Zweifel als Versuchung (Jak 1,6)
Ich glaube nicht, was du sagst.
Ich weiß nicht, warum du fragst.
Ich weiß nicht, ob du mich magst.
Ich weiß nicht, ob ich das kann.
Ja, ich zweifle dann und wann.
Zweifelt denn nicht jedermann?
Im Zweifeln sind wir verwandt.
Schwankend gibt es keinen Stand.
Wir geraten in Treibsand.
Bedenken halten uns zurück.
Skepsis ist ein Schelmenstück.
Unglaube führt ins Unglück.
Gehe deine Zweifel an,
denn sonst wirst du irgendwann
nicht mehr deines Lebens froh,
zweifelnd brennst du lichterloh.
Unentschlossen bleibst du klein,
bittest nicht mal Gott herein,
traust nicht seiner heilgen Kraft,
die uns Sicherheit verschafft.
Zweifel bremsen, rauben, nagen,
alles gern sie hinterfragen,
glauben keinem Gottversprechen,
bereiten nur Kopfzerbrechen.
Gehe doch jeden Zweifel an.
Leg ihn betend vor Gott sodann.
Gottvertrauen sei dein Bitten,
sonst bleibst du in dir zerstritten.
Betet aber in großer Zuversicht, und zweifelt nicht;
denn wer zweifelt, gleicht den Wellen im Meer,
die vom Sturm hin- und hergetrieben werden. (Jak 1,6)

