Innerer Friede
Innerer Friede ist kostbarer als Gold.
Man bekommt ihn nicht gewollt.
Man kann ihn nicht erzwingen,
sondern, man muss um ihn ringen.
Dabei ringe ich mit mir,
mit meinem wilden Gedankengeysir,
mit meinem Stolzen und Arroganten,
mit meinen Ecken und Kanten.
Ich ringe mit meinen Gefühlen,
mit den Heißen und den Kühlen,
die unbeherrscht in mir wühlen.
Auch meine Einstellungen lege ich bloß,
meine Vorstellung vom Gernegroß
und all mein Wollen - lasse ich los.
Im Lassen, beruhigen sich die Gedanken.
Die Atmung kommt aus dem Schwanken.
Nun beginne ich wieder zu fließen
und das Jetzt, im Leben zu genießen.
Nun, im eigenen Rhythmus geborgen,
vergehen Kummer und Sorgen
und ich gehe wieder vertrauend ins Morgen.
Es ist wieder wichtig, was wichtig ist;
das ist allein mein Herr, Jesus Christ -
und nicht der alltägliche Zwist und Mist.
Im inneren Frieden habe ich Frieden mit Gott.
Sein Wille ist nun mein Paletot.
Seine Gebote geben mir sichres Geleit;
so lebe ich - aus seiner gnädigen Barmherzigkeit.
Im behüteten Sein - werde ich wieder rein.
Im liebenden Geben - kann ich wieder aufleben.
Mit dankenden Gedanken - kann Zuversicht wieder ranken.
Was der Tag auch bringen mag, ob Freud' oder Plag',
mit innerem Frieden - ist jeder ein Feiertag.

