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Was macht mich reich? (Ps 16,6)

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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Was macht mich reich?   (Ps 16,6)

 

Hallo Du,

damals, als hungerndes Kind in der Armut der Nachkriegszeit groß geworden, wünschte

ich mir, dieser Armut zu entfliehen! Besonders nagend war der Hunger in der Schule,

denn in die gingen meine Schwester und ich ohne Frühstück und ohne Pausenbrot.

Ich wollte reich werden, um genug zu essen zu haben. Vielleicht so superreich wie der

Apotheker, der sogar ein Auto hatte.

Glücklich war ich, wenn Frauen aus der Nachbarschaft mir mal einen Apfel schenkten

oder eine Scheibe Brot, manchmal sogar mit Belag. Und zweimal bekamen wir ein

Care-Paket mit Kaugummi, Milchpulver und Mehl für Pfannkuchen und sogar mit

Cornedbeef in der Dose. Das war Luxus pur.

Später im Gymnasium, gab es dann die Schulmilch und auch die Aktion Schulsparen.

Wir konnten Wertmarken für 10 oder 50 Pfennig kaufen oder auch für eine Mark und

die dann in ein Faltblatt der Sparkasse einkleben. Wenn das Blatt voll war, ungefähr

nach 20 Marken, musste man zur Sparkasse gehen und die schrieb dann den Wert auf

einem Sparbuch gut. Nur einmal konnte ich mir eine 50- Pfennigmarke leisten, doch ich

habe mir dann lieber fünf 10-Pfennigmarken genommen, damit das Blatt schneller voll

wurde.

Weit habe ich es dabei aber nicht gebracht, mein Sparziel war 10 DM. Doch bereits

dieser Betrag weckte Träume. In Mathematik lernten wir gerade die Zins- und

Zinseszinsrechnung kennen und ich errechnete mir, wieviel diese 10 Mark bei einem

Zinssatz von 3 % mit Zinseszins in den kommenden Jahren erbringen würde. Das war

zunächst nicht besonders viel und für mich auch enttäuschend, aber nach 100 Jahren

sollte sich das für meine Kinder und Kindeskinder lohnen.

(Als ich das Sparbuch dann rund 50 Jahre später in einer Umzugskiste entdeckte und mir

den ersparten ‚Reichtum‘ bei der Sparkasse abholen wollte, verweigerte die mir die

Auszahlung, weil das Sparbuch angeblich nicht mehr gültig sei. Damals kannte ich die

Bibel noch nicht und auch nicht die betrügerische Gier in er Welt.)

 

Je älter ich wurde, desto stärker wurde der Wunsch, ‚reich‘ zu werden. Ab 16 ging ich in

den Ferien arbeiten. Nicht mehr waren das Essen oder ein Auto meine Ziele, sondern ich

sparte jetzt für ein eigenes Grundstück, die Grundlage für ein späteres Zuhause mit einer

eigenen Familie. Immer wieder berechnete ich die Anzahl der Quadratmeter, die ich

schon zusammengespart hatte, doch Inflation und Preissteigerungen ließen die

ersparten Quadratmeter zwischendurch immer wieder sinken.

Aus der Nachkriegsarmut heraus, wurde ich zum Jäger nach Wohlstand und zum

Gefangenen meiner eigenen Ziele und dadurch auch indirekt zum Mittäter der staatlich

geförderten, aber schädigenden Leistungsgesellschaft. Ohne es zu bemerken wurden ich

zum Sklaven des Molochs ‚Geld‘, der mich vereinnahmte, in die Pflicht nahm und von

etlichen Lebensfreuden fernhielt.

Nachträglich erkenne ich mein völlig falsches Lebensbild. Reichtum befriedigt nicht! Geld

adelt nicht. Wer dem nachjagt, will immer mehr. Und wer viel hat, der wird auch noch

zur Melkkuh von anderen Gier-Gejagten.

Geld kann man nicht essen. Es stillt auch keinen Lebenshunger. Geld hat keinen

tatsächlichen Lebenswert. Den, hat nur das Leben und das Erleben in liebevoller

Gemeinschaft. Wohl dem, der gerade genug zum Leben hat.

Ausgegebenes Geld verfällt nicht mehr und kann auch nicht mehr gestohlen werden.

Es wurde in den Lebensgrundbedarf und in Lebensfreude investiert.

 

Wie weise die Bibel doch ist:

»Häuft in dieser Welt keine Reichtümer an! Sie werden nur von Motten und Rost

zerfressen oder von Einbrechern gestohlen! Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel,

die unvergänglich sind und die kein Dieb mitnehmen kann. Wo nämlich euer Schatz ist,

da wird auch euer Herz sein.« (Mt 6,19-21; HfA)

 

Ja, wer viel hat, von dem wollen viele etwas haben, legal oder illegal. An dem, wird

genagt und gezerrt, der wird gejagt. Der ist wirklich arm dran. Reich ist nicht der, der

viel hat oder der viel kann, sondern der, der liebevoll ist und sich am Leben erfreut;

der sich mit anderen freut; der mit dem was er hat, zufrieden ist.

Das ist weitreichende Lebenserfahrung.

 

Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! Die

Jünger waren über seine Worte bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine

Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! Leichter geht ein Kamel durch

ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. (Mk 10, 23-25; EU)

 

Diese Lebenserfahrung bestätigt sich auch in folgendem Psalm-Vers:

Was du [Gott] mir für mein Leben geschenkt hast, [deine Liebe], ist wie ein fruchtbares

Stück Land, das mich glücklich macht. Ja, ein schönes Erbteil hast du mir gegeben!

(Ps 16,6; NGÜ)