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Selbsterkenntnis und Weisheit (1.Kor 15,36-38)

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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Selbsterkenntnis und Weisheit

 

Jedes Samenkorn, das gesät wird, muss vergehen, ehe neues Leben daraus wächst.

Und was wir säen, ist ja nicht schon die fertige Pflanze, sondern es sind nur Körner,

Weizen zum Beispiel oder anderes Saatgut. Aus jedem Samenkorn lässt Gott eine

Pflanze wachsen, die so aussieht, wie er es geplant hat. (1.Kor 15,36 - 38)

 

„Ich dachte, es geht nicht mehr tiefer, aber es ging. Es ging noch tiefer, viel tiefer.

Irgendwann aber war ich unten, ganz unten - endlich. Und dort erkannte ich mein kleines,

strampelndes Ich, mich. Und dort unten, am tiefsten Punkt, am Umkehrpunkt, akzeptierte

ich meine Grenzen und lernte ich mein wahres Ich kennen. Ich blickte nicht mehr angstvoll

nach unten, denn es gab kein bodenloses Unten mehr, ich konnte erstmals nur noch nach

oben sehen und dort sah ich Licht, Hoffnung, Jesus.

 

All mein Strampeln hatte mich immer tiefer in den Abgrund sinken lassen. Aus Festhalten

wurde Verlust, verloren sein. Aus Kontrolle wurde Isolation; aus Hartnäckigkeit nervig und

genervt sein. Plötzlich sah ich für einen Moment klar. Ich selbst war der Verursacher.

Das reichte. Ein neuer Horizont, ein Hoffnungsschimmer. Ein Ausweg?

 

Was hatte ich noch zu verlieren? – Nichts!

Ich konnte doch nur gewinnen, nur ein neues Leben gewinnen. Von neuer Hoffnung ermutigt,

übergab ich endlich mein ICH an Jesus. Ich nahm mich nicht mehr so wichtig, aber ihn und

ich spürte, dass es aufwärts ging. Jesus beflügelte mich und hob mich aus der dunklen Tiefe

dem Licht entgegen. Meter für Meter wurde ich verändert und es gefiel mir. Es war gut so.

Und immer mutiger ließ ich mich weiter verändern durch sein Vorbild, durch sein Wort.

Das Dunkel in mir wurde hell, Schatten zu Licht, Leid zur Freude, Unruhe zu Ausgeglichenheit

und Zuversicht. Der alte Adam wurde vollständig erneuert, erlöst von alten Befangenheiten,

befreit aus akzeptierten Ketten, geheilt von tiefschmerzenden seelischen Verletzungen, neu

gemacht für ein neues Leben.

 

Im Gottüberlassen, im Gottvertrauen, im folgsamen Hören, Beachten und Annehmen konnte

es gelingen. Ich verlor mein selbstbezogenes, mich selbst umkreisendes ICH und fand mein

liebevolles, du-bezogenes Ich. Ich wurde Licht, werde noch immer heller, Jesus immer ähnlicher.

 

Ich wuchs aus meinem Mist heraus und über mich hinaus. Im Mist sammelte ich Kenntnisse und

Erfahrungen, die mir heute Verständnis, Erkenntnis und Nächstenliebe als Grundlage für die

Gemeindearbeit geben; die mir den Mut und die Kraft geben, für Gott zu fliegen, ihm zu dienen,

sein begnadigter und begnadeter Sohn zu sein.

Im Mut der Verzweiflung wagte ich, das vertraute Elend und die vertraute Umgebung zu verlassen

und die unbekannte Zukunft in Hoffnung und Zuversicht so anzunehmen, wie sie sich mir Schritt für

Schritt zeigte, wie sie sich mir als Gelegenheit anbot.

 

Und heute bin ich! Ich bin im Geist erwachsen geworden, begeistert von Gott, begeistert durch Gott,

begeistert in Gott. Ich bin Licht, Licht für andere. Ich strahle; strahle durch und für ihn. Ich liebe.

Ich liebe durch und für ihn - aus mir heraus. In der Liebe bin ich eng mit ihm verbunden.

Nicht im Liebesgefühl, sondern in der offenen, reifen, vertrauenden, verständnisvollen Liebe

des Herzens.

 

Ich dachte damals, es geht nicht mehr tiefer, aber es ging. Heute denke ich nicht, dass es

nicht noch höher ginge, es geht. Alles fügt sich. Ich komme Gott immer näher. Ich werde

Jesus immer ähnlicher, sein Geist inspiriert und durchdringt mich immer stärker.

Die göttlichen Agapeliebe strömt unaufhaltbar in mich und aus mir heraus. Ich bin sanft

und weich wie ein Lamm. Ich kann nicht anders.

Ich will auch nicht anders, denn dafür wurde ich erschaffen. Sanftmut gegen Mutwilligkeit

und Gewalt. Geduld und Verständnis gegen Hektik, Unruhe und Unfrieden. Standhaftigkeit

und Gottestreue gegen Unsicherheit, Wankelmut und Zweifel. Ein Licht für andere in den

Untiefen der Finsternis. Ein Licht zur Orientierung. Ein Beispiel dafür, dass es geht; dass

Gott wirklich vergibt und liebt, dass Jesus wirklich heilt und verändert.