Durch die Tiefe in die Höhe
Ich hab’ viel geschuftet und hab’ kaum gelacht;
Ich hab’ viel geleistet und auch viel vollbracht.
Ich hatte meine Ziele! – Warum auch nicht?
Ich wollt’ sie erreichen – war darauf erpicht.
Im Ehrgeiz ich geizte mit meinen Gaben.
An vorderster Stelle stand nur das Haben.
Ich hatte Verstand und den setzte ich ein.
Er wurde sehr groß – doch die Seele blieb klein.
Und es kam, wie es musste: Chaos brach aus.
Mein Körper bald streikte und aus war die Maus.
Nun hatte ich Zeit mir Gedanken zu machen,
Wie wohl zurückkommt verlorenes Lachen.
Mein Weg war sehr weit und die Täler sehr tief.
Ich erlebte Leid – vor Schmerzen ich nicht schlief.
Ich lernte loslassen - bis kein Halt mehr war;
Im haltlosen Zustand das Wunder geschah.
Ich schrie laut zum Himmel verzweifelt, gradaus:
„Komm Vater! Hol’ mich aus dem Elend heraus!“
Das war die Wende, denn ich bat Gott herein
Und das war das Ende vom Unglücklichsein.
Ich fiel nicht mehr tiefer, war frei und entspannt.
Ich spürte die Führung einer fester Hand.
Es ging nur noch aufwärts, schneller und schneller;
Vergessen konnte ich den tiefen Keller.
Gott holte mich gnädig, entschlossen zu sich.
Er zeigte mir seinen reichgedeckten Tisch.
Er schenkte mir Liebe, die reichlich ausfließt;
Die Jesus Christus liebend in die Welt gießt.
Ich fand neues Leben – in Wasser und Geist.
Ich fand neue Wege, die der Geist jetzt weist.
Ich fand meinen Frieden - in Gottes Wollen
und genieße das Lachen aus dem Vollen.

