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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Ich schaffe das nicht!!!

 

Hallo Du,

wer rastet der rostet, wer sich nichts zutraut, wird niemals etwas wagen,

wer sich immer wieder sagt (einredet), dass für ihn etwas nicht möglich ist,

   für den wird es auch unmöglich bleiben.

 

Ich erzähle euch dazu zwei Geschichten:

 

Da war ein Mann, der litt unter Kontaktängsten. Das führte dazu, dass er

zurückgezogen und einsam lebte, obwohl er das gar nicht wollte.

Schließlich führte ihn das in eine anhaltende Depression. Nach längerer

Qual mit vielen Hochs und Tiefs suchte er schließlich einen Psycho-

therapeuten auf und der sagte ihm nach mehreren Sitzungen, dass seine

Kontaktangst angelernt sei und dass man sie auch wieder verlernen könne.

Das müsse man nur konsequent arbeiten und eine neue Verhaltensweise

einüben. Dazu wurde dem Mann jeweils bis zum nächsten Gesprächstermin

eine konkrete Aufgabe gestellt, die für ihn eine echte Herausforderung war.

Anfangs sollte er sich an einer Bushaltestelle zu den wartenden Menschen

stellen und dortbleiben solange er es aushielt. Dann sollte er das gleiche

wieder tun, doch er durfte, nachdem er die Menschen nicht mehr ertragen

konnte, sich auf einem kleinen Spaziergang entspannen. Dann sollte er sich

wieder an eine Bushaltestelle stellen.

Tatsächlich lernte er, dass das gar nicht so schlimm war und dass er es

aushalten konnte, obwohl es ihm nicht gefiel. Außerdem lernte er, dass ihm

dabei nichts passierte.

Eine nächste Aufgabe war, durch die Menschenmenge in einer Fußgänger­

zone zu gehen. Auch hier durfte er kurze

Auszeiten nehmen und sich zwischenzeitlich zurückziehen, doch er sollte es

immer wieder wagen. Die Aufgaben wurden immer schwerer. Irgendwann

sollte er lernen, mit einem Aufzug zu fahren und mit fremden Menschen

kurzzeitig auf engem Raum eingeschlossen zu sein, oder er sollte ins Kino

gehen, um mit vielen Menschen in einem Raum zusammen zu sein.

Das alles fiel ihm zunächst sehr schwer, aber im Laufe der Zeit gewöhnte

er sich daran und er erkannte, dass die meisten Menschen ihn nicht bedrängen

oder verletzen wollen, sondern dass er darauf vertrauen konnte, dass ihm

nichts Böses passiert. Schließlich wurde er sogar stolz darauf, dass er sich

und seine Ängste überwinden konnte und dass er Mut fand, immer neue

Hemmnisse und Hürden anzugehen und nach und nach zu beseitigen.

 

Im Laufe der Zeit verlernte er seine Ängste und er öffnete sich wieder für

Menschen. Und immer, wenn die alte Angst zurückkehren wollte, erinnerte

er sich daran, dass diese Bedrohung nur in seinem Kopf war, aber in

Wirklichkeit alles nicht schlimm ist.

 

Schließlich lernte er, dass es einen Gott gibt, der ihn liebt und der über

ihm wacht, mit dem er jederzeit reden kann und dem er völlig vertrauen kann.

Ja er erlebte, dass dieser Gott da ist, wenn man ihn braucht und dass der ihm,

wenn es sein musste, aus schwierigen Situationen heraushilft.

Wer sich selbst nichts zutraut, der vertraut sich nicht und der vertrauet auch

nicht Gott, der ihm Kraft zu leben geschenkt hat; vielmehr vertraut er dem

Teufel, der ihm einreden will, dass er unfähig und kraftlos ist, und dass er auf

seine bremsenden Befürchtungen und lähmenden Ängste hören sollte.

 

Er hätte nie gedacht, dass eine solche Veränderung möglich wäre. Er hätte

nie gedacht, dass er das schaffen könnte. In seiner Enge und Angst hatte er

immer geglaubt, dass er es nicht schafft, dass er solche Herausforderungen

nicht meistern kann.

Heute weiß er, dass solche Ängste irreal, lähmend und vernichtend sind und

dass man ihnen erst gar nicht nachgeben darf.

 

Geht nicht, gibt es nicht! - Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! - Wer nicht geht,

kommt niemals an!

Ganz egal, was es ist: wenn ich nie den ersten Schritt tue, kann auch kein

zweiter und dritter folgen. Wenn ich mir immer wieder einrede, das schaffe ich

nicht oder, das kann ich nicht oder, das verstehe ich nicht, dann wird es so sein.

 

Hüte dich also vor dem, was du von dir denkst oder was du zu dir selbst sagst,

   denn deine Gedanken und Worte lenken deine Gefühle und Entscheidungen.

Irgendwann wirst du es Glauben und es für wahr halten,

   du wirst dich daran gewöhnen und dich darauf einstellen und

   du wirst dein Verhalten und Tun daran ausrichten.

 

 

Die andere Geschichte handelt von einer Frau, die vor längerer Zeit eine schwere

Erkrankung hatte und obwohl sie schon lange überwunden war, sagte sie doch

immer wieder, dass sie für dies oder das zu schwach sei, dass sie keinen Elan

hätte, dass ihr alles zu viel würde. Und das war von ihr aus gesehen auch richtig,

denn sie wollte es ja so und sie hatte es seit langem so akzeptiert. Außenstehende

konnten das jedoch nicht sehen und auch nicht verstehen. Es musste da irgend-

welche Gedanken und Ängste in ihrem Kopf sein, die sie immer wieder hemmten

und die die Hemmung immer stärker machten. Es gab Leute, die sagten, dass ihre

Not noch nicht groß genug sei, sonst würde sie schon mit ihren Ausreden aufhören

und endlich etwas tun.

 

Hatte sie Angst vor Scheitern oder vor Verantwortung? Hatte sie kein Selbst­

vertrauen? Fühlte sie sich minderwertig?

Lebte sie in ständigem Zweifeln? Konnte sie sich nicht entscheiden? War ihre

Selbstkritik zu stark ausgeprägt? Wollte sie sich nicht hervortun? War sie zu

selbstbezogen oder zu anspruchsvoll? Hatte sie das von ihrer Mutter oder von

Vater übernommen, oder konnte sie sich gar selbst nicht ausstehen?

 

Niemand weiß das und das wusste noch nicht einmal sie selbst genau, denn sie

hatte nie den Mut gefunden, in sich zu gehen und die Ursachen dafür zu ergründen.

Das aber ist notwendig, denn nur wenn mir etwas bewusst geworden ist, bin ich

fähig, es dauerhaft zu ändern.

 

Nun, bei dieser Frau änderte sich kaum etwas. Immer wieder einmal hatte sie

Hoffnung, doch die führte nur dazu, dass sie noch mehr verzweifelte. Sie erwartete

ein großes Wunder, dass sie verändern sollte, ohne dass sie etwas dazu tun müsste.

Dieses Wunder kam aber nicht. Stattdessen erlebte sie viele kleine Wunder, die ihr

aber zu klein und zu unbedeutend waren, um beachtet werden zu müssen und um

den Trost und die Ermutigung daraus anzunehmen. Man hätte fast meinen können,

dass sie krank und hilflos sein möchte! Schließlich hat sie sich ihrem Leid und

Schmerz hingegeben und sie ist am Leben gescheitert.

Nur, dadurch ist für sie alles noch viel schlimmer geworden und sie wurde für andere

unerträglich.

 

Das Leben besteht aus Höhen und Tiefen. Die Tiefen sind die Herausforderungen,

über uns selbst hinauszuwachsen und die Höhen geben uns Stärke und Mut, die

Herausforderungen anzunehmen, anzugehen und zu meistern.

 

Eine Treppe ist ein Hindernis, aber auch eine Herausforderung. Kinder versuchen

immer wieder hochzukommen und irgendwann haben sie es dann geschafft und sie

sind zu Recht stolz auf sich. Sie haben ein Stückchen mehr Welt erkundet.

Wenn sie dann oben sind, fällt ihnen auf, dass sie nicht wieder runterkommen, weil

das viel gefährlicher aussieht, denn jetzt sehen sie ja die Tiefe vor sich. Nun, bisher

sind alle Kinder die Treppe wieder runtergekommen, denn es gibt ja Mama oder

Papa, die im Notfall helfen können und irgendwann haben sie dann auch gelernt,

sicher, Stufe um Stufe auf dem Po, nach unten zu rutschen.

 

Es gibt nur eine Sache, die du verändern und verbessern kannst:

Das bist du selbst.