Gottes Wort in Bedrängnis (1. Chr 22,13)
Sei getrost und unverzagt, fürchte dich nicht und lass dich nicht erschrecken!
(1. Chr 22,13)
Hallo Du,
seit geraumer Zeit werde ich meines Lebens nicht mehr froh.
Ein Feind bedrängt mich. Er verdreht die die Wahrheit und tritt sie mit Füßen.
Er greift mich unentwegt an, will mich zum Lügner stempeln und ins Böse ziehen.
Raffiniert streut er Gift unter denen, die mich lieben, um sie gegen mich
aufzubringen. Immer wieder bitte ich Gott, mich davon zu befreien, doch ich
sehe kein Ende.
Nun spricht mich obige Wochenlosung an, doch ich verstehe sie nicht recht.
Was will sie mir sagen? Herr, verbinde meinen Geist mit deinem und leite ihn
durch diesen Text in Erkenntnis und Weisheit.
Bedrängnis?
Herr, werde ich bedrängt weil du mir etwas zeigen willst, was ich noch nicht
verstehe? Bist du so hartnäckig, um mich zu einem bestimmten Handeln zu
bewegen? Belästigst, nervst, peinigst, piesackst und plagst du mich, um mich
irgendwohin zu bewegen? Das kann nicht sein, denn du bist ein liebender und
barmherziger Gott und quälst deine Kinder nicht. Du kennst viele Wege, ihnen
deinen Weg und dein Wollen zu zeigen. Und wenn sie es auf die eine Art nicht
verstehen, dann wählst du eine andere. Auch kannst du einen erklärenden
Engel schicken oder mir im Traum mit deinem Wort begegnen.
Ja, ich werde in quälender Weise belastet. Ängste und Sorgen betrüben mein
Fühlen und meine Gedanken. Verleumdungen verfolgen mich, setzen mir zu
und lassen mich nicht zur Ruhe kommen. Nur Satan kann so grausam sein.
Nur er treibt solch ein böses Spiel. Nur er quält Gottes Kinder so, um sie von
ihm abzubringen. Doch Gottes Wort hält mich immer wieder aufs Neue.
Der Psalm 23 tröstet mich in meiner Not, in der es zurzeit an Zuversicht und
Erfrischung und Freude fehlt. Am HERRN halte ich fest. Nur er kann mir helfen.
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
Ja Herr, zu dir gibt es keine Alternative. Ich bleibe in deinem Haus.
Bitte helfe meinem Verstand und meinem Fühlen, deine Güte und
Barmherzigkeit auch in der Not zu erkennen, damit ich mich im finsteren Tal
nicht fürchte. Erquicke wieder meine Seele auf grüner Aue und an frischem
Wasser, im Kreise von Menschen, die zu mir halten und mir beistehen.
Halte mich auf deiner Straße, damit ich dir Ehre geben kann.
Was will der Wochenspruch mir sagen?
Sei getrost! Was bedeutet das?
Gott sagt damit: Sei vertrauensvoll, ruhig und furchtlos. Du bist nicht alleine.
Du kannst glauben, ja dich fest darauf verlassen, dass ich dir beistehe, dich
segne und dein Haupt salbe. Deine Not trübt dir die Sicht, doch sei dir sicher:
Ich bin da. Habe keine Bedenken!
Sei unverzagt! Was bedeutet das?
Gott sagt damit: Sei in deiner schwierigen Situation zuversichtlich und
unerschrocken. Gehe beherzt an die Aufgabe, Jesus auch in dieser Situation
zu bekennen. Stehe couragiert zu Anstand und Ehrlichkeit. Kämpfe mutig,
tapfer und unerschrocken den guten Kampf des Glaubens. Meiner Rüstung
wird dich beschützen. Jage nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe,
Geduld und Sanftmut! Bekenne dich zum Guten und verhalte dich entsprechend.
Halte, dich auch weiterhin eng an Jesus Christus, den Erlöser und Erretter.
Fürchte dich nicht! Was bedeutet das?
Gott sagt damit: Ängstige und sorge dich nicht. Ahne nicht das Unangenehme
und befürchte nicht das Schlimmste. Lasse dir nicht gruseln und schrecke nicht
zurück. Sei nicht bange und mache dir keine Gedanken. Furcht, Angst und
Sorgen lähmen. Sie verhindern Lebensfreude und Dankbarkeit. Sie betrüben
das Herz und rauben den Mut und die Kraft. Sie vergiften, quälen und machen
krank. Sie ziehen dich aus meinem Segen und verbittern dich.
Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht
aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Gott (aber) ist die Liebe; und wer in
der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. (1.Joh 4,18+16b)
Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?
Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? (Ps 27,1)
Fürchte dich nicht, ich bin bei dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott.
Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner
Gerechtigkeit. (Jes 41, 10)
Lass dich nicht erschrecken! Was bedeutet das?
Gott sagt damit: Habe Gottvertrauen. Ich bin bei dir! Gerate nicht in Panik und
werde nicht kopflos. Nichts ist so schlimm, wie es scheint. Fahre nicht auf, zucke
nicht zusammen und erstarre nicht vor Schreck! Lasse dich nicht alarmieren,
aufscheuchen, ängstigen, entsetzen oder in Angst versetzen. Bleibe besonnen
und ruhig. Bleibe bei mir und in meinem Geist.
Wer dich erschrecken will, möchte dich aus meinem Schutz reißen, um dir Böses
zu tun. Ich aber liebe dich! Ich bin dein Herr, dein Schöpfer, dein himmlischer
Vater, dein Gott und du bist mein auf ewig! Ich habe dich zu mir gerufen
und stehe zu dir! Wer könnte schon etwas gegen dich erreichen, wenn ich
für dich bin?

