Es geht um unsere Herzenshaltung (1.Joh 15 – 17)
Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. Denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches, die Begierde der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht aus dem Vater, sondern aus der Welt. Und die Welt vergeht und ihre Begierden; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. (1.Joh 15 – 17)
Hallo Du,
wer die Welt liebt, hat eine schlechte Herzenshaltung, die sich in drei Aspekten ausdrücken kann:
- Die Begierde seines Fleisches drängt ihn, seine körperlichen Wünsche zu befriedigen.
- Die Begierde seiner Augen ist das starke Verlangen, materielle Dinge haben zu wollen
und sie für sich anzuhäufen.
- Der Hochmut des Lebens ist sein Stolz, der sich in der Besessenheit ausdrückt,
angesehen und wichtig sein zu wollen und zu müssen.
Wenn wir versucht werden, dann in diesen Bereichen. Im weltlichen Leben haben wir Angst, zu kurz zu kommen, arm und nichts wert zu sein. In unseren Gedanken messen wir uns mit anderen und wir wollen es besser haben als sie. Wir glauben, wenn es uns besser geht, müssten wir keine Not mehr leiden, seien wir materiell gut versorgt und wegen unserer Intelligenz und unseres Fleißes, Wissens und Könnens mehr wert, von Gott begünstigter und von den Menschen geachteter.
Da wir uns damit aber an falschen Grundlagen orientieren, sind das gern geglaubte Selbstlügen. Wir wollen glauben, dass wir mehr sind, als wir tatsächlich sind.
Wir definieren uns aus unserem Können und Tun, aus unseren Erfolgen und Niederlagen, Wir sehen uns als Maschinen, die gut oder nicht so gut funktionieren. Wir missachten dabei unser vielschichtiges Wesen und die Fähigkeiten, die uns menschlich, lebendig und liebenswert, machen. Wir missachten das Gute in uns.
Nicht unser Bauchumfang, unser Bankkonto und unsere hochmütige Überheblichkeit zeichnen uns aus, sondern unser Vertrauen in Gott, nämlich dass er jedem von uns gibt, was er braucht; unsere Selbstbeherrschung, mit der wir uns gegen solche Versuchungen wehren und uns Zeit nehmen, um Gemeinschaft mit Gott zu haben, ihn kennen und lieben zu lernen; unsere Großzügigkeit, mit der wir mit anderen teilen, was wir aus Gnade bekommen haben und; unsere Demut, unseren Mut, trotz unserer Unvollkommenheit anderen und Gott selbstlos und ergeben zu dienen; denn nur im liebevollen Dienen kann Gott durch uns wirken.
Die Erfolge, die wir im Dienen erreichen, sind seine Erfolge. Wir haben dabei an seiner Weisheit Anteil, die unser Vertrauen in ihn stärkt. Uns wird dabei bewusst, dass wir mit ihm in einer ständigen Verbindung stehen, aus der heraus uns möglich wird, was wir sonst nie könnten. Wir wachsen über unseren Selbstbezug hinaus und übernehmen zunehmend Verantwortung für andere, für unsere Kinder, deren Freundinnen und Freunde, unsere Nachbarn und Nächsten, die Schwachen, Kranken, Armen und Hilflosen. Wir nehmen Anteil an ihrem Leben und machen uns zu einem Teil davon. Dadurch werden wir Jesus immer ähnlicher. Weltliche Dinge vergehen mit uns, aber unsere vertrauende Verbindung mit Gott und unser darauf aufbauendes Tun wirken auch noch nach unserem Tod. Sie machen uns unsterblich.

