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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Ohh Gooott!

Hallo du,

die folgende Erkenntnis habe ich einem achtjährigen Jungen zu verdanken,

der in seiner Umgebung eine Redewendung aufgeschnappt hatte und sie

einfach im gleichen Tonfall nachsagte. Und als seine Mutter ihm sagte,

er solle das sooo nicht sagen, fragte er, was das denn überhaupt hieße.

Nun, der Ton macht die Musik. Der Tonfall und die Gestik zeigen, was

man wirklich damit meint.

Wie schön, dass unsere Kinder ein Spiegel sind, in dem wir uns selbst

und unser Verhalten erkennen können. Gerade, weil es uns nicht gefällt.

Leichter ist es anzunehmen, sie hätten das irgendwo anders aufgeschnappt

und sie dafür zu tadeln.

 

Ich habe ein wenig nachgeforscht und entdeckt, dass Gott in Redewendungen

oft missbräuchlich verwendet wird und dass die, die ihn so verwenden, sich

überhaupt nicht bewusst sind, was sie mit sich und mit Gott machen

und wie das ihre Haltung gegenüber Gott beeinflusst.

Hier einiger Beispiele: Eine Mutter bittet ihren Sohn, sein Zimmer aufzuräumen.

Er verdreht die Augen und stöhnt: Oh Goooott!

Er ärgert sich und meint damit: Hey du, muss das schon wieder sein?

Ein Mädchen spielt auf der Straße mit ihrer Freundin. Plötzlich sagt sie

bestürzt: Oh Goooott, da drüben kommt mein Klassenlehrer! Und sie meint

damit: Den mag ich nicht! Das ist mir peinlich. Vor dem würde ich mich am

liebsten verstecken.

 

Ein Kind hört von der Oma: 'Oh mein Gott' , du bist mal wieder ziemlich

vorlaut! Und sie meint vielleicht damit: Dafür solltest du bestraft werden.

Und im Streit zwischen den Eltern sagt der Vater: 'Mein Gott', was ist

schon dabei, wenn ich mal später nachhause komme?

Manche Leute sagen erschrocken: Ach du lieber Gott, wie siehst du

denn schon wieder aus?

Oder: Gott im Himmel, das habe ich doch nicht wissen können.

Oder sie stammeln in ihrer Bestürzung über ein schlimmes Erlebnis:

'Allmächtiger!' oder 'Großer Gott' und sie meinen damit:

'Gott hilf' oder auch 'Gott, was hast du da gemacht?!


Einmal ist die Anrufung Gottes ein angemessener Hilferuf,

ein anderes Mal ist es ein Vorwurf an Gott und drückt Unverständnis

und Missbilligung aus. Das aber steht uns nicht zu. Gott ist Gott.

Er ist unabhängig und souverän. Er weiß was richtig ist. Missbrauch

seines Namens oder ständige Kritik an ihm, führt zu Unglaube.

 

Es ist nicht schlimm, Gott in seinen Alltag und in sein Erleben

einzubeziehen und im dadurch nahe zu sein. Ganz im Gegenteil,

es ist gut und richtig, sich seiner Gegenwart bewusst zu sein.

Doch der Ton macht die Musik und mancher Aussageinhalt ist

haarsträubend verdreht: Beispielsweise Redewendungen wie:

'Gott verdamm mich!' Das ist eine derbe Selbstverfluchung und

das sollten wir nie wollen. Gott liebt uns, doch nicht alles was wir tun.

Und er hilft uns, ungutes Tun zu unterlassen. Ein Fluch ist unpassend.

Auch 'Gott soll mich strafen, wenn ...' sollten wir auch nicht sagen.

Wir brauchen unsere Ehrlichkeit nicht zu beteuern.

Gott will nicht bestrafen. Er liebt, will durch Liebe verändern, vergeben

und auch uns liebevoll machen.

Und der Ausspruch: 'Gnade dir Gott ...' , der ursprünglich Gnade auf

einen Sünder lenken sollte, ist heute zur versteckten Drohung geworden

und meint: Jetzt wird es dir aber schlecht ergehen.

Ganz übel ist die Aussage: Du bist 'eine Strafe Gottes'.

Niemand ist für einen anderen eine Strafe. Jede möchte geliebt werden

und lieben, nur einige wissen eben noch nicht, wie das geht.

Und 'den lieben Gott einen guten Mann sein lassen', bedeutet so

viel wie: Gott kann mir egal sein.

Und dann gibt es noch die Besserwisser, die sagen:

'Gottes Mühlen mahlen langsam, aber fein', und sie meinen damit:

Du wirst deiner gerechten Strafe nicht entgehen.

 

Doch bei Gott gibt es vor allem Barmherzigkeit und Vergebung.

Und seine Gerechtigkeit ist nicht unbedingt Strafe, sondern meist

liebevolle Ermahnung und Begegnung und Veränderung zum Guten.

Und die Floskel: 'In Gottes Namen' ist Resignation.

Das meint: Dann mach es eben, damit ich endlich meine Ruhe habe,

aber auf eigene Verantwortung.

 

Dagegen stehen viele positive Redewendungen, die Gott in

gutem Licht darstellen:

Grüß dich Gott, mein Lieber! Gott sei mit dir. Du bist ein Kind Gottes.

Vergelt's Gott, danke, dass du mir geholfen hast, ich konnte es

gut gebrauchen.

Es sei Gott getrommelt und gepfiffen, ihm sei Lob und Dank für

seine Unterstützung.

Gott sei gelobt! Ich bin erleichtert über das Ergebnis.

So Gott will, wenn nichts dazwischen kommt.

Leider Gottes, ist ..., bedauerlicherweise ist etwas Unangenehmes

geschehen.

Gott steh uns bei! Etwas könnte noch schlimmer werden.

Oder:

Ein erschrockenes: Um Gottes Willen!

Ein tröstendes: Gott hab ihn selig, den Gestorbenen.

Ein anerkennendes: Das ist ein Mann Gottes.

Gott sei Dank drückt Erleichterung über ein gutes Ende aus.

Gott auf Knien danken meint: das ist gerade noch einmal gut gegangen.

Da sei Gott vor beteuert, das werde ich nie tun.

Gott bewahre meint: Das will ich durchaus nicht.

Gott behüte besagt: Mit dem möchte ich nichts zu tun haben.

Gott sei's geklagt! bedeutet so viel wie: leider.

Seinen Frieden mit Gott machen heißt so viel wie:

   Er beugt sich jetzt dem Willen Gottes.

Bei Gott ist eine Bekräftigung. Ich wünschte, dass ...

Dein Wort in Gottes Ohr will sagen: Schön, wenn es so kommt.

Bei Gott ist kein Ding unmöglich meint: Gott kann alles!

Das walte Gott, davor möge Gott uns bewahren.

So wahr Gott helfe, da gibt es keinen Zweifel.

Wir haben über Gott und die Welt geredet, über alles Mögliche.

Und zum Abschied wünsche ich euch ein segnendes:

Gott befohlen! oder Behüt' dich Gott!