Eschborn, den 21.03.2021
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
(Ps 22,2; Mt 27,46; Joh 14,6)
Einst wähnte ich mich auf der Straße von Kraft und Glück.
Es ging steil aufwärts und ich blickte nicht mehr zurück.
Ich fühlte mich bestätigt und auf dem rechten Weg,
balancierte wagemutig auf sehr schmalem Steg
und merkte nicht, dass sich meine Basis entfernte,
dass ich meinen Frieden und das Beten verlernte,
dass meine Liebe erstickte unter Fleiß und Pflicht
und Dunkel verdrängte - mein hoffendes Lebenslicht.
Im schweren, unergründlichen Leid der Gottesferne,
ich Gottverlassenheit verspürte, Angst kennenlernte.
Und ich beklage Gott: „Warum hast du mich verlassen?“
Ahnte aber: Er hat nicht mich, ich habe ihn entlassen!
Ich hatte vergessen: Er ist nur ein Gebet entfernt!
Danke Herr, ich habe das Wichtigste dazugelernt:
Mein Wohl liegt immer und ganz allein in deinen Händen
und du kannst und wirst mein Leiden immer wieder wenden.
Deine Liebe vermag allen Schmerz zu lindern und zu heilen!
Fortan möchte ich nur noch in deiner Gegenwart verweilen.
Herr, Jesus, du bist uns Vorbild, Erretter, Halt und Führungslicht,
du schenkst uns Frieden, Freiheit, Erkenntnis, Einsicht und Zuversicht.
Mit dir wird unser Leben neu! Dir vertrauen wir gern und treu.
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber keine
Rettung ist in Sicht, ich rufe, aber jede Hilfe ist weit entfernt! (Ps 22,2; NGÜ)
Gegen drei Uhr schrie Jesus laut: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich
verlassen?«(Mt 27,46; NGÜ)
»Ich bin der Weg«, antwortete Jesus, »ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben.
Zum Vater kommt man nur durch mich. (Joh 14,6; NGÜ)

