Was sollen wir tun? (Off 2,37)
Hallo du,
wie geht es dir, wenn du erkennst, dass du eine leichtfertige und
folgenschwere Dummheit mit Folgen für dich und andere begangen hast?
Mit der Wahrheit konfrontiert,
den eigenen Fehler, die eigene Schuld erkennend,
reagieren wir tief betroffen,
es dringt uns schmerzlich durchs Herz,
es trifft uns mitten ins Herz.
Wir erkennen schlagartig unser Versagen
und auch unsere Ohnmacht, den Fehler wieder gut zu machen.
In dieser Situation können wir nur noch fragen:
Was sollen wir tun? Was können wir jetzt noch tun?
Was uns passiert ist, hat sich doch schon ausgewirkt.
Es ist unwiderruflich geschehen.
Ja, es ist geschehen, aber es ist nicht unwiderruflich.
Fehler sind menschlich, sie können vorkommen.
Sie können verziehen und vergeben werden.
Aber Fehler zu wiederholen ist unmenschlich.
Es ist nicht nur dumm, es grenzt fast schon an Absicht.
Dauerhaft jemanden zu verletzen ist vorsätzliche Verletzung.
Dauerhaft sich selbst zu verletzen ist krankhaft.
Jeder kann seine Dummheiten widerrufen,
seine Fehler einsehen und nicht wieder tun
und seine Schuld vergeben bekommen.
Wie das geschehen kann?
Durch Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit gegenüber sich selbst und anderen,
durch Umkehr vom falschen Lebensweg,
durch Abkehr von falschen Einstellungen, Erwartungen und Verhaltensweisen,
durch erhöhte Aufmerksamkeit für und Achtung vor anderen,
durch Entschuldigung bei den Betroffenen und
durch Wiedergutmachung, soweit sie möglich ist.
Es ist die Anerkennung des eigenen Versagens,
das ‚erneut die Gemeinschaft suchen’,
das ‚sich dazu bekennen’,
das ‚Verantwortung dafür übernehmen’,
das ‚sich bessern wollen’,
was großzügige Vergebung ermöglicht,
denn niemand ist fehlerfrei
und jeder ist irgendwann auf die gleiche Vergebung angewiesen.
Wie ist es aber, wenn wir uns gegen Gott versündigen,
seine Gebote und regeln nicht beachten oder gar ablehnen?
Wenn wir ihn ablehnen oder uns von ihm abwenden?
Wenn wir ihn bewusst oder unbewusst beschimpfen, verleumden oder ablehnen?
Gott ist da sehr souverän. Es lässt uns tun, was wir für richtig halten.
Er lässt uns in die Irre laufen, weil er weiß,
dass wir dauerhaft unter der Trennung leiden,
dass wir ohne ihn und seine Liebe und Führung nicht auskommen,
dass wir täglich seine Gnade und Vergebung brauchen,
dass wir inneren Frieden und Ausgeglichenheit brauchen,
um echte Freude zu empfinden, um uns wohl zu fühlen und um glücklich zu sein.
Er hofft und weiß,
dass wir ihn irgendwann einsichtiger und reumütig suchen,
ihn um Vergebung und Zuwendung bitten und zu ihm zurückkommen wollen.
Er hat zugesagt, sich finden zu lassen, uns beizustehen, uns neu auszurichten,
wenn wir uns ändern wollen, wenn wir dauerhaft mit ihm verbunden sein wollen,
wenn wir eine feste, vertrauensvolle Beziehung mit ihm eingehen wollen.
Er hat zugesagt, uns zu vergeben, wenn wir uns zu ihm bekennen,
wenn wir uns taufen lassen, d.h. uns von ihm reinigen,
unsere Sünde von ihm abwaschen, wegnehmen und beseitigen lassen
und wenn wir unser Wollen ihm unterstellen,
dann gibt er uns die Gabe, in seinem liebenden Geist zu denken und zu handeln
und er gibt Gelegenheiten und Aufgaben, uns darin zu bewähren.
Wir werden durch jedes Wort weiter zu ihm gezogen, das uns ins Herz trifft,
das uns etwas über uns oder ihn offenbart.
Wir werden neu ausgerichtet, durch jede geistliche Erkenntnis,
die uns in der Beschäftigung mit ihm und Jesus, in der Nachfolge, klar werden
Wir werden verwandelt bei jedem Schritt,
den wir aktiv in die neue Richtung gehen, den wir mit ihm gehen.
Wir werden gekräftigt, befähigt und gesegnet bei jedem Tun,
das wir wie selbstverständlich liebevoll und selbstlos beginnen,
im Vertrauen auf ihn und seine Unterstützung.
"Tief betroffen wollten die Zuhörer von Petrus und den anderen Aposteln wissen:
«Brüder, was sollen wir tun?» - „Kehrt jetzt um und lasst euch taufen auf Jesus Christus;
lasst seinen Namen über euch ausrufen und bekennt euch zu ihm - jeder und jede im Volk!
Dann wird Gott euch eure Schuld vergeben und euch seinen Heiligen Geist schenken.
Denn was Gott versprochen hat, ist für euch und eure Kinder bestimmt und für alle,
die jetzt noch fern sind und die der Herr, unser Gott, hinzurufen wird“.
(Offb 2,37 - 39)

