Warum nur?
Warum nur wollen Menschen ringen;
sich gegenseitig Ärger bringen;
warum nur prahlen, mächtig sein,
nicht jedoch - bescheiden und klein?
Ist es die Angst, zu kurz zu kommen;
Furcht, sie würden nicht angenommen;
ein Hilfeschrei im ‚Sich aufdrängen’;
der Wille, and’re einzuengen?
Das ist doch alles nicht gescheit
und kommt aus Ich-Bezogenheit.
Allein die Hinwendung zum ‚Du’,
bringt die ersehnte inn’re Ruh’.
„Was bleibt für mich?“, ist falsch gefragt.
Es klebt am ‚Ich’ - und das zernagt.
Stattdessen frage doch ab nun:
Was kann denn ich für and’re tun?
Wer bin ich, Gott, aus deiner Sicht?
Was, meine Aufgabe, meine Pflicht?
Was ist mir Gutes gegeben?
Was kann ich einbringen in’s Leben?

