Dein Reich komme (Lk 11,2)
Vater! Bring alle Menschen dazu, dich zu ehren!
Komm und richte deine Herrschaft auf! (Lk 11,2; GN 1995)
Hallo Du,
die Schlichtheit dieser Bitte zeigt das Sehnen der Menschen nach dauerhafter Verbindung
mit Gott, unserem himmlischen Vater, und beinhaltet den Wunsch nach umfassendem
inneren und äußeren Frieden, nach gegenseitigem Verständnis sowie nach gütigem
Miteinander in Liebe und rücksichtsvoller Gemeinschaft. Gott ist Liebe und wer sich nach
Liebe sehnt, sehnt sich auch nach Gott.
Und die Bitte zeigt auch, dass wir aus uns selbst heraus dazu nicht in der Lage sind.
Vater, du hast uns zu dir gerufen und gnädig aus persönlichem Leiden befreit.
Du hast an uns unverdient Gutes getan und uns in liebevollere Menschen verwandelt.
Du hast uns mit deinem Geist verbunden und unseren Charakter verändert.
Dein Geist bringt in uns herrliche Früchte des Guten hervor,
nämlich: Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue,
Bescheidenheit und Selbstbeherrschung. (Gal 5,22-23)
Von diesem Geist war Jesus durchdrungen.
In diesem Geist hat er geredet und gehandelt.
Mit seinen Worten der Liebe und Vergebung hat er uns neu angefangen.
Er war und ist und wird immer unser Vermittler und Versöhner und Heiler sein.
Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war dieses Wort. (Joh 1,1)
Jesus ist das Wort. Ihn haben wir als unseren Herrn angenommen.
Das Wort, das von Gott kommt, ist euch ganz nahe; es ist in eurem Mund und in eurem
Herzen. Das ist das Wort vom Glauben, das wir verkünden. Wenn ihr also mit dem Mund
bekennt: »Jesus ist der Herr«, und im Herzen glaubt, dass Gott ihn vom Tod auferweckt hat,
werdet ihr gerettet. (Röm 8-9)
Wir haben uns laut und offen zu Jesus bekannt,
weil wir gerettet werden wollten,
weil wir erkannt haben, dass wir unsere Triebe und Gier, unsere Verstrickung
und unser gebunden sein an Böses, nicht aus eigener Kraft überwinden können.
Wir haben unsere eigene Abhängigkeit und Ohnmacht erkannt und wurden
von Jesus angezogen. Er hat uns zu sich gerufen um an uns zu wirken.
Zur Freiheit hat uns Christus befreit! (Gal 5,1)
In Christus sind wir frei, weil er für uns gestorben ist und dabei sein Blut vergossen hat.
Deshalb sind uns die Sünden vergeben. (Eph 1,7)
Er hat uns befreit aus Gebundenheit und Abhängigkeit, vom Joch unseres übersteigerten
Ichs und unserer Enttäuschung, Gier und Selbstsucht. Deshalb dankbar folgen wir ihm
nach und gehören zu ihm.
Menschen, die zu Jesus Christus gehören, haben ja doch ihre selbstsüchtige Natur mit allen
Leidenschaften und Begierden [mit ihm] ans Kreuz genagelt. (Gal 5,24)
Wir werden gerne los, was uns belastet. Dafür kriechen wir auch vor Jesus zu Kreuze.
Hochmut und Stolz brechen zusammen und wir werden vor Gott demütig.
Dadurch hat Jesus Gelegenheit, unsere Sündhaftigkeit sterben zu lassen.
Und wer zu Jesus geht, wird nicht abgewiesen! Er entlastet und hilft weiter.
Ihm vertrauen wir, an ihn glauben wir, auf ihn bauen wir in jeder Lebenslage.
Er und sein Geist reinigen Menschen auf unerklärliche Weise von innen heraus.
Ich bin mit Christus gekreuzigt. So lebe ich nicht mehr [aus meinem eigenen Ich],
sondern Christus lebt in mir. (Gal 2,19b-20a)
Wir aber erwarten im Geist aus Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit. (Gal 5,5)
Wir glauben Jesus und hoffen auf ihn. Und er macht uns vor Gott dadurch gerecht,
weil er für unsere Sünde, unsere Trennung von Gott,
und unsere Sünden, unsere Verfehlungen gegenüber Gottes Geboten,
am Kreuz mit seinem freiwilligen Tod gebüßt hat.
Dadurch erhielten wir ein neues Leben und wurden vor Gott Gerechte, Gereinigte,
und aufgenommen in seine Familie, zu seinen Söhnen und Töchtern.
Das glauben wir und darauf vertrauen wir.
Durch gläubiges Vertrauen allein wird der Gerechte Leben. (Hab 2,4)
Sowohl die innere Reinigung wie auch die Verschmelzung mit Jesus im Geist
geschehen nach und nach.
Wir glauben was er sagt und tut
und durch sein Wort und Beispiel werden wir Jesus immer ähnlicher gemacht,
das ganze, neue Leben lang.
Wir werden von ihm entstolzt und durchliebt.
Entwaffnet und gestärkt erkennen wir seine Weisheit und Güte
und wir sehnen uns nach seiner liebevollen Führung und Gnade.
Liebe wird uns zum Maß und zur Leitlinie. Sie ermutigt.
In der Liebe gibt es keine Furcht, denn Gottes vollkommene Liebe vertreibt jede Angst.
Wer noch Angst hat, rechnet mit Strafe. Bei dem hat die Liebe ihr Ziel noch nicht erreicht.
(1.Joh 4,18)

