Wir sind Kinder (Mk 9, 36-37)
Wir sind Kinder, woll'n entdecken,
diese große, weite Welt,
woll'n bestehen und gestalten,
wo wir von euch hingestellt.
Wir sind Kinder, wollen lernen,
wollen hören, fassen ,seh'n,
haben Fragen über Fragen,
um das Neue zu versteh'n.
Wir sind Kinder, wollen spielen,
testen, ob Gelerntes taugt,
wollen üben, üben, üben,
bis wir müd und ausgelaugt.
Wir sind Kinder, glauben alles,
was gesagt wird, was gezeigt,
darum brauchen wir nur Menschen,
die uns ehrlich zugeneigt.
Wir sind Kinder, woll'n probieren,
ob es nicht auch anders geht,
ob ihr das, was wir verändern,
akzeptiert und gerne seht.
Wir sind Kinder, brauchen Wärme,
brauchen Schutz, Geborgenheit,
wenn wir stolpern, wenn wir straucheln,
dann Umarmung und Geleit.
Wir sind Kinder, wollen werden,
groß und stark und schlau wie du,
brauchen Lob und auch mal Tadel,
in all dem Tohuwabohu.
Wir sind Kinder, Spiegel dessen,
was du uns gesagt, getan,
willst du schimpfen, nicht vergessen,
wir sind nur dein Sprachorgan.
Und er nahm ein Kind, stellte es mitten unter sie und herzte es und sprach zu ihnen:
Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt,
der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat. (Mk 9, 36-37)

