Pfingstsonntag - Vom Besonderen gefunden werden
Hallo Du,
wir alle hoffen,
dem Besonderen im Leben zu begegnen,
aber doch laufen wird kurzsichtig oder blind,
gedankenlos oder im Denken gefangen,
hastig, zielorientiert und verschlossen durchs Leben.
Alles ist für uns selbstverständlich,
besonders das Unwichtige und Kleine, wie
die Luft, der Regen, der Wind oder eine Wolke,
ein Stein, ein Baum, eine Blume oder ein Käfer,
ein Lachen, eine Träne, ein Wort oder unsere Gesundheit.
Wir machen uns wenig Gedanken über das, was normal ist.
Wir hoffen darauf,
dass uns das Besondere findet,
dass es auf uns zukommt und uns aufweckt,
dass es uns berührt, weitet und verändert.
Und doch müssen wir es selbst finden;
es suchen, bemerken, entdecken und erkennen.
Steckt nicht in allem das Besondere?
Wir müssen nur damit in Beziehung treten,
uns dafür Zeit nehmen,
still werden und uns darauf einlassen,
es auf uns wirken lassen,
uns davon inspirieren lassen.
Und dann fangen wir an zu ahnen,
zu erkennen und zu verstehen:
Wir sind von Wundern umgeben!
Das Besondere ist nicht das Große,
das Spektakuläre und Ungewöhnliche,
das wir gesucht, ersehnt und erwartet haben,
sondern es ist im Kleinen, im Alltäglichen versteckt.
Wir können es mit unseren Sinnen finden.
Wir können es mit unseren Empfindungen entdecken.
Wir stolpern mit unseren Gefühlen darüber.
Wenn wir z.B. eine Pfingstrose betrachten,
aber ein Wunder sehen,
dann haben wir das Dahinter bemerkt,
dann haben wir das Besondere gefunden,
dann haben wir Gott darin erkannt.
Wenn wir ein Wort hören
und uns dessen tiefe Bedeutung vergegenwärtigen,
wenn wir seinen Sinn erfassen,
den Geist, der in ihm steckt, befreien
und uns davon berühren und anrühren,
begeistern und bewegen lassen,
dann erkennen und verstehen wir,
- jenseits aller Worte -, das Besondere darin,
das Wunderbare, Einmalige, Überragende und Göttliche;
dann können wir nur noch staunend danken,
für diese Fülle und diesen Reichtum.

