Der Steuermann
Ein Steuermann, der steuern wollte,
verließ am Sonntag seine Holde
und fuhr zu seiner Arbeitsstatt;
dort angekommen, war er matt.
Drum legte er sich just auf’s Ohr;
im Schlaf kam ihm ein Traum hervor,
in dem er war - ein Steuermann;
der Traum zog ihn in seinen Bann.
So träumt er noch, vom Steuern, Lenken,
er kann an nichts mehr andres denken;
er ist der Boss, jetzt kann er’s sein;
er ist der Größte, ganz allein.
So steuert er, vom Traum gesteuert,
- aus seiner Arbeit längst gefeuert -,
an guten wie an schlechten Tagen,
darf er die Last des Steuerns tragen.
Und die Moral von der Geschicht’:
Verlasse deine Holde nicht!
P.S.
Nach Jahren meldet sich die Holde,
sich fragend, ob sie suchen sollte,
doch unvermittelt fällt ihr ein,
wenn er noch bliebe, wär’ das fein.

