fall, was gut und gottgefällig und vollkommen ist.“
(Römer 12,2)
Im neuen Geist gewandelt und erhellt
und in der Erkenntnis von Gottes Wirklichkeit und Gegenwart verändert,
erkenne ich das Veränderungswerk Gottes an mir:
„Als Christen ist uns die Herrlichkeit Gottes nicht länger verhüllt.
Sie ist für jedermann sichtbar, und je mehr Gottes Geist unser Leben bestimmt,
umso mehr werden wir zu dieser Herrlichkeit verwandelt.“ (2.Kor 3,18)
Fürchte dich nicht!
Lasse dich innerlich verwandeln und helfe Gott dabei!
Vertraue seiner Gnade und Weisheit.
Vertraue seiner Liebe und Zuneigung, ganz speziell zu dir.
Es ist eine Wandlung
zu Heilung, liebevollem Verhalten und stabiler Gesundheit;
zu bleibender Freude, Freundlichkeit und innerer Freiheit;
zu ständiger Ausgeglichenheit, Geduld und Stärke;
zu besonderer Güte, Besonnenheit und Selbstbeherrschung,
Du wirst vor den Augen der anderen verwandelt.
Sie sehen es, aber sie können es nicht verstehen.
Sie können nur staunen und hoffen, dass es ihnen genauso ergehen wird.
Denn „dein Gesicht leuchtet (jetzt) wie die Sonne,
und deine Kleider strahlten hell“. (Mt 17:2)
Jetzt kannst du mit Jesaja (38,17) sagen:
„Mein bitterer Schmerz hat sich in Glück verwandelt!
In herzlicher Liebe hast du mich umfangen und mein Leben vor dem Grab bewahrt;
denn alle meine Schuld hast du genommen und sie weit hinter dich geworfen.“
die wir im Glauben festhalten (Hebr 4,3)
Hallo Du,
viele Menschen kennen Gott nicht
und sie haben daher noch nie erlebt, was er uns zu geben vermag.
Auf der Suche nach ihrem Lebensglück sind und bleiben sie
unruhig, unsicher, ängstlich und zweifelnd.
Viele aber haben bereits von Gott gehört oder über ihn gelesen
und doch sind sie nicht richtig mit ihm verbunden,
auch sie werden von Sorgen, Ängsten, Unruhe und Zweifeln geplagt.
Deshalb müssen wir alles daran setzen, um das Ziel nicht zu verfehlen,
solange Gottes Zusage (an uns) noch nicht erfüllt ist, (nämlich die,)
uns seine Ruhe und seinen vollkommenen Frieden zu schenken. (Hebr 4,1)
Die Bibel sagt uns auch, wie uns dieses Geschenk
(und auch alle anderen Versprechungen und Verheißungen Gottes)
zuteil werden.
Doch wir, die wir im Glauben (an den Zusagen in Gottes Wort) festhalten
(und danach handeln), werden in sein Reich des Friedens kommen. (Hebr 4,3)
Wenn wir im Glauben an Gottes Zusagen festhalten,
wenn wir glauben, dass Gott hält, was er verspricht,
wenn wir für möglich halten, dass er kann und tut, was er zusagt,
dann wird es uns.
Meistens langsam, in einer prozessualen Entwicklung,
manchmal durch Erkenntnis oder Erleuchtung schnell und sprunghaft.
Wer lange in die falsche Richtung gegangen ist,
braucht zunächst einen Hinweis darauf, dass es die falsche Richtung ist
und nur wenn er dann auch tatsächlich umkehrt,
kann er in die richtige Richtung gehen und zum Ziel gelangen.
Gott glauben heißt, seine Hinweise ernst nehmen und befolgen;
darauf zu vertrauen, dass das, was er uns zusagt, für uns gut und richtig ist.
Doch viele Menschen wollen Gott gar nicht glauben.
Sie wollen ihren Lebensstil nicht ändern,
ihre vermeintlichen Freiheiten nicht aufgeben
und ihre Unabhängigkeit bewahren.
Viele sind ungeduldig und wollen nicht warten, bis Gott (sichtbar) an ihnen wirkt.
Sie helfen sich lieber selbst und merken nicht,
dass sie sich dabei noch mehr verrennen.
Betet (und bittet) aber in großer Zuversicht, und zweifelt nicht;
denn wer zweifelt, gleicht den Wellen im Meer, die vom Sturm hin- und
hergetrieben werden. Ein solcher Mensch kann nicht erwarten,
dass Gott ihm etwas gibt. (Jak 1,6-7)
Selbst wenn uns die Erfüllung von Gottes Versprechen ganz und gar
unmöglich erscheint, heißt das nicht, dass es für Gott unmöglich ist.
Alles was er uns verspricht, ist gut für uns
und alles was gut für uns ist, lässt er Wirklichkeit werden,
wenn wir es denn auch wollen und zulassen..
In großer Zuversicht,
in festem Vertrauen auf das von Gott zu erwartende Gute,
in ruhigem, gelassenem, heiterem und unerschütterliche Glauben,
im Festhalten an Gottes Zusagen,
im ‚Sich blind verlassen auf Gott’,
in vertrauensvoller Beziehung mit Gott,
ohne eigenes, kräftezehrendes Bemühen und Abmühen,
verschwinden unsere Zweifel, Sorgen, Ängste und Nöte
und wir fühlen uns in Gottes Ruhe
und in seinem vollkommenen Frieden geborgen und sicher.
Wir sind uns seines Wohlwollens und seiner Liebe, Gnade und Güte gewiss.
Nur im festen Vertrauen auf Gott öffnen wir den Kanal,
durch den er an uns wirken kann.
Glaube ist die Telefonnummer,
mit der wir mit ihm verbunden werden.
Entscheidend ist, wie wir Gott zuhören und ob wir auf ihn hören,
ob wir seine Worte bereitwillig und aufrichtig annehmen und uns daran ausrichten.
In Lk 11,28 sagt Jesus: „Wirklich glücklich sind die Menschen,
die Gottes Wort hören und danach leben.“
Immer wieder danken wir Gott dafür, dass ihr die Botschaft, die wir brachten,
nicht als Menschenwort aufgenommen und verstanden habt, sondern als das,
was es ja tatsächlich (auch) ist, als Gottes Wort. Dieses Wort verändert
jeden, der daran glaubt. (1.Thess 2,13)
Dieser Glaube ist die Kraft, die in uns wirkt.
Im Glauben und daran Festhalten, lassen wir zu, dass es werden kann.
Unser Glaube ermöglicht, dass wird, was noch nicht ist!
]]>Du bist es!
„Hallo Du,
warum bittest Du immer wieder darum,
das Licht der Welt sein zu dürfen?
Du bist es!
Warum wünschst Du Dir immer wieder,
mein Salz der Erde zu sein?
Du bist es bereits!
In dem Moment,
in dem Du Dich entschieden hattest,
Christ zu sein und dafür einzustehen,
es öffentlich zu bekennen und so zu leben,
warst Du es.
Ich habe lange auf diese Deine Entscheidung für mich gewartet
und ich habe Dir seitdem immer wieder gezeigt,
dass ich bei Dir bin und Dich führe und beschütze,
dass mein Geist in Dir ist und aus Dir strömt.
Ich freue mich darüber, dass Du in meinem Geist lebst,
freundlich, gütig, fest im Glauben, voller Gottvertrauen,
ehrlich und anständig, dankbar und nicht überheblich,
vorbildlich, mitfühlend und liebevoll.
Das ist sehr viel!
Du tust das nicht, indem Du Dir Zwänge auferlegst,
sondern es kommt aus Dir heraus, zwanglos und von selbst.
Dadurch bist Du mein Licht der Welt.
Viele Menschen glauben, in irdischem Leistungsdenken verhaftet,
sie müssten mehr tun, bewusst etwas tun, mir bewusst dienen,
um Christ sein zu dürfen oder zu werden.
Ich aber sage Dir: Nein, fürchtet euch nicht!
Du bist mir so wie Du bist, genug.
Jeder Mensch, der sich für mich entscheidet,
der sich zu mir bekennt und in meinem Geiste lebt und wirkt,
wurde bereits von mir berufen, sonst könnte er das nicht.
Alles Weitere gebe ich euch,
wenn ihr so weit seit und wenn ihr es braucht.
Habt Geduld und wachst im Glauben.
Jeder Baum muss erst wachsen und reifen,
bevor er bleibende Frucht tragen kann;
so ist es auch bei euch.
Und dennoch wirkt ihr bereits
im Wachstum durch euren Glauben.
Je besser ihr meine Worte versteht
und meiner Stimme in euch folgt,
desto stärker wird euer Wirken,
zunächst unmerklich mehr,
aber von Tag zu Tag zunehmend.
Bleibe mir treu und stehe zu Deinen Überzeugungen,
dann bist Du mein Kind und mein Botschafter.
Also sorge Dich nicht:
Alles was Du denkst, fühlst und tust kommt durch mich,
durch mich in Dir.
Ich begleite Dich auch auf Deinen Umwegen,
auf denen Du die Vielfalt des Lebens kennen lernst.
Du sollst erkennen, wo mein Salz fehlt.
Ich möchte es so!
Du bist es,
den ich als mein Salz der Erde auserwählt habe!
Nun gehe hin und wirke durch mich.“
Ein (un)göttliches Gewissen (Ps 16,7 + 2.Kor 1,12 + Phil 2,13)
In uns gibt es ein kritisches Bewusstsein, das unsere Denk- und Handlungsweisen an dem
prüft, was wir für richtig gelernt und angenommen haben, was unsere soziale Werteleitlinie
ist.
Es ist wie ein innerer Kompass oder Navi, die uns helfen, zwischen richtig oder falsch zu
unterscheiden. Man nennt es auch Gewissen. Es drängt uns dazu, bestimmte Dinge zu
unterlassen, andere aber auszuführen.
Man fühlt sich gut, wenn man nach seinem Gewissen handelt. Dann hat man ein reines
Gewissen. Handelt man jedoch dagegen, dann hat man ein subjektiv schlechtes Gefühl;
ein nagendes Gewissen bzw. Gewissensbisse. Dann spürt man eine quälende innere
Spannung. Das innere Harmonie-Gleichgewicht ist gestört.
Das Problem dabei ist, dass unser Gewissen von den Normen und Werten geprägt wird, die
uns Eltern, die Gesellschaft, das Gesetz oder ein Freundeskreis einpflanzen.
In einer liebevollen Familie lernt man Regeln für ein tolerantes, friedliches und hilfsbereites
Sozialverhalten.
Ein Jugendlicher, der zuhause durch zu wenig Zuwendung vernachlässigt wurde, sucht und
findet vielleicht in einer Straßenbande Kontakt, Beachtung, Anerkennung und Gemeinschaft.
Um das zu erhalten ist er bereit, deren Normen als für sich als gut und richtig anzunehmen,
z.B.: Außenstehenden zu misstrauen, gewaltbereit zu sein, sich täglich durch Ladendiebstahl
der Gruppe als würdig zu erweisen und monatlich die eigene Bande durch ‚Kampf‘ gegen
rivalisierende Banden zu verteidigen. Für einen solchen Jugendlichen ist sein Tun und
Verhalten richtig. Aus seinem Blickwinkel verhalten sich andere genauso. Seine weltliche,
ungöttliche Sicht bestätigt ihn.
So wie Eltern, die Gesellschaft, das Gesetz oder der Freundeskreis eigene Verhaltensnormen
festlegen, können auch religiöse Werte, Vorgaben, Gebote und Regeln das Gewissen, das
innere Navi ausrichten. Voraussetzung ist, dass man sie kennt, sich mit ihnen auseinander-
setzt, sie als wertvoll erachtet, sie für richtig hält, sie als eigene Leitsätze anerkennt und auch
danach strebt und lebt. Das ursprüngliche, weltlich geprägte Gewissen lernt dann um und
wird erneuert, wird göttlich, gottbezogen ausgerichtet. Gottes Geist durchdringt es.
Der ursprüngliche Mensch wird zu einem anderen. Liebe, Freude, Frieden, Geduld,
Freundlichkeit, Güte, Treue, Rücksichtnahme und Selbstbeherrschung breiten sich in ihm aus
(Gal 5,22). Der neue Mensch erhält eine geweitete Perspektive. Sein Denken und Verhalten
wird ‚christlich‘. Er wird Christus immer ähnlicher. Er entzieht sich der Meinung und den
Forderungen weltlich gesinnter Menschen, die ihn bestimmen wollen. Er wird von ihnen
unabhängig und lebt nach seinen neuen Überzeugungen. Er ist wieder mit sich im Reinen.
Sein Vorteil: Göttliche Werte überragen weltliche und sie bleiben konstant.
Ich preise den Herrn, weil er mich beraten hat! Selbst nachts weist mein Gewissen mich
zurecht. (Ps 16,7; NGÜ)
Nun, wenn wir an unser Verhalten in dieser Welt und besonders euch gegenüber denken,
gibt es etwas, womit wir uns rühmen können: Unser Gewissen bezeugt uns, dass wir immer
aufrichtig und uneigennützig gewesen sind, wie es dem Willen Gottes entspricht. Wir ließen
uns nicht von berechnender Klugheit leiten, sondern von Gottes Gnade. (2.Kor 1,12; NGÜ)
Gott selbst ist ja in euch am Werk und macht euch nicht nur bereit, sondern auch fähig,
das zu tun, was ihm gefällt. (Phil 2,13;NGÜ)