Gelassen bleiben
Gelassen lasse ich's geschehen,
die Stürme um mich toben, wehen.
Gefasst stehe ich mittendrin
und nehme die Wirbel hin.
Sie wollen mich zum Schwanken bringen,
doch das wird ihnen nicht gelingen.
Schwer war's, die Ungeduld zu zügeln,
Geschehenes, wieder auszubügeln,
in ihr das große ICH zu sehen,
und ihr auch noch zu widerstehen.
Denn mit aufbrausender Erregbarkeit,
kommt man im Leben nicht sehr weit.
Alleine kann man es nicht schaffen,
sich zu Ausgeglichenheit aufzuraffen
und gelassen - alles zuzulassen.
Es misslingt, abgeklärt zuzuschauen,
besonnen die Unruhe abzubauen
und sich bedächtig Gott anzuvertrauen.
'Gelassen sein' ist Gottvertrauen,
zuversichtlich auf seine Güte zu bauen,
geruhsam sein Wirken zuzulassen
und sich gereift in Geduld zu fassen,
unerschütterlich im Glauben zu bleiben
und sich an Umständen nicht aufzureiben.

