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Gott-vergessen (Ps 13,2-6)

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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Gott-vergessen
   (Ps 13,2-6)

 

Wie lange noch, Herr, willst du mich vergessen? Etwa für immer? Wie lange noch willst

du dich vor mir verbergen? Wie lange noch muss ich unter tiefer Traurigkeit leiden

und den ganzen Tag Kummer in meinem Herzen tragen? Wie lange noch darf mein

Feind auf mich herabsehen? Schau doch her und antworte mir, Herr, mein Gott!

´Gib mir neuen Mut und` lass meine Augen wieder leuchten, damit ich nicht in den

Todesschlaf sinke! Mein Feind soll nicht sagen können: »Jetzt habe ich ihn

endgültig besiegt!« Meine Gegner sollen nicht jubeln und sich freuen, wenn ich den

Halt verliere. Doch ich will auf deine Güte vertrauen, von ganzem Herzen will ich

jubeln über deine Rettung! Mit meinem Lied will ich dem Herrn danken, weil er mir

Gutes erwiesen hat. (Ps 13,2-6)

 

Er saß da wie ein Häuflein Elend,

in Tränen aufgelöst, verzweifelt und gottvergessen.

Wie wird es weitergehen? Wie kann es weitergehen?

 

Er hatte sich alles ganz anders vorgestellt. Nach seinen Plänen hätte alles so schön

werden können, doch alles kam anders. Irgendetwas lief da schief, immer und

immer wieder. Warum nur? Wozu nur?

Jetzt, nach Verlust und Zusammenbruch, nach Qual und Leid, weiß er nicht mehr weiter!

 

Er fragt und sagt sich:

Gibt es noch Hoffnung für mich? Ist doch noch nicht alles verloren?

Gibt es ein neues Leben nach den Scheitern?

Wenn 'nein', dann bin ich verloren.

Wenn 'ja', dann weiß ich nicht wie ich es anfangen könnte.

 

Gibt es jemanden, der mir dabei helfen kann? Gibt es jemanden, dem ich etwas bedeute?

Gibt es jemanden, der mein Schicksal wenden kann?

Gibt es jemanden, dem ich mich bedenkenlos anvertrauen kann?

 

Wer könnte mir sagen, was bei mir nicht stimmt? Von wem würde ich mir das sagen lassen?

 

Wie gerne würde ich mir meinen Kummer von der Seele reden. Aber wer möchte das hören?

 

Kann man Menschen überhaupt vertrauen? Denken nicht alle nur an sich selbst, an ihren Vorteil,

an ihren Erfolg, an ihre Bequemlichkeit, an ihre Ruhe?

 

Wer oder was bleibt dann noch?

Ein treuer Hund? Ein stummer Fisch? Der Rückzug in den friedlichen Gemüsegarten?

 

Könnte es tatsächlich einen Gott geben, der über den Dingen steht,

der alles durchschaut, der weiß, was richtig ist und wie alles gut wird?

Würde dieser Gott auch ins finstere Tal meiner Tränen kommen?

Könnte er mich aus den Irrungen meines Lebens erlösen?

Könnte er mir neue Hoffnung und Kraft in meiner verzweifelten Lage geben?

Gibt es ein neues, ein besseres Leben auch für mich?

 

Wie kann ich mehr über ihn erfahren? Wer hat gute Erfahrungen mit ihm gemacht?

Wer kennt ihn? Was will er? Wie denkt er? Was sagt er? Wie ist er?

 

Irgendwo habe ich eine alte, verstaubte Bibel.

Nach längerem Suchen finde ich sie, schlage sie irgendwo auf und lese, wie Jesus sagt:

"Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich

werde sie euch abnehmen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir,

denn ich bin gütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht." (Mt 11,28-30)

 

Woher weiß er, wie es mir geht? Was ich lese, klingt gut: Er will mir meine Last abnehmen.

 

Welches Joch habe ich bisher getragen?

Ich wollte mich doch nur im Leben bewähren und erfolgreich sein. Ich wollte es aus

eigener Kraft meistern.

Ich wollte es nach meiner Vorstellung und meinen Wünschen gestalten.

Es sollte so werden wie ich es wollte und wie ich es für mich und meine Familie für

richtig hielt. Ist das nicht mein Lebensauftrag?

 

Ja, ich habe Gott dabei bisher nicht um Hilfe und Führung und Gelingen gebeten.

Weshalb sollte er sich darum kümmern, wenn es doch meine Aufgabe ist? Hat er

nicht genügend anderes zu tun.

Ich ahne: Mein eigenes Wollen könnte mein bisheriges Joch gewesen sein?

Und das bestätigt meinen Verdacht. Mein Unglück muss mit mir zusammenhängen.

 

Jesus sagt von sich, er sei gütig, also barmherzig, gnädig, wohlwollend, nachsichtig

und entgegenkommend.

Bin ich das auch? Eher nicht. Kommt man dabei nicht selbst zu kurz?

Er sagt auch, er sei demütig, also nicht stolz, unabhängig oder hochmütig, sondern

geduldig, folgsam und fügsam.

Wem folgt er? Wem fügt er sich? Wer ist über oder neben oder in ihm?

Er kann nur Gott meinen, seinen Vater, der vielleicht auch mein Vater ist. Der mein Vater

sein könnte, wenn ich dies zuließe, es glaubte und wollte.

 

Welches Joch soll ich bei ihm tragen? Komme ich da nicht vom Regen in die Traufe?

Ich ahne: Das Joch des Demütigen ist Gehorsam und die neue Last, die er trägt, könnte

der stets liebevolle Umgang mit allen und allem sein.

Ja ich möchte von Jesus lernen, wenn ich dadurch endlich Ruhe für meine Seele finde.

Ich habe schon so viel ausprobiert, eine andere Alternative sehe ich nicht mehr.

Das könnte der Weg in ein neues und besseres Leben sein.

 

Und ich wage es, spreche ihn an und erzähle ihm meinen Kummer.

Und ich bekomme klärende Antworten:

 

Außerdem dürft ihr jenes ermutigende Wort in der Schrift nicht vergessen, das an

euch als Gottes Kinder gerichtet ist. »Mein Sohn«, heißt es dort,

»lehne dich nicht dagegen auf, wenn der Herr dich mit strenger Hand erzieht! Lass dich

nicht entmutigen, wenn er dich zurechtweist! (Hebr 12,5)

 

Ist es Gott, der mir Dinge und Abhängigkeiten zerbricht, damit ich den richtigen Weg

finde, den zu ihm und mit ihm? Es scheint fast so.

 

Wenn Gott sogar das Gras so schön wachsen lässt, das heute auf der Wiese grünt,

morgen aber schon verbrannt wird, wie könnte er euch dann vergessen?

Vertraut ihr Gott so wenig? (Lk 12,28)

 

Ups! Das sitzt. Nicht Gott hat mich vergessen, sondern ich ihn. Ich habe ihn nicht

beachtet, ihm nicht vertrauet, seinen Rat nicht eingeholt, die Verbindung mit ihm

nicht gesucht, an seine Hilfe und Unterstützung nicht geglaubt, sondern nur an mich selbst.

 

Wirst du aber den HERRN, deinen Gott, vergessen und andern Göttern nachfolgen und

ihnen dienen und sie anbeten, so bezeuge ich euch heute, dass ihr

umkommen werdet, weil ihr nicht gehorsam seid der Stimme des HERRN, eures Gottes.

(5.Mo 8, 19.20)

 

Ups! Auch da muss ich schlucken und bekennen. Ich bin anderen Göttern nachgelaufen

und habe ihnen gedient: dem Erfolg, dem Ehrgeiz, dem Geld, dem Wohlstand,

der Selbstgefälligkeit, der Überheblichkeit und was sonst noch. Das also hat mein Scheitern

verursacht, das hat verhindert, dass ich zu Gott finde, auf ihn höre,

meinen Lebensweg gemeinsam mit ihm gehe und mich von ihm leiten lasse.

 

Habt ihr denn vergessen, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist? Der Geist,

den Gott euch gegeben hat, wohnt in euch, und ihr gehört nicht mehr euch selbst. (1.Kor 6,19)

 

Vater vergib mir, ich habe das nicht gewusst. Nun aber tröstet es mich zu wissen, dass

dein Geist in mir wohnt, mich überallhin begleitet, mich mit deiner Liebe anfüllt,

um sie anderen weiterzugeben und mit ihr sie auf dich hinzuweisen.    

 

Amen.