Eschborn, den 4.10.2019
Sensibel, empfindsam und zart (Bar 4,26; Weisheit 7, 22 -23)
Empfindsam und zart ist mein Wesen.
Einfühlsam möchte ich Menschen lesen,
verständnisvoll gesehen werden
und mich in meiner Achtsamkeit erden!
Doch Menschen sind lieber cool und hart,
verstecken lieber ihre weiche Art,
sind unbedacht voreingenommen,
ahnen ihre Sanftheit nur verschwommen.
Verhärtet, schubsen sie mich gerne.
Möchten, dass ich ihre Härte lerne.
Möchten, dass ich mich unterwerfe
und sie mit meiner Zartheit nicht nerve.
Doch genau das, kann und möchte ich nicht;
zeige lieber mein wahres Gesicht.
Sanftmut, leite mein Fühlen und Denken.
Nur so, kann das Gute mich lenken.
Nur das, gibt meinem Wesen Gewicht.
Es ist meine Stärke und Zuversicht.
Empfindsamkeit, sei mein Lebenslicht.
Sie leuchte stets auf meinem Angesicht.
Meine zarten Kinder, ihr musstet raue Wege gehen;
ihr wurdet weggetrieben wie eine Herde,
die Räubern in die Hände fällt. (Bar 4,26; GNB)
In der Weisheit ist nämlich ein Geist, vernunftvoll, heilig, einzigartig, mannigfaltig, zart,
beweglich, durchdringend, unbefleckt, klar, unverletzlich, das Gute liebend, scharf,
nicht zu hemmen, wohltätig, menschenfreundlich, fest, sicher, ohne Sorge, alles vermögend,
alles überschauend und alle Geister durchdringend, die gedankenvollen, reinen und zartesten.
(Weisheit 7, 22 -23; EÜ)

