Dienende Nächstenliebe (Lk 17, 7-10)
Wer will schon dienen?
Heute geht es ums Ver-dienen.
Wer will noch buckeln und unterwürfig sein?
Das machen nur Sklaven und die sind unfein.
Sich abrackern für andere? Das lass ich besser.
Ich speise lieber vornehm - mit Gabel und Messer.
Ich herrsche lieber und lasse mich verwöhnen.
Anderen zu dienen, führt doch nur zu stöhnen.
Doch, was wäre das Kind ohne die Mutter?
Was das Vieh ohne Bauer und Futter?
Was die Schüler ohne Eltern und Lehrer?
Was die Liebende ohne Verehrer?
Was der Kranke ohne Arzt und Schwester?
Was ein Konzert ohne Orchester?
Was der Arbeiter ohne Chef?
Was Maria ohne Josef?
Gemeinschaft ohne dienen,
ist wie Honig ohne Bienen.
Das eine kann ohne das andere nicht sein.
Wir brauchen einander in Schwäche und Pein.
Dienen ist mehr, als Buckeln und Schuften.
Die Blume dient schon durch ihrDuften.
Die Mutter dient, indem sie liebt.
Wer liebt, der dient und gibt.
Zu lieben heißt: Dienen, das ist eine Pflicht.
Und wer nicht dient, der liebt auch nicht.
Dienen ist gehorsam gelebter Glaube.
Denn wer dient, trägt Gottes Gnadenhaube.
Wer von Herzen dient, dem ist der Lohn gegeben,
Frieden und Freunde - und ein erfülltes Leben.
Dienen ist in sich bereits der Lohn,
aber, - wer von uns weiß das schon?

