Herzensschönheit (1.Petr 3,4)
Eure Schönheit soll von innen kommen! Schmückt euch mit Unvergänglichem wie
Freundlichkeit und Güte. Das gefällt Gott. (1.Petr 3,4)
Hallo Du,
es gibt Menschen, die sind äußerlich nichts Besonderes, dennoch strahlen sie eine
angenehme innere Schönheit aus, die sich in ihrem Wesen ausdrückt, in ihrer
individuellen, positiven Art, etwas zu sehen, auf etwas einzugehen, mit etwas
umzugehen.
Ihr Charakter, die Gesamtheit ihrer geistig-seelischen Eigenschaften, ist geprägt
von Ruhe, Milde, Herzensgüte, Sanftheit und Ausgeglichenheit.
Ihre Natur ist durchdrungen von Freundlichkeit, Herzlichkeit, Friedfertigkeit und
Aufrichtigkeit. Ihr Gemüt zeigt sich sanft, mild und warm, geduldig, ruhig und
beherrscht, herzlich, gutherzig und herzensgut.
Sie sind abwartend, gutmütig und nachsichtig, anmutige und prachtvolle Wesen
voller Wohlwollen, Offenheit und Entgegenkommen, anziehend und äußerst
sympathisch. Sie sind wahre Schönheiten.
Wenn ich heute so jemanden sehe, geht mir das Herz auf. Voller Freude schlägt
es höher, ist bewegt und begeistert und fließt über. Ich kann nicht anders, als
davon zu schreiben.
Mein Großvater war so ein Mensch. Er hieß zwar Ernst, er konnte aber auch sehr
humorvoll sein. Zwei Weltkriege mit Not und Leid und Trauer prägten ihn.
Wie konnte er nur trotzdem so sein? Wahrscheinlich war er gerade deswegen so.
Wenn die Härte des Schicksals zuschlägt, droht sie, den Lebensmut zu vernichtet.
Man hat dann nur zwei echte Entscheidungsvarianten: Entweder man wählt das
vergiftende Selbstmitleid und verbittert darin oder man entscheidet sich für das
Schöne, Wahre und Gute, für das Leben spendende und Leben erhaltende, für
das mitmenschlich Tragende, das Fördernde und Zukunft bauende.
Mein Großvater hat für sich, für seine Familie und auch für mich gut gewählt.
Er hat mir durch sein Wesen viel gezeigt und mitgegeben. Er hat an mich geglaubt
und mir Beispiel gegeben. Mit seinem veränderten Wesen hat er bewiesen, dass
durch Hoffnung Neues, Besseres, Unvergängliches entstehen kann, gerade, wenn
Altes zerbricht.
Wie konnte er das schaffen? Er war ein gläubiger Mensch. Sein Glaube gab ihm
Orientierungshilfe, Halt, Hoffnung und Kraft. Er formte seinen Charakter. Er
überwand seine inneren Mauern und veränderte ihn zu einem anderen
Menschen. Er öffnete seinen Geist für die Werte Gottes, die Früchte seines
Heiligen Geistes, für pragmatische Liebe und friedfertige Herzensgüte. Sein Glaube
und Gottes Geist ließen in ihm Bodenständigkeit, Ehrlichkeit, Reinheit und
Hilfsbereitschaft wachsen.
An Gott gerichtet habe ich in Anlehnung an Freiherr von Eichendorff gedichtet:
Ermutigung
Du bist's, der uns erbauet,
aus Trauer oder Schmerz,
der liebend uns anschauet,
gibt ein gereinigt Herz!
Dank des Vorbildes vom Opa und der Güte Gottes bin ich auf einem guten Weg.
Das schönste Kompliment machte mir einmal eine junge Frau, die in einem
Bibelkurs ständig neben mir sitzen wollte und mir dazu erklärte, ich hätte eine so
ruhige und angenehme Ausstrahlung.
Gott sei Dank für diesen Opa und diese Frau. Gott sei Dank für die Veränderungen
zum Guten, die Gott uns allen zusagt, wenn wir sein Wort beachten.
Amen.

