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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Ver-sprechen
   (Jer 17,5-8)
 

Hallo Du,

es hat sehr lange gedauert

und es war sehr schmerzlich,

bis ich verstanden habe,

dass ein menschliches Versprechen nichts wert ist

und dass ich mich darauf nicht verlassen kann und darf,

denn ansonsten bin ich verlassen.

 

Etwas versprechen bedeutet,

jemandem fest und verbindlich erklären,

dass etwas vom Versprechenden getan wird.

Ein Versprechen ist eine Selbstauflage,

eine Bindung, für die ich mit meinem Wort,

   mit meiner ganzen Person

   und mit meiner Zuverlässigkeit einstehe;

sie ist sozusagen eine Selbstverpflichtung.

 

Doch jetzt habe ich verstanden,

dass eine solche Zusage, ein solches Ehrenwort

   vom Charakter des versprechenden Menschen abhängig ist.

Wenn es hart auf hart geht

   und eigene Interessen im Vordergrund stehen,

vergessen viele Menschen gerne ihre Zusicherungen

   und legen sie als Versprecher, als ein ver-sprechen,

   als eine falsche Wortwahl aus.

„Ich habe damit nur eine Möglichkeit genannt.“

„Ich habe mich wohl nicht ganz klar ausgedrückt.“

„Ich habe es zwar so ähnlich gesagt, aber nicht so gemeint.“

„Das habe ich nicht so ernst genommen.“

„Auf Versprechen darf man eben nichts geben, das weiß doch jeder.“

 

Wo keine Ehre ist,

da ist auch keine Ehrlichkeit und Verbindlichkeit,

da sind Versprechen Schall und Rauch,

dummes, einschläferndes, hinhaltendes Gerede,

das Hoffnung weckt,

das etwas erwarten lässt, was nie eintrifft!

 

Wo keine Ehre ist,

da wird mit Ehre gegeizt,

da beherrscht ein stark ausgeprägtes, egoistisches Streben

   nach Erfolg, Geltung oder Anerkennung den Menschen,

da sind Versprechen nur Mittel zum eigenen Zweck,

da werden Versprechen benutzt,

   um eigene Ziele auf krummen Wegen verborgen zu erreichen.

 

Ein Mensch mit Ehre und Charakter

gibt keine Versprechen, sondern er handelt

   und beweist damit seine Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit.

Er beschwichtigt und beschönigt nicht, sondern er vollzieht

   und beweist damit seinen Wert, seine Zuverlässigkeit und Verantwortlichkeit.

Er verliert keine großen Worte über sein verlässliches Tun,

   sondern er beweist damit seine Zuneigung und Liebe umgehend.

 

Doch das ist nur die eine Seite.

Auf der anderen Seite ist der Mensch,

der auf ein Versprechen vertraut und vertrauen möchte,

der es gerne hört und es gerne so hätte,

der sich darauf einlässt und verlässt,

der sich davon abhängig macht,

der immer wieder Enttäuschung, Ernüchterung

   und Desillusionierung erleben wird.

 

Es gibt nur einen Weg aus diesem Dilemma

   zwischen ‚Versprechung’ und ‚darauf vertrauen’:

Lasse Dich nicht auf Versprechungen ein,

   vertraue ihnen nicht und mache Dich,

   Deine Hoffnungen und Dein Handeln nicht von ihnen abhängig,

   sondern gehe besser Deinen eigenen, unabhängigen Weg.

 

Beachte immer:

Nicht Worte zählen, sondern alleine die Taten,

auch bei Dir.

 

Jeremia 17, 5 – 8

So spricht der Herr:

„Verflucht ist der Mensch, der sich auf Menschen verlässt

   und sich von mir abwendet.

Der wird sein wie ein Dornenstrauch in der Wüste

   und wird nicht sehen das Gute, das kommt,

sondern er wird bleiben in der Dürre der Wüste,

   im unfruchtbaren Land, wo niemand wohnt.

 

Gesegnet aber ist der Mensch, der sich auf den Herrn verlässt

   und dessen Zuversicht der Herr ist.

Der ist wie ein Baum am Wasser gepflanzt,

   der seine Wurzeln zum Bach hin streckt.

Denn obgleich Hitze kommt, fürchtet er sich nicht,

   wenn ein dürres Jahr kommt,

sondern bringt ohne Aufhören Früchte.“