Krise komm
Krise komm, - du bitt’re Qual,
zwinge mich zur richtigen Wahl!
Mein Weg ist steinig, fürchterlich,
ich kann nicht mehr, - ich fürchte mich.
Ich stehe wie vor einer Wand,
gelähmt sind Seele, Geist und Hand.
Verzweiflung, ist mein Begleiter.
Jetzt reicht’s, so geht’s nicht weiter!
Nahm ich vielleicht den falschen Weg?
Ist das Ergebnis der Beleg?
Sind die Gefühle klar und rein?
Mein Ziel, wie hätt’ es sollen sein?
Wem dient mein Streben? Was ist wahr?
Bracht’ mich mein Hochmut in Gefahr?
Wo mache ich mir etwas vor?
Verschließe ich mich dem Humor?
Herr, was willst du, das ich tue?
Ich bitte Dich um Kraft und Ruhe,
Schenk’ Klarheit mir und Gottvertrau’n,
auf deine Weisheit will ich bau’n.
Besinnung filtert das Gescheh’n,
mit Gottes Augen kann ich seh’n,
Gelassenheit wird mir zuteil,
in Gottes Tun, verbirgt sich Heil.
Entscheidung wendet mein Leben,
Verantwortung prägt mein Streben,
Aufmerksamkeit mich begleite,
Offenheit mein Wesen weite.
Ich lasse Altes hinter mir.
Vergebe dein Verschulden dir.
Vergeb’ auch Du mir mein Vergeh’n,
nach vorne nur noch will ich seh’n.
Ich gehe in den neuen Raum.
Ich pflanze einen neuen Baum.
Ich gieße ihn mit neuem Geist.
Dein Licht, den rechten Weg mir weist.

