Seid dankbar in allen Dingen;
denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.
(1.Thess 5,18)
Im Rückblick danken (1.Thess 5,18)
Manches im Leben ist grausam und hart,
kaum zu ertragen, weder cool noch smart.
Leidend unter Herzschmerz und Ungerechtigkeit
beherrscht mich unzufriedene Verdrossenheit.
Doch dann, im Blick zurück, wurde mir klar,
dass auch das Schlechte zum Nutzen geschah.
Vorher konnte ich mein Schicksal nicht verstehen,
glaubte, es sein ein unglückliches Versehen,
kämpfte dagegen und wurden dabei nur schwach,
überstand diese Nöte nur mit Ach und Krach.
Im Rückblick erkenne ich den tieferen Sinn,
den, der mich ‚nicht zufällig‘ verbrachte dorthin
und auch den, der mich wachsen ließ sowie reifen,
der mich schließlich ließ Gottes Hand gern ergreifen;
der mich fragen lässt `Wozu?‘ und nicht mehr `Warum?‘,
`Wozu?‘ ist sinnsuchend, `Warum?‘ ist schuldsuchend dumm.
Im Rückblick kann ich auch für das Schlechte danken,
habe gelernt, nicht mehr zu hadern oder zu wanken,
in allem der Güte Gottes zu vertrauen,
der auch Schlechtes nutzt, um in uns sein Haus zu bauen.
Er meint es immer gut mit uns, mit dir und mir
und seine Liebe ist uns im Schlechten stets Panier.
Ob Hochs oder Tiefs, beides kommt aus seiner Hand,
drum bin und bleibe ich ihm dankend zugewandt.

