Unser Gehirn, ein Wunder (2.Mo 31,3)
Mit meinem Geist habe ich ihn erfüllt; i
ch habe ihm Weisheit und Verstand
gegeben. (2.Mo 31,3; HfA)
Wir haben ein Gefäß, das erfasst,
nicht umfassend, doch unfassbar,
eingefasst im Kopf, unser Gehirn,
gleich hinter der Stirn.
Anfangs wissensleer,
tut es sich noch etwas schwer.
Doch es kennt sich schon aus
im eigenen, fühlenden Haus.
Und geschwind wie der Wind,
es Lernenswertes find‘t,
zum geistigen Fassen,
zum Tun - und zum Lassen.
Es prägt sich ein, was soll sein,
was ist gut und edel und rein.
Und es plant, was soll werden,
was ihm hilft aus Beschwerden;
Um sein Gleichgewicht zu finden,
um sich zurechtzufinden,
um sich wiederzufinden
in unklarem Empfinden,
um sich einzufinden, einzubinden.
Wundervoll ist es, es zu haben,
Gedanken in sich zu tragen,
Gefühle zu entdecken,
Hoffnungen zu wecken,
anderen Liebe zu geben
und nach Höherem zu streben.
Von kreativem Geist geleitet,
von Ideen und Erfolg geweitet,
von Wissen und Können begleitet,
es arbeitet, funktioniert und geleitet,
es auch gern Horizonte überschreitet.
Von Lob und Anerkennung getragen,
lässt es uns das Leben wagen,
lässt es uns ‚Ja‘ oder ‚Nein‘ sagen,
lässt es uns auch nach Gott fragen
und kann sich so - selbst überragen.

