Der Weg ist - leben
Wir streben nach Großem und haben Visionen!
Investitionen sollen sich auch lohnen.
Wir haben Erwartungen und große Ziele.
Meist jedoch, davon übermäßig viele.
Wir klettern und strampeln auf der Erfolgsleiter;
so mancher fällt runter und kommt nicht weiter.
Wir glauben gerne: „Wenn unser Ziel ist erreicht,
Anerkennung und Ehre nie mehr von uns weicht.“
Doch irgendwann, stehen wir ziemlich traurig da.
Überrascht, resignierend nehmen wir wahr:
In Wirklichkeit - haben wir nichts in unsrer Hand.
Alles Angestrebte war nur eitler Tand.
Umgeben von Leere, sind wir schließlich allein.
Die Erfolge - waren nur blendender Schein.
Des Lebens Sinn - liegt nicht in einer Position.
Vergänglichkeit - bleibt doch aller Mühe Lohn.
Was zählt ist: Wie sind wir auf dem Weg geworden?
Gibt es für unser Handeln einen Orden?
Sind wir ihn ehrlich und anständig gegangen?
Was haben wir mit der Zeit angefangen?
Wie haben wir Höhen und Tiefen genommen?
Sind uns Gier, Neid, Hochmut und Stolz zerronnen?
Haben wir die Schönheit des Lebens genossen?
Haben wir das Pflänzchen ‚Liebe’ begossen?
Wie haben wir unsere Liebe eingesetzt?
Haben wir andere rücksichtslos verletzt?
Zu welchen echten Opfern waren wir bereit?
Wuchsen in uns Geduld, Güte, Einigkeit?
Haben wir geherzt, gestützt und bestätigt?
Haben wir gelitten, gesucht, erledigt?
Haben wir feste Brücken zu andern gebaut -
oder haben wir nur eitel zugeschaut?
Das Leben ist unser Weg; der Weg ist – ‚leben’.
Zu leben, ist uns als Auftrag gegeben.
Nur durch ‚bewegen’, können wir weiter reifen.
Nur ‚weitergehen’, lässt uns nicht versteifen.
Im weisen Rückblick können wir nun erkennen:
Allein das ‚Gehen’ zählt – nicht das ‚Verrennen’!
Nur ‚geben’ und ‚lieben’ uns dauerhaft tragen;
im Alter - sowie auch an schlechten Tagen.

