Die Bewährung des Glaubens bewirkt Standhaftigkeit (Jak 1,3)
Immer wieder Neues entdecke ich an mir,
manches ist schön, voller himmlischer Zier,
manches aber ist verbogen und krumm,
unter Druck reagiere ich immer noch dumm.
Wenn alles gut läuft, kann ich freundlich sein,
verständnisvoll, liebevoll und im Herzen rein.
Doch werde ich angegriffen, unfair behandelt,
bin ich empört, meine Seele ist wie verwandelt.
Im Mühen stöhne ich, schimpfe und klage,
stelle mir immer wieder folgende Frage:
Warum nur geht es mir wieder so schlecht,
liegt das an mir oder am erfahrenen Unrecht?
Das aber ist nicht so leicht zu erkennen.
Da muss ich Ross und Reiter benennen.
Da muss ich ehrlich in mich gehen,
Ursachen und eigenes Verhalten verstehen.
Und letztlich liegt die Wahrheit offen:
Es reagiert mein Ich - und nicht mein Hoffen.
Im Kämpfen bin ich heftig und unbedacht,
im Hoffen auf Gott werde ich von ihm bewacht.
Die Lösung liegt im klaglosen Überwinden,
im ‚auf Gott vertrauen’, ‚ihn in mir finden’.
Im standhaften ‚Mich an ihn halten’,
wird er mein Leben neu gestalten.
In schweren Zeiten steht er mir bei,
weil ich ihn suche, bin ich ihm nicht einerlei.
Er möchte mir meine Empörung zeigen
und dann sich gnädig mir zuneigen.
Er möchte mein Vertrauen sehen,
dankbar soll ich zu ihm stehen,
bittend soll ich zu ihm kommen,
so werden Sorgen weggenommen.
Er kann Probleme lösen.
Er tut es, ohne zu tösen.
Er wirkt es in der Stille.
Das ist sein erklärter Wille.
Er lässt mich nicht verzagen.
Er gibt mir Kraft zu ertragen.
Er schenkt Geduld und die Zuversicht:
In der Bewährung vergehe ich nicht!
Sie fördert meine Glaubenskraft,
nämlich, dass Gott an mir nur Gutes schafft.

