Im Wirbel der Leidenschaft
(Körperlich lieben …)
Hallo Du,
ich traue mich
das Unbeschreibliche zu beschreiben,
das Einmalige, Wirbelnde und Vergängliche
in einfachen Zeilen festzuhalten:
Hallo Du,
Du besonderes Wesen,
das mich anzieht, schwach macht, wild macht,
ohne das ich nicht leben will und kann;
ich denke nur noch an Dich,
möchte bei Dir sein, Dir nahe sein,
Deine Schönheit sehen, Deine Stimme hören,
Deine Bewegungen genießen, Deinen Körper fühlen
Dich riechen und schmecken, Deinen Atem spüren.
Ich leide, wenn ich mich nach Dir sehne
und ich bin überwältigt,
wenn ich Deine Einzigartigkeit und Schönheit
in meine Armen halte.
Ich genieße das Festhalten
und befürchte das Loslassen,
doch Du machst mir Mut,
gibst mir Nähe, Wärme, Verständnis,
bestätigst mein Sehnen
und zeigst Deine Wildheit.
In Deinen Armen werde ich Ursprung,
meine Sinne sind hochkonzentriert
und dennoch bin ich gelöst,
losgelöst von Grenzen und Schranken,
unbegrenzt, ursprünglich, unbändig.
Es gibt nur das Eine,
Dich und mich, elementar.
In der Zärtlichkeit und Wildheit
verliere ich mich und werde doch ich,
ich finde mich in Dir und Dich um mich,
ich finde Dich in mir und mich um Dich,
eng umschlungen, vereinigt, eins.
Alles löst sich auf und fließt doch zusammen,
die Zeit vergeht und bleibt doch stehen,
unsere Körper gehen ineinander über
und ich weiß nicht mehr,
was zu wem gehört oder wer zu was.
Und im Strudel der Vereinigung
wird die Zeit zur Ewigkeit
und die Verwirrung so beirrend,
dass ich sterben könnte,
um lieben zu können,
und das ich leben möchte,
um liebend sterben zu können.
Und im Augenblick größter Verschmelzung,
größter Nähe und intensivster Erfüllung,
durchströmt mich Erlösung und Glückseligkeit,
Zugehörigkeit zu Dir, dem geliebten Wesen,
das alles gegeben und alles genommen hat.
Und während ich losgelöst schwebe,
spüre ich Dich als Du
und mich als Ich.
Und obwohl wir gemeinsam
den Himmel geschaut haben,
finden wir uns einsam auf Erden wieder.
Und wir kuscheln zusammen,
empfinden -, entspannen -,
gleiten langsam zurück in uns,
schweigen und träumen
von der nächsten,
beglückenden,
entrückenden Ewigkeit.

