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Wie bekomme ich inneren Frieden?

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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Wie bekomme ich inneren Frieden?

 

Anfangsgebet

Barmherziger Jesus,

als Menschen sind wir einem ständigen Zwiespalt

ausgesetzt, zwischen dem, wie wir sind und dem, wie

wir sein wollen.

Wir leiden unter der Unstimmigkeit zwischen dem,

  was wir von uns halten und dem, wie andere uns sehen.

Wir leiden unter dem Unfrieden in unserer Umwelt und

dessen Widerspruch zum Guten in uns.

 

Müssen wir uns anpassen oder müssen wir uns treu bleiben?

Was ist richtig, was falsch?

 

Herr, Du kennst die Antwort!

Weshalb hinterfragen wir uns ständig?

Wer sind wir für dich?

 

Dieses ständige Vergleichen und Abgleichen ohne einen

verlässlichen Maßstab macht uns gereizt und unzufrieden,

ungerecht und manchmal auch wütend.

Das führt zu Ängsten und zu Minderwertigkeitsgefühlen.

Das hat äußere und innere Konflikte zur Folge,

   Missverständnisse, Aufruhr, Reibereien und Streitigkeiten,

   aggressiver Ablehnung, Feindseligkeit und Zwietracht.

 

Manche gefallen sich nicht und können zu wenig, denn

Andere sind schöner, besser oder beliebter.

Manche möchten gerne wer sein, mehr sein, als sie sind.

Möchten geschätzt und geachtet werden.

Manche möchten nicht mehr zu kurz kommen und endlich

auch was vom Leben haben, Spaß und was sie sonst noch

begehren.

Manche möchten haben, was andere haben und dazu noch

etwas, was sonst niemand hat.

Manche möchten klug und weise und beliebt sein, ohne sich

anzustrengen.

Manche möchten alles verstehen oder kontrollieren und

beeinflussen.

 

Wir sorgen uns um Dinge, die wir nicht beeinflussen

können und das schafft Leiden.

Wir wollen, dass geschieht, was wir wollen, obwohl wir

gar nicht genau wissen, was wir wollen.

 

Barmherziger Jesus,

wir sehnen uns nach Ruhe und Sicherheit,

nach Ausgeglichenheit und Eintracht,

nach Geborgenheit und Zufriedenheit.

Wir sehnen uns danach, geschätzt und angenommen

zu werden.

Danach, so selbstbewusst zu sein, dass wir wissen,

  wer wir sind und was wir können,

  wohin wir gehören und wo unser Zuhause ist.

Wir wollen ohne äußere Zwänge sein dürfen, wie wir sind.

Wir möchten deinen Plan für uns erkennen.

 

Herr,

verhelfe uns, zu Harmonie und Eintracht.

Auch dazu, weise zu werden,

   zu erkennen, was wichtig und unwichtig ist,

   belastende Ungereimtheiten und Widersprüche

   aufzudecken

   und falsche Egoismen zu unterlassen.

Helfe uns, das erniedrigende Vergleichen aufzugeben,

   uns so anzunehmen, wie wir sind,

   Konflikte und Zwietracht zu überwinden.

Lasse uns dir auch für Schwächen und andere Herausforderungen danken,

   damit sinnlose Auseinandersetzungen in uns beendet

   werden.

 

Verhelfe uns dazu, nur das zu tun, was wir wirklich tun

   können und besonders dabei, den großen Rest dir zu

   überlassen.

Stärke unser Vertrauen in deine Liebe und in dein Wirken,

   in deine übergroße Weisheit und Güte.

 

Barmherziger Jesus,

du liebst uns so, wie wir sind, nämlich unvollkommen,

eigen und voller Widersprüche.

Du warst selbst Mensch und kennst unsere Nöte und

auch unsere Hilfsbedürftigkeit.

Sei du unsere Hoffnung, unser Tröster, unser Ermutiger

und unser Lenker.

Sei du uns ein verlässlicher Maßstab und ein

annehmbares Vorbild.

 

Verbinde uns immer wieder mit unserem

himmlischen Vater und Schöpfer,

   damit auch wir, so wie du, in ihm geborgen sind

   und in ihm Halt und Frieden und Freude finden.

Damit wir dankbar werden für das uns zugeteilte Leben.

Damit wir in seiner Güte und Fügung

   Zuwendung und Wertschätzung für uns erkennen

   und uns gerne neu ausrichten lassen.

Sei du uns immer Weg und Ziel.

 

Der Schöpfer forme uns nach seinem Willen

   und lasse uns täglich sein weises Tun erkennen.

Er beende jede gefühlte Unzufriedenheit und jede

   vermutete Ungerechtigkeit.

Er fülle uns mit den heilenden Früchten seines Geistes,

   mit selbstloser Liebe, mit Freude und Freundlichkeit,

   mit Geduld, Güte und Treue, mit Rücksichtnahme und

   Selbstbeherrschung,

   damit in uns sein wohltuender Friede einkehre.

 

Amen.

 

 

Input

1. Wie bekomme ich inneren Frieden?

Als denn, jeder Mensch, alles Fleisch und jede Seele,

ist voller Unruhe, weiß nicht woher, wohin und warum,

wird natürlich von seiner Lust und seinen Begierden

angetrieben, von seinen Gefühlen, seinem Wollen und

seinen Zielen, von seiner eigenen Natur vereinnahmt.

 

Paulus schreibt in Gal 5, 19-21:

Im Übrigen ist klar ersichtlich, was die Auswirkungen sind,

wenn man sich von der eigenen Natur (vom Fleisch)

beherrschen lässt: Sexuelle Unmoral, Schamlosigkeit,

Ausschweifung, Götzendienst, okkulte Praktiken,

Feindseligkeiten, Streit, Eifersucht, Wutausbrüche,

Rechthaberei, Zerwürfnisse, Spaltungen, Neid, Trunkenheit,

Fressgier und noch vieles andere, was genauso ´verwerflich`

ist.

 

In der Verbundenheit mit der Welt können wir nicht anders.

Wir sind Knechte unseres Fleisches und damit Knechte der

Sünde und damit einem inneren Unfrieden ausgeliefert.

So ist jeder Mensch ein Sünder, aber er muss es nicht

bleiben!

 

In Gal 5,16-17 empfiehlt Paulus:

Lasst den Geist ´Gottes` euer Verhalten bestimmen, dann

werdet ihr nicht mehr den Begierden eurer eigenen Natur

nachgeben. Denn die menschliche Natur richtet sich mit

ihrem Begehren gegen den Geist ´Gottes`, und der Geist

´Gottes` richtet sich mit seinem Begehren gegen die

menschliche Natur. Die beiden liegen im Streit miteinander,

und jede Seite will verhindern, dass ihr das tut, wozu die

andere Seite euch drängt.

 

Das weiß Gott und er hat ein Einsehen mit der menschlichen

Schwäche, mit seinen unmündigen, weltlichen Kindern.

Er lässt seinen Sohn Jesus Mensch werden, also auch

Fleisch, und so hat er auch Anteil an den Leiden und dem

Unfrieden der Menschen.

Am eigenen Leib lernte er die Unausgeglichenheit und den

Zwiespalt im Menschen kennen. Und auch, was Egozentrik,

was Lug und Betrug, was Vorteilnahme und Habgier,

was Neid und Missgunst und Machtbesessenheit von

anderen anzurichten vermag. Sie machen überheblich.

Sie machen orientierungslos. Sie trennen von Gott.

 

Er ließ sich davon nicht vereinnahmen, sondern blieb in

engem Kontakt mit Gott, in fester Verbundenheit mit

dessen Geist, der ihm Stärke gab, Beistand, Führung und

Ausrichtung. Auch Kraft, aus Liebe und Barmherzigkeit sein

Leiden durchzustehen, damit die gefallenen Menschen

wieder mit Gott versöhnt werden und sie neue, gottbezogene

und geisterfüllte Menschen mit neuen Herzen werden, wahre

Kinder Gottes, die Jesus als ihren Herrn und als ihr Vorbild

angenommen haben und nunmehr alles von Gott her sehen

und leben. In denen nun der Geist Christi wohnt, die nun in

Christus sind.

 

Paulus schreibt in Gal 2,20:

Nicht mehr ich bin es, der lebt, nein, Christus lebt in mir.

Und solange ich noch dieses irdische Leben habe, lebe ich

im Glauben an den Sohn Gottes, der mir seine Liebe

erwiesen und sich selbst für mich hingegeben hat.

 

Der Glaube überwindet die Welt. Der Glaube an das Wort

Gottes, an Jesus Christus, gibt dem Fleisch Halt und

Führung. Der Glaube, das Gottvertrauen, entzieht Menschen

der Gesetzmäßigkeit der Welt, der Ursache und dem

Auswirkungsprinzip, und richtet ihn auf Gottes väterliche und

liebevolle Gnade und Güte aus.

Er wird erlöst von alten, fleischlichen Bindungen und

herausgeführt aus dem Irdischen, das über die Menschen

Macht gewinnen und sie in Zerstörung und Schuld führen will.

Er wird geheiligt durch seine neue Gottzugehörigkeit.

 

Dennoch, auch Christen bleiben Menschen.

Der Kampf zwischen Geist und Fleisch bleibt erhalten.

Es ist der Kampf zwischen dem göttlichen Sollen und dem

eigenen Wollen. Es ist der Kampf des Gewissens, der Kampf

um die Tragfähigkeit des eigenen Glaubens, um die

Verlässlichkeit des eigenen Gottvertrauens.

 

Ist es genug, sich alleine an Jesus Christus zu binden?

Sind wir wirklich frei, wenn uns der Sohn frei macht?

Oder bedarf es doch unserer eigenen Kraft, um uns aus

dem Schlamassel alter Fehler und Sünden zu befreien.

 

Tut Gott, tut Jesus wirklich, was er sagt?

Kann Gott, kann Jesus wirklich erfüllen, was er verspricht?

Sind unbegreifliche und übernatürliche Wunder tatsächlich

möglich?

 

In Markus 9, 17-22 bringt ein Vater seinen Sohn zu Jesus,

der nicht sprechen kann, weil er von einem bösen Geist

beherrscht wird. Und er bittet: „Wenn es dir möglich ist, etwas

zu tun, dann hab Erbarmen mit uns und hilf uns!“ Und Jesus

antwortet ihm: „Wenn es dir möglich ist, sagst du? Für den,

der glaubt, ist alles möglich.“   Da rief der Vater des Jungen:

„Ich glaube! Hilf mir heraus aus meinem Unglauben!“

 

In ausweglosem, innerem Unfrieden, in Selbstzweifel und

tiefer Depression, in großer Not und Seelenpein, wandte ich

mich einst mit dem letzten Fünkchen Hoffnung in mir an Gott.

Und in meiner Not rief ich: „Gott, wenn es dich wirklich gibt,

dann helfe mir jetzt! Ich bin mit meiner Kraft am Ende.

Ich kann nicht mehr.“

 

Und mir war nicht bewusst, dass dieser Ausruf schon ein

glaubendes Gebet ist.

Als ich dann später diese Stelle in der Bibel las, betete ich

spontan: „Ja Gott, hilf auch mir heraus aus meinem

Unglauben, denn ich brauche endlich Gottvertrauen, das

meine Zweifel und Ängste überwindet und das mir Ruhe und

inneren Frieden schenkt.

 

Und heute, viele Jahre später, in fester Verbundenheit mit

Jesus, hat sich folgendes Wort Gottes in 1.Joh 5,4-5 auch

für mich bestätigt:

Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt;

und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.

Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht, der da

glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist?

 

Jesus sagt uns fest zu und darauf baue ich: „Was ich euch

zurücklasse, ist Frieden: Ich gebe euch meinen Frieden –

einen Frieden, wie ihn die Welt nicht geben kann. Lasst

euch durch nichts ´in eurem Glauben` erschüttern, und

lasst euch nicht entmutigen!  (Joh 14, 27, NGÜ)

 

 2. Innerer Frieden

Wer sind wir?

Wir sind von Menschen gezeugt und werden

als ihresgleichen in diese Welt hineingeboren.

 

Wir sind also aus Fleisch und Blut, tatsächlich körperlich

existent und jemandes leiblicher Nachkomme.

Um in dieser fremden Welt zu (über)leben, lernen wir durch

Erziehung, uns in ihr zu behaupten, uns in sie einzupassen,

ihre Regeln einzuhalten und unseren Platz zu finden und

einzunehmen.

 

Und weil uns zunächst alles neu und fremd ist, stellen wir uns

oft genug an, wie der erste Mensch, ungeschickt, wie ein

Anfänger, der wir ja auch sind.

Und damit das nicht so bleibt, werden wir im günstigen Fall

so lange erzogen, bis uns die weltlichen Regeln und

Verhaltensweisen in Fleisch und Blut übergegangen sind,

uns zu selbstverständlichen Gewohnheiten werden.

 

Im schlimmsten Fall dazu, den Selbstbezug und die Fehler

anderer zu übernehmen. Wir schwanken zwischen der

Nachahmung des Vorgelebten und dem eigenen Wollen,

die vorgegebenen Grenzen zum eigenen Vorteil auszuloten.

 

Als Mensch sind wir also auch nur aus Fleisch und Blut und

mache immer wieder neue Fehler, weil wir zu wenig

Erfahrung und Wissen und Überblick haben, weil wir immer

wieder fremden Situationen ausgesetzt sind, weil Gefühle

uns verwirren oder verleiten, weil wir unseren Kopf

durchsetzen wollen, weil wir körperliche Bedürfnisse haben.

 

Weil wir immer Verlockungen und Verführungen unterliegen,

die uns suggerieren, es könnte uns durch sie bessergehen.

Kurz gesagt, wir werden zum Abbild der uns prägenden

Umgebung. Irren ist menschlich. Wir machen Fehler und

haben Fehler. In uns ist Unfrieden, Unausgeglichenheit,

Spannung und Unzufriedenheit. Es menschelt immer wieder.

 

Im Fleisch sind wir nur ein halber Mensch und leben somit

menschenwürdig. Doch: Mensch ärgere dich nicht!

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein (Mt 4,4).

Der Mensch denkt und Gott lenkt.

Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.

 

Was regiert dich?

Richtest du dich lieber nach deinen momentanen Begierden,

Lüsten und bedrängenden Gefühlen oder nach den

Umständen und anderen oder lässt du dich von deinem

eigenen Beobachten, Gewichten, Einschätzen, Entscheiden,

Planen, von deiner Achtsamkeit und deinem Denken, von

deinem ‚Geist‘ leiten?

Oder ergänzt du vielleicht deine eigene Wahrnehmung noch

um die Erfahrungen der Menschheitsgeschichte, durch

menschliche Erkenntnisse, die den Einzelnen übersteigen?

Richtest du dich vielleicht nach den Empfehlungen Gottes?

Hast du ein höheres Ziel?

Bist du auf Wachstum ausgerichtet?

Hast du das Bedürfnis, mental, emotionell und spirituell zu

wachsen und dich weiterzuentwickeln?

 

Ist dir bewusst, dass du ein Teil von etwas Großem bist und

möchtest du dazu beitragen, dass durch deine Mithilfe das

große Ganze besser wird?

Es wird besser durch deine Verbindung mit dem Großen,

mit Gott und mit der Natur. Das Wissen darum und der

Glaube daran, geben Sicherheit und Gewissheit,

Abwechslung, Ausrichtung und Bedeutung.

In ihr wachsen wir über uns hinaus, hinein in das, was Liebe

ausmacht, hinein in Freude und Frieden, in Geduld,

Freundlichkeit, Güte und Treue, hinein in Rücksichtnahme

und Selbstbeherrschung.

Dadurch leisten wir unseren persönlichen Beitrag für die

Gemeinschaft und hinterlassen den Anderen das

Vermächtnis unseres persönlichen Einsatzes und unserer

schweren Selbstüberwindung.

 

In unserer täglichen Verbesserung zum Besseren und durch

unser liebevolles Engagement für andere übernehmen wir

Verantwortung für unsere Lebensaufgabe, für die

menschelnde Gemeinschaft und für das große Ganze.

 

In unserer festen Verbindung mit Gott, mit Gottes Wort und

Geist, ‚in Jesus‘ sind, werden wir im Fleisch gereinigt und

weiterentwickelt und vervollkommnet im Geist Gottes.

 

Je mehr wir uns auf Gott einlassen, desto weniger haben

weltliche und fleischliche Dinge Einfluss auf uns und desto

mehr werden wir zu einem orientierenden und leuchtenden

Beispiel für andere.

 

In 1.Joh 2,15-17 wird uns geraten:

Liebt nicht die Welt! Hängt euer Herz nicht an das, was zur

Welt gehört!3 Wenn jemand die Welt liebt, hat die Liebe zum

Vater keinen Raum in seinem Leben. Denn nichts von dem,

was diese Welt kennzeichnet, kommt vom Vater. Ob es die

Gier des selbstsüchtigen Menschen ist, seine begehrlichen

Blicke oder sein Prahlen mit Macht und Besitz – all das hat

seinen Ursprung in dieser Welt. Und die Welt mit ihren

Begierden vergeht; doch wer so handelt, wie Gott es will,

wird für immer leben.

 

Und Paulus schreibt in Röm 8,1-2; 5-7:

Wer nun mit Jesus Christus verbunden ist, wird von Gott

nicht mehr verurteilt. Denn für ihn gilt nicht länger das Gesetz

der Sünde und des Todes (des Fleisches). Es ist durch ein

neues Gesetz aufgehoben, nämlich durch das Gesetz des

Geistes Gottes, der durch Jesus Christus das Leben bringt.

 

Wer von seiner sündigen Natur bestimmt ist, der folgt seinen

selbstsüchtigen Wünschen. Wenn aber Gottes Geist uns

leitet, richten wir uns nach seinem Willen aus. Wozu uns die

alte, sündige Natur treibt, das bringt den Tod. Folgen wir aber

dem, was Gottes Geist will, so bringt das Frieden und Leben.

 

Wenn wir uns von unserer sündigen Natur bestimmen lassen,

leben wir in Auflehnung gegenüber Gott. Denn die alte Natur

ist nicht bereit, sich Gottes Gesetz unterzuordnen. Ja, sie

kann das gar nicht.

 

Man kann sich nicht weltlicher Vergnügungen erfreuen und

gleichzeitig ein Freund Gottes sein.

 

Die Bibel sagt in Jakobus 4, 4:

Ihr Abtrünnigen, wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der

Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer der Welt Freund sein will,

der wird Gottes Feind sein.

 

Paulus empfiehlt in Römer 12, 2:

Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch

durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt,

was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige

und Vollkommene.

 

Mit Gott verbunden, müssen wir uns nicht mehr ins eigene

Fleisch schneiden, uns selbst schaden. Er sorgt für uns und

gibt, was wir tatsächlich brauchen. Er erfüllt unsere grund-

legenden, sozialen Bedürfnisse, die uns antreiben und

motivieren, die unser Leben bestimmen:

 

  1. Wir streben nach Gewissheit, nach einem Gefühl der

    Sicherheit und Bequemlichkeit, um den Stress, der von

    Neuem und Ungewissem ausgeht, zu minimieren und eine

    gewisse Voraussehbarkeit zu haben. Sie soll uns über

    Stress, Angst und Sorge hinweghelfen.

 

  1. Aber, Abwechslung ist die Würze des Lebens.

    Voraussehbarkeit bedeutet auch Langeweile und

    Stagnation. Deshalb brauchen wir auch die Ungewissheit.

    Sie macht das Leben interessant und herausfordernd,

    ermöglicht immer wieder Spaß und Erfahrung, verhilft zu

    Erfolg und Bestätigung.

 

  1. Wir brauchen diese persönliche Bedeutung, die, in den

    Augen anderer wichtig zu sein. Wir brauchen einen,

    Identität erschaffen Selbstwert. Wir brauchen das Gefühl,

    wichtig, besonders und einzigartig zu sein. Wir wollen

    beachtet sein und brauchen geschenkte Anerkennung.

 

  1. Weil wir aber auch soziale Wesen sind, die sich nach Nähe

    und Liebe anderer sehnen, einem Gefühl von

    Geborgenheit und Zugehörigkeit, suchen wir nach

    Verbindung und Liebe in einer Gemeinschaft.

    Danach suchen wir immer wieder, und dafür gehen wir

    (mehr oder weniger mutig) emotionale Bündnisse und

    Beziehungen ein und wagen dabei Verletzlichkeit und

    inneren Unfrieden.

    Werden unsere sozialen Bedürfnisse nicht befriedigt,

    haben wir keine oder nur unbefriedigende soziale

    Bindungen, niemanden für gegenseitige Wärme und

    Nahrung, erleiden wir Schmerzen, die sich auch körperlich

    ausdrücken.

 

  1. Wir erkennen sehr schnell, dass wir nicht perfekt sind und

    dass uns noch vieles fehlt, um das Leben zu meistern.

    Deswegen streben wir nach Wachstum.

    Wir haben das Bedürfnis, mental, emotionell und spirituell

    zu wachsen, uns persönlich weiterzuentwickeln, reifer

    werden und Frucht zu bringen.

    Wir wollen dazulernen, neue Dinge kennenlernen und

    neue Fähigkeiten entwickeln. Wir suchen Erweiterung,

    Bewährung, und Vollendung.

    Wir suchen lebenslang nach Lebenssinn und Erfüllung.

    Wir müssen nicht bleiben, wie wir gerade sind, sondern

    können werden, wie es uns bestimmt ist.

 

    Doch da Wachstum kein primäres Bedürfnis ist, wird es oft

    genug aus Bequemlichkeit vernachlässigt.

    Auch das erzeugt eine innere Unzufriedenheit, das

    unbestimmte Gefühl, dass noch etwas fehlt.

 

  1. Und die finden wir nicht im Fleisch, in Lust und Spaß, in

    Oberflächlichkeit und Vergänglichkeit, sondern nur in

    gesellschaftlicher Mitverantwortlichkeit, in einem eigenen

    Beitrag zum Leben und in einem erinnerbaren

    Vermächtnis.

    Wir streben danach, dem Leben etwas hinzuzufügen,

    das größer ist als wir selbst.

    Wir wollen das, was uns an Besonderem und

    Unerwartetem widerfährt, mit jemandem teilen, anderen

    mitteilen.

    Wir wollen persönliche Erfahrungen und Erkenntnisse in

    Liebe weitergeben, zum Wohle anderer.

    Wir wollen, dass sie unsere Daseinszeit überdauern.

    Wir wollen dazu beitragen, anderen zu helfen und die Welt

    zu verbessern. Das kann durch ehrenamtliche Mitarbeit

    der durch Geldspenden geschehen, auch durch Teilnahme

    an Gemeinschaftsprojekten, durch Hilfe am Nächsten bzw.

    durch Anteilnahme und Fürbittgebete.

 

 

Entsprechen meine Handlungen und Entscheidungen auch

meinen Prioritäten?

Wie mein Leben langfristig aussehen wird,

hängt von meinen täglichen Handlungen ab.

Es gibt hierbei kein Richtig oder Falsch!

Es zählt nur die Frage: Bin ich im Gleichgewicht

oder kämpfe ich gegen etwas oder jemanden?

 

Woran glaube ich? Welche Ziele habe ich?

Wie spreche ich worüber?

Wir selbst sind unseres Glückes Schmied,

verantwortlich für unseren inneren Frieden.

 

Geben wir anderen die Schuld und die Verantwortung für

etwas, dann geben wir ihnen auch die Kontrolle über unser

Leben!

 

Erst wenn wir uns an der eigenen Nase ziehen, werden wir

für Veränderung bereit.

Wir entscheiden, welche Einstellung in einer Situation haben.

 

Die beste Möglichkeit um Liebe, Freundschaft und Empathie

zu bekommen, ist es Liebe, Freundschaft und Empathie zu

geben.

 

Lächle! Hilf! Hör zu und gib und du wirst dasselbe auch

zurückbekommen."

 

Primäre Triebfedern sind:

Schmerz vermeiden und Glück/Freude empfinden.

 

 

3. Was ist zu tun?

Ich bin dankbar.

Ich bin mit Gott verbunden

Ich nehme mir Zeit für mich.

Ich akzeptiere meine Situation.

Ich nehme das IST an.

Ich lasse Andere sie selbst sein.

Ich bin authentisch.

Ich nehme mich so an, wie ich bin.

Ich höre auf zu kämpfen.

Ich schließe Frieden mit meiner Vergangenheit.

Ich vergebe mir und Anderen.

Ich bin im Hier und Jetzt.

Ich sage Nein, wenn ich etwas nicht möchte.

Ich setze Grenzen.

Ich tue, was sich für mich richtig anfühlt.

Ich lasse meine Gefühle zu.

Ich sage, was ich fühle und denke.

Ich höre auf, mich zu bekämpfen.

Ich sage JA zu mir!

 

Gott liebt mich!

Ich bin geliebt, weil ich bin!

 

 

Fürbittgebet

Barmherziger Vater im Himmel,

wir bauen auf dich, weil du uns immer wieder

von deiner Treue und Güte überzeugst!

Und was du uns an Gutem gibst,

erbitten wir auch für andere.

 

Unfriede bewirkt Unzufriedenheit

und Undankbarkeit bewirkt Verbitterung,

Enttäuschung, Kampf und Verkrampfung,

bewirkt übermäßige Bezug auf uns selbst,

bewirkt Entfernen von dir!

 

Dadurch vergessen wir dich schnell.

Dabei geraten wir ins gottlose Chaos

und in menschliche Abgründe.

 

Wir wollen uns von anderen

Zuwendung oder Anerkennung erzwingen,

mangelnde Liebe ertrotzen

und unser Wollen bei ihnen durchsetzen.

 

Doch damit säen wir immer mehr Unfrieden

   und geraten immer tiefer in den Sog des Bösen.

 

Du Vater, kannst das wenden.

Mit deiner Hilfe können wir unseren Blickwinkel verändern

und über unser fleischliches Denken und Fühlen und Wollen

hinauswachsen,

denn deine Liebe bewirkt Vertrauen in dich,

denn deine Liebe schenkt uns den Geist der Erkenntnis.

 

Herr, deine Liebe bewirkt tiefen Frieden in uns.

Diesen Frieden finden wir immer wieder

in der Besinnung auf dich.

Aus der festen Verbindung mit dir, erwächst reine Freude.

Dein Erhören von Gebeten und dein Geben,

löst große Dankbarkeit aus,

auch Geduld mit uns selbst und mit anderen.

 

Vater im Himmel,

weil alle Menschen dich brauchen,

um sich selbst zu erkennen,

um ihren hohen Wert für dich zu schätzen und

um ihre eigene Bestimmung zu finden,

 

bitten wir für andere,

für die Sich sorgenden,

für die Unruhigen,

für die Unzufriedenen,

für die Zweifelnden,

für die sich Quälenden,

für die Verbitterten,

für die Verzweifelten,

für die Verlorenen.

Und auch,

für die Hoffenden,

für die Suchenden,

für die Fragenden,

und für uns selbst:

 

Gebe uns deinen Frieden!

Einen Frieden, wie ihn die Welt nicht geben kann.

Bewahre uns davor, im Glauben erschüttert zu werden

   und davor, uns entmutigen zu lassen.

Herr, erbarme dich unser!

Amen.

 

Ergänzendes Gedicht
 

Innerer Frieden (Joh 14, 27)

 

Herr,

die Verbundenheit mit dir,

ist mir Lebenselixier.

 

Im stillen Kämmerlein,

dir ganz hingegeben,

kehrt Ruhe, Frieden ein,

erwacht neues Leben.

 

Dein gnädiges Geben

schenkt Freude und Segen.

Abgeklärt wird erhellt,

was mir und dir gefällt.

 

Mit deiner neuen Kraft

ist es wieder geschafft

so ganz in dir zu ruhn,

deinen Willen zu tun.

 

Amen.