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Du gehst mir auf die Nerven! (Ps 64,4)

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Buch: Der Du in mir

 

Haben Sie auch Interesse an

meinem Buch?

 

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes

Tempel seid und der Geist

Gottes in euch wohnt?

(1.Kor 3,16)

In einem abenteuerlichen

Traum erkunde ich mein

Inneres auf der Suche nach

Gott und finde ihn tief in mir.


Der DU in mir

Laudatio Verlag,

Frankfurt am Main

ISBN 9783946590798



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Du gehst mir auf die Nerven!   (Ps 64,4) 

 

Ein schwieriges Thema, denn ‚Du-Beschuldigungen‘ sind so, als würde man

jemanden steinigen.

 

Leitvers

Ihre Zunge gebrauchen sie wie ein scharfes Schwert; giftige Worte –

das sind die Pfeile, die sie anlegen. (Ps 64,4)

 

 Anfangsgebet

 

 Allwissender und allgegenwärtiger Gott,

manchmal sind wir genervt, weil uns nichts gelingt,

manchmal, weil Mitmenschen uns auf den Keks gehen,

manchmal, weil unsere Nächsten uns bedrängen,

manchmal, weil wir selbst Kleinigkeiten nicht mehr aushalten

und dann am Liebsten Krach anfangen oder davonrennen würden.

 

Herr, helfe uns zu verstehen, weshalb uns manches gefällt, anderes aber missfällt.

Zeige uns frühzeitig, wo unsere Toleranzgrenze erreicht wird und stehe uns bei,

damit wir dann nicht ungerecht und abweisend werden.

 

Offenbare uns unsere Schwachstellen, damit wir dich darin wirken lassen.

Und helfe uns zu akzeptieren, dass nicht irgendein ‚Du‘ uns auf die Nerven geht,

sondern dass wir es meist selbst sind.

 

Sei Du unser Bezugspunkt und deine Liebe unser Maßstab.

Helfe uns, toleranter zu werden und geduldiger und großzügiger.

Verändere uns zu würdigen Nachfolgerinnen und Nachfolgern Jesu.

 

Darum bitten wir im Namen Jesu.   Amen.

 

 

Input

‚Liebe Brüder und Schwestern!‘ so beginnt Jakobus das 3. Kapitel in seinem Brief, in dem

er sich mit gedankenlosem Sagen und besonders mit boshafter Schwätzerei beschäftigt.

 

Er schreibt:

Machen wir nicht alle immer wieder Fehler? Wem es gelingt, nie ein verkehrtes Wort

zu sagen, den kann man als vollkommen bezeichnen. Denn wer seine Zunge im Zaum

hält, der kann auch seinen ganzen Körper beherrschen.

Segen und Fluch kommen aus ein und demselben Mund. Aber genau das darf nicht sein!

Fließt denn aus einer Quelle gleichzeitig frisches und ungenießbares Wasser?

 

Bei Schiffen bestimmt der Steuermann die Richtung mit einem kleinen Ruder.

Genauso ist es mit unserer Zunge. So klein sie auch ist, so groß ist ihre Wirkung!

Ein kleiner Funke setzt einen ganzen Wald in Brand.

Mit einem solchen Feuer lässt sich auch die Zunge vergleichen. Sie kann eine ganze

Welt voller Ungerechtigkeit und Bosheit sein. Sie vergiftet uns und unser Leben, sie steckt

unsere ganze Umgebung in Brand, und sie selbst ist vom Feuer der Hölle entzündet.

 

Seine Zunge kann kein Mensch zähmen. Ungebändigt verbreitet sie ihr tödliches Gift.

Mit unserer Zunge loben wir Gott, unseren Herrn und Vater, und mit derselben Zunge

verfluchen wir unsere Mitmenschen, die doch nach Gottes Ebenbild geschaffen sind.

 

Die Weisheit, die von Gott kommt, ist vor allem aufrichtig; außerdem sucht

sie den Frieden, sie ist freundlich, bereit nachzugeben und lässt sich etwas sagen.

Sie hat Mitleid mit anderen und bewirkt Gutes; sie ist unparteiisch, ohne Vorurteile

und ohne alle Heuchelei.

Nur wer selbst Frieden stiftet, wird die Gerechtigkeit ernten, die dort aufgeht,

wo Frieden herrscht.

 

‚Du gehst mir auf die Nerven!‘

Hast auch du das schon einmal gedacht oder gesagt,

zu deinen Kindern, zu Freunden, zum Partner, zur Partnerin, zu Arbeitskollegen, …

 

In Beziehungen zwischen Frau und Mann sind auch belieb.

Es sagen F= Frau und  M=Mann zueinander:

Du bist so anders als ich.        Du verstehst mich nicht.

Du bist eine Herausforderung!

F: Du hörst mir nie zu. – M: Du redest zu viel.

F: Du sprichst nie mit mir. – M: Du widersprichst mir ständig.

F: Du bist so sachlich. – Du bist so gefühlsmäßig.

F: Du machst nie, was ich will. – M: Aber immer, was ich will.

F: Du bist so unordentlich. – M: Du bist so pingelig.

F: Du und deine vorschnellen Entscheidungen! -

                  M: Du könntest dich mal schneller entscheiden.

F: Du machst einfach, was du willst. – M: Du weißt nicht, was du willst.

F: Du machst Dinge, die ich nicht mag. –

                 M: Du kümmerst dich um Dinge, die dich nichts angehen.

 

Was steht dahinter? Gemeint ist:

  1. Du könntest meine unermüdliche, aufopferungsvolle Arbeit (für dich) mehr würdigen.

  2. Du solltest mich mehr würdigen. Du liebst mich nicht so, wie ich es mir vorstelle.

  3. Du könntest mehr auf mich -> Du solltest wissen, was ich gerade brauche.

 

Das Thema: 'Du gehst mir auf die Nerven!' hat 3 Varianten:

Du gehst mir auf den Keks – das schmeckt mir nicht.

Du gehst mir auf den Zeiger – meine Uhr geht anders.

Du gehst mir auf den Geist – dein Verhalten widerstrebt meinem Wesen,

   meinem Fühlen und Denken.

 

Das Du, beinhaltet:

Dein spezielles Wesen, dein Dasein, all das, was du tust, sagst und wie du bist.

Aber oft ist das gar nicht so umfassend gemeint, aber das wird nicht gesagt.

Das Mir, beinhaltet:

Ich weiß genau, was richtig oder falsch ist,

ich weiß, was gut und weise ist,

ich habe hier das Sagen. Ich bin vollkommen.

 

Der Satz: ‚Du gehst mir auf die Nerven!‘

ist eine kritisierende und bewertende und beleidigende Beziehungsaussage.

  • Er drückt eine persönliche Befindlichkeit aus: Lass mich in Ruhe,

  • er ist subjektive Wahrnehmung: Meiner Ansicht nach übertreibst du,

  • er ist eine auf sich selbst bezogene Feststellung: Das gefällt mir nicht! ,

  • er ist eine Verhältnisbestimmung: ‚Zwischen uns stimmt etwas nicht‘,

  • er ist ein Ausdruck von Abneigung: ‚So mag ich das/dich nicht‘,

  • er zeigt Widerwillen: ‚Das gefällt mir nicht!‘,

  • er ist Widerstreben: ‚Nicht mit mir!‘,

  • er ist Abgrenzung: ‚Von dir habe ich jetzt genug. Ich gehe auf Abstand!‘,

  • er könnte Überdruss zeigen: ‚Ich habe dich satt‘,

  • er könnte Ekel ausdrücken: ‚Was du da machst, das ekelt mich an‘,

  • er könnte Unlust belegen: ‚Drängle mich nicht so‘,

  • er kann eine Warnung sein: ‚Nerve mich nicht weiter, sonst …‘,

  • er könnte Beendigung bedeutet: ‚Jetzt ist es aber genug! Ich habe die Nase voll!‘,

  • er beinhaltet auf jeden Fall Abwehr: ‚Mit dir halte ich es (gerade) nicht mehr aus!‘,

  • er hält die eigene Wahrnehmung für richtig:‘ Ich bin das Opfer. Du bist, der Täter‘.

 

‚Du gehst mir auf die Nerven!‘

Das sagt man nicht einfach so. Das sagt man nur dann, wenn man sich, lange, eingehend und

immer wieder, mit befremdlichen oder abstoßenden Eigenheiten von jemandem beschäftigt

und wenn es in der Beziehung ein größeres Ungleichgewicht gibt.

Wenn fremde Eigenschaften, dem eigenen Wesen oder Empfinden widersprechen und dagegen

Widerwillen und Abneigung verspürt.

Wenn fremde Eigenarten nerven, aufregen, stören, belästigen, reizen, an den Nerven zerren,

nervös machen.

Wenn mir Verhaltensweisen lästig sind, die ich als aufdringlich, unverschämt, entwürdigend,

überzogen oder verletzend empfinde.

 

Und wenn solche Auseinandersetzungen eskalieren, geht man sich gegenseitig auf die Nerven

und es ist offensichtlich, dass etwas zwischen diesen Menschen nicht (mehr) stimmt. Hat sich

die Liebe verflüchtigt? Können die nicht mehr miteinander reden? Sind sie nicht mehr bereit,

aufeinander ein- und zuzugehen?

 

Was kann man dagegen tun?

  1. Sich damit auseinandersetzen. (Ist am Vorwurf etwas Wahres dran?)

  2. Die Meinung anderer einholen. (Was hältst du davon?)

  3. Die eigene Einstellung prüfen. (Liege ich falsch? Mache ich eine Mücke zum Elefant?)

  4. Dem anderen keine Vorwürfe machen, sondern sachlich seine Befindlichkeit mitteilen.
    Ich habe Schwierigkeiten mit xy, weil . Der Ton macht die Musik. Die Gesprächsbereitschaft
    und der Einigungswille werden dadurch erhalten.

  5. Gemeinsam Lösungsmöglichkeiten oder Kompromisse finden.

  6. Gründe herausfinden, weshalb ich jemanden oder etwas an ihm nicht mag.

  7. Bei dauerhaft egoistischem, verantwortungslosem oder schädigendem Verhalten ist auch
    mal Klartext angebracht. Denn weiterhin den Ärger in sich anzustauen, macht nur noch
    aggressiver und das zerstört die Beziehung dauerhaft.

 

Wer geht mir nicht auf die Nerven?

Ich, weil: Ich bin der/die Beste! Mit mir komme ich gut aus. (meistens)

Wer noch? Vielleicht noch:

Frau Y aus Buxtehude, weil ich sie nicht kenne, von ihr nichts weiß und weil sie weit weg ist.

Herr X, von dem ich nichts will und der mir egal ist.

Frau Z, die ich sehr schätze und deswegen an ihr nur das Gutes sehen will.

Mein Sohn, der sehr einfühlsam und rücksichtsvoll ist.

Meine Tochter, die sensibel und nicht aufdringlich ist.

Meine Enkelkinder, die ich liebe und die ich nicht so oft sehe.

Alle, die mich respektieren, die das tun, was ich will und wie ich es möchte!

 

Was geht mir leicht auf die Nerven?

Z.B. Flugzeuglärm, Autogehupe, ein tropfender Wasserhahn, endloses Kindergeschrei,

ständiges Türquitschen, Dauerregen, anhaltende Schmerzen, …

 

  • Alles, was dauerhaft meine Ruhe und meinen inneren Frieden stört.

  • Alles, was mir nicht gefällt.

  • Alles, was mir unausweichlich zu nahe ist.

  • Alles, was mir lästig ist, was mich überfordert.

  • Alles, was in mir Ablehnung hervorruft.

  • Alles, dessen ich überdrüssig bin.

 

Wer geht mir auf die Nerven?

Alle, die dauerhaft nicht das tun, was ich will und wie ich es will!

Meistens sind das meine Nächsten. Mitmenschen, die dauernd eng um mich sind.

  • deren Eigenarten und Gewohnheiten anders sind als meine,

  • die meine Eigenarten und Gewohnheiten nicht akzeptieren,

  • die an mir herumnörgeln,

  • die mich herumkommandieren,

  • die Ansprüche an mich haben,

  • die mich benutzen oder ausnutzen,

  • die glauben, nur sie hätten recht,
  •  
  • die glauben, nur sie machen alles richtig,

  • die mein Selbstbestimmungsrecht und meine Würde missachten

  • die über mich bestimmen wollen,

  • denen ich nicht entfliehen kann.

 

Ist es nicht so, dass mein ‚Mich aufregen‘, tatsächlich ein

‚Sich mit demjenigen beschäftigen‘ ist, der mich aufregt?

Sie/Er ist mir also nicht gleichgültig.

 

Viele Menschen nerven oder fühlen sich genervt,

  • weil sie sehr empfindlich sind,

  • weil sie alles auf sich und ihr persönliches Befinden beziehen,

  • weil sie sich zu wichtig nehmen,

  • weil ihnen Halt und Orientierung fehlen,

  Ausgeglichenheit, Geduld und Verständnis für andere und für sich selbst,

  • weil sie krank, geschwächt oder suchtbeladen sind,

  • weil sie keine Beziehung mit Gott haben,

  • weil sie nicht mehr in sich und in Gottes Liebe ruhen,

  • weil sie gar nicht mehr wissen, was ‚Lieben‘ bedeutet.

 

Was bedeutet Liebe?

1.Kor 13, 4- 7   Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht,

die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht

ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet

das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich

aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles,

sie duldet alles.

 

Achtung: Alles, was mir auf die Nerven geht, hat etwas mit mir zu tun, nicht mit

dem/den anderen. Die sind, wie sie sind und damit selbst für sich und ihr Tun

verantwortlich.

 

Wenn ich auf abstoßendes Verhalten anderer anspringe,

dann sind es meine Grenzen, die herausgefordert oder überschritten werden. Z.B.:

  • mein Ordnungssinn,

  • mein Sicherheitsbedürfnis,

  • mein Selbstverständnis,

  • meine Selbstbestimmung,

  • mein Ruhebedürfnis,

  • meine Duldungsgrenze,

  • meine Intoleranz,

  • meine Selbstgefälligkeit,

  • meine Gewohnheiten und Bequemlichkeiten,

  • meine Verschlossenheit, Enge, Trägheit,

  • meine Werte, Einstellungen und Überzeugungen.

 

Die Frage ist also: Wer geht mir wirklich auf die Nerven?

Und die überraschende Antwort ist: Ich gehe mir selbst auf die Nerven!

 

Weshalb nervt mich etwas?

Weshalb rege ich mich manchmal auf?

Weshalb flattern dann meine Nerven?

Weshalb schrillen dann meine Alarmglocken?

 

Ist es,

weil ich mich bedroht fühle,

oder, nicht richtig gewürdigt sehe,

oder, nicht anerkannt, sondern übergangen werde?

Ist es,

weil ich mich selbst einschränke und beherrsche,

weil ich Rücksicht nehme auf das, was sich gehört,

   was andere von mir erwarten, was andere von mir denken.

   was meine Erziehung mir beigebracht hat?

 

Das gedankenlose, egoistische Verhalten anderer hinterfragt also auch mich.

Es überprüft meine Einstellungen.

Es prüft meine Toleranz.

 

Und, es macht manchmal deutlich:

Auch mit mir stimmt etwas nicht!

Auch ich nerve andere, weil ich so bin, wie ich bin und vielleicht gar nicht sein will.

Auch mir fehlen oft genug Liebe, Freude, Frieden und Geduld, Freundlichkeit und Güte,

   Treue, Rücksichtnahme und Selbstbeherrschung.

Und mit dieser Erkenntnis, wird es Zeit für ein Gebet:

Vater vergib uns, denn auch wir wissen oft nicht, was wir tun.

Wir waren selbstgefällig und haben andere beleidigt und verletzt.

Wir haben unseren Anstand, und dich in uns, beschmutzt.

 

Herr, helfe uns, andere in Liebe so anzunehmen, wie sie sind.

Und wenn uns etwas stört, darin eigenes Wollen zu sehen.

 

Amen.

 

 

Fürbittgebet

Barmherziger Vater im Himmel,

vieles in der Welt nervt uns.

Die Hektik, die Unruhe, die Abhängigkeit,

laute Aufdringlichkeit und stille Vorwürfe.

 

Manche Menschen oder Umstände sind kaum auszuhalten.

Dann sind wir nicht mehr gelassen,

sondern schnell bereit zum Gegenangriff oder zur Flucht.

In die Enge getrieben, werden wir leicht ungerecht und engstirnig.

Uns ist nicht bewusst,

dass die Ursachen für unser ‚Genervt sein‘ in uns selbst liegen.

 

Herr, wir bitten

um wohlwollende Liebe für alle Menschen,

um Freude für die, die sich nicht mehr freuen können,

um Frieden für die, die mit sich selbst unzufrieden sind,

um Geduld, für Ungeduldige und Getriebene,

um Freundlichkeit, für Unfreundliche und Verbitterte,

um Güte, für Gepeinigte und Hartherzige,

um Rücksichtnahme, für Rücksichtslose,

um Treue, für alle, die deinen Beistand brauchen

und um Selbstbeherrschung, für die Genervten.

 

Herr Jesus,

stehe unseren gepeinigten Seelen bei.

Stärke uns in Not und Anfechtung

Und verändere uns nach deinem Vorbild.

 

Amen.