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Selbst betroffen (2.Chr 34,27)

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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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 Selbst betroffen   (2.Chr 34,27)

Weil du im Herzen betroffen bist und dich gedemütigt hast vor Gott, ...

habe ich dich auch erhört, spricht der HERR. (2.Chr 34,27)

 

Hallo Du,

viele reden von etwas, das sie gar nicht kennen,

   beispielsweise von Hunger, Krieg, Armut, Schmerzen oder Seelennot.

Sie meinen zu verstehen, doch sie versuchen nur, es sich aufgrund dessen vorzustellen,

   was sie sehen oder hören, doch das Äußerliche ist nur ein kleiner Teil der Wirklichkeit.

Sie haben die Situation nie selbst erlebt und kennen die Tiefe und Tragweite der Nöte

darin nicht. Sie waren nie selbst betroffen.

 

Am Beispiel von Schmerz möchte ich das verdeutlichen:

Als Kind war ich ein risikobereiter Bewegungswildling und bin deshalb öfters hingefallen

und habe mir dabei die Knie aufgeschlagen. Die Wunde hat dann geschmerzt,

   besonders dann, wenn mein Apothekeronkel mich mit Jod verarztet hat.

Doch der schmerzende Schreck war schnell vergessen.

 

Einige Male hatte ich starke Ohr- und Zahnschmerzen und man sagt, die seien

   die stärksten Schmerzen, die es gibt. Ja, die waren richtig schlimm, aber nach

   der Behandlung waren sie ohne weitere Folgen in wenigen Tagen verschwunden.

 

Beim Leistungssport hatte ich immer mal wieder Verletzungen,

   einen Sehnenanriss, eine verrenkte Schulter, einen verknacksten Fuß,

   einen Muskelfaserriss, einen geschundenen Rücken oder ausgerissene Fußnägel.

Aber selbst diese Schmerzen waren nicht wirklich schlimm,

   denn Gott hat in seine Schöpfung eine starke Heilkraft gelegt, die erneuert

   und wiederherstellt und vergessen lässt.

Der größte Schmerz dabei war meine Ungeduld, mich nicht wie gewohnt

   bewegen zu können.

 

Schmerz wirklich kennengelernt habe ich, als mich über Nacht schwerste, lähmende

Schmerzen überfielen und 10 Jahre blieben und niemand wusste, woher sie kamen

   und wie ich sie wieder los werden konnte. Ablenkung, Spritzen, Tabletten, Therapien

und manches mehr, halfen nicht.

 

Dabei lernte ich, die Schmerzintensität in eine Skala einzustufen.

Die Stufen 1-3 waren unangenehm aber erträglich und leicht übergehbar,

   kamen aber leider nur selten vor.

Die Stufen 4-6 waren quälend und beängstigend und stark einschränkend.

   Sie waren im Leiden kurzfristige Entlastungs- und Erholungsphasen.

Die Stufen 7-8 waren kaum auszuhalten, zerstörerisch und erniedrigend, Tag und Nacht.

   Das war der Normalfall.

Die Stufen 9-10 wünsche ich niemandem. Da möchte man lieber Tod sein.

 

Und ich lernte auch verschiedene Formen von Schmerz kennen:

Z.B. körperlichen Schmerz, Unsicherheitsschmerz, Angstschmerz, Liebesschmerz,

   Entbehrungsschmerz, Passivitätsschmerz, Isolationsschmerz, Trennungsschmerz

   sowie Seelenschmerzen durch Ungewissheit, haltlose Ohnmacht, verlorene Zeit,

tiefe Enttäuschung und die Leere der Hoffnungslosigkeit.

Körper und Geist waren wie stillgelegt und gelähmt.

Die Sensibilität für jegliche Belastungen dagegen sehr hoch.

 

Ich hatte keine Wahl.

Ohne Kraft und Lebensmut wurde ich vom äußeren Leben abgetrennt.

Schmerz und Leid und Not hatten mich getroffen.

Ich war selbst davon betroffen. Ich weiß, wie das ist.

Es hat mich betroffen gemacht, tief berührt und verändert.

Ich habe darin meine Tiefen und Untiefen sowie Geduld kennengelernt.

 

Wir freuen uns auch über die Nöte, die wir jetzt durchmachen. Denn wir wissen,

dass Not uns lehrt durchzuhalten, und wer gelernt hat durchzuhalten, ist bewährt,

und bewährt zu sein festigt die Hoffnung. Und in unserer Hoffnung werden wir nicht

enttäuscht. (Röm 5,3-5)

 

Wenn es um Scherzen geht, kann ich mitreden, durchhalten, verstehen und beistehen.

 

Und auch ich sage: Schmerz ist unser Freund.

Er weist uns auf Dinge hin, die offensichtlich oder verborgen im Argen liegen.

Er zwingt dazu, in uns zu gehen, zu akzeptieren und loszulassen,

   sich zwischen Verlorenheit und Hoffnung, zwischen Dunkelheit und Licht,

   fürs Sterben oder Leben zu entscheiden.

Er führt uns zur Sinnfrage und damit verbunden zu unserer geistlichen Armut.

Im Schmerz wächst eine intensive Sehnsucht nach Hilfe, Erlösung und Befreiung,

   nach der Liebe Gottes, nach Erkenntnis und Veränderung durch Jesus

   und nach entlastender Führung durch Gottes Wort und Geist.

Und, eine große Dankbarkeit und Treue für Entlastung und wunderbare Heilung.

 

Was euch natürlich interessiert: Wie bin ich meine Schmerzen losgeworden?

Durch Abwenden von meinem alten Leben und Hinwenden zu Gott,

   durch radikale Umkehr und Umorientierung in meinen Werten und Einstellungen,

   durch studieren von Gottes Absichten und leben nach seinen Geboten,

   durch Loslassen und Gott machen lassen, durch beharrliche Nachfolge Jesu.

Ich wollte es, doch Gott verwirklichte es nach und nach.

 

Weil du im Herzen betroffen bist und dich gedemütigt hast vor Gott,

als du seine Worte hörtest ... und dich vor mir gedemütigt hast

und deine Kleider zerrissen (reumütig in dich gegangen bist) und vor mir

geweint hast, habe ich dich auch erhört, spricht der HERR. (2.Chr 34,27)

 

Je größer unsere Not, desto leichter suchen wir Hilfe und Beistand bei Gott.

Wenn wir selbst betroffen sind, erkennen wir leichter unseren Schmerz

   und unsere Hilflosigkeit, aber auch seine Größe, Güte und Barmherzigkeit.

Wenn wir selbst gerettet werden, sind wir bereitet, Gott zu loben und zu danken,

   Jesus zu folgen und geistliche Führung zuzulassen.

 

Jesus war unbequem, weil er Menschen die Wahrheit über sie sagte,

doch damit versorgte er nur ihre Wunden, damit sie heilen konnten.

 

Das Wort Gottes

ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert

und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein,

und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzen. (Hebr 4,12)

 

Jesus hat Menschen betroffen gemacht, sie zu Betroffenen gemacht:

Als Jesus diese Rede beendet hatte, war die Menge sehr betroffen

von seiner Lehre. (Mt 7,28)

 

Sie fühlten sich erkannt, aber nicht zurechtgewiesen.

Er hoffte für sie, aber ließ ihnen die Wahl.

Er wusste, Betroffene gehen in sich und weinen,

   sie sind zur Umkehr bereitet.

 

Betroffene werden wortlos, wenn sie ihre Wahrheit trifft.

Sie sind betroffen, antworten nicht mehr, ihnen fehlen die Worte. (Hi 32,15)

 

Betroffene haben zwei Möglichkeiten:

Entweder, sie wimmeln den Treffer ab, übergehen und ignorieren ihn,

   oder sie gehen ihm nach und decken die Verankerung in sich auf.

 

Wir neigen dazu, uns von solchen vermeintlichen Angriffen nicht treffen zu lassen,

   uns rechtzeitig zu verdrücken, uns zu rechtfertigen (rauszureden) oder selbst anzugreifen.

Das aber verlängert nur das Leiden.

 

Darum, lasst uns unangenehme Hinweise über uns selbst nicht einfach abtun,

   sondern lassen wir uns davon berühren, treffen und heilsam betroffen machen.

Sie sind Hilfen zur Veränderung und Heilung.

 

Jesus greift nicht an, sondern er berührt.

Er macht betroffen durch liebevolle Zuwendung und Einfühlungsvermögen

sowie durch verdeutlichende, offenbarende Wahrheit.

 

Die samaritanische Frau vom Jakobsbrunnen zeigt ihre Betroffenheit:

Die Frau ließ ihren Wasserkrug stehen, ging in den Ort zurück und sagte zu den Leuten:

»Kommt mit, ich habe einen Fremden getroffen, der mir alles auf den Kopf zugesagt hat,

was ich getan habe! Ob er wohl der Messias ist?« (Joh 4, 28-29)

 

Jesus hatte sie mitten ins Herz getroffen und eine Wunde offengelegt,

die ihr nicht mehr bewusst war. Dadurch konnte sie Jesus erkennen und sein

lebenspendendes Wasser annehmen.

 

Und siehe, da erhob sich ein gewaltiger Sturm auf dem See, sodass auch das Boot

von Wellen zugedeckt wurde. Jesus aber schlief. Und sie traten zu ihm, weckten ihn

auf und sprachen: Herr, hilf, wir kommen um! (Mt 8, 24-25)

 

Die aber im Boot waren, fielen vor ihm nieder und sprachen:

Du bist wahrhaftig Gottes Sohn! (Mt 14,33)