Und sie werden alle von Gott gelehrt sein (Joh 6,45)
Hallo Du,
jeder, der von Gott gehört und gelernt hat, wird zu ihm hingezogen!
Das ist eine Feststellung und ein Versprechen.
Wer von Gott hört, hört, dass es noch eine andere Welt gibt als die,
in der wir leben, uns abmühen und doch nicht so recht vorwärts kommen.
Wir erleben Mühe und Last, Schwierigkeiten und Widersprüche,
Unfreiheit, Abhängigkeit und Zwang, Hilflosigkeit und Ohnmacht.
Wir sehnen uns nach Ruhe, Unabhängigkeit, Harmonie und innerem Frieden.
Wir wünschen uns Freundlichkeit, Herzlichkeit, Menschlichkeit und Zeit,
Zeit um geduldig, freundlich, herzlich und menschlich sein zu können,
Zeit um uns angemessen und würdig im Leben zu bewähren.
Wir brauchen Anregungen und Impulse, den die halten uns wach und wendig.
Wir brauchen Herausforderungen um über uns selbst hinaus wachsen zu können,
aber keine Überforderung, denn die macht uns auf Dauer nur schwach und krank.
Wir brauchen das Licht eines Leuchtturms,
das uns vor Klippen im Leben warnt uns den rechten Weg weist.
Wir brauchen einen weitsichtigen und weisen Gott, der weiß wie wir funktionieren
und der weiß, was für uns gut ist.
Wer von Gott hört, erhält Kraft.
Wer das Gute von Gott hört,
möchte mehr über ihn erfahren und möchte ihn kennen lernen.
Wer Gottes Führung, Kraft und Gnade erlebt hat, der ist davon überzeugt,
dass es ihn gibt,
dass er ihn bewacht und führt,
dass er nur das Beste für ihn will und tut.
Wie oft glauben wir, wir könnten uns selbst helfen und tun es auch,
wir freuen uns, dass wir uns für oder gegen etwas entschieden haben,
wir freuen uns dass wir aktiv geworden sich,
wir freuen uns, auch wenn der Erfolg (noch) nicht offensichtlich ist.
Doch nach einiger Zeit, rückblickend, stellen wir fest,
dass wir (trotz Anfangseuphorie) doch nicht so toll waren
und vielleicht in einer Sackgasse gelandet sind.
Das muss nicht so sein, aber oft genug ist es so.
Wir bewegen uns und kommen doch nicht wirklich vorwärts.
Wir investieren Kraft und sehen kaum Erfolge.
Wir denken uns unser Handeln schön und haben doch keine Befriedigung.
Wer zuhört, erwartet nichts.
Wer zuhört und dabei offen und lernbereit ist, der langweilt sich nicht,
vielmehr wird durch das Gehörte latentes Wissen geklärt und neu gefügt,
verborgene Fähigkeiten und Begabungen werden geweckt und entwickelt.
In den Worten Gottes findet man Bestätigung und Stärkung,
man wird vertrauensvoll und mutig, neu ausgerichtet und selbstsicher,
man weiß sich geliebt, verstanden und angenommen und,
man erfährt sich als ein sinnvoller, wichtiger Teil eines größeren Ganzen.
Wer zuhört, möchte das Gehörte ausprobieren und herausfinden,
wie es wirkt und was es bewirkt,
ob es für sie oder ihn richtig oder falsch ist,
wie man sich dabei und danach fühlt,
wie man auf Dauer damit umgehen und leben kann,
ob das Leben damit besser gelingt.
Und je mehr ich mich auf Gott einlasse,
je mehr ich von ihm höre oder von ihm lese,
je häufiger ich mit ihm spreche,
je öfter ich seine Gegenwart in mir und um mich herum verspüre,
desto mehr nehme ich von ihm an und desto mehr werde ich von Gott gelehrt.
Seine Worte sind für uns Nahrung; sie nähren unseren Geist,
sie verbinden uns mit ihm,
sie machen uns gelassen, liebevoll und geduldig,
sie führen uns auf den Weg, den wir schon immer gehen wollten,
von dem wir aber bis dahin nicht wussten, wie wir ihn finden.
Seine Worte bestätigen das Gute in uns und ermutigen uns,
es zu tun und darin zu bleiben.
Mit Gott finden wir unseren Platz im Leben
und werden von Harmonie, Freude und Freundschaft umgeben,
weil wir mit uns selbst in Harmonie, Freude und Freundschaft leben
und andere so sein lassen können, wie sie sind; auch deswegen,
weil wir nicht mehr um Liebe, Aufmerksamkeit und Bestätigung kämpfen,
sondern sie großzügig an andere verschenken können,
da wir selbst eine Fülle (weit mehr als wir brauchen) davon haben.
Arm ist, wer hat, aber davon nichts geben möchte,
reich ist, wer reichlich gibt ohne sich zu fragen, ob er genug hat.
Durch seine Worte werden wir geformt, gebildet und neu ausgerichtet,
Einbildung weicht, Werte klären und relativieren sich,
falsche Vorstellungen und Erwartungen werden ersetzt,
falsches Denken, Fühlen und Handeln werden aufgelöst,
falsches Hören und Verstehen werden korrigiert,
alles Falsche wird allmählich durch Weisheit ersetzt.
Bisher Blinde werden sehend und bisher Taube hörend.
So werden wir gereinigt und echt, ein neuer Mensch.
So werden wir zum Bild Gottes, zu seinen Kindern,
zu seinen geliebten, erwachsenen und
verantwortungsbewussten Söhnen und Töchtern.

