Zu Gott hingezogen
Warum nur, zieht es mich zu dir hin?
Warum nur, suche ich nach Lebenssinn?
Warum nur, kann es mir nicht gelingen,
mein Leben ohne dich zu vollbringen?
Da ist etwas, in mir verwurzelt,
worüber mein Ego ständig purzelt.
Da ist etwas, was mich dennoch fest hält,
was sich - in Liebe - treu zu mir stellt.
Es ist verborgen und trotzdem da.
Es ist was Großes und sagt zu mir: Ja!
Es ist allumfassend in seinem Wesen.
Etwas sagt mir: „Das lässt dich genesen!“
Du bist es Vater, ich weiß es genau,
mit dem Herzen ich ständig auf dich schau.
Unbewusst tu’ ich, was du gerne hast:
Vor dich lege ich meine Lebenslast.
Der Kopf aber kann das nicht versteh’n.
Er will viel lieber ohne dich gehen.
Er will berühren, um zu begreifen;
Er will aus eigenem Wissen reifen.
Er trägt und trägt – dabei tut er sich schwer.
Er sollte erfüllen, was dein Begehr.
Im Leben wird man - nur langsam schlau:
Du bist mein Schöpfer; nur dir ich vertrau!

