Eschborn, den 4.11.2019
Im Getriebe aufgerieben (Mt 13,15)
Barmherziger Herr Jesus:
Im Getriebe meines Lebens
stockt es; - ich hoffe vergebens,
dass es schon von alleine wird
und auch, dass mein Bauchgefühl sich irrt!
Im Getriebe meines Körpers,
knirscht und kracht es immer öfters
und ich denke ganz sorgenvoll,
wie es mal mit mir werden soll.
Im Getriebe meiner Seele
schimpft es laut aus voller Kehle,
dass niemand sie, vor Pein bewahre
wenn sie nicht klage, wild auffahre.
Im Getriebe meines Geistes,
versandet langsam, so heißt es,
jegliche Denk- und Lebenslust
in tief enttäuschtem Dauerfrust.
Und ich fürchte im Geschiebe,
dass ich verliere, was ich liebe,
dass Gott, mich schnell wird verlassen
und seine Güte wird verblassen.
Deswegen bitte ich für alle:
Herr, beseitige du jeglichen Schmutz aus unserem Lebensgetriebe.
Kläre du die Widersprüche in uns und in unseren Absichten.
Schütze das Getriebe vor Neuverschmutzung.
Schmiere es immer wieder mit dem Öl deiner Liebe und Geduld
und bewahre uns vor dem Getrieben sein,
vor einem Rückfall in altes Verhalten und vor einem Rückzug von dir.
Dein Wort sei unseres Fußes Leuchte
und immer ein Licht auf unserem Lebensweg.
Amen.
Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt, ihre Ohren sind verstopft, und ihre
Augen halten sie geschlossen. Sie wollen mit ihren Augen nichts sehen, mit ihren
Ohren nichts hören und mit ihrem Herz nichts verstehen und wollen nicht umkehren,
sodass ich sie heilen könnte. (Mt 13,15;NGÜ)

