Höre! (1.Mo 27,8)
So höre nun, mein Sohn, auf mich und tu,
was ich dich heiße. (1.Mo 27,8)
Eitler Mensch, du glaubst, alles zu hören.
Bist dabei, meine Ordnung zu stören.
Hältst dich für weise, um zu verstehen,
An Hochmut, wird die Erde vergehen.
Merkst du denn nicht, dass der Tod dich ereilt,
dass dein Verstand nur noch selten verweilt,
dass Friede und Menschlichkeit dir schwinden,
dass Lüste, dir die Augen verbinden.
Du wirst tief fallen, das sage ich dir!
Schnell vergessen hast du, zu wessen Zier
du bist geboren, befähigt, begabt,
dass mein Wort und mein Sagen dich erlabt.
Mein Wort stößt bei dir auf taube Ohren.
Die Bindung an mich hast du verloren.
Du betest nicht, sondern tust, was du willst.
Du lebst, damit du dein Verlangen stillst.
Höre! So höre, mein geliebtes Kind!
Schlag' meine Gebote nicht in den Wind.
Tue, was ich dir väterlich rate.
Ich bin dein Gott, dein Schöpfer und Pate.
Ich möchte dir, dein Leben belohnen.
Dich führen, leiten, dir innewohnen.
Dich jetzt zu deiner Bestimmung leiten.
Dir Glaube, Liebe und Hoffnung weiten.
Ich möchte, dass wir zusammenkommen,
dass Anstand und Ehrlichkeit dich frommen,
dass fruchtbar werde, Denken und Handeln,
dass du wirst, in meinem Segen wandeln.
Drum höre Mensch, was ich dir will sagen.
Ich will dir helfen, Lasten zu tragen.
Ich will dir bestehen - in Sorge und Not.
Ich bringe dein Leben - wieder ins Lot.
Ich bring dich zurück auf den rechten Weg.
Für dich, ich Güte und Zuneigung heg.
Für dich, opferte ich einst meinen Sohn,
damit Vergebung sei, der Sünde Lohn.

