
Inspiration sucht Geist, Papier und Echo (Hebr 11,1)
Was ist denn der Glaube? Er ist ein Rechnen mit der Erfüllung dessen, worauf man hofft,
ein Überzeugtsein von der Wirklichkeit unsichtbarer Dinge. (Hebr 11,1; NGÜ)
Aus dem Füllhorn des unübersichtlichen Lebens fließen Lichtmomente ins Bewusstsein.
Sie durchdringen den grauen Schleier des Unerkennbaren und manifestieren sich zur
gedanklichen Anregung, zur Inspiration, zu sich entwickelnden Highlights individueller
Erkenntnis, zu Perlen göttlichen Gebens.
In einem kurzen Augenblick entscheidet sich:
Werden sie übergangen und schnell wieder vergessen oder überspringen sie die Hürden
der Trägheit und Bequemlichkeit? Sind sie willkommen?
Finden sie Anklang, berühren sie und regen sie kreativ an?
Finden sie Zeit und Raum und Bereitschaft, weitergedacht zu werden.
Finden sie Anerkennung, um gewürdigt zu werden und sich entfalten zu dürfen?
Sind sie klar genug, um eine Tür zu verborgenen Zusammenhängen zu öffnen?
Sind sie stark genug, den Geist des Empfängers zu aktivieren und zu beflügeln?
Sind sie würdig genug, ausformuliert und auf Papier festgehalten zu werden?
Ich vertiefe mich ins Gebet, öffne mich der Inspiration und konzentriere mich auf das
Werdende. Jetzt oder nie! Ich bin bereit. Ohne langes Nachdenken nehme ich mir Zeit
und lasse sich entwickeln, was sich zeigen will. Ich greife zur Feder.
Die Gedanken fügen sich. Sie fließen. Die Hand schreibt und schreibt. Dankbar reihen
sich zufallende Gedanken in Sätze und Abschnitte. Fruchtbar weitet sich die Inspiration
und ergießt sich in immer wieder neue Zusammenhänge, Fragen und Antworten, in
Neuland, in Festland, in Helligkeit und Erkenntnis, bis es vollbracht ist, bis sich die
Inspiration ausgestaltet hat.
Nun sucht sie dich. Sie sucht nach Offenheit. Sie möchte dich berühren, dich anregen.
Sie sucht dein Echo. Sie möchte auch dir eine himmlische Perle sein.
Bewegt von Liebe, geleitet im Geist und getragen von Gottvertrauen entsteht das Erhoffte
aus dem Unsichtbaren, aus dem ‚Noch nicht‘.
Gott sei Dank dafür!

