Achtsam erleben (Ps 101,2)
Achtsam sein,
das Leise finden,
nicht erblinden,
sondern tief empfinden,
was jetzt gerade ist,
was du fühlst,
wer du eben bist
im Dasein.
Hab stets Acht,
sei immer bedacht,
ziehe in Betracht,
dass Aufmerken lohnt,
dass Gott in dir wohnt,
dass er dich belohnt
mit dem, was er zeigt,
wie er sich dir zuneigt,
in dem, was dich übersteigt.
Willst du ihn erkennen,
ihn beim Namen nennen,
für ihn brennen,
Einblicke in ihn erhaschen,
so lass dich überraschen,
dir die Sünde wegwaschen.
Im Kleinen wirst du Großes finden.
Die Liebe wird sich an dich binden.
Angst und Sorgen werden schwinden.
Und dankbar kehrt der Friede ein,
in dein selig, ängstlich Kämmerlein,
in dein ‚von Gott ergriffen sein‘.
Aufmerksam will ich darauf achten,
einen guten Weg zu gehen. (Ps 101,2)
Bei allem, was man tut, völlig aufmerksam zu sein,
das öffnet Türen und lädt Gott ein.
„ACHTSAMKEIT ist ein aufmerksames Beobachten,
ein Gewahrsein, das völlig frei von Wünschen oder Motiven ist,
ein Beobachten ohne jegliche Interpretation oder Verzerrung.“

