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Kraft aus Lebenssinn (Jer 32,39)

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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Kraft aus Lebenssinn  (Jer 32,39)

 

Und ich will ihnen einerlei Sinn und einerlei Wandel geben, dass sie mich

fürchten ihr Leben lang, auf dass es ihnen wohl gehe und ihren Kindern

nach ihnen. (Jer 32,39)

 

Was ist unser Lebenssinn?

Der Sinn unseres Lebens ist nicht, um uns selbst zu kreisen, uns faul

bedienen zu lassen und uns dabei unerfüllt zu langweilen sondern,

uns mit dem was wir gerade haben einzubringen und einzufügen,

uns anderen zuzuwenden und für andere da zu sein. Man könnte auch sagen:

Der Sinn unseres Lebens liegt in aufrichtigem Geben, Dienen und Lieben.

Das ist auf andere ausgerichtet. Damit werden wir gebraucht. Darin sind wir

willkommen. Daraus erwachsen Kraft, Freude und Lebensmut.

 

Die Gefahren dabei sind:

1. dass wir uns aufdrängen, andere bevormunden und sie wie Unmündige behandeln,

uns als 'besser' empfinden oder für uns daraus ein Recht auf Beeinflussung ableiten,

2. dass wir uns dabei übernehmen und kraftlos werden oder,

3. dass wir einen selbstgezogenen Maßstab anlegen.

 

Deshalb stellt sich in der Bibel Gott als Herr an die erste Stelle. Er ist unser Boss,

damit wir zuverlässige Orientierung haben. Für ihn sind und arbeiten wir. Er gibt

die Richtung vor und hat in allem das Sagen. Ihm sind wir Rechenschaft schuldig.

Vor ihm müssen wir uns verantworten.

 

Jesus formulierte als Lebenssinn: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben

von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt,

und deinen Nächsten wie dich selbst. (Lk 10,27)

 

Er sagte nicht, dass der Sinn unseres Lebens darin liegt, dass wir wohlhaben,

selbstgefällig, lieblos, selbstgerecht, bequem, gefühllos, unbarmherzig, hart,

gleichgültig oder träge werden sollen. Er weiß, dass uns das schaden würde.

 

Sich ausgeschlossen fühlen und ausgeschlossen sein

Ältere Menschen leiden in unserer Gesellschaft oft darunter, dass sie nicht mehr

gebraucht werden, dass ihr Leben keinen Sinn mehr hat, dass sie nicht mehr

gefragt sind. Sie fühlen sich ausgegrenzt, abgewiesen oder nicht mehr

ernst genommen. Sie wollen sich einbringen doch ihre Meinung und ihr Wissen

sind nicht mehr gefragt. Sie empfinden ihr Dasein als sinn- und zwecklos und sich

selbst als Hindernis, Belastung und Ballast. Ihre nachlassende Kraft und Gesundheit

bietet ihnen Gelegenheit zu Selbstbeschränkung und Rückzug in oft unerträgliche und

unwürdige Langeweile.

 

Seltsamerweise gilt auch für junge Menschen, für Kinder und Heranwachsende.

Auch sie sehen die Welt mit ihren Augen, aus ihrem eingeschränkten Wissen und

Verständnis, mit ihrer Hoffnung und Zuversicht, mit ihrem Elan und Selbstbewusstsein,

mit ihrer Naivität und Unvoreingenommenheit. Und weil sie noch nicht über das

'notwendige Wissen' verfügen, noch keine Lebenserfahrung haben, noch nicht zuverlässig

und verantwortungsbewusst funktionieren, nimmt man sie nicht ernst und lässt sie an

wichtigen Entscheidungen nicht teilhaben. Sie sind Abhängige und müssen sich fügen.

Sie sind Lernende und haben zu akzeptieren und den Mund zu halten. In den Augen

von Erwachsenen sind sie weltfremde, hoffnungsüberbetonte und ahnungslose Utopisten,

die die Beschränkungen und Zusammenhänge im Leben nicht kennen. Wie gut für sie!

Beneidenswert!

 

Und, ehrlich gesagt, das gilt auch mehr oder weniger für viele Menschen in den

Altersstufen dazwischen. Viele Chefs und Vorgesetze geben sich als Wisser (jedenfalls

tun sie so, um sich zu beweisen und ihre Macht damit zu untermauern). Nach eigenem

Urteil und Gutdünken. erkennen sie Menschen an oder unterdrücken sie. Sie loben

oder tadeln, sie fördern oder beschneiden, sie stellen ein oder entlassen. Sie entscheiden

über den Arbeitswert, die Anerkennung und den Lohn. Das stärkt ihre Position und

macht ihre Untergebenen zu unmündigen und zwangsweise gefügigen Abhängigen

(jedenfalls hätten sie das gerne).

 

Und die Geführten wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen und wie sie sich

dagegen wehren können. Sie wissen nicht, was in ihnen steckt und welche Rolle

sie im Arbeits- und Weltgefüge spielen. Ein Chef, der nur Gewinnoptimierung

anstrebt, dem aber die Untergebenen nicht mehr gehorchen und nachfolgen,

ist nicht mehr lange Chef. Ein Chef ist auch auf seine Mitarbeiter und auf ihr

Engagement, auf ihre Ideen, ihre Geduld, ihr Wohlwollen und ihre Akzeptanz

angewiesen. Und er trägt Verantwortung für das Betriebsklima, ihre Gesundheit und

ihr Wohlergehen. Auch daran wird er gemessen.

 

Häufig lassen wir etwas mit uns machen, weil wir unsicher sind und unseren Wert

nicht kennen. Wir halten zu wenig von uns und wissen nicht, was wir anderen

von uns geben könnten. Wir haben keine Ahnung davon, was Liebe

wirklich ist und wie lieben geht. Deshalb sind wir lieber passiv. Wir glauben, dann

hätten wir es leichter, hätten keine Verantwortung und könnten nicht bestraft

werden. Doch verantwortlich für unser Tun bzw. Nichtstun sind wir trotzdem.

 

Unser Lebensglück hängt nicht nur von anderen ab. Zum großen Teil bestimmen

wir es selbst. Wie ernten, was wir vorher gesät haben. Und wer nicht mehr sät,

hat auch nichts mehr zu ernten. Ältere Menschen haben Zeit in Fülle, Kinder

haben Energie und Ideen in Fülle und die Menschen dazwischen oft den Bedarf dafür.

 

-  In asiatischen Gesellschaften wird die Lebenserfahrung der Alten hoch geschätzt

   und ihr Rat gesucht.

-  Kinder gelten in der Bibel als Vorbild für Ewachsene. In Mt 18, 1-4 wird Jesus die

   Frage gestellt:

   Wer ist eigentlich der Größte im Himmelreich? Und wie antwortet Jesus?

   Jesus rief ein Kind, stellte es in ihre Mitte und sagte: »Ich versichere euch:

   Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht ins Himmelreich

   kommen. Darum: Wer sich selbst erniedrigt und wie dieses Kind wird, der ist

   der Größte im Himmelreich.

 


Kinder erkennen Autorität an, gehorchen, lernen und fügen sich. Kindern sind

aus sich heraus nicht überheblich oder selbstgerecht. Kinder wissen, dass sie

ohnmächtig sind leben daher aus Vertrauen auf die Liebe, Güte und Gnade

ihrer Eltern und Mitmenschen.

 

Im Epheserbrief 5, 21-33 wird die Einstellung für ein gelingendes Zusammenleben

am Beispiel der Ehe verdeutlicht:

 

Ordnet euch einander unter!

Niemand sei des anderen Bestimmer. Euer Stolz will das nicht zulassen, doch

tut es aus Ehrfurcht vor Christus! Er sagt, so soll es sein und ihm könnt ihr

vertrauen. Er ist überparteilich und möchte für alle das Gute.

 

Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter!

Ordnet euch ihnen unter, damit sie euch lieben und achten können, damit sie

euch beschützen wollen und können und damit ihr und eure Kinder behütet seid.

Dann habt ihr in eurem Mann eine zuverlässige und starke Schulter, an die ihr

euch anlehnen könnt und die euch Sicherheit gibt.

 

Die Frau soll ihrem Mann mit Ehrerbietung begegnen (V 33),

also mit Achtung und Rücksichtnahme, mit Toleranz für seine Eigenarten und mit

und Bewunderung für seine Fähigkeiten. Sie sei seine Stütze und sein Halt.

Lasst ihm das letzte Wort und die abschließende Entscheidung. Darin bestätigt

sich seine Liebe.

 

Plagt ihn nicht mit Nörgeleien, Zank und Streit, das vergiftet eure Liebe und

zersetzt die Bindung. Wenn ihr mit euch selbst nicht klar kommt, liegt das nicht

an ihm, sondern an euren Einstellungen und Erwartungen, an euren

Vorstellungen und eurem Verlangen.

 

Bedenkt: Eure Eitelkeit will das nicht immer zulassen, doch

Ihr zeigt damit, dass ihr euch (auch) dem Herrn (Jesus) unterordnet.

 

Denn der Mann ist das Haupt der Frau, genauso wie Christus das

Haupt der Gemeinde ist – er, der sie errettet und zu seinem Leib

gemacht hat. Und wie die Gemeinde sich Christus unterordnet,

so sollen sich auch die Frauen ihren Männern in allem unterordnen.

 

Das ist nicht nur weise, sondern dient auch euch selbst. Der Mann hat Fähigkeiten,

die ihr nicht habt, die ihr aber zu eurem Glück benötigt. An ihnen könnt ihr euch

erfreuen, dann werden sie euch gerne geschenkt.

 

Und ihr Männer, liebt eure Frauen!

Was bedeutet das? Das bedeutet:

Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich. Sie kennt keinen Neid, sie spielt sich nicht

auf, sie ist nicht eingebildet. Sie verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den

eigenen Vorteil, sie verliert nicht die Beherrschung, sie trägt keinem etwas nach.

Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie

sich mit. Alles erträgt sie, in jeder Lage glaubt sie, immer hofft sie, allem hält

sie stand. (1.Kor 13)

 

Die Frauen haben andere Fähigkeiten als die Männer und können euch darin ergänzen.

Sie sehen die Welt anders und empfinden Situationen und Menschen anders. Ihre

Sichtweise erweitert eure Sicht und hilft euch, gute Entscheidungen zu finden.

Sie sind oft unsicher, reden viel, wägen alles ab, riskieren ungern etwas und können

sich deshalb nicht leicht entscheiden. Deshalb brauchen sie eure Liebe und eure Führung.

 

Liebt sie so, wie Christus die Gemeinde geliebt hat.

Mit Freundlichkeit, Geduld, Barmherzigkeit und Nachsicht, mit Takt und Weitsicht.

Eure Liebe bestimmt das Betriebsklima, ihre Liebe gestaltet es. Auch ihr erntet, was ihr sät.

 

Er hat sein Leben für sie hingegeben, um sie zu seinem heiligen Volk zu machen.

Durch sein Wort hat er den Schmutz ihrer Verfehlungen wie in einem reinigenden

Bad von ihr abgewaschen. Denn er möchte sie ´zu einer Braut` von makelloser

Schönheit machen, die heilig und untadelig und ohne Flecken und Runzeln oder

irgendeine andere Unvollkommenheit vor ihn treten kann.

 

Makellose innere Schönheit erreicht sie nur indem ihr sie achtet und ehrt und berücksichtigt.

Dadurch wächst in ihr eine dankbare Liebe, die ihr Bestes zum Strahlen bringt.

 

Genauso sind nun auch die Männer verpflichtet, ihre Frauen zu lieben und ihnen

Gutes zu tun, so wie sie ihrem eigenen Körper Gutes tun.

 

Männer, eure Liebe und Güte zu euren Frauen sei euch eine Verpflichtung. Sie hat angenehme

Folgen:

Ein Mann, der seine Frau liebt und ihr Gutes tut, tut sich damit selbst etwas Gutes.

 

Also sei nicht dumm und tu dir und deinen Kindern etwas Gutes.

Begieße täglich die zarte Pflanze der Liebe wie du ja auch täglich deinen Körper pflegst

und nährst, genau wie Christus es mit der Gemeinde macht - mit seinem Leib,

dessen Glieder wir sind.

 

Sich gegenseitig dienen, bestätigt und kräftigt

Wer sein Leben, seine Zeit, seine Kraft wie auch sein Können und Wissen, seine Liebe

und Vernunft nicht für andere einsetzt, setzt sie nur für sich ein.

Wer keinen Herrn über sich duldet, will gerne selbst Herr und Bestimmer sein!

Wer nicht zu Toleranz an Akzeptanz ist bereit, zu Hilfe und Nächstenliebe, zu Nachsicht

und Geduld, der kreist ständig um sich selbst und fühlt sich nicht ausgelastet, der

langweilt sich zu Tode, der hat keine erfrischenden Beziehungen, der entzieht sich

seinem Lebenssinn und der damit verbundenen Kraft der gegenseitigen Liebe und

Erneuerung. Geben, dienen und lieben sind das Elixier von neuer Kraft. Wer das

erkannt hat, möchte diese Quelle nicht missen. Er gibt sich und seine Liebe immer

wieder, um neue Kraft dafür zu erhalten. Er wird gebraucht, weil er sich gibt. Er lebt,

weil er gestaltet. Er ist willkommen und bewirkt, weil die Liebe Gottes durch ihn wirkt.