
Eschborn, den 4.12.2020
Mäusealarm!?
Gestern wurde mir eine wahre Geschichte erzählt:
Jetzt, bei beginnendem Kälteeinbruch, holte eine Familie
eine große Topfpflanze von draußen zurück ins warme
Wohnzimmer. Was sie nicht wussten war:
Ein Mäusemann samt Frau und Kind,
die froren arg im kalten Wind
und schlau, wie Mäuse nun mal sind,
verlegten sie ihr Nest geschwind.
Der Blumentopf, dem Hause nah,
sollt ihnen dienen als Rikscha,
zum Lift hinein ins warme Haus,
endlich aus der Kälte heraus.
Es kam der Tag, die Fahrt fand statt,
doch’s Mäusekindlein war nicht satt.
Papa sollte Futter holen,
heimlich, leis und ganz verstohlen.
Doch:
Seine Knüttel wurden entdeckt;
Der Jagdtrieb im Hausherrn geweckt.
Die Mausefalle schnappte zu!
Hergestellt war die alte Ruh.
Mitnichten.
Mama ging auf Futtersuche.
Im Haus, war wieder Gefluche.
Das darf nicht sein! Die Maus muss weg!
Der Sohn im Haus ging nun vorweg.
Und bald war‘s aus mit Mama Maus.
Das Mausekind vernahm Applaus.
Doch Hunger fordert Trank und Speis.
Dem Kindlein wurde es nun heiß.
Sogleich ließ sich‘s im Freien sehn -.
Wie kann das sein? Wer kann’s versteh’n?
Erstaunt, entrüstet, aufgebracht,
ging die Familie in die Schlacht.
Doch‘s Mäuslein, war flink und geschickt.
Es wurden Möbel rumgerückt.
Die Hetzjagd, ging fast zwei Stunden. -
Auch das Mäuslein - ist verschwunden!
Tom und Jerry möchte grüßen;
Wir, die Geschichte genießen.
Der Dichter dem, ein Denkmal setzt:
Schmunzelnd, leidend, doch unverletzt.

